Beiträge von CDL

    Na ja, ins eigene Bein schießt MrsPace sich wohl nicht, denn im kommenden Schuljahr ist sie ja nicht mehr an dieser Schule, insofern kann da auch kein noch böserer Stundenplan nachkommen die nächsten Jahre.


    Rundmail an die Kollegen schreiben, fragen wer an deinen Präsenztagen Aufsicht hat und bereit wäre mit dir zu tauschen im Hinblick darauf, dass du nur für diese 15min die lange Anfahrt leisten müsstest? Für die SL ist letztlich ja egal, wer die Aufischt leistet, sie muss nur geleistet werden. Wenn du denen einen konkreten Tauschpartner benennst können die sich nicht weigern das umzusetzen (oder es wäre saudumm jedenfalls, weil das dann offenkundige Schikane wäre).

    Oh ja, Ethik und Geschichte stehen auf meiner Wunschliste auch noch ganz weit vorne. Vielleicht dann mal als Seniorenstudium irgendwann oder- nachdem ich in beiden Fächern wohl recht viel fachfremd machen werde dürfen die kommenden Jahre- vielleicht auch mal ein Fach berufsbegleitend nach der Probezeit (damit ich dann meinem eigenen fachlichen Anspruch auch gerecht werden kann und nicht nur fachfremd versuche einen guten Job zu machen). Soziologie wäre auch spannend, da habe ich zwar einige Scheine auch im Rahmen meines Politikstudiums abgeschlossen, aber über die Basis hinauszukommen wäre ergänzend zu Politikwissenschaften natürlich sehr bereichernd. Hach, studieren und lernen zu dürfen ist einfach etwas ganz besonders Schönes *seufz*.

    Oh, jetzt weiß ich was ich will: Ab Jahr 1 in der Planstelle beginnen auf ein Sabbatjahr zu sparen und dieses dann pünktlich zum Ende der Probezeit nehmen können und dann 1 Jahr lang nochmal in Vollzeit studieren was das Herz begehrt, ehe es dann berufsbegleitend in geringerer Frequenz weitergeht. :victory:

    Ich schreib das mal eben meinem Vater mit der Frage, ob er das schulbeamtenrechtlich einordnen kann. Vielleicht ergibt sich daraus für euch ein Ansatzpunkt MrsPace.


    EDIT: Auf jeden Fall remonstrieren mit Verweis auf die Fürsorgepflicht, die so wohl kaum gewahrt ist. Nachricht an meinen Vater ist raus, ich melde mich, wenn ich von ihm vielleicht noch weitere hilfreiche Tipps erhalten sollte.

    Wird hier gerade ernsthaft darüber diskutiert ob es notwendig ist, dass man, wenn aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Tätigkeiten nicht durchführen kann, dies mit einem ärztlichen Attest belegen muss?

    Nein, genau darum geht es nicht, habe ich jetzt aber schon mehr als einmal unmissverständlich formuliert, dass es nicht um die Attestpflicht als solche geht. Nachdem das aber für manche einfach dennoch nicht verständlich genug zu sein scheint, beenede ich für meinen Teil dann auch diese offenkundig vollkommen fruchtlose Debatte. Wer verstehen möchte wogegen ich Einwände habe kann das ja nochmal in aller Ruhe nachlesen.

    Ich dachte, die Abhängigkeit vom Wetter wäre inzwischen widerlegt worden, warum geht Streeck von einem sommerbedingten Abebben aus? Gibt es da Neues?

    Also ich habe da nichts von "sommerlichem Abebben" gelesen, nur die von ihm geäußerte Vermutung, dass es im Sommer eher zu milderen Verläufen kommen könne (Immunsystem u.a. durch Vitamin D- Zufuhr gestärkt, mehr Aufenthalt im Freien = niedrigere Viruslast in der Luft bei Ansteckung = wahrscheinlich (bisheriger Stand) ein Faktor, der mildere Verläufe begünstigt).

    In keinem Thread habe ich Ihnen, CDL, irgendetwas vorgeworfen. Sie gehören doch gar nicht zu Leuten, die fehlende Atteste ausnutzen, warum antworten sie mir die ganze Zeit darauf?

    Öffentliches Forum bedeutet, das jede und jeder antworten kann, der den Eindruck hat etwas Relevantes zur Diskussion beitragen zu können. Es gibt hier keinen Redestein der herumgeht, damit nur derjenige spricht der an der Reihe wäre oder direkt angesprochen wurde.


    Ich finde, dass eine Attestpflicht vor Unterstellungen schützt, so wie Eisenmann es gesagt hat.


