es steht weder irgendwo, wieviel Geld ich ausgeben darf
Ausgeben darfst du soviel, wie du willst. Ob und wieviel du davon erstattet bekommst, ist allerdings unklar.
es steht weder irgendwo, wieviel Geld ich ausgeben darf
Ausgeben darfst du soviel, wie du willst. Ob und wieviel du davon erstattet bekommst, ist allerdings unklar.
alls schon jemand Infos hat, die über die Presseberichte (z.B. diesen) hinausgehen, wäre es schön, die hier - soweit zulässig - weiterzugeben.
Ach, Leute, haltet doch mal die Füße still. Man weiß nichts. Woher auch. Die Pressekonferenz wurde vermutlich vornehmlich gehalten, um zu zeigen, dass das Mysterium in den Ferien durcharbeitet. Nicht wie die faulen Lehrer, die sich auch noch erholen wollen.
Zur Sache, Stand vor den Ferien: "Digitale Endgeräte, ja, da kommt was." Dann drei Wochen intensive Beratung und Planung, Stand jetzt: "Digitale Endgeräte, ja, da kommt was." Einzig neu ist die Idee, man könne ja schon mal was kaufen. Eigentlich 'ne pfiffige Idee. Auf die Planungen von Ministerium können wir eh nicht warten.
Mir dämmert auch langsam, warum man nicht auf die Förderrichtlinien warten muss. Es ist eine Förderung im Sinne eines Zuschusses. Dass die geplante Kohle für die Vollausstattung nicht reicht, könnten sie gemerkt haben. Anstatt nun in irgendwann im Laufe des Jahres zu sagen, dass es nur ein Zuschuss ist, verspricht man erstmal das Gelbe vom Himmel und zuckt nachher mit den Schultern. Sicher mit der Begründung, dass das doch klar gewesen sei. Das könne sich der geneigte Lehrer doch ausrechnen, dass man mit so wenig Geld nichts kriegt. Also bitte, etwas mehr Eigenverantwortung könne man doch schon übernehmen. Bisher habe doch das Ministerium seine Lehrer noch imm im Regen stehen lassen.
Ich sehe sie schon, die Kollegen, die sich einen Keks mit Marmelade freuen, dass sie jetzt einen Computer vom Land kriegen. Oh, toll. 20 Jahre zu spät, aber voll super. Hinterher freuen sie sich dann, dass sie von dem Laptop, den sie hauptsächlich dienstlich nutzen, nur zwei Drittel bezahlt haben und der Nutznießer sich mit einem symbolischen Betrag beteiligt hat.
Achja, dass die Verlautbarungen der Ministerin in der Presse die Erlasslage widerspiegeln, ist auch nicht garantiert.
Gut finde ich, dass du schon mal kaufen sollst.
Ich? Ich dachte, also ich hatte vestanden, da stand doch
Die Geräte könnten von den Schulen aber schon jetzt angeschafft und nachträglich abgerechnet werden.
Also "die Schulen" kaufen etwas. Aber von welchem Geld? Da müsste dann wohl der Schulträger in Vorleistung gehen. Der hat ja das geld so 'rumliegen und kann das ohne Beachtung der Haushaltsvorschriften dem Land als Kredit gewähren. Aber selbst wenn der Schulträger das könnte und sich darauf einließe, dauert das ganze Ausscheibungs- und Bestellverfahren ja auch etwas. Erfahrungsgemäß Monate.
Aber was soll man kaufen, wenn man nicht weiß, welches Budget man hat?
Es ist zwar unklar, wieviel du ausgeben kannst und was dir Wartung kostet,
Wenn die richtig gemacht wird, meist mehr als die Anschaffung. Ja, da ist noch nichts geplant. Es ist alles noch nicht geklärt. Software, Betriebs- und Wartungskosten, Internetzugänge, Reparaturen, Lagerung, Versicherung. Und das wird auch nicht geklärt werden. Also endet das wie alle Digitalisierungs-Testballons in den vergangenen Jahrzehnten. Zeuch wird angeschafft, Zeuch wird benutzt oder nicht.
