Beiträge von CDL

    Finde ich auch. Wenn so viele Leute mit 1,0 abschließen, sind die Prüfungen einfach schlecht konzipiert. Gute Leistungen sollen auch mit guten Noten belohnt werden, aber eine 1,0 sollte eine absolute Ausnahme sein, ansonsten läuft da ganz extrem was falsch.

    Kommt doch zumindest im Einzelfall immer auf den Prüfling und die tatsächliche Prüfung an. Wenn alle Prüflinge wissen, dass sie ohne 1,0 im Examen gar keine oder zumindest nur geringe Einstellungschance haben mangels MINT-Fach und Berwerberüberhang, dann steigert das natürlich die Motivation, bei einer Prüfung alles aus sich herauszuholen. Trotzdem hast du meines Erachtens nicht unrecht.

    Susannea , wir kommen mal wieder nicht ohne deine Expertise aus. :-)


    Erst einmal herzlichen Glückwunsch liebe Sany90 zu deiner Schwangerschaft. :rose:


    Deine SL klingt nach einem reichlich ekelhaften Klotz. Ich kenne mich nicht aus mit diesen Fragen, von dem her, was ich in den entsprechenden Threads hier aber immer wieder herauslese, können SLen sich nicht einfach einen komplett schlanken Fuß machen, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. In jedem Fall gibt es Beauftragte für Chancengleichheit (üblicherweise auch an der eigenen Schule im Sek.I-Bereich), an die man sich neben dem PR in so einem Fall wenden kann, um Unterstützung zu erhalten. An meiner Schule engagieren diese sich genau bei solchen Fragen und artikulieren nicht nur regelmäßig Sorgen von Kolleginnen und Kollegen in Teilzeit, sondern tragen auch dafür Sorge, dass deren Belange beachtet werden.

    Bei einem Deputat von 12 Stunden ist ein fester freier Tag normal, zwei Tage machbar- vorausgesetzt, du lässt den Stundenplanern etwas freie Hand bei der Stundenverteilung an diesen drei Tagen. Einen komplett kompakten Stundenplan für dich zu schnitzen, der auf nur drei Tage verteilt ist kann unter Umständen extreme Belastungen für andere KuK verursachen, die auch nicht verheizt werden dürfen. Insofern solltest nicht zu viele Zeitfenster an diesen drei Tagen schließen wollen, auch wenn es gut ist deutlich zu machen, dass es nicht zu viele Hohlstunden geben sollte. Ich habe in diesem Jahr beispielsweise drei Hohlstunden bei 12h Unterricht. Das halte ich persönlich für zumutbar.

    Genau!


    Grundschullehrer = sind nicht qua Kombi Beruf+ Geschlecht schwul

    Sportlehrer = sind nicht qua Kombi Beruf+ Geschlecht pädophil

    (...)

    Ich habe das mal so angepasst, dass es solche ekelhaften Vorurteile und Stereotype (die hier ausgerechnet eine Lehrkraft ursprünglich angestoßen hat, die sich selbst als schwul ist bezeichnet- ein Trauerspiel!) nicht noch weiter unterstreicht, sondern in der erforderlichen Weise korrigiert. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du deinen Beitrag in ähnlicher Weise korrigieren würdest. Manchmal ist Ironie der falsche Weg, egal wie sehr es einen in der Zunge (oder den Fingern) kneifen mag.

    Das bedeutet, dass man bei einem Schulbeginn um 8.00 Uhr nicht bis 8.15 Uhr nachgehakt hat, warum das Kind nicht anwesend ist.

    Das schafft wohl höchstens eine Inselschule, konkretisiert aber nicht, was das konkret an der Schule von TremorChrist bedeutet. Bei uns weißt man auch nicht eine Viertelstunde nach Unterrichtsbeginn, wer nur verbummelt hat sich zu entschuldigen und wer schwänzt, das Sekretariat hakt aber kontinuierlich nach den Vormittag über, sobald unsere "Vermissenmeldungen" bei dort eintrudeln. Das ist meines Erachtens direkt genug.