    Ich finde nicht, dass es erst einer Attestpflicht bedarf, um Unterstellungen zu beenden, das ist eine Frage der Haltung insbesondere KuK gegenüber. Ich denke auch nicht, dass eine Attestpflicht das leisten kann, denn wer es zumindest nicht ausschließen möchte, dass KuK sich einen faulen Lenz aktuell machen, wird nicht wegen einer Attestpflicht plötzlich seine Haltung ändern. Im Zweifelsfall haben sich dann die vermuteten schwarzen Schafe halt einfach einen Arzt gesucht, der besonders willfährig war.

    Nochmal: Mein Problem ist nicht die Attestpflicht an sich, sondern die Art und Weise in der du auch jetzt wieder diese hier als erstrebenswert darstellst. Das liest sich für mich einfach deutlich zu unsolidarisch und es sind nun einmal genau solche Äußerungen die dazu führen, dass viele KuK sich selbst den Druck machen am Ende doch Präsenzdienst zu versehen, die das aus gutem Grund nicht müssten und womöglich auch aktuell nicht sollten. Und nein, ich projiziere gar nichts aus persönlicher Betroffenheit heraus auf andere, ich bin alles in allem inzwischen (wieder) recht gut darin Grenzen zu ziehen und mir haltlose Unterstellungen zu verbitten- viele KuK mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben diese Kraft (noch) nicht (wieder) für sich selbst und sind insofern darauf angewiesen, dass diejenigen, die sich zu artikulieren und zu kämpfen vermögen sie unterstützen und nicht im Stich lassen. Meist ist das der Job der gewählten Schwerbehindertenvertretungen wie chemikus08 oder der Personalräte wie Meike oder WillG, aber auch Menschen ohne Amt und Würden dürfen sich wie ich das hier gerade mache für die eigenen Kolleginnen und Kollegen stark machen. Als Gewerkschaftsmitglied sollte dir das eigentlich nicht fremd sein.

    Jep, auch wenn ggf. der reguläre Stundenplan im Onlineunterricht umgesetzt wird hat man ja zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit bei Problemen physisch präsent zu sein und damit eine Aufsichtspflicht auszuüben. Wer auf Nummer sicher gehen will schreibt den Eltern eine Mail, dass es einen derartigen Erkundungsauftrag gibt, den die SuS nach Abklärung mit ihren Eltern nach Möglichkeit umsetzen sollen (als Anwärter_in sollte man da sicherlich auf Nummer sicher gehen, da rechtliche Problem im Vorbereitungsdienst ganz unabhängog vom Ausgang ein besonderes Problem darstellen).

    Ich denke, dass ich deinen Beitrag mal zur Überprüfung an die Mods melden werde, was nicht an den vielen Rechtschreibfehlern oder den Syntaxproblemen liegt (auch wenn die für eine angehende Lehrkraft eher überraschend wären), sondern an der völligen Unkenntnis von fachdidaktischen Hintergründen (die deutlich machen, dass Methoden nicht nur "teilweise wichtig" sind, auch wenn sie natürlich kein Selbstzweck sind), dem Umstand, dass du das Bedürfnis hast angehende Kolleginnen und Kollegen (oder doch eher deine aktuellen Lehrkräfte?) als "Oberlehrer" abzuwatschen (solltest du den Beruf tatsächlich anstreben, würde ich dir ans Herz legen ganz dringend an deinem Rollenverständnis und deinem Respekt gegenüber deinen Peers zu arbeiten wenn du einen Fuß auf den Boden bekommen willst in deinem künftigen Kollegium, aber auch SuS gegenüber) oder der eigentümlichen Schulform ("Universität, Berufskolleg und Hauptschule" ist mir zumindest als Schulform nicht bekannt).

    Jede ausgebildete Lehrkraft weiß, dass gute Klassenführung und Unterrichtsgestaltung natürlich auch motivationale Aspekte beinhaltet. Beziehungsarbeit halten nicht alle Lehrkräfte für gleich relevant, dass sie eine Rolle spielt ist aber ebenfalls allen mindestens am Rande klar- auch diese Dinge lernt man in einem Referendariat, ganz gleich, ob dieses regulär erfolgt oder in Form des Seiteneinstiegs. Es gibt gute Gründe nicht jeden, der meint Schule und guter Unterricht wären doch so simpel und die über etwas Fachwissen verfügen einfach vor eine Klasse zu stellen, dein Beitrag unterstreicht das durchaus. OBAS und andere Seiteneinstiegsprogramme sind nicht der normale Weg, das bedeutet aber nicht, dass man deshalb alle Ansprüche die man an die Qualifikation von Bewerbern stellt fallen lassen könnte oder sollte (auch wenn es Bundesländer gibt die deutlich geringere Ansprüche stellen als andere wenn es um Seiteneinsteiger geht- Not und Verzweiflung drücken da leider den Qualitätsanspruch, was keinesfalls zur bundesweiten Norm werden sollte).


