Beiträge von O. Meier

    Katholiken brauchen vermutlich noch mal 100 Jahre länger aber das ist in der Menschheitsgeschichte ja nicht viel.

    Sie haben rund 400 Jahre gebraucht, um einzugestehen, dass Galileo recht hatte. Vielleicht wäre zuhören besser gewesen als foltern. Und da ging es noch nicht mal um eine Frage, die unmittelbaren Einfluss auf unser Leben gehabt hätte. Es ging nur darum, Recht zu behalten.

    Also über Bonus kann man ja sprechen, aber eine andere Eingruppierung? Dann nehmen solche Menschen ja auch keine Funktionsstellen mehr ein, Beförderung brauchen sie ja nicht.

    Ja, die sollen ja auch ihr Mangelfach unterrichten und sich nicht mit anderem Kram 'rumschlagen.

    Quereinstieg ist natürlich eine Notlösung. Die Länder kümmern sich traditionell nicht sonderlich um die Personalplanung. Ob die nun Zahlen für die nächsten 10 oder nächsten 15 Jahre zu Grund legen, ist doch wumpe. Sie ziehen eh nicht die notwendigen Schlüsse daraus. Als ich angefangen habe war Informatik Mangelfach. Das ist es auch immer noch. Es studieren furchtbar wenig Leute Informatik auf Lehramt. Da müsste man schon einen großen Bonus versprechen, um da was hinzukriegen.

    Neben der Bezahlung gibt es aber noch andere Faktoren, die den Job unattraktiv machen. Bleiben wir mal bei den Informatikerinnen, und den Arbeitsumständen und Freiheiten, die denen geboten werden. Ein Bekannter muss immer "Stopp" rufen, damit der nicht ständig ein neues Diensthandy bekommt. Bei denen steht nicht nur 'ne richtig gute Kaffee-Maschine sondern auch immer frisches Obst im Büro. Da wird auch nicht diskutiert, wenn die für die Büroräume Luftfiltergeräte brauchen, die werden bestellt.

    Kann man alles umrechnen, sind vielleicht wirtschaftlich nur Kleinigkeiten. Aber es zeigt die Idee, dass man es sich lohnt, sich um sein Personal zu kümmern, anstatt ihm den lieben langen Tag zu erzählen, was alles in den Vorschriften "nicht vorgesehen" ist.

    Ich möchte sehen, was passiert, wenn man da jemandem groß ankündigt, er bekäme jetzt einen Laptop für 500 Mucken, der müsse aber für zu Hause und im Betrieb reichen. Und um Wartung und den Internetanschluss müsse man sich schon selbst kümmern.

    Und hatten wir nicht gerade die Diskussion um Erstattung von Reisekosten?

    Viele Schulen schreiben schon gar keine Informatik-Stellen aus, weil ich da eh keiner bewirbt. Das machen sie nur, wenn vorher eine potenzielle Quereinstiegerin mit der Schulleiterin telefoniert hat.

    So wird die "Digitalisierung" in den Schulen von Fachfremden betrieben.

    Ich bin bewusst der Lehramtsstudent und nicht der Lehramtsstudierende

    Bei einer Einzelperson ist das ja auch einfach. Spricht man mehrere Menschen mehrerlei Geschlechts an, muss man sich schon etwas einfallen lassen. "Der Lehramtstudierende" ist übrigens auch nicht geschlechtsneutral, muss es aber auch nicht sein. "Die Studierenden" ist doch furchtbar einfach, um von einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe von Studierenden zu sprechen. Wo soll denn da das Problem sein?

    oder so ein Käse, also bitte ohne Gendergedönse bei der aktuellen Bezeichnung bleiben ;) .

    Ach so, du wolltest dich gar nicht sachlich äußern. Ja dann, alles klar. Dann kannst du obige Ausführungen gerne ignorieren.

    Heute wurden zwei Jugendliche mit dem Krankenwagen aus meiner Schule abgeholt, weil sie im Sportunterricht eine Maske tragen mussten!

    Eigentlich sollte man auf das Getrolle nicht eingehen, aber was soll's. Hier wird angedeutet, dass aus der Koinzidenz Maske, Sport und Krankenwagen eine Kausalität abgeleitet werden kann. Die Details, um das überhaupt beurteilen zu können, dürften wir im Rahmen von Schweigepflicht und Datenschutz wohl kaum bekommen.

