Beiträge von O. Meier

    Wieso nimmst du dann nicht einfach das Rad?

    Ich nehme das Rad. Ich habe nämlich eins.


    Sowohl in der Stadt als auch auf Landstraßen ist das Radfahren oft lebensgefährlich.

    Das ist so erstmal zwischen Stammtisch und Bildzeitung. Viele Tätigkeiten bergen Gefahren, manche sind sogar gefährlich. Radfahren würde ich da als nicht besonders herausragend einstufen. Oder hast du da Zahlen zu? Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, beim Radeln tödlich zu verunglücken? Ist die höher als bei anderen Verkehrsmitteln? Vergleichen wir da nach Expositionszeit oder nach zurückgelegter Strecke? Und auf welchen Teilen des Verkehrsraums finden denn die Unfälle zu Lasten der Radelnden statt?

    Wieso bist du gegen eine Radinfrastruktur?

    Das schrieb ich nicht. Es ging mir zunächst darum, dass man so etwas nicht braucht. Aber! Radvekehrsinfrastruktur ist zunächst mal politisches Geschwurbel. Gegen die Radwege, die sich dahinter in der Regel verbergen, bin ich aus mehrerlei Gründen.

    Allen voran wegen der Risiken. Die Idee Fahrzeuge nach Antriebsart zu trennen statt nach designierter Fahrtrichtung ist dabei das größte Problem. Da droht nämlich der Rechtsabbiegertod, wo wir gerade bei "lebensgefährlich" waren.

    Dazu kommt dann noch die schlechte Qualität der Wege, zu schmal, schlechte Oberfläche, schlechte Wegführung, Verschwenkungen, kein Licht. Was nicht noch alles.

    Mir fallen wenige Varianten für Dienstreisen ein, bei denen ich ein Fahrrad bräuchte.

    Mir fällt wenig ein, das man nicht mit dem Fahrrad erledigen könnte. Bei uns fallen z. B. viele Praktikumsbesuche an. Da ist die Entfernung häufig unter 25 km. Einiges liegt sogar auf dem Heimweg. Was soll ich denn da mit der Bahn fahren, wenn ich eh mit dem Rad unterwegs bin?


    Die private Nutzung, insbesondere der Arbeitsweg, steht da klar im Vordergrund,

    Passt halt nicht zu der Formulierung eines Dienstrades, das auch privat genutzt werden kann. Aber es geht auch gar nicht darum, was das nun genau ist.

    Die Leute, die zur Arbeit radeln, haben doch alle ein Rad (oder mehrere). Die Idee, dass das Menschen bisher nicht gemacht haben, weil Sie dafür ein Rad im Laden, wo sie's kaufen, auch bezahlen, sondern statt dessen ein System mit Zwischenhändler und Leasing und Kram bräuchten, bei dem sie eventuell ein paar Steuern sparen, ist genau so absurd, wie die Annahme, man bräuchte Radwege oder gar eine "Radverkehrsinfrastruktur", damit man Rad fahren kann.

    Die Leute, die radeln wollen, machen das. Die die zu faul sind, kriegt man mit so etwas auch nicht überredet.

    Unabhängig davon, würde ich nciht für ein Rad bezahlen wollen, das mir nicht gehört. Für mich sind Fahrräder Anschaffung für Jahrzehnte, nicht für Jahre.

    Wobei die Logik, dass es alle drei Jahre ein neues gibt, weil man den Akku ja eh wegschmeißt, mit ihrer Nachhaltigkeit und ökologischen Weitsicht besticht.

    Achja, neben allem, was ich zum Radfahren nicht brauche, brauche ich insbesondere keinen Zusatzbalast in Form eines Motors. Dann lade ich mir doch lieber 'ne Kiste kalten Hopfenblütentee in den Hänger.

    Womöglich ist das für den einen oder anderen, der gerade mit dem Gedanken spielt, sich ein Strommofa zu kaufen, wirtschaftlich attraktiv. Von einem Baustein in der "Verkehrswende" ist das aber weiter weg, als der Akku hält.

    Da interessant:

    Zitat


    Das Dienstrad kann von Anfang an von der Arbeitnehmer/in uneingeschränkt genutzt werden (auch für private Fahrten);

    _Auch_ für private Fahrten. Soso. Das eigentlich ist es für Dienstfahrten gedacht. Warum sollte ich dann mit der Beschffung etwas zu tun haben? Warum sollte ich ein Dienstrad mitfinanzieren?

    Wenn ich privat ein Fahrrad brauche, kaufe ich eines. Das geht schon seit Jahrzehnten. Allerdings ohne medienwirksamen Zinnober und unklare Finanzierung und Eigentumsverhältnisse.

    Es scheint tatsächlich auch ein Fahrrad möglich, nicht nur Strommofas.

    Wenn bezüglich der letzteren der Herr Minister "null CO2-Emmissionen" konstatiert, frage ich mich, ob es in BW eine Regelung gibt, die Menschen mit auch nur rudimentären Physik-Kenntnissen von Ministerämtern ausschließt.

    ich habe ja keine Ahnung, was das kosten soll, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich lohnt. Immerhin erwirbt man kein Eigentum an dem Gerät. Wenn ich bedenke, dass ich eines meiner Räder seit mittlerweile 26 Jahren in Betrieb habe, frage ich mich, wie gering die Leasingrate sein soll. Aber Leasing habe ich noch nie so ganz verstanden.

