Beiträge von Friesin

    Ich habe die Schule sehr gern gemocht und mich dort wie zu Hause gefühlt.

    Mit Dank erinnere ich mich an meinen Französischlehrer in der Sek I, der uns enorm viel beigebracht hat, auch über den Unterricht hinaus.

    Ich erinne mich an Kicheranfälle im Handarbeitsunterricht (jaaa, das gab es bei uns --schauder)

    und natürlich an den süßen Referendar in Klasse 11:liebe:

    20 Jahre lang, als meine Kinder klein waren, sind wir nicht verreist, außer zur Oma (250 km entfernt) und zu meiner Freundin nach Hessen.

    Nun sind die Kinder aus dem Haus. Mein Mann und ich sind fit und unternehmungslustig.

    Unsere Eltern sind (noch) keine Pflegefälle.

    Eine Ferneise haben wir in den letzten Jahren immer mal gemacht, meist an Ostern.

    Ist nun nicht möglich, können wir auch gut mit leben.


    Mein persönlicher Fußabdruck war 25 Jahre lang extrem klein, nun ist er ein bisschen größer geworden. Schande über mein Haupt:flieh:


    Was ich an der obigen Diskussion am bemerkenswertesten finde:


    die Sorge, mit ü 60 oder ü 70 vieles nicht mehr machen zu können. Warten wir`s erst mal ab ;)

    ich würde an deiner Strelle schnellstens ein Praktikum an der Schulform deiner wahl machen, damit du einen etwas realistischeren Einblick in den Beruf bekommst. Sprich dabei so viel es geht mit den Lehrern. Das Unterrichten ist nur die Spitzze des eisbergs.



    Welche Fächer interessieren dich?

    Welche Altersstufe bei den Schülern?

    Kannst du dir vorstellen, erzieherisch tätig zu sein? Musst du selbst am Gymnasium

    Um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen.


    Und hey: Namen merken...:lach2:... ist dabei eine Fähigkeit wie sich selbst Schulbrote zu schmieren: nice to have, aber kein Kriterium, um Lehrer zu werden oder eben nicht

    Danke, das finde ich auch. Kann man nicht mal etwas zögerlich fragen, wenn man unsicher ist, ohne gleich angepampt zu werden?

    ich fand das nicht pampig. Maximal ein bisschen angenervt, weil über mehrere Seiten das Für und Wider erklärt worden war.


    Damit muss man leben können, wenn man vorher nicht den ganzen thread lesen will ;)

    Ich glaube, bei den wenigsten meiner SuS haben die Eltern im Distanzunterricht bei den Aufgaben geholfen. Liegt aber halt an der Schulform und dem Alter der SuS

    Ich denke auch, dass das an der GS und auch bei uns in Kl.5 noch anders läuft als in den höheren Klassen. Welche Mama setzt sich hin und erarbeitet für ihren Neunt- oder Elftklässler eine Audiodatei über z.B. einen Verfassungsvergleich der beiden deutschen Staaten?


    Oder schreibt einen Vortrag auf Französisch?


    In Klasse 5 habe ich in der Distanz nur freiwillige Noten erhoben. Das waren sehr niederschwellige Aufgaben, und ja, ich weiß jetzt, dass Mama/Papa Sch... richtig gut zeichnen kann :lach:


    Auch mein Grobmotoriker in Kunst ( 13 Jahre alt) mutierte in der Distanzzeit zum filigranen Zeichner:lach: Immerhin schickte die Mama sogar ein Bild, auf dem Junior hochkonzentriert mit Gouache malte. Das kam ihm wohl mehr entgegen.


    In Latein und Geschichte schienen die Eltern ab Klasse 6 deutlich weniger eingegriffen zu haben.

    Ich denke ja. In BY zählen die Schulaufgaben zu den großen schriftlichen Leistungsnachweisen, die doppelt zählen im Verhältnis zu den kleinen Leistungsnachweisen.

    nicht zu vergessen die Berechnung:

    in BY wird der Durchschnitt der Schulaufgaben doppelt gerechnet gegenüber dem Durchschnitt der sog. kleinen Leistungsnachweise, der dann einfach zählt. Ein u.U. entscheidender Unterschiede zu dem lapidaren "wird doppelt gewertet" .


    Ansonsten: Ja. Schulaufgaben = Klassenarbeiten

    Unterschleif = Betrugsversuch

    Angabe= Arbeitsblatt (in einer Leistungskontrolle)


    Ist ein anderes Vokabular, mit graduell anderem Inhalt (s.o.)

    Die "Schulaufgabe" zählen in Bayern deutlich mehr als in anderen Bundesländern. Wer da einen schlechten Tag erwischt, kann das nur mit Mühe wieder ausgleichen.

    In vielen kleineren Fächern werden in der Sek I keine Klassenarbeiten/Schulaufgaben geschrieben. Aber es gibt -- in allen Fächern -- Abfragen. Abfragen in meinem Fach Geschichte z.B kannte ich gar nicht, bevor ich nach Bayern kam. Ich finde das System immer noch befremdlich: es dürfen nur punktuell Noten erhoben werden. Das kannte ich vorher und nachher nicht.


    Persönlicher Eindruck:

    Den Dünkel von Gymnasiallehrern gegenüber ihren Schülern kenne ich aus zwei bayerischen Schulen. Nicht von allen Kollegen. Aber insgesamt waren sehr viele Kollegen der Meinung, Schüler wollen sich nur durchmogeln und ersinnen lauter fiese kleine Mogeleien. Dem galt es entgegenzutreten. Die Kollegen arbeiteten nicht mit den Schülern, sondern bestenfalls neben ihnen her.


    Erstaunlicherweise fand ich in der Sek I den Anspruch der bayerischen Aufgaben eher simpel: viel Auswendiglernen, wenig AF III.


    Vll waren meine Beobachtungen anekdotisch, vll aber auch symptomatisch.

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