    Aber nur so viel: Die Masken haben keinen Einfluss auf die Sauerstoffsättigung im Blut. Auch unter Last. Dafür sind die Lungen einfach zu effizient.

    Es gab mal eine Mode im Fitness-Bereich atem-erschwerende Masken zu tragen. Damit wollte man die Sauerstoffarmut beim Höhentraining simulieren. Wirkung keine. Die Leute bekamen immer noch genug Sauerstoff in den Körper, dieser musste sich nicht adaptieren. Damit blieb als Wirkung über, dass man mit entsprechend designten Masken wie Bane durch die Muckibude stolzieren konnte.

    Aber auch ansonsten wird hier wohl der Einzelfall etwas überbewertet. Wenn man denn so schlecht Luft kriegt durch die Masken, dass es physiologisch bedenklich würde, warum kippen die nicht alle um wie die Fliegen? Und. Dass untrainierten SuS beim Sport der Kreislauf wegklappt, haben wir auch ohne Masken. Belastbare Zahlen, dass solcherlei Inzidenzen mit Masken häufiger auftreten, sind mit nicht bekannt. Da kann fritz123 uns aber gerne erhellen.

    Aber weiter. Der wichtige Punkt. Was hier fehlt, ist die notwendige Abwägung, ob die Nachteile der Masken nicht durch deren Nutzen gerechtfertigt sind. Solche Abwägungen sind im Zweifelsfall schwieriger, als sich auf den Standpunkt "ich will nicht, ihr seid doof" zu stellen. Sie stünden aber einem Erwachsenen gut zu Gesicht.

    Schade, dass bei der Lehrerausbildung nicht mehr Wert auf wissenschaftliche Grundlagen gelegt wird.

    So, ich habe dann mal einen Blick in die Pressekonferenz der geschätzten Ministerinnen geworfen. Zunächts mal sollte eine Bildungsministerien sich vielleicht mal um einen korrekten Grammtik bemühen, wenn sie öffentlich auftritt.

    Inhaltlich etwas 'Rumgedruckse. Insbesondere bei der Maskenfrage. Wenn die sooo nützlich und sooo akzeptiert waren, warum hat man die Maskenpflicht den zwischenzeitlich ausgesetzt? Weil man auf des Gezeter weniger gehört hat, dass die Masken doof seien.

    Was das Lüften anbetrifft, so war es übrigens auch schon vor Corona so, dass die abgeschlossenen Fenster erhebliche Nachteile in Form von CO_2-Anreicherung und Atemwegsinfektionen durch Aerosole hatten. Als man sich entschlossen hat, die Fenster als Unfallverhütung dicht zu machen, hätte man sich schon längst etwas überlegen müssen, wie man die Luft austauscht. Aber so etwas ist halt teurer als ein paar Schrauben im Fensterrahmen.

    Aber ich werde mir merken, dass Präsenzunterricht das Beste überhaupt ist. Da muss mir keiner mehr mit Selbstlernen und Projekten kommen. Die Mehrheit der SuS will sich am liebsten füttern lassen, um dann festzustellen, dass es ihnen nicht schmeckt. Die Chance, zu zeigen, wie selbstorganisert und selbstlernfähig unsere SuS sind, haben wir gehabt. Pffft.

    Im Wesentlichen schlagen wir uns mit Problemen 'rum, die nicht von der Pandemie verursacht wurden, sondern nur durch diese offenbar werden.

    Wenn z. B. Frau Ministerin betont, dass man das erste Bundesland sei, dass den Lehrer digitales Arbeitsmaterial beschafft, drückt sie damit auch den Stolz aus, hier mindestens zwanzig Jahre eine Investitinsstau-Bugwelle vor sich hergeschoben zu haben, in deren Randsprühregen sich die Lehrer was einfallen lassen durften. Wir haben jahre- und jahrzehntelang unsere private Hardware, Software und Wartungszeit eingesetzt und sollen uns jetzt über ein 500-Euro-Feigenblatt freuen?

    Etwa die Hälfte der Gelder sei wohl beantragt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Kommunen noch zucken, weil sie die Folgekosten scheuen. Das ist sowieso kein einleuchtendes Konzept, dass die Kommunen etwas beantragen dürfen. Wenn ich Geräte für alle Lehrer beschaffen möchte, dann kaufe ich Geräte für alle Lehrer.

    Uswusw.

