Beiträge von O. Meier

    In der entsprechenenden Tabelle steht dann: Arbeitsverhältnis bis zu einem Jahr: 1 Monat zum Monatsende.

    Wenn ich also jetzt kündige, wäre ich dann Anfang Dezember raus?

    So verstehe ich das. Aber IANAL.

    Prüfe bitte, wo die Kündigung hin muss. An die Schulleiterin? An die Schulaufsicht? Per Post? Auf dem Dienstweg? Postlaufzeit beachten wegen der Frist. Vielleicht wäre in Einschreiben angebracht.?

    @Mehren: Ja, so wird's sein. Das Gesundheitsamt kümmert sich. Die haben ja sonst nichts zu tun.

    Ich spräche vorher mit der Schulleiterin und machte einen Vorschlag, wie man trotz Quarantäne das Praxissemester sauber durchführen kann. Distanzhospitation klingt komisch, könnte aber auch ein Modell sein. Die Tage nacharbeiten, vorarbeiten. Zu Hause ein schulrelevantes Projekt bearbeiten. Datenschutz bei Video-Konferenzen könnte ein Thema sein.

    Immerhin kommt da ja nichts von hinten um die Ecke, sondern du planst etwas. Dann plane auch vollständig. Sorge dafür, dass du dabei allen anderen möglichst wenig Arbeit machst. Davon haben alle genug. Auch zu Friedenszeiten, aber jetzt erst recht.

    Generell bin ich immer gut damit gefahren, wenn ich mit eigenen Vorschlägen und Ideen aufgeschlagen bin. Auch wenn dann etwas anderes gemacht wurde, war ich dann nicht derjenige, der sagte "ich hätte da gerne ein Problem, die Folgen sind aber nicht mein Problem".

    Mit ein Bisschen Glück, hakt die SL einfach ab, was du vorschlägst, und hat damit keine Arbeit. Es gibt aber auch Bedenkenträgerinnen unter den Schulleiterinnen, die immer ein "aaaaber" brauchen. Klär' aber auf inwiefern Seminar/ZfsL oder Universität da noch etwas mitzukamellen haben.

    Wie ist das eigentlich bei Krankheit im Praxissemester? Wie wird die verrechnet? In Quarantäne bist du ja nicht ganz 'raus, sondern bist nur räumlich gebunden.

    Und ansonsten ist ja fast überall Risikogebiet. Pass' einfach auf dich auf (und damit auch auf deine Mitmenschen).

    Wie kommst du auf diese merkwürdige Aussage?

    Die persönlichen Angriffe dienen der Eskalation. Bekanntes Muster zum Sprengen von Diskussionen.

    Ich finde folgende Formulierung schon reichlich deutlich:

    Ich mag es ja immer, wenn ich Leuten vorhalten kann, dass sie nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen,

    Ich sehe nicht, dass es hierbei darum geht, die Diskussion in der Sache weiter zu bringen.

    Auch für das ungeborene Kind gilt die Menschenwürde

    Die Menschenwürde gilt für Menschen. Klingt trivial. Die strittige Frage dürfte sein, ab wann das werdende Wesen denn als Mensch gilt.

    Unabhängig davon, ob

    [...]

    - es bei einer Vergewaltigung entstanden ist,

    [...]

    Ja, schön, dass du diese Rechtfertigung für eine Vergewaltigung so offen benennst. Die Würde des Opfers kann hingegen vernachlässigt werden.

    Und ansonsten. Wenn man der betroffenen Frau überlässt zu entscheiden, ob eine anderer Mehrzeller in ihrem Körper parasitär heranwachsen darf, sind derartige Begleitumstände tatsächlich nachrangig.

    Weil die Sprache ein System hat mit zufälligen Artikeln.

    Zufällig? Inwiefern ist es dann ein System? Vielleicht versteh ich aber auch nur den Satzbau nicht.

    Nomen agentis

    Musste ich erst mal nachschlagen. Habe dabei bei Wikipedia folgendes gefunden:

    " Nomina Agentis sind in Sprachen mit Genusunterscheidung häufig generische Maskulina, können jedoch in einigen Sprachen zu Feminina moviert werden."

    Danke für den Hinweis. Ich mein, wir machen das ja, aber jetzt ich auch wie die Fachbegriife hierfür sind. Also, moviert soll's werden, 's Wörtle.

    Partizip präsens drückt Gleichzeitigkeit aus und sollte daher auch nicht für eine allgemeine Tätigkeit genutzt werden.