    "Nicht direkt" bedeutet für mich im Beitrag von TremorChrist, dass möglicherweise nicht mehr im Laufe des Vormittags versucht wird (werden kann mangels Personal?) herauszufinden, was mit unentschuldigten SuS los ist, vielleicht auch nicht einmal mehr am selben Tag. Dazu würde es zumindest passen, dass er/sie schreibt, Fehlzeiten würden vermerkt, Entschuldigungen der Eltern ebenfalls, nur unentschuldigtem Fehlen nicht direkt nachgegangen werden.

    Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine 1,0 im ersten Examen hat. Weder in meinem eigenen Examensdurchgang, noch bei Kommilitonen, Freunden, Kollegen, im Referendariat oder sonst irgendwo.

    Wieviele schließen denn das erste Examen im Gymnasiallehramt mit einer 1,0 ab? Wieviele das zweite?


    Dass man für sehr gute Einstellungschancen am Gymnasium zwei 1,0er Examen bräuchte, ist übrigens genauso unsinnig, wie die Annahme, man bräuchte fürs Medizin Studium ein 1,0er Abi.

    Ich habe mehrere SLen aus dem Gymnasialbereich in der Familie, die mir alle regelmäßig berichten, dass sie- mal wieder- Dutzende Bewerbungen mit 1,0 in beiden Staatsexamina auf dem Tisch hatten bzw. die Mehrheit ihrer AnwärterInnen mit 1,0 im ersten Staatsexamen angekommen ist. Je überlaufener die Fächer, desto häufiger haben sie ihrer Aussage nach praktisch nur 1,0er-Bewerbungen auf dem Tisch. Ich habe auch Familienmitglieder, die am Seminar tätig sind. Heute hat z.B. ein Familienmitglied Schulrechtsprüfungen abgenommen. Schlechteste Note: 1,5, genau einmal vergeben. Die Mehrheit der AnwärterInnen, die zumindest bei diesem Familienmitglied den Schulrechtskurs belegt hatten, schließen am Ende ihr Ref mit 1,0 ab- Jahr für Jahr für Jahr. Tatsächlich ist das hier kein besonders gefragter Ausbildungsstandort, insofern hängen sich viele AnwärterInnen ganz besonders rein, um nach dem Ref eventuell eine Wahl zu haben (oder überhaupt eine Stellenoption). Wer kein zumindest nicht völlig überlaufenes Fach im Angebot hat, bekommt nicht mal eben eine Planstelle am Gymnasium nachgeworfen, ergo benötigt man je nach Fächerkombination für Einstellungschancen die 1,0 in beiden Examina als absolutes Minimalziel (sehr gut sind die für Leute mit z.B. Geschichte/Spanisch dann trotzdem noch längst nicht) um vielleicht seine Chance zu bekommen. Wer wie du Informatik im Angebot hat musste sich solche Gedanken natürlich nie machen, ebenso wenig wie der Kollege, der deinen Beitrag bereits geliket hat. Jenseits der MINT-Fächer sieht es halt anders aus mit den Einstellungschancen im Gymnasialbereich.

    In Hessen erwirbt man mit einem Gymnasiallehramtabschluss zusätzlich die Lehrgenehmigung für andere Sek I-Schularten. Ich weiß nicht, ob eine entsprechende Zusatzqualifikation bei einem Wechsel nach Baden-Württemberg einfach so übernommen werden kann.

    Wenn man das quasi automatisch zum Gym-Abschluss dazubekommt ist das ja keine Zusatzqualifikation, nur eine Form des Umgangs und der Anerkennung in Hessen, die möglicherweise dem akuten Lehrkräftemangel in der Sek.I geschuldet ist. Solange das studierte Lehramt aber lediglich "Gymnasiallehramt" lautet (oder Gym/Ges) und man lediglich einen Abschluss als Lehrkraft im höheren Dienst erwirbt, kann man im BW nicht mal eben Lehrkraft in der Sek.I werden, ohne dass BW eben auch- infolge des Mangels in der Sek.I- bestimmte Sondermaßnahmen als Zugang in die Sek., die aktuell eröffnet sind offen hält. Diese Zugangsmöglichkeiten habe ich- soweit sie mir bekannt sind- benannt. (Wobei ich fairerweise ergänzen sollte, dass es auch noch für Gym- Kräfte geöffnete Stellen an Gemeinschaftsschulen gibt und Gym- Kräfte sich normalerweise problemlos auch an den Beruflichen Schulen bewerben können, womit sie letztlich weitestgehend auf Sek.I- Niveau unterrichten werden, nachdem die Beruflichen Gymnasien hier in BW oftmals getrennt sind von den BBSen.)