Heißt das jetzt tatsächlich, dass jeder Lehrer bis zum Jahresende ein entsprechendes Gerät hat?
Nein, das heißt, dass die Schulen bis Jahresende Zeit haben, Konzepte zu schreiben und Anträge zu stellen, Angebote einzuholen, Ausschreibungen auszuschreiben, mit dem Schulträger zu disktutieren und vielleicht noch etwas zu kaufen.
Ob es überhaupt etwas gibt und ob das wirklich benutzbar ist, hängt dann davon ab, wie pfiffig die Entscheider vor Ort sind. Ich habe keine Lust auf solche Diskussionen an der Schule. Die sollen mir was hinlegen und dann geht das oder nicht. Für Herbst (also den nächsten Fern-Unterricht) wäre ich mit einem Karton Papier, einer Tonerkartusche und 'en großen Packung bunter Feinliner besser bedient[1]. Noch 'ne Pauschale für die Strömung und der Internetz und ich kann weiterarbeiten. Aber das wird's nicht geben. Dienstliches Papier zu Hause bedrucken? Ist das nicht schon Unterschlagung?
Nee, so wird das nichts. Man kann nicht die "Digitalisierung" jahrzehntelang verschlafen und jetzt auf die Schnelle in der Lage sein, eine solche Anschaffung zu planen.
[1] Ich habe tatsächlich die eingesendeten Schüler-Aufgaben so korrigiert, dass ich sie ausgedruckt habe, korrigiert und eingescannt. Gegebenfalls mit kommentierendem Text in der E-Mail. Ich habe auch Anmerkungen in PDF-Dateien versucht, aber das ging mir nicht fluffig genug. Mal abgesehen von der Schwierigkeit mathematische Formeln einbinden zu können. 'N Tablettengerät mit brauchbarem Stift könnte da etwas sein, aber ob ich das besser fünde, als auf echtem Papier zu schreiben, weiß ich noch nicht.
viele Freunde, die nicht Lehrer bzw. im öffentlichen Dienst sind, sind durch Corona in Kurzarbeit bzw. haben ihren Job verloren.
Und denen geht es besser, wenn du weniger verdienst? Schenk denen doch lieber 'was.
Da wurde dann die These in den Raum gestellt, dass ein A13er-Lehrer, der bislang 3.300 Euro netto hatten
Was, so mau ist A13. Ui, dafür machte ich den Tschop nicht.
auf zum Beispiel 2.100 Euro netto gesetzt werden sollten
Dafür erst recht nicht. Wer mir nur zwe Drittel zahlen will, bekommt auch nur zwei Drittel der Leistung. Und nicht wie zu Home-Office-Zeiten hundertelf Prozente.
um eine „faire Verteilung der Lasten nach Corona“ zu erreichen.
Klingt sozialdemokratisch. Gut ist, wenn es allen gleich schlecht geht. Tja, Gerechtigkeit ist halt nur die Gleichverteilung der Scheiße.
Bitte nicht vergessen: bei Kurzarbeit arbeitet man nicht.
Oder anteilig weniger.
Sparen:
Nerven, da man nicht mehr im morgendlichen Stau stand.
Gummiabrieb von Reifen (egal ob PKW, Fahrrad)
Mir fehlte die tägliche Trainigseinheit auf dem Rade. Also musste cih nachmittags noch mal 'ran. Die Kombination von Ertüchtigung und Transport ist halt schon genial.
Absätze von Schuhen, da man morgens nicht mehr zu Schule fahren / laufen muss und im Schulgebäude durch die Flure laufen musste.
Ich klebe mit morgens immer Zeitungspapier unter ie Schuhe, das laufe ich dann tagsüber ab, die Sohlen sind noch wie neu.
Dem möchte ich aber entgegenhalten, dass ich sonst morgens / mittags / früher Nachmittag auf Kosten der Schule (bzw. der entsprechenden Stadt) aufs Klo gehen konnte & das Klopapier auf Kosten der Schule nutze).
Ja, das könnte die Argumentation des Ministeriums zu Friedenszeiten sein. Alles, aber auch alles aus unseren privaten Ressourcen wie nix in Anspruch nehmen, aber wehe einer der Schmarotzer braucht zwei Blätter Klopapier für einen Schiss, dann ist was los.
