Wieso nimmst du dann nicht einfach das Rad?
Ich nehme das Rad. Ich habe nämlich eins.
Sowohl in der Stadt als auch auf Landstraßen ist das Radfahren oft lebensgefährlich.
Das ist so erstmal zwischen Stammtisch und Bildzeitung. Viele Tätigkeiten bergen Gefahren, manche sind sogar gefährlich. Radfahren würde ich da als nicht besonders herausragend einstufen. Oder hast du da Zahlen zu? Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, beim Radeln tödlich zu verunglücken? Ist die höher als bei anderen Verkehrsmitteln? Vergleichen wir da nach Expositionszeit oder nach zurückgelegter Strecke? Und auf welchen Teilen des Verkehrsraums finden denn die Unfälle zu Lasten der Radelnden statt?
Wieso bist du gegen eine Radinfrastruktur?
Das schrieb ich nicht. Es ging mir zunächst darum, dass man so etwas nicht braucht. Aber! Radvekehrsinfrastruktur ist zunächst mal politisches Geschwurbel. Gegen die Radwege, die sich dahinter in der Regel verbergen, bin ich aus mehrerlei Gründen.
Allen voran wegen der Risiken. Die Idee Fahrzeuge nach Antriebsart zu trennen statt nach designierter Fahrtrichtung ist dabei das größte Problem. Da droht nämlich der Rechtsabbiegertod, wo wir gerade bei "lebensgefährlich" waren.
Dazu kommt dann noch die schlechte Qualität der Wege, zu schmal, schlechte Oberfläche, schlechte Wegführung, Verschwenkungen, kein Licht. Was nicht noch alles.