Beiträge von O. Meier

    Man muss unserem MP zugute halten, dass er die juristische Terminologie nicht kannte, als er davon sprach, die Weihnachtsferien früher beginnen zu lassen.

    Nee, muss man nicht. Der Mann steht an der Spitze der Exekutive, und somit der öffentlichen Verwaltung. Da darf man erwarten, dass er sich informiert, bevor er den Hafen aufreißt. Dass erste juristische Staatsexamen dürfte reichen, um nachzuplappern, was ihn die juristischen Lakaien vorplappern.

    Den Fehler mit den vorgezogenen Ferien hat erübrigend auch schon im Frühjahr gemacht.

    Da das ja keine Ferienverlängerung ist, dürfte man uns doch auch keine anderen freien Tage dafür wegnehmen, oder?

    Und? Was machste, wenn sie es trotzdem tun?

    ich glaube, dass man sich hierzu noch nicht festlegen wird. Lieber mal schauen, was die Lehrerinnen so alles mit sich machen lassen. Und im richtigen Moment, zack, sind die Ferientage weg.

    Hallo, hier ein Hinweis aus der Abteilung "keine Ahnung". Ich weiß von Kolleginnen bei denen in Bezug auf Diabetis und Verbeamtung unterschiedlich entscheiden wurde. Der Drehpunkt wie stark die Diabetis ausgeprät war, diese lässt sich wohl quntifizieren. Ab einem bestimmten Maß galt diese dann als Behinderung, wegen derer die Verbeamtung nicht verweigert werden kann.

    Kee Ahnung, ob das bei Rheuma ähnlich sein könnte.

    Aber Vorsicht, bei der Verbeamtung schließt sich ja die recht komplexe Frage der privaten Krankkenversicherung mit Leistungsauschlüssen und Risikozuschlägen an.Aber da habe ich nun echt keine Ahnung von.

    Von mir nur ein kleiner Tipp, der dir aber hoffentlich auch zukünftig hilft. Du sprachst davon, dass du einem Job haben möchtest, der dir noch ein Privatleben übrig lässt. Schon mal herzlichen Glückwunsch zu der Einstellung. Aber leider kommt so etwas nicht einfach, man muss sich kümmern. Sonst wird man zu leicht in den Strudel von Ansprüchen, Konventionen und falschen Vorbildern gezogen.

    Beispiel:

    ich möchte nicht nachts 20 Uhr noch irgendwelche E-Mails von Mentoren erhalten.

    Ich machte mir nicht die Mühe, darüber zu diskutieren, wer mir wann 'ne E-Mail schicken darf. An eine enstprechende Vorgabe werden sich die üblichen Verdächtigen eh nicht konsequent halten. Bei einem asynchronen Medium wie E-Mail kannst du dir aber aussuchen, wann du reagierst.

    Der erste Fehler ist schon, abends seine dienstlichen E-Mails abzurufen. Der zweite (gröbere) wäre es, da auch noch drauf zu antworten. Setze dir feste "Bürozeiten", innerhalb derer du dienstliche Kommunikation absolvierst. Da kann 20 Uhr nicht dabei sein, ebenso wenig der Sonntag. Den Rest baldowerst du aus. Außerhalb dieser Zeiten wird nicht ans Telefon gegangen und keine E-Mail beantwortet. Mach das konsequent.

    Wenn das klappt, darfst du folgende Übung für Fortsgeschritte machen:

    Ich sitze manchmal auch noch am Sonntag am Computer. Vielleicht nicht gerade dienstlich, aber um sonst etwas wichiges in der allwissenden Müllhalde nachzusehen. Dann lese ich auch schon mal Dienst-E-Mails. Das meiste ist eh uninteressant (Größenordnung: weitergeleite Termine der Bezirksregierung für Sprachprüfung in Urdu). Das, was mich betrifft, setze ich auf "ungelesen". Dann kann ich entspannt Montag Nachmittag nachsehen, ob's wirklich interessant ist.

    Meine Kolleginnen wissen, dass sie mich jederzeot anmailen können und dass es die Antwort gibt, wenn es sie gibt.

    Auch die katholische Kirche propagiert keine fundamentalistische Auslegung der Bibel

    Mag sein. Unabhängig von der Interpretation hält sie die Inhalte darin aber nicht für fiktiv und ordnet ihnen eine Relevanz für unser Leben zu.

    wo also soll das Problem sein mit dem Bio-Unterricht an einer katholischen Schule?