Also, sollte man uns tatsächlich die Bezüge kürze wollen, werden sie erstens verstehen, warum sie immer so viel Angst vor "Dienst nach Vorschrift"[1] hatten und zweitens würde ich den Rechtsweg beschreiten.
[1] Was ich gar nicht verstehen kann. "Dienst nach Vorschrift" müsste doch der Gold-Standard sein: Alle machen, was sie sollen, und zwar so, wie es vorgesehen ist.
Dafür. Tests finde ich sinnvoll. Eine Besonderheit von Corona ist ja, dass es viele symptomfreie Infizierte gibt. Wenn einen die Grippe am Wickel hat, ist man quasi eh in Quarantäne. Dann schafft man's nicht auf die Straße. Selbst wenn man nicht alle erwischt, so ist jeder der gefunden wird und dann quaratänisiert ein Spreader weniger.
Dass man flächendeckend alle zu Schuljahresbeginn testet, halte ich für schwierig, angesichts der Organisationstalentes von Frau Gebauer für ausgeschlossen. Trotzdem, einfach mal anfangen.
Seit vielen Jahren macht mir das überhaupt keine Probleme: Klassenkasse per Beschluss auf der (ersten) Pflegschaftssitzung absegnen, dann Bargeld schon am Elternabend oder in den kommenden Tagen abgeben lassen. Die Eltern erhalten von mir eine Bescheinigung, wichtig vor allem, wenn die Kinder das Geld mitbringen.
Sach' ich ja. So lange alle Eltern mitspielen, ist das kein Problem.
Och, das machen z.B. in der Stadt wo ich vorher an einer Schule war, die Nachhilfeinstitute.
Die vielleicht. Aber die Schülerinnen sind meist zu träge. Ich habe sogar schon Wiederholer gehabt, die an den Archivaufgaben genau so gescheitert sind wie an den neuen. Meistens schmeißen die Arbeiten direkt nach der Rückgabe weg.
Und wie gesagt, die Aufgaben eines Grundschullehrers sind scheinbar eben andere als du für deine hältst.
Ja, mag sein. Ist mir auch wurscht. Ausflüge kann ich sogar noch nachvollziehen. Aber, ich habe noch mal nachgelesen, du schriebst "Geburtstagsgeschenke". Verstehe ich nicht, muss ich auch nicht.
Ja, wir haben es als Grundstock eingesammelt und der Klassenlehrer legt die Ausflüge z.B. fest, es wird nur vorher beschlossen, Klassenausflüge werden aus der Klassenkasse gezahlt, damit ist man safe.
Solange alle Eltern das mitmachen, ist alles easy.
Wie machst du es dann?
Gar nicht. Das ist 'ne Schule keine Einkaufsgenossenschaft. Damals haben wir das Buch, das die Schülerinnen selbst kaufen mussten (Eigenanteil), über den Förderverein bestellt. Dem Förderverein kam dann der Sammelbestellrabatt zu Gute. Ich habe das Geld, wie gesagt, bar eingesammelt. Ich hatte gar keine bessere Idee. Ich habe dann dem zuständigen Mann vom FöVe die abgezählten Einnahmen geben wollen. Aber ein, das ginge nicht, er nehmen kein Bargeld. Ich müsse das schon auf mein Konto einzahlen und überweisen. Bei meiner damaligen Bankverbindung ging das sogar noch ohne Zusatzkosten.
Das habe ich genau einmal mitgemacht.
Sonst habe ich nichts, wo Geld einzusammeln wäre. Gäbe es etwas, zu dem mich jemand verpflichten will, müsste er natürlich für ein Dienstkonto sorgen. Aber das wollte bisher niemand.
dann nimmt das Kin z.B. das Geld nur in großen Scheinen usw
Ja, ich habe seinerseits verlangt, dass sie passend zahlen. Macht nur die Hälfte, aber dann hat mach Wechselgeld. Aber aufwändig ist und kostet 4 Wochen lang einige Minuten von jeder Stunde. Nee, keine Lust mehr.
daher lieber einmal eine feste summe einsammeln und davon zehren und das ganze am besten kontaktlos und über ein Konto eben.