    Ich befürchte, dass ist eine der grammatikalischen Feinheiten, die mittlerweile verloren gegangen sind. Insbesondere in entsprechenden Kontexten wird Gleichzeitigkeit nicht wahrgenommen. Da kann man aber aus der Not eine Tugend machen. Wörter wie "Lehrende" sind einfach handlicher als "Lehrerinnen und Lehrer". Also, finde ich.

    Aber es ist ja nicht verboten, die letztere Form zu verwenden, bzw. eines der abgekürzten Äquivalente mit Binnen-I oder Gender-Sternchen.

    qchn: Fehlen bei deiner Aufzählung nicht noch die Diversen? Wir wollen doch nicht auf die Idee kommen, dass du sexistisch wärst ;) .

    Hat mir neulich eine einen Witz erzählt:

    Stehen eine Omnivorin und eine Vegetariarin am Imbiss. Beißt die Omnivorin in ihre Cürry-Wurst, zeigt auf der Vegetariarin Pommes und meint: "Das ist doch im Leben nicht vegan, da ist doch Milchzucker im Ketchup. Nee, nee, so wird das nix."

    Da hat sie Recht, da machste nix.

    Weil Sprache wie Mathematik funktioniert...

    Nein.

    Menschen und Menschen sind faul.

    Ach, das soll's jetzt sein? Eben wurde noch der Kampf, die Karriere und die 80-Stunden-Woche beschworen als als Rechtfertigung für Verdienstunterschiede beweihräuchert, aber um das Gendersternchen auf der Tastatur zu suchen, ist Mann schlicht zu faul? Echt? Das soll ein Argument werden?

    Warum spart man sich dann nicht das Gesäusel um die Grammatik? Und sagt einfach "Kein' Bock!". Und warum ist man für mehrzeilige Fußnoten, die erklären, dass in der männlichen Form selbstverständlich auch Personen anderen Geschleechts eingebunden seien und man niemanden diskrimineren wolle, nicht zu faul? Das ist doch bitte mehr Aufwand als ein paar Zeichen mehr zu tippen.

    O.Meier hat mal wieder mein Posting nicht verstanden,

    Ja, daran wird's liegen. Missverständnisse entstehen ja bekanntermaßen immer nur auf einer Seite. Und die geniale Autorin weiß sogar, was in den Köpfen der Leserinnen vorgeht.

    vielleicht sollte ich die Ignorierfunktion nicht nur anschalten, wenn ich ihn über religiöse Themen schreiben sehe...

    Gute Idee. Und eine um Längen bessere als die von den "religiösen Themen" bekannte Methode hier einzuführen, den Thread durch Stiecheleien zur Person zu eskalieren, bis dicht gemacht wird. Um es mal mit Valerianus' Worten zu sagen

    kenn ich schon

    hth

    danach sind Kinder und Jugendliche auch massiv strukturell benachteiligt, die verdienen durchschnittlich 98% weniger als Erwachsene

    Für die gleiche Arbeit? Naja, auf den Strohmann isteh keiner eingestiegen.

    1.) Fast alle germanischen Sprachen haben im Plural überhaupt kein Genus, wenn ich mich richtig entsinne.

    die Herren, der Herren, den Herren

    die Damen, der Damen, den Damen

    Ach so, das ist "die Lehrer" gar nicht männlich und "die Lehrerinnen" gar nicht weiblich? Also, vom genus-freien Plural habe ich noch nie gehört.

    2.) Die ursprüngliche Trennung in den germanischen Sprachen ist meines Wissens nach "alles" vs "explizit weiblich" gewesen. Sieht man ganz schön an man (Person) und woman (weibliche Person), der Grund warum man das generische Maskulinum nutzt dürfte also auf der Hand liegen, weil es schlicht das "alles" Genus ist.

    So. Und die Trennung in "Mensch" und "Frau" offenbart keine gesellschaftliche Asymmetrie? Die hat eine laaange Tradition und spiegelt sich entsprechend deutlich in der Sprache wieder.

    Also alles nur "Ham wir schon immer so gemacht. Nein, das gibt's nicht in rot. Wenn das nicht im Regal ist, haben wir das nicht. Auf der Terasse nur Kännchen?" Oder doch lieber Einfluss nehmen n den Stellen, an denen einem die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht passen und das auch in einem bewussten Sprachgebrauch dokumentieren?


    3.) Natürlich kann man das jetzt ignorieren und sich benachteiligt fühlen, aber was möchtest du an deiner Schule gern sein? Der beste Lehrer oder die beste Lehrerin?

    Weder noch. Derlei Superlative bringen uns nicht weiter. Unsere Lernende haben Anspruch darauf, dass wir alle gute Lehrende sind. Wer derunter die beste ist, ist doch nicht wichtig.

