Beiträge von CDL

    Wohin soll deines Erachtens Corona in vier Monaten verschwunden sein? Oder rechnest du mit einem Impfstoff noch in diesem Jahr? Andernfalls halte ich es für realistisch davon auszugehen, dass Corona uns mit allen Begleitern auch noch ins kommende Jahr begleiten wird. Je nach Entwicklung der Fallzahlen dann eben auch in unterschiedlicher Schärfe der Maßnahmen.

    Alter rhetorischer Kniff übrigens: Die favorisierte Seite ("Dr. Wodarg") wird mit Titel genannt; die anderen, die zumindest universitär höhere Weihen empfangen haben, als bloße Gruppe ("Drosten und co." (sic!)). Machen bestimmte Medien übrigens gern ebenso...

    Stimmt. Habe ich aber auch gemacht in diesem Thread - sehr bewusst und mit einer bestimmten Intention - ohne irgendwelche Sympathien für den Herrn Dr. W. zu hegen. Das Stilmittel lässt sich durchaus auch aus einer anderen Perspektive einsetzen und instrumentalisieren. ;)

    Jap, nach 5 Jahren ist der Studienabschluss nicht mehr frisch genug fürs Ref und man muss durch ein Kolloquium nachweisen, dass man noch ausreichend eingearbeitet ist in den Fächern (BW- Bedingungen unterscheiden sich meine ich je nach Land).


    Überleg dir Daphne, ob du vielleicht erst fertig studierst, um eingearbeitet zu sein in deinen Studieninhalten. Letztlich kannst du aber natürlich einfach erst einmalig Vollzeit arbeiten vor oder nach dem Master oder auch nach dem Ref noch ein Erweiterungsfach nachlegen oder noch ins Ausland gehen oder Kinder in die Welt setzen.... Es ist dein Leben. Für den beruflichen Teil finden sich Lösungen, sobald du für dich weißt, was du willst und bereit bist ggf auch den einen oder anderen vermeintlichen Umweg in Kauf zu nehmen. :)


    EDIT: Gerade nochmal geprüft (geht am Handy nicht parallel). Es sind nur vier Jahre und das zuständige RP entscheidet in BW, ob eine solche Überprüfung erforderlich ist.

    Ich gehe jetzt mal von BW aus vermutend, dass das recht ähnlich geregelt sien könnte in MV: Eine Versetzung während der Verbeamtung auf Probe ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Du solltest dich von deiner Gewerkschaft beraten lasen (das geht ohne, dass deine SL davon Kenntnis erlangt), ob eine Härtefallregelung vorgesehen ist und falls ja, wann diese greift (auch wenn zumindest das, was du schreibst mich vermuten lässt, dass das keinesfalls als relevanter bewertet werden würde, als die Anforderungen deines Dienstherrn), vor allem aber, um zu klären,was du an dieser konkreten Schule machen kannst, um eine Verbesserung der Situation herbeizuführen, solltest du für die vollen drei Jahre gebunden sein (und ggf. darüber hinaus).

    Boah, Megabild. Genau sowas werde ich nächstes Jahr durchsetzen für unseren Familiengarten, nachdem ich nach dem Umzug wieder ums Eck davon wohnen werde. :top: Frau Arbeitshund wird zusätzlich auf unserer eigenen Terasse noch eine kleine Bademuschel hinbekommen aka "Hundepool". Letzteres wahrscheinlich schon direkt nach dem Umzug, angesichts der Temperaturen.:hitze:

    Die größte Freude im Vorbereitungsdienst hatte ich in der Inklusionsklasse und da vor allem in Gemeinschaftskunde. Zu sehen, wie ich in ganz kleinen Schritten auch meine GE-Hasen mitnehmen konnte, selbst immer besser wurde, um die die verschiedenen Lehrpläne und Lernziele zu verzahnen, um auch methodisch anders arbeiten zu können mit lernzieldifferenten Gruppen hat mich unglaublich begeistert und auch berührt angesichts der Freude, Lernbegeisterung und auch Dankbarkeit gerade des einen GE-Kindes. Ebenfalls im Ref erst habe ich entdeckt, wieviel Freude es mir bereitet auch in der Unterstufe zu unterrichten (die ich angesichts des gesellschaftwissenschaftlichen Schwerpunkts bis dahin- auch angesichts früherer Lehrpläne, die mich erst ab Klassse 8 im Einsatz sahen- nie als Hauptzielgruppe gesehen hatte). So früh schon bestimmte Dinge anlegen zu dürfen ist eine ebenso große Verantwortung, wie Freude angesichts der offenen Begeisterung und Entdeckungsfreude gerade noch in der Unterstufe.


    Ich gebe die Frage noch einmal weiter. :-)

    CDL wieso sollten die Menschen sich nicht mehr an die Vorgaben des RKI halten, wenn sie Herrn Wodarg lauschten? Damit machst du für mich deutlich, dass dieser anscheinend bessere Argumente vorweisen kann als Drosten und Co.


    Ich höre und lese mir auch das durch was das RKI schreibt und Drosten und co.. Letztlich ist es eine Frage, wem man Glauben schenkt. Wenn du dann meinst, dass man nachdem man Dr. Wodarg gehört hat nicht mehr konform mit dem RKI unterwegs ist, dann spricht das für mich Bände.

    Also, weil ich mich kritisch über die Haltbarkeit der Thesen eines Dr.Wodarg geäußert habe, hältst du dessen Argumente direkt für aussagekräftiger, als die von Drosten und Co? Danke, dass du noch einmal direkt deutlich gemacht hast, was ich mit meiner Aussage über dein mangelndes Wissenschaftsverständnis meinte. Ganz optimistisch gehe ich an dieser Stelle davon aus, dass derart erhebliche Mängel sich dann auch in Unterrichtsbesuchen und Lehrproben, sowie in der alltäglichen Arbeit im Kollegium (Stichwort "SL-Gutachten") ausreichend abzeichnen und zeigen werden, so dass auch der dramatischste Lehrermangel dich nicht an eine öffentliche Schule spülen wird künftig. Manche Dinge lösen sich dann auch irgendwann von selbst.. (Nein, Corona gehört nicht zu diesen Dingen.)

    Doppelsteckungen wären natürlich eine Möglichkeit mit den vielfältigen fachlichen und pädagogischen Heruasforderungen an der GS besser umgehen zu können. Lösungen gäbe es also durchaus, allein es, scheitert an ausreichend Geld, politischem Wille und nicht zuletzt ausreichend grundständig ausgebildeten GS-Lehrkräften.

    Ich respektiere jeden, der sich durch das Tragen einer Maske schützen möchte und sicherer fühlt! Ich möchte dennoch noch einmal nachfragen:


    Wenn die Gefahr vor dem Virus groß ist und uns eine 2. Welle bevorsteht:


    Warum öffnen wir unsere Schulen in NRW im Regelbetrieb? Sicherer wäre es doch definitiv zu Hause!?

    Haben alle Familien mit Kindern aller Schulformen in NRW ausreichend Zugang zu digitalem Unterricht und kommen damit klar? Vermag der digitale Unterricht in NRW- anders als hier in BW- auch soziales Lernen mehr als nur basal zu fördern? Sind alle Schulen in NRW ausreichend fortgebildet und ausgestattet, um qualtitätsvollen digitalen Unterricht durchzuführen, der es erlaubt Defizite des letzen Halbjahrs (als es wohl noch Familien gab ohne Internetzugang etc.) auszugleichen und weiterzuführen? (etc.) Das ist eine Abwägung zwischen verschiedenen, legitimen Bedürfnissen. Was den Gesundheitsschutz an den Schulen anbelangt wird gerade eben noch darum gerungen einen Kompromiss zu finden zwischen Gesundheitsschutz auf der einen Seite und realistischen Umsetzungsmöglichkeiten an den Schulen andererseits, um möglichst lange möglichst viel Präsenzunterricht zu ermöglichen ohne, dass die Infektionszahlen außer Kontrolle geraten und dies erneut verunmöglichen könnten. Diese Abwägung ist heikel und verändert sich konstant, was auch von der Bereitschaft von uns allen abhängt, uns an die besetehenden Regeln ("AHA"- Abstand- Hygiene- Alltagsmaske) möglichst umfassend und durchgehend zu halten. Je mehr Menschen Leuten wie Wodarg lauschen und deshalb meinen, es nicht so genau nehmen zu müssen, desto höher steigen die Ansteckungszahlen, wie dir ein bewusster Blick auf die Zahlen z.B. in den USA oder Brasilien zeigen könnte.