    Danke für die Aufklärung CDL.


    Bei dem Beispiel von Friesin ist außerdem der Datenschutz ein Problem, wenn Mitschüler den Test korrigieren.


    Ich werde es dann denke ich so machen, dass ich weniger Tests schreibe und dafür dann mehr abfrage. Vielleicht auch mal ein Test der nur der Selbstüberprüfung dient und nicht benotet wird.

    Das klingt nach einer guten Lösung und sehr gern geschehen.

    Was ein Widerspruch.

    Nicht wirklich, wenn man weiß, wie viele Absolventinnen und Absolventen von Gymnasialseminaren mit 1,0 abschließen- in beiden Staatsexamina. In der Sek.I kann man angesichts der Einstellungslage in den meisten Schulamtsbezirken ganz problemlos anerkennen, dass die 1 vor dem Komma eine sehr gute Leistung impliziert und zwar erst einmal unabhängig davon, ob man nun die 1,0 oder doch "nur" die 1,9 hat. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass bei uns in der Sek.I- Ausbildung auch an manchen Stellen deutlich weniger großzügig die 1,0 vergeben wird, weil es eben den Einstellungsdruck nicht gibt und man sehr gute Leute (die mehr als nur rein fachlich sehr gut sind) nicht noch um ein oder zwei Zehntel lupfen muss, damit sie überhaupt eine Chance haben auf Einstellung. Unabhängig davon ist natürlich auch für die Gymnasialanwärter:innen der Notendruck deutlich höher, weshalb sicherlich viele auch wirklich besonders gute Leistungen erbringen, weil sie eben alles aufrufen an Kraftreserven, für diese 1,0.

    Hat jemand hier eine der Zusatzqualifikationen erworben und kann berichten, wie dies abläuft?

    Die Zusatzqualifikation, um an den Sek.I-Schularten eine Planstelle antreten zu können erwirbst du meiner Kenntnis nach entweder, indem du nach dem Studium das Ref für die Sek.I absolvierst. So einen Fall habenw ir aktuell an der Schule. Ob es dafür irgendwelche Zusatzbedingungen gab weiß ich nicht, vermute aber, dass es angesichts des Mangels in der Sek.I direkt möglich ist bei passenden Fächerkombinationen (sprich Fächern, die es auch in der Sek.I gibt) ins Ref einzusteigen. Damit wird dann ausschließlich die Lehrbefähigung für die Sek.I erworben.

    Oder du machst erst das Ref für gymnasiales Lehramt, um die entsprechende Lehrbefähigung zu erhalten. Danach bewirbst du dich im Rahmen eines Sonderverfahrens für die Sek.I und wirst ein Jahr lang berufsbegleitend nachqualifiziert bei vollen E13-Bezügen, aber mit einem Seminartag, Kolloquien, Unterrichtsbesuchen... um auch für die Sek.I die vlle Lehrbefähigung zu erwerben. Nach dem Jahr besteht dann die Option auf A13, wenn die weiteren Bedingungen für eine Verbeamtung erfüllt sind. Auch das haben wir bei uns an der Schule im Kollegium.


    Mir ist kein Verfahren bekannt, bei dem man eine Zusatzqualifikation für die Sek.I- Schularten bereits im Studium für gymnasiales Lehramt erwirbt. Möglicherweise ist das aber neu. In dem Fall wäre ich dir dankbar, wenn du mir einen Link zu einer Hochschule die das anbietet einstellen würdest, damit ich mich schlau machen kann. Danke.

    CDL: Danke.

    Warum wäre die Lösung von Friesin nicht möglich? (Bei ihr wissen die SuS ja vorher, WER benotet wird. Woran scheitert es denn schulrechtlich?)

    Das habe ich anders interpretiert:

    (...) Ich suche mir im Vorfeld 3 oder 4 SuS raus, deren Tests ich einsammele.Der Rest der SuS kann abgeben, wenn sie möchten.