    Das war nur ein Versuch einer Erläuterung, wieso unsere Sprache nun einmal so ist wie sie ist

    Sprache ist nicht einfach so. Das sit schon sehr naiv. Sie hat sich entwickelt und spiegelt damit auch eine gesellschaftliche Entwicklung wieder. Die sprachliche Asymmetrie in Richtung des Maskulinen dokumentiert eine gesellschaftliche Asymmetrie, die uns schon sehr lange begleitet.

    Sprache wird auch von denen geprägt, die sie benutzen. Insofern geht es auch umgekehrt, man kann also mit der Sprache Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse nehmen. Und das könnte es sein, dass die Ablehnung einer geschlechtsneutralen Sprache mnchmal so deutlich ausfallen lässt. Die Grammatik ist dann eben nur vorgeschoben.

    und dass da kein diskriminierendes Gedankengut hintersteckt.

    Eben doch. Ob es sich dabei tatsächlich um Gedankengut handelt, sei mal dahingestellt. Aber es sind eben sprachliche Konventionen, die eine gesellschaftliche Asymmetrie dokumentieren. Das kann man so erstmal analysieren und dann sieht man weiter.

    Oder man beharrt darauf, dass alles so bleibt oder wieder zurückgerudert wird. Man muss man sich aber auch die alten Ideen vorhalten lassen.

    hab noch nie gehört, dass jemand von Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen schreiben wollte oder von Coronaleugnern und Coronaleugnerinnen.

    http://www.politik-lexikon.at/nationalsozialismus/ (letzter Absatz)

    https://www.jetzt.de/politik/wie-ka…ikerinnen-reden

    Mit Binnen-I. Schön, oder?

    Aber vielleicht schaut man gar nicht so sehr auf andere, sondern reflektiert erst mal die eigene Sprache. Wenn es dir wichtig ist, dass zu diesen Gruppen Menschen beiderlei (besser: aller) Geschlechter gehören, solltest du auch so so formulieren. Und? Wie machste das zukünftig?

    Ich habe auch einen Aufsatz für den Schreibtisch. Für ein eigenständiges Stehpult fehlt mir der Platz bzw. ich müsste kräftig umräumen.

    Weiterer Vorteil, ich kann das auch auf den Boden stellen und in der Hocke arbeiten. Dann hat man noch mal eine ganz andere Position.

    Es gibt da einige Angebote zum Kaufen. Ich habe mir aus übrigem OSB eines zurecht gesägt und gefräst. Derzeit ohne Höhenverstellung, aber die ließe sich durch weitere Nuten erreichen.

    Die ...

    Gendersternchendebatte

    ... ist ja eigentlich die Binnen-I-Debatte aus den Achtzigern. Als das Sternchen aufkam, dachte ich "Nee, nicht schon wieder." Ich meinte, das sei durch. Wir hätten genug sprachliche Mittel, um sprachliche Diskriminierung zu vermeiden. Und genug Einsicht habe ich auch unterstellt.

    Oh, wie ich mich geirrt habe. Oh, wie wenig sich seit dem doch in Köpfen geändert hat - obwohl soviel neue Köpfe dazugekomen sind. Interessant zu sehen, wie sich so etwas durchsozialisiert. Und traurig.

    Katholiken brauchen vermutlich noch mal 100 Jahre länger aber das ist in der Menschheitsgeschichte ja nicht viel.

    Sie haben rund 400 Jahre gebraucht, um einzugestehen, dass Galileo recht hatte. Vielleicht wäre zuhören besser gewesen als foltern. Und da ging es noch nicht mal um eine Frage, die unmittelbaren Einfluss auf unser Leben gehabt hätte. Es ging nur darum, Recht zu behalten.

    Also über Bonus kann man ja sprechen, aber eine andere Eingruppierung? Dann nehmen solche Menschen ja auch keine Funktionsstellen mehr ein, Beförderung brauchen sie ja nicht.

    Ja, die sollen ja auch ihr Mangelfach unterrichten und sich nicht mit anderem Kram 'rumschlagen.

    Quereinstieg ist natürlich eine Notlösung. Die Länder kümmern sich traditionell nicht sonderlich um die Personalplanung. Ob die nun Zahlen für die nächsten 10 oder nächsten 15 Jahre zu Grund legen, ist doch wumpe. Sie ziehen eh nicht die notwendigen Schlüsse daraus. Als ich angefangen habe war Informatik Mangelfach. Das ist es auch immer noch. Es studieren furchtbar wenig Leute Informatik auf Lehramt. Da müsste man schon einen großen Bonus versprechen, um da was hinzukriegen.