    Das fängt mit der Schere im Kopf an. man geht schon gar nicht davon aus, dass die katholische Kirche gewisse Inhalte einfach so druchgegen lässt. Insbesondere bei der Sexualerziehung traut man ihnen keine neutral Position zu. Bei Sex wollen die Relgionen doch zu gerne mitreden. Sie verfassen ja auch kein 90-seitiges Paper zur Sexualerzeihung, weil ihnen das wurscht ist.

    Viele raten mir von der katholischen Schule ab.

    Dem möchte ich moch anschließen. Die Idee, beliebig in das Privatleben der Mitarbeiter eingreifen zu können, wirft doch ihre Zeichen voraus:


    Ich müsste für die Stelle die Firmung nachholen.

    Wenn die Firmung in deinen Lebensentwurf passen würde, wenn sie für dich eine Bedeutung hätte, wärst du schon gefirmt. Statt dessen ließest du dich nur formen, um an den Job zu kommen. Ich finde das nicht ehrlich, übrigens auch nicht von Seiten derer, die das verlangen.

    Wie ist man dabei bereit zu gehen? Welchen Einfluss auf das eigene Leben möchte man erlauben? Wo ist die Grenze? Und möchte man die Konsequenzen hinnehmen, wenn es doch mal nicht passt. Also ich wollte dann kein Kirchebeamter sein und in der Gefahr schweben, wegen einer Gewissensentscheidung Job und Altersversorgung los zu sein.

    Die Evolutionstheorie nach Darwin ist m.E. auch nicht kompatibel mit der biblischen Schöpfungsgeschichte. Mag sein, dass die Kirche da mittlerweile einen Mainstream-Weg gefunden hat, damit sie die Leute bei der Stange halten kann.

    Die katholische wohl. Das Schöne bei willkürlichen Festlegungen ist halt, dass man sie auch willkürlich ändern kann. Es kann ja jede ihre Meinung zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen haben. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Kirchen möchten, dass man die ihre für relevant hält. Einfluss auf (naturwissenschaftlichen) Unterricht sollte eine solche Meinung in aber nicht haben.

    Ich habt da mal 'reingeschmökert. Viel Blabla, wenig Konkretes.

    Ist aber auch nicht wichtig. Mich schreckt ab, dass sich hier jemand 'rausnimmt neben den Bildungsplänen eine weitere Instanz aufzumachen, nach der netscheiden werden soll, was unterrichtet wird.

    Aber selbst wenn man sich auf kastrierten Unterricht einlassen kann, so bleibt dann immer noch die Gefahr, dass dir jemand Vorschriften für dein Privatleben machen will.

    Am Montag sehe ich die Klasse wieder und möchte in der Klassenlehrerstunde das Thema "Schuldzuweisungen/Schuldablenkung/Verlogenheit" ansprechen.

    Ich weiß nicht, ob ich der Angelegenheit durch meine Aufmeksamkeit mehr Gewicht zukommen lassen wollte. Mit den Kindern etwas erarbeiten, das dich an den Eltern stört?

    weil ich für die Kinder und Eltern immer da bin, mein Einsatz ist echt enorm (auch im Vergleich mit meinen KuK) - nützt aber nichts...

    So! Die Konsequenz wäre den Einsatz, den dir keiner dankt, zu reduzieren.

    Das Pi Book pro kostet 79$

    Erstaunlich. Das ist ja nicht viel teurer als die HDMI-Leitung zum Anschluss an die heimische Verblödungslampe. ; -)

    Ja, nee, sowas. Dann hätten unsere Schülerinnen einfach mal was zu Hause.

    Es wird zu beginn auf einem System die Vorgehensweise gelernt und dann ein Jahr später wird innerhalb eines anderen Lernfeldes ein anderes CAD-System verwendet.

    Klingt schon so, als wenn sie bei diesem Umstieg begleitet werden. Das meine ich.Wenn die so etwas in einer geschützten Umgebung machen können, fällt es ihnen später auch leichter, mit so Situationen klar zu kommen.

    Die Vorgehens- und Funktionsweisen ähneln sich sehr. Ich hatte beim Umstieg auf andere System meisens kein großes Problem.

    Ich auch nicht. Aber wie wir lesen, funktioniert es eben oft nicht gut, dass man auf einem exemplarischen System lernt und dann die anderen auch beherrscht.

    Um über Alternativen nachzudenken, muss man aber als erstes mal wissen, dass es diese gibt. Wenn wir unseren Schülerinnen wie selbstverständlich immer nur den Microsoft-"Standard" vorführen, müssen wir uns über deren Scheuklappen nicht wundern. Wir sollten ihnen da schon etwas mehr zeigen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten erwähnen und ganz praktisch mal "umsteigen".

    Und in dem Sinne findet da 'ne ganz schön schmale Spur im Unterricht statt.

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