    So lernen sie auch, ihre eigene Leistung einzuschätzen und können entscheiden, ob sie sie werten lassen sollen. (...)

    Ich lese heraus, dass Friesin zwar vorab weiß, wen sie bewerten wird, davon, dass die SuS das auch vor dem Schreiben des Test erfahren lese ich ich jedoch nichts. Deshalb wäre das in BW nicht zulässig.

    Sollte es diese Information geben bei dir Friesin (? oder eure schulrechtliche Lage eben anders sein), dann wäre die Vorgehensweise natürlich auch in BW umsetzbar. Deshalb habe ich ja auch den Hinweis gegeben, dass es dieser ergänzten Vorgehensweise bedürfte, um Friesins Methode umzusetzen in BW, war aber vielleicht etwas unklar formuliert von mir.



    EDIT: Ach so und bitte. :-) Ich stelle mir an solchen Stellen immer direkt die Frage, ob meine Einschätzung im Einklang mit der NVO steht und habe den Luxus, das meist sehr zeitnah schulrechtlich abklären zu können, wenn ich nicht selbst fündig werde oder zu faul bin nachzuschlagen (:rotwerd:). Ist doch schön, wenn über den Weg des Forums auch andere KuK von diesem speziellen Service profitieren können.

    Um welche Schulart geht es bei dir denn und um welche Fächer? Je nachdem unterscheidet sich nämlich die Antwort, die du erhältst. In jedem Fall gibt es mehrere Bundesländer, die anders als offenbar Niedersachsen und wie wir hier in BW sämtliche Anwärter:innen aller Schularten im Ref ausbilden, die ihren qualifizierenden Studienabschluss (Master oder 1.Staatsexamen) bestanden haben- notenunabhängig.

    Für die Einstellung gilt dann - bundesweit- dass es eine Frage des Bedarfs in der eigen Schulart und an den präferierten Einstellungsorten ist, der eigenen Fächer und der persönlichen Flexibilität/Mobilität (Schulart wechseln, weit weg von der Wunschstadt im ländlichen Raum arbeiten, Bundesland wechseln, in den Privatschuldienst gehen,...) ob man am Ende als Lehrkraft direkt eine unbefristete Stelle erhält oder eben nicht.


    Ich hatte bei mir im Kurs Leute mit überversorgten Fächern wie z.B. Geschichte, die partout nur im bestens versorgten Freiburger Stadtgebiet und Umgebung unterrichten wollten. Diese hätten bei etwas örtlicher Flexibilität (ländlicher Raum, Schwarzwald-Baar-Kreis) sofort eine Planstelle antreten können, wollten sich aber lieber erst einmal mit Vertretungsstellen durchschlagen in der Hoffnung auf die perfekte Stelle. Gerade in Freiburg kenne ich auch einige solcher Menschen aus dem Gymnasialbereich. Ehemalige Nachbarn von mir- beides Gymnasiallehrkräfte- haben sich auch noch drei Jahre nach dem Ref (Bestnoten in beiden Staatsexamina, sprich 1,0, aber absolut keine Mangelfächer) mit Vertretungsverträgen in Sek.I und Sek.II durchgeschlagen, weil sie Freiburg auf gar keinen Fall verlassen wollten, es aber halt einfach keine Planstelle gab für sie.


    Wenn du auf gymnasiales Lehramt studierst und eine zumindest wenig gesuchte Fächerkombination im Angebot hast, dann bedeutet das ja, dass zumindest etwas Bedarf in deinem Bereich besteht. Damit bestünde Anlass zu berechtigter Hoffnung, mit etwas örtlicher Flexibilität und mindestens ordentlichen Noten vielleicht doch noch eine Stelle zu ergattern direkt nach dem Ref. Eh sei denn, du wolltest euphemistisch verbrämt ausdrücken, dass du auf jeden Fall Geschichte studierst (wird auch in der Sek.I oft nur fluchend in Kauf genommen angesichts des absoluten Lehrkräftemangels an vielen Orten- bei uns an der Schule ist das die zweitgrößte Fachschaft...) und irgendein anderes Fach, welches in deinem Bundesland und an den Gymnasien als komplett überversorgt gilt mit nullkommanullnullnull Bedarf an weiteren Lehrkräften. In dem Fall reicht auch ein Schnitt von 1,0 nicht aus, sondern du müsstest direkt anfangen dich mit schlechter versorgten Schularten vertraut zu machen, die dich in ihrer Verzweiflung trotzdem nehmen würden, wenn du nicht gerade mit Geschichte-Latein/Griechisch/Spanisch anrückst.