    Ah, Dr. Wodarg also. Na ein Glück wäre damit die "seriöse" Quelle benannt. Können wir ja wieder zur Tagesordnung zurück und den verwirrten Anwärter in den Händen seines Seminars belassen. Womöglich gelingt es diesem deutlich zu machen, dass persönliche Auffassung und Meinung nicht aureichend sind, um eine Remonstration zu begründen. Am mangelnden Wissenschaftsverständnis werden sie leider wohl nichts mehr ändern können. Aber vielleicht löst sich das spätestens mit dem Ende des Vorbereitungsdienstes ja auch. Schulleitungen tauschen sich wie bereits erwähnt wurde aus- sowohl über die hervorragenden Anwärter, als auch über diejenigen, die für Zusatzarbeit gesorgt haben und erkennbare Mägel an ihrer beruflichen Eignung erkennen lassen.

    (...)

    Es gibt unzählige Wissenschaftler, die den Aussagen bzgl. der Gefährlichkeit des Corona Virus widersprechen. Und auf diese beziehe ich mich. Ebenso beziehe ich mich auf die OFFIZIELLEN ZAHLEN des RKI.

    Hast du da seriöse Quellen auf die du dich beziehst? Ich habe vor 2-3 Wochen gelesen, dass die Anzahl der weltweiten Toten durch Corona innerhalb eines halben Jahres bereits den Toten eines besonders schweren Grippejahres entsprechen. Der Umstand, dass es bislang in Deutschland anders verlaufen konnte bedeutet nicht, dass man die Krankheit insgesamt unerschätzen und relativieren dürfte (auch wenn ich mir das persönlich sehr wünschen würde, dass wir nur von einer weiteren Grippevariante sprechen). Ich habe das im Februar/Mräz auch erst noch anders gesehen. Leider haben die weltweite Entwicklung, wie auch die zunehmenden Erkenntnisse zu Langzeitfolgen deutlich gezeigt, dass ein solcher Standpunkt nicht zu halten ist.


    Verstehe ich dich demnach richtig, dass, weil du- ohne jedwede persönliche Fachkenntnis- der Auffassung bist, eine wissenschaftliche Mindermeinung sei glaubwürdiger, als die herrschende Meinung, du dir einen Arzt gesucht hast, der dir bestätigt, dass du von einer Maskenpflicht befreit werden musst und jetzt aufgrund dieser Überzeugung auch sicherstellen möchtest, dass deine SuS keine Maskenpflicht haben, die - deines- Erachtens- medizinisch nicht gerechtfertigt ist, da Corona nicht annähernd so gefährlich sei wie dargestellt und relevant für die Begründung der MNS-Pflicht? Was ist, wenn du dich täuschst und dein Handeln, deine Unachtsamkeit (denn Mindestabstände wirst du dann wohl auch für vernachlässigbar halten) dazu führen, dass ein Mitmensch schwer erkrankt- wie kannst du das rechtfertigen?

    (...)

    Gibt es denn schon Studien zu Langzeitfolgen? Letztendlich ist die Empfindung und Reaktion darauf, eine MNB über einen derart langen Zeitraum zu tragen subjektiv. Was haltet ihr von dieser Studie: https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/2751 Hier werden zahlreiche Probleme im Zusammenhang mit dem Tragen einer MNB erhoben.

    (...)