    P.S.: OBASler sind nach Abschluss des Programms (genauso wie beispielsweise Seiteneinsteiger hier in BW, die ein Ref absolvieren samt 2.Staatsexamen) voll ausgebildete Lehrkräfte, Methoden sind niemals kompetenter, das können nur Menschen sein oder werden (u.a. mittels zielgerichteten Methodeneinsatzes) und ein Gefühl für Gruppendynamik haben meiner Erfahrung nach die meisten Lehrkräfte mit entsprechender Berufserfahrung mindestens gut bis sehr gut, das ist immerhin unser täglich Brot.

    (...)


    Andere Frage: Müssen bei euch die Schüler auch Atteste einreichen? Meine SL will das nun, wobei ich das ziemlich komisch finde, weil sie ja auch Zuhause bleiben dürfen, wenn ein Familienmitglied zur Risikogruppe gehört. Da muss der Schüler also ein Attest vom erkrankten Bruder einreichen... Vor allem sind das ja auch in der Regel kostenpflichtige Atteste.


    Nun ja, also in Berlin und NRW wird’s jetzt so gemacht:


    https://www.tagesspiegel.de/be…und-aeltere/25862054.html


    Ein Attest ist doch in Ordnung, wenn man nicht mehr unterrichten kann, ich verstehe die Aufregung nicht. Ich finde, dass diese neuen spezifischen Atteste eben Unterstellungen auch verhindern.

    Was genau hat deine Antwort @Fraggles mit der direkt davor gestellten Frage von EducatedGuess zu tun? Ich konnte in dem von dir verlinkten Artikel absolut nichts herauslesen zum Umgang mit SuS die sich selbst oder Familienangehörige als Risikogruppe deklarieren und deshalb zuhause bleiben. Ich habe wirklich verstanden, wie du selbst zur Attestpflicht steht und vielmehr noch habe ich verstanden, warum dir das persönlich so unglaublich wichtig ist, darum ging es aber in der Frage überhaupt nicht. Insofern verstehe ich auch nicht, was der Mehrwert des von dir verlinkten Artikels sein soll, außer natürlich um deine prinzipielle Position zur Attesttpflicht zu untermauern (statt einfach mal die angesprochene Kritik an den von dir genannten Gründen zu überdenken, denn an der Attestpflicht an sich stört sich hier niemand nachhaltig, einige haben ja schon geschrieben hier und in anderen Threads, dass sie sowieso ein ärztliches Attest eingeholt haben, weil sie selbst nicht einschätzen könnten, ob sie Präsenzdiesnt machen sollten oder nicht).

    Die Frage ist eher, warum man den Vorschlag der Kultusminister so fürchterlich findet. Wenn man krank ist oder zur Risikogruppe gehört, kriegt man doch eins.


    Die gesellschaftliche Debatte, warum alle Arbeitnehmer eins vorlegen müssen, nur die Lehrer nicht, die verstehe ich nun mal.

    Das Problem ist weniger der Vorschlag des KuMis an sich, als deine Begründung desselben und die darin zum Ausdruck kommende Haltung Risikogruppen gegenüber, die du wenig missverständlich verbrämst hinter dem Verweis auf "die gesellschaftliche Debatte" oder Pauschalurteilen eines Arztes über Lehrkräfte mit Vorerkrankungen (da sind dann direkt alle mit Vorerkrankung Drückeberger wenn sie keinen Präsenzdienst machen).

    CDL

    Es ist genau diese unterschwellige Vorwurfshaltung gegenüber den betroffenen Kollegen.

    Dies führt bei psychisch nicht stabilen Menschen leider häufig dazu, dass sie ihre Rechte nicht wahrnehmen. Und ja, psychische Destabilisierung erlebe ich in meiner täglichen Beratungspraxis häufig. Gerade bei Krebserkrankungen und nach Herzinfarkten kommt es in Folge auch zu psychischen Erkrankungen (Depression, Angst, Panikattacken) mit eben auch psychischer Destabilisierung. Es kommt daher nicht gerade selten vor, dass solche Kollegen massive Ängste entwickeln sich adäquat therapieren zu lassen. Unterschwellige Vorwurfshaltungen oder zusätzliche Kontrollen sind daher absolut kontraproduktiv.