    Wir haben jetzt noch eine Auflistung, dass alle Videokonferenztools nicht gehen neu

    Wie wär's denn eigentlich, wenn Datenschutzbeauftragte oder MInisterien mal sagen würden, was geht? Ich mein, die DSGVO gilt doch bundesweit. Da müsste man doch auch bundesweit einheitlich entscheiden können (es sei denn es kommen in Ländern schärfere Regeln hinzu). Und wenn gar nichts geht, müsste man sich halt kümmern, dass es etwas gibt, das geht. Eigener Server, Verhandlung mit kommerziellen Anbietern. Whatever. Aber statt dessen 300 Seiten Disclaimer, dass man nicht entscheidet, für nichts zuständig ist und die Schulen mal wieder sehen können, wo sie bleiben. Unverbindliche Anmerkungen, was einem so gefallen könnte, kann ich auch von meiner Tante kriegen. Dazu muss sich nicht 16 Bundesländer eigene Behörden halten.

    Sooo muss man sich ja nicht wundern, wenn entweder gar nichts läuft, an einer Schule je zwei Lehrer drei verschiedene Lösungen verwenden oder sie komplett auf den Datenschutz defektieren, weil Sie keine Chance haben, ihn einzuhalten. Es ist doch immer das Gleiche. Es gibt keine Vorgaben und wir dürfen wurschteln. Ergebnis: niedriger Wirkungsgrad.

    Aber auch die Experten, die obiges verfasst haben wohl auch nicht richtig viel Ahnung vonne Technik. Sonst wüssten Sse, dass man den Tabellenkopf auf den Folgeseiten wiederholen kann.

    Da ich selbst nicht Lehrer bin

    ... sind Sie in diesem Forum nicht schreibberechtigt, wenn ich die Regeln richtig verstanden habe.

    Vielleicht sollten Lehrer

    Ja, das haben Sie gut beobachtet. Lehrer sitzen den ganzen Tag 'rum und freuen sich, wenn jemand kommt, der ihnen sagt, wie sie was machen sollen.

    Schülermessen an Schulen veranstalten und ihren Beruf mal positiv vorstellen

    Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Aber woran sollte denn mein Interesse bestehen, den Lehrerberuf zu bewerben? Die zukünftigen Schüler bzw. deren Eltern sollten ein Interesse daran haben, dass es zukünftig genug Lehrer gibt.

    PS: Nochmal der hessiche Schulfahrtenerlass:

    "Auf die kostenfreie Unterbringung hessischer Lehrkräfte in Jugendherbergen des DJH-Landesverbandes Hessen e. V. [...] wird verwiesen. "

    Da wüsste ich dann doch, wo ich hinführe, so ich fahren müsste. Im Bus nimmt man dann den vorgeschriebenen Freiplatz in Anspruch und die Reisekostenabrechnung beschränkt sich dann auf das Zählen der Tage und das Abrechnen der noch verbleibenden Pauschale. Alles easypeasy.

    Geht mal davon aus, dass euer Dienstherr sich etwas bei den Regelungen gedacht hat. Und wenn er kein Geld für etwas ausgeben möchte, dann ist das auch nicht wichtig. Dann käme ich ja nicht auf die Idee, so etwas zu planen.

    Nur mal so aus dem hessischen Reisekostengesetz:

    §4, Absatz (1): "Dienstreisende haben Anspruch auf Erstattung der dienstlich veranlassten notwendigen Reisekosten. Art und Umfang bestimmt ausschließlich dieses Gesetz."

    §8, Absatz (1): "Für notwendige Übernachtungen erhalten Dienstreisende ein pauschales Übernachtungsgeld von 20 Euro pro Nacht. Höhere Übernachtungskosten werden erstattet, wenn sie unvermeidbar sind."

    Im entsprechenden Erlass sind dann aber nur Pauschalen genannt. Mehr wird auch nicht erstattet. Daher ist das eher eine Halbwahrheit.

    Mag sein. Ist mir aber wumpe. Ich tue meinen Dienst ja nicht in Hessen. Ihr habt da zwei Möglichkeiten, ihr kümmert euch, wie von Valerianus beschrieben, oder ihr zahlt drauf.

    Nunja, von den digitalen "End"geräten aus dem Sofortprogramm haben wir bei uns noch nichts gesehen. Das letzte war die Meldung bei der LK zu Schuljahresbeginn, dass es ein Treffen mit den Schulleitungen und dem Schulträger gab. Jener war noch am Überlegen dranne, ob es denn un Tabletts oder Laptops würden. Die Tendenz ginge aber zu Laptops. Danach haben wir nichts mehr gehört.