    Der Kollege Valerianus hat sich schon ausreichend zu dieser Studie geäußert:


    Ich bin im Abstract nur bis "Insbesondere mehrere Fragen mit völlig freien Antwortmöglichkeiten (hunderte anonymisierter Original-Antworten: Anhang 4!) verleihen eine besondere Validität" gekommen, weil ich dann leider kurz auf Toilette gehen musste um die Kotze auszuspucken. Sorry, selten so einen Blödsinn schon im Abstract gelesen, die meisten Leute haben wenigstens den Anstand damit bis zum Theorieteil zu warten. Im Methodenteil wird die Reliabilität nur für ausgewählte Items berechnet, die Auswahl der Population ist ein Scherz, so ein Unfug wird definitiv in keinem Journal angenommen, das bleibt auf "Preprint"-Status bis zum Ende aller Tage...

    Deine Vergleiche des MNS mit dem gewaltsamen Überziehen eines Beutels über den Kopf empfinde ich gelinde gesagt als befremdlich und an der Sache vorbeigehend. Ich bezweifel persönlich durchaus, dass die Menschen in asiatischen Ländern durch das regelmäßige Tragen von MNS (auch vor Corona) traumatisiert würden und empfinde es an dieser Stelle als respektlos nahezulegen, dass ein MNS eine solche Wirkung auf uns haben könnte. Es gibt sicherlich Einzelfälle (mit entsprechender Vorgeschichte), für die- leider- der MNS (vor allem am Gegenüber) an traumatische Erfahrungen anknüpft. Um diese geht es aber offensichtlich nicht, sonst würdest du nicht solch einen rücksichtslosen Vergleich heranziehen.

    Ich muss meine Aussage zu Konzerten, an denen ich natürlich nicht teilnehme, übrigens teilweise revidieren: Direkt neben bzw. gegenüber meines Wohnhauses gib es ein kleines Theater, das schon immer im Sommer Freiluftaufführungen durchgeführt hat, eine Schauspielschule, einen alternativen Nachtclub, eine Bar (die sonst im Sommer gerne mal Sonntags Tanztee mit Techno oder so anbietet und damit den ganzen Nachmittag über die Straße bebasst und beschallt und- in meinem Fall- nervt), eine Kneipe mit Livemucke (coronatauglich vom Balkon im ersten Stock runter auf die Straße) und eine kleine Kunst- und Konzerthalle mit großem Parkplatz, der, nachdem alle anderen Spielstätten dieses Jahr weggefallen sind, seit einigen Wochen bereits erst von Chören für Freiluftproben genutzt wird (seit man das eben wieder machen darf) und jetzt schon seit drei Wochen alle zwei Tage als große Freiluftbühne mit ausreichend Abstand bespielt wird. Erst gab es Rap, Tanz und Poetry Slam, dann ein Trommelfestival, die letzten Tage gab es Fado und Klezmer (nicht am selben Abend). Da ich schräg gegenüber wohne, werde ich in dem Fall gratis mitbeschallt. Ausnahmsweise (anders als beim Techno-Tanztee, der mich immer in den Wahnsinn treibt) stört das überhaupt nicht, sondern ist ein wahrer Genuß. Konzerte erlebe ich also recht zahlreich in diesem Jahr dank Corona (sonst finden die weitestgehend Indoor statt, dafür viel Outdoor-Theater und der "TTT").

    Welche GS-relevanten Fächer sollen denn von einem BWL-Studium abgeleitet werden? Da sollte dein erster Schritt darin bestehen anhand der Vorgaben zu OBAS/PE in NRW zu prüfen, ob du die erforderlichen Credits in anerkennbaren Fächern überhaupt zusammen bekommst, ehe du beginnst über Verbeamtung nachzudenken. BWL-Master lässt mich eher an Berufliche Schulen oder ggf. auch Sek. I denken, wobei ich auch dabei prüfen würde, ob sich überhaupt ein zweites unterrichtsrelevantes Fach ableiten lässt, das auch für OBAS gesucht ist.

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