    "Gefällt mir" passt irgendwie nicht dazu, aber genau so ist es (leider). In den Schwerbehindertenversammlungen dreht sich viel um genau solche Ängste, Sorgen und unterschwelligen Vorwurfshaltungen die Lehrkräfte aus ihren Kollegien heraus erfahren mit dem Ergebnis, dass viele sich entweder völlig übernehmen oder aus einem Rechtfertigungszwang heraus Informationen zur eigenen Erkrankung preisgeben, die sie eigentlich nicht teilen wollen würden in der verzweifelten Hoffnung wenigstens dann etwas Empathie zu erlangen- und das war VOR Corona und VOR Diskussionen über Risikogruppen und deren Kontrolle.

    Die Diskussion dreht sich ja nicht um die Attestpflicht an sich- die reichlich unproblematisch ist- sondern den Grundton, mit dem diese hier teilweise begrüßt wird, als ob diejenigen, die gerade nicht im Präsenzdienst sind zumindest in relevanten Teilen Drückeberger seien (was ja auch der O-Ton des gerade erst verlinkten Artikels zu Krankschreibungen bei Lehrern ist), denen man über eine Attestpflicht und ggf. beaufsichtigte Unterrichtskonzepte beikommen könnte. Das ist es worum sich die Diskussion dreht, weil es unglaublich traurig ist, wenn solche Unterstellungen immer wieder aufs Neue herausgeholt werden. So gesehen bin ich ja dankbar, das es eine Attestpflicht in BW geben wird, damit z.B. Fraggles und andere beruhigt (?) feststellen dürfen, dass das eigene Kollegium gesundheitlich genau so angeschlagen ist, wie selbst angegeben und wirklich nicht im Präsenzdienst zur Verfügung steht. Schade ist es trotzdem, dass noch nicht einmal im Kollegenkreis etwas mehr Vertrauen möglich ist.

    (...)

    Gut fände ich, wenn alle Klassenzimmer so digitalisiert würden, dass der Lehrer in häuslicher Quarantäne sich zuschalten kann und unterrichtet - dann braucht es „nur“ noch eine Aufsicht, die die Lerngruppe dabei beaufsichtigt. (...)

    Wenn der Dienstherr der eine solche Verpflichtung einführt dann auch das dafür erforderliche technische Material stellt lässt sich damit leben, auch wenn ich es eigentümlich fände eine voll qualifizierte Lehrkraft lediglich für Aufsicht und Klassenführung in den Raum zu stellen, während Lehrkraft zwei munter ihren Fachunterricht durchführt. Das liest sich ziemlich frustrierend, weil die eigene Arbeitskraft nicht besonders effizient eingesetzt wird und vor allem nach der erneuten Unterstellung, dass sich Leute, die sich aktuell als Risikogruppe selbst deklarieren eigentlich ja nur vor der Unterrichtspflichtung drücken wollen, weshalb man sie einer möglichst umfassenden sozialen Kontrolle aussetzt- wo sie doch immerhin netterweise mit Attest auch weiterhin von zuhause aus arbeiten dürfen... Etwas mehr Vertrauen in deine KuK und Wertschätzung für ihre Arbeit fehlt mir an dieser Stelle mehr, als Equipment für digitalen Unterricht.

    Lies bitte erst einmal nach was Marginalisierung bedeutet, ehe du deine persönliche Meinung mit einem fachlich begründbaren Urteil verwechselst. Marginalisierung bezieht sich mitnichten nur auf auf finanzielle Unterschiede, sondern auf fehlende oder unzureichende/lückenhafte wirtschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe. Etwas mehr als das reine Existenzminimum zur Verfügung zu haben ist ein Ansatz wirtschaftliche Marginalisierung zu reduzieren, politische Marginaliserung kann ich reduzieren, indem ich Betroffene aufkläre über ihre Rechte, ihnen bei Bedarf Dolmetscher zur Verfügung stelle, sie bei Behördengängen unterstütze etc., kulturelle Marginalisierung bezieht sich nicht nur auf schulische Bildung, sondern auch auf die Frage ob man sich als Famlie überhaupt einen Kino- oder Theaterbesuch leisten kann ohne den Rest des Monats dafür von Nudeln mit Tomatensauce leben zu müssen. Marginalisierung kann sich aber auch auf Aspekte der Akkulturation beziehen: Muss ich meine Herkunftskultur aufgeben, um wirtschaftlich erfolgreich und sozial integriert sein zu können in meiner neuen Heimat? Werde ich marginalisiert, wenn ich mich einer Assimilation verweigere oder habe ich in meiner neuen Heimat die Möglichkeit mich mit dem Reichtum meiner Erstsprache und Herkunftskultur wirtschaftlich, sozial und kulturell zu integrieren?

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