    Da passt es ja, dass das Sofortprogramm bis Mitte nächsten Jahres verlängert wurde. So geht "sofort" in NRW.

    Könnte also sein, dass wir einen Winter-Lockdown dann wohl analog bestreiten. Insbesondere doof, für die SuS, die eben keinen Computer zu Hause haben.

    ... nachdem das jahrzehntelang nicht so war bis sich eine Kollegin (an der man sich durchaus ein Beispiel nehmen kann(*)) durchgeklagt hat.

    Die Regelung (Anspruch auf Erstattung der Kosten) war schon vorher die gleiche. Die Kollegin hat sich dagegen gewandt, dass die formularmäßige Erklärung auf den Verzicht der Reisekosten, die immer auf dem Antrag stand, gültig sei.

    Ich habe diesen Passus auch damals schon durchgestrichen. Der SL hat's genehmigt und ich bekam mein Geld zurück. Zinsen für das Darlehen hat mir der Dienstherr übrigens nicht gezahlt.

    Als der SL mir erklärte, dass ich zukünftig nicht mehr die Kosten in voller Höhe erstattet bekommen werde, sondern nur anteilig, damit es für alle reiche, bin ich nicht mehr gefahren. Das passte mir ganz gut, weil noch andere Gründe dagegen sprachen.

    Für NRW ist O. Meier durch §10 Absatz 1 ADO widerlegt, Klassenfahrten sind dienstliche Aufgaben und es gibt keine einzige (!) dem widersprechende gerichtliche Entscheidung (sondern jede Menge die diesen Passus stützen). Für S-H dürfte es eine ähnliche Formulierung geben.

    Bisher dürfte sich aber auch noch kein Gericht mit der Frage von Klassenfahrten unter Pandemie-Bedingungen beschäftigt haben. Insofern ließe ich es da auf eine Entscheidung ankommen, wenn es darunter keine Lösung gibt. Im Übrigen auch unter Hinnahme des Kostenrisikos.

    Auf der anderen Seite, finde ich es wichtig, den SL, der eine solche Fahrt anordnet, nicht aus der Verantwortung zu lassen. Da muss man gegebenenfalls parallel fahren und, während man eine Fahrt plant, der man schon widersprochen hat, alles über den Tisch des SL laufen lassen.

    Ich würde auf der Ebene ansetzen und den Schulleiter (Vertreter des Schulträgers in der Schule) schriftlich fragen, ob das Gesundheits- und Kostenrisiko mit dem Schulträger abgeklärt ist. Das wird es ziemlich sicher nicht sein und die Stadt wird kaum Bock haben auf Kosten für stornierte Fahrten sitzen zu bleiben. Problem gelöst, keine Klassenfahrten.

    Gute Idee. Das klingt mir nach einem vernünftigen ersten Schritt. Wenn der SL trotzdem stur ist, kann man immer noch das etwas größere Besteck auspacken.

    Belege?

    Offensichtlich. Oder findest du es wirklich erwachsen, jemanden, der nach sachlicher Anwägung von Aufwand, Risiko und Nutzen eine sachliche Entscheidung trifft, als "Spielverderber" anzusehen? Eine Klassenfahrt unter Pandemie-Bedingungen ist alles andere als ein Spiel.

    Die einen wollen fahren, die anderen halten das nicht für geboten. Welches Spiel wird denn hier verdorben?

    Es muss immer [...] mit seinen Entscheidungen

    Ja, man tut gut daran, seine Entscheidungen so zu treffen, dass man deren Folgen absehen kann und diese verantworten kann. Und?

    dem Verhalten der anderen, der im real life Anwesenden, leben.

    Nein, man muss nicht alles ertragen und aushalten. Dass nicht alle Menschen mit allen Entscheidungen einverstanden sind, mag ja sein. Das ist dann so. Aber man darf auf eine sachliche Entscheidung eine sachliche Reaktion erwarten. Aus der Schule kenne ich leider reichlich Situationen, in denen wahlweise SuS, Eltern, KuK und SL die Grenzen der Sachlichkeit verlassen haben. Da darf man dann auch mal "Nö, so nicht." zu Protokoll geben.

    Ich bin weder doof noch ein Spielverderber, wenn ich unter Pandemie-Bedingungen keine Klassenfahrt plane. Wer Argumente hat, dass diese doch stattfinden sollen, kann die ja vorbringen.

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