    Auch wird nicht klar, aus welchem Modell-Angebot man da wählen kann.

    Im verlinkten Artikel ist übrigens vom "JoBbIkE" die Rede, nicht von einem Dienstrad. Was das, außer dem Steuertrick, mit der dienstlichen Tätigkeit zu tun haben soll, ist unklar.

    Am besten als Planstelle, damit das Problem auf Dauer gelöst ist.

    In 'nem gut organisierten Laden gehört das eigentlich zur Stellenbeschreibung des Schulleiters. Genauer: das ist der einzige Punkt in der Stellenbeschreibung des Schulleiters. Was soll der den sonst den ganzen Tag machen? Der bringt ja zu Stundenbeginn keine Arbeitsblätter in die Klassen.

    Ja, organisatorisch ist aus so 'nem Staatsbetrieb noch einiges 'rauszuholen.

    Er meinte damals nur, dass es nach einer halben Stunde einen Arbeitsauftrag gibt oder die Schüler lernen sollen für nächstes mal.

    Den Arbeitsauftrag kann mann doch am Anfang der Stunde geben. Dann kann man ganze Zeit im Lehrerzimmer sitzen. Dabei allerdings furchtbar anstrengend ist die ständige Diskussion, wer als nächstes Aufstehen muss, um Kaffee zu kochen.

    Bei uns dauert jede GLK mindestens bis 18.30 (dann wird meistens abgebrochen und der Rest der Tagesordnung vetragt, weswegen ständig neue Konferenzen nötig sind).

    Patsch. Da helfen nur noch Grundkenntnisse in Physik. Der Tag hat 24 Stunden und Uhren laufen vorwärts. Der SL muss lernen, dass euch die Zeit, die ihr in Sitzungen verschwendet, woanders für relevante Tätigkeiten fehlt. Und ansonsten, nehm' dir was zu lesen mit.

    Mir geht es übrigens grandios auf den Keks, wenn erst in aller Ausführlichkeit Mitteilungen und Formalia breitgetreten werden und dann am Ende die interessanten Sachen kommen, bei denen es etwas zu besprechen gebe. Man hat dann keine Lust mehr, etwas zu sagen, weil man nach Hause will. So kann man Diskussionen auch unterdrücken.

    Wo steht eigentlich, dass Menschen in Leitungspositionen für so etwas zu doof sein müssen?

    dann wurde eine halbe Stunde lang diskutiert, wieso es besser sei, die Abstimmung zu einem bereits vorher mal verschobenen Thema nochmal zu verschieben... argh

    Grober Fehler der Sitzungsleitung. So etwas wäre ein Antrag zur Geschäftsordnung. Über solche wird nicht diskutiert. Da gibt es höchstens 'ne Gegenrede und dann wird abgestimmt (wenn es keine Gegenrede git, ist der Antrag ohne Abstimmung angenommen).

    2 Minuten, mehr darf so etwas nicht dauern. Besser nur eine. Wenn die Sitzungsleitung das nicht kann, habt ihr verloren.

    Daher ist es in meinen Augen unerlässlich (sollte auch von der Schulleitung so eingefordert werden), dass die KollegInnen, die nicht teilnehmen wollen, sich aktiv bei der Schulleitung melden.

    Weiß ich nicht. Wenn z. B. um Anmeldung gebeten wird und ich melde mich nicht an, dann ist doch eigentlich klar, dass ich nicht mitfahre. Das ist jetzt aber logisch gedacht, nicht juristisch.

    Dann müsste man nämlich aktiv erfragen, welche Aufgaben man stattdessen erledigen könnte.

    Wenn mir jemand sagt, ich solle meinne Unterricht nicht halten, mir aber nicht sagt, was ich statt dessen tun muss, dann muss ich dem hinterher rennen und erklären, dass er mir noch sagen muss, was ich statt dessen machen soll? Echt? Kann an mir liegen, aber das verstehe ich nicht. Kann aber sein, dass die Rechtslage so ist. Apropos Lage, wolltest du nicht nachlegen? Ich wäre tatsächlich gespannt auf die Quellenlage.

    Lehrerausflüge gelten als Beiträge zur Festigung der Betriebsgemeinschaft und somit als Gemeinschaftsveranstaltungen (§ 23 (8) Allgemeinde Dienstordnung).

    (8) Gemeinschaftsveranstaltungen des Lehrerkollegiums (z.B. Betriebsausflüge) sollen weitestgehend außerhalb der allgemeinen Unterrichtszeit (§ 13 Absatz 3) stattfinden; sie können einmal im Schuljahr bereits innerhalb dieser Zeit beginnen, soweit dies nach Art und Dauer der Veranstaltung erforderlich ist.

    Da finde ich eher Einschränkungen, unter welchen Bedingungen derlei stattfinden darf. Irgendeine Verpflichtung hingegen vermag ich nicht darin zu erkennen.

    Es ist wichtig, dass du dich von Anfang an ins Team/ Kollegschaft einbringst, damit du einen guten Kontakt aufbauen kannst.

    Wozu?

    Ich find' es wichtig, sich sein Privatleben nicht vorschreiben zu lassen. "Wir haben jetzt alle Spaß" auf Kommando geht da deutlich zu weit.

    Zu einem Kollegium, das auf dergestalte Zwangsgemeinschaften steht, würde ich maximalen Abstand halten wollen.

Werbung