    Neben der Bezahlung gibt es aber noch andere Faktoren, die den Job unattraktiv machen. Bleiben wir mal bei den Informatikerinnen, und den Arbeitsumständen und Freiheiten, die denen geboten werden. Ein Bekannter muss immer "Stopp" rufen, damit der nicht ständig ein neues Diensthandy bekommt. Bei denen steht nicht nur 'ne richtig gute Kaffee-Maschine sondern auch immer frisches Obst im Büro. Da wird auch nicht diskutiert, wenn die für die Büroräume Luftfiltergeräte brauchen, die werden bestellt.

    Kann man alles umrechnen, sind vielleicht wirtschaftlich nur Kleinigkeiten. Aber es zeigt die Idee, dass man es sich lohnt, sich um sein Personal zu kümmern, anstatt ihm den lieben langen Tag zu erzählen, was alles in den Vorschriften "nicht vorgesehen" ist.

    Ich möchte sehen, was passiert, wenn man da jemandem groß ankündigt, er bekäme jetzt einen Laptop für 500 Mucken, der müsse aber für zu Hause und im Betrieb reichen. Und um Wartung und den Internetanschluss müsse man sich schon selbst kümmern.

    Und hatten wir nicht gerade die Diskussion um Erstattung von Reisekosten?

    Viele Schulen schreiben schon gar keine Informatik-Stellen aus, weil ich da eh keiner bewirbt. Das machen sie nur, wenn vorher eine potenzielle Quereinstiegerin mit der Schulleiterin telefoniert hat.

    So wird die "Digitalisierung" in den Schulen von Fachfremden betrieben.

    Ich bin bewusst der Lehramtsstudent und nicht der Lehramtsstudierende

    Bei einer Einzelperson ist das ja auch einfach. Spricht man mehrere Menschen mehrerlei Geschlechts an, muss man sich schon etwas einfallen lassen. "Der Lehramtstudierende" ist übrigens auch nicht geschlechtsneutral, muss es aber auch nicht sein. "Die Studierenden" ist doch furchtbar einfach, um von einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe von Studierenden zu sprechen. Wo soll denn da das Problem sein?

    oder so ein Käse, also bitte ohne Gendergedönse bei der aktuellen Bezeichnung bleiben ;) .

    Ach so, du wolltest dich gar nicht sachlich äußern. Ja dann, alles klar. Dann kannst du obige Ausführungen gerne ignorieren.

    Heute wurden zwei Jugendliche mit dem Krankenwagen aus meiner Schule abgeholt, weil sie im Sportunterricht eine Maske tragen mussten!

    Eigentlich sollte man auf das Getrolle nicht eingehen, aber was soll's. Hier wird angedeutet, dass aus der Koinzidenz Maske, Sport und Krankenwagen eine Kausalität abgeleitet werden kann. Die Details, um das überhaupt beurteilen zu können, dürften wir im Rahmen von Schweigepflicht und Datenschutz wohl kaum bekommen.

    Aber nur so viel: Die Masken haben keinen Einfluss auf die Sauerstoffsättigung im Blut. Auch unter Last. Dafür sind die Lungen einfach zu effizient.

    Es gab mal eine Mode im Fitness-Bereich atem-erschwerende Masken zu tragen. Damit wollte man die Sauerstoffarmut beim Höhentraining simulieren. Wirkung keine. Die Leute bekamen immer noch genug Sauerstoff in den Körper, dieser musste sich nicht adaptieren. Damit blieb als Wirkung über, dass man mit entsprechend designten Masken wie Bane durch die Muckibude stolzieren konnte.

    Aber auch ansonsten wird hier wohl der Einzelfall etwas überbewertet. Wenn man denn so schlecht Luft kriegt durch die Masken, dass es physiologisch bedenklich würde, warum kippen die nicht alle um wie die Fliegen? Und. Dass untrainierten SuS beim Sport der Kreislauf wegklappt, haben wir auch ohne Masken. Belastbare Zahlen, dass solcherlei Inzidenzen mit Masken häufiger auftreten, sind mit nicht bekannt. Da kann fritz123 uns aber gerne erhellen.

    Aber weiter. Der wichtige Punkt. Was hier fehlt, ist die notwendige Abwägung, ob die Nachteile der Masken nicht durch deren Nutzen gerechtfertigt sind. Solche Abwägungen sind im Zweifelsfall schwieriger, als sich auf den Standpunkt "ich will nicht, ihr seid doof" zu stellen. Sie stünden aber einem Erwachsenen gut zu Gesicht.

    Schade, dass bei der Lehrerausbildung nicht mehr Wert auf wissenschaftliche Grundlagen gelegt wird.

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