    Ich arbeite in der Sek.I und damit einer Schulart in der wir bundesweit einen absoluten Mangel an Lehrkräften haben. Ich habe zusätzlich ein Mangelfach studiert und unterrichte darüber hinaus ein zweites, absolutes Mangelfach fachfremd, was schon bei meiner Einstellung klar/bekannt war, dass ich das machen würde. Ich habe eine gute Leistungsziffer für die Einstellung gehabt und war bereit nicht nur in einer bereits gut versorgten Stadt und Umgebung zu unterrichten, sondern auch in einen schlecht versorgten Bereich zu gehen in BW. Ich hatte also die Wahl, wo ich hingehen möchte und zahlreiche Optionen. Ich habe aber auch zahlreiche KuK, die bei uns an der Schule ihr Ref gemacht haben, die kein absolutes Mangelfach mitbringen und bei uns bleiben wollten nach dem Ref, was auch ohne Schnitte von 1,x problemlos möglich war, weil es eben diesen akuten Mangel in der Schulart im gesamten Schulamtsbezirk gibt. Auch Geschichtslehrkräfte haben wir in diesem Schuljahr wieder dazugewonnen auf diese Weise, sie werden also auch in den nächsten 30 Jahren nicht zum Mangelfach werden können bei uns. Halleluja. :zahnluecke:


    Welche Schulart also war das bei dir mit welchen Fächern?

    Handwerker sind natürlich ein ganz spezieller Fall. Ich kenne einen Steinmetz, der nur per Briefpost zu erreichen ist. Die Rechnungen erstellt er - klar - mit der Schreibmaschine.

    Immerhin hat der Mensch die Erfindung sowohl des Papiers, als auch der Schreibmaschine mitbekommen und kann diese tolerieren. Bei dem Beruf gäbe es ja noch deutlich anachronistischere Kommunikationsoptionen.

    Bei Förderschwerpunkt Lernen bin ich bei dir Djino , dass es oft sinnvoller ist, wenn diese Kinder an Sek-I-Schulen inklusiv beschult werden. Nachdem das Argument bei uns im Bereich in den letzten Jahren aber fleißig dazu verwendet wurde, dass Kinder mit zieldifferentem Unterricht generell an die Sek.I- Schulen gegangen sind, während die Gymnasien, aus deren Reihen immerhin besonders viele der Menschen hervorgehen, die später Bildungspolitik machen werden, sich diesbezüglich einen schlanken Fuß gemacht haben, bin ich nicht undankbar, dass für dieses Schuljahr durchgesetzt wurde, dass eben bestimmte Inklusionszuweisungen erstmalig auch an ein Gymnasium gehen. Die Sek.I- Schulen können das nämlich auch nicht alleine schultern angesichts des eklatanten Mangels an zusätzlichen Pool- und Förderstunden samt entsprechend qualifizierten Förderschullehrkräften

    Bestimmten Kindern mit zieldifferentem Unterricht können, wenn wir mal ehrlich sind, auch wir Sek.Iler nicht gerecht werden. Ob diese dann bei uns an der Realschule nicht so umfassend gefördert werden, wie das an Förderschulen möglich wäre und (zumindest hier in BW) gehandhabt wird oder an einem Gymnasium ist dann letztlich Jacke wie Hose. Den Preis muss das Kind in jedem Fall zahlen- auch wenn die Eltern das anders sehen mögen. (Was nicht bedeutet, dass ich Inklusion ablehne, ich sehe sie nur kritisch angesichts der Bedingungen der Inklusion. Ich kann mir durchaus Schulbedingungen vorstellen, unter denen Inklusion für alle Förderschwerpunkte und an allen Schularten funktionieren könnte, habe solche Bedingungen auch schon erlebt im Ref und sehr gerne in einer Inklusionsklasse unterrichtet.)

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