Das heißt, du sammelst erstmal Geld ein, aber nicht zweckgebunden. D. h. die Eltern zahlen erstmal ein? Wie wird denn dann entschieden, was mit dem Geld gemacht wird?
Nochmal, bei uns werden die nicht unbedingt von Lehrern geführt, sondern teilweise von Eltern
Halte ich rechtlich auch für wackelig. Können die Eltern gerne machen, nur wll ich als Lehrer da nichts von wissen.
die Lehrer haben dann selber entschieden, dass sie das lieber selber machen, weil sie nicht ständig ihrem Geld hinterher laufen wollten.
Auch so'n Punkt. Ich überlegte mir dann eher, wofür ich als Lehrer zuständig bin. Für das meiste, was du auflistest, nämlich nicht. Es kommt wohl, wie es kommen muss. Dann kümmert man sich um etwas und am Ende hat man die Rennerei und 'ne Haufen Arbeit. Nee, ich investiere dann lieber in die Unterrichtsvorbereitung. Ich habe die Erfahrung gmacht, dass die allzu gerne hinten über kippt, bei allem anderen, was wir so machen.
Das würde ich einfach direkt einsammeln, das sind ja keine großen Beträge.
Bargeld einsammlen mache ich auch nicht mehr. Habe ich mal gemacht bei Bücherbestellungen. Dann hast nachher 'en Tüte mit 600 Euro in der Tasche, auch blöd.
Nein, es ist kein verdecktes, sondern ein offenes, es steht direkt beim Kontoinhaber dabei -Treuhandkonto- und somit handelt es sich um ein Konto, was nicht pfändbar ist.
Mag sein, dass das sogar funktioniert. In einigen Artikel im Netz fand ich jedoch den Hinweis auf mögliche Vorwürfe der Untreue. Das wird wohl darin begründet, dass der Treuhänder aka Lehrer alleinigen und vollen Zugriff auf das Konto hat. Wie relevant das in der Praxis ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß auch nicht, wie ich haftungsmäßig als Treuhänder so dastehe. Deshalb möchte ich schon gar kein Treuhänder sein.
Letztendlich ist das doch auch nur ein Hilfskonstrukt, damit auf keinen Fall der Schulträger dafür Sorge tragen muss, dienstliche Konten für dienstliche Zwecke zu unterhalten. Allein deshalb eröffnete ich kein solches Konto. Ich bin da einfach nicht für zuständig.
Seit einem Jahr nutzen wir ein digitales Klassenbuch. Schulmanager-online.
Ja, welche Hardware benutzt ihr dafür?
In jedem Klassenraum steht ein Laptop
Der muss ja aber auch gestartet werden? Oder laufen die bei euch durch? Wie lange dauert das denn so?
Man kann leicht mit den SuS in Kontakt treten
Sehr innovativ. E-Mails an Schüler. Alle Achtung. SCNR
Es werden sogar Noten darüber übermittelt.
Wie muss ich mir das vorstellen?
An meiner ehemaligen Schule mussten wir Klassenlehrer privat ein Konto anlegen
Nein, musstet ihr nicht. Es wurde von euch verlangt und ihr habt nachgegeben. Gemusst hättet ihr nicht.
DA ich ja nicht Inhaber des Geldes bin und die Bank dies auch so vermerkt hat und die Schule das so bestätigen musste, könnten die natürlich nicht gepfändet werden.
Danke für die ausführliche Antwort.
BuT ist Bildung und Teilhabe und natürlich will man Kinder, die eben Sozialhilfe usw. bekommen genauso bei Ausflügen dabei haben.
Sorry, da fällt mir echt nichts zu ein zu der Frage.
Entschuldige bitte, dass mir die Abkürzung "But" nicht geläufig war. Sie waer noch nicht mal als Abkürzung zu erkennen.
Und wozu man eine KLassenkasse braucht? Um Geburtstagsgeschenke, Arbeitsmaterialien, Klassenzimmerausstattungen, Bastelmaterilien
Äh, was? Um derlei habe ich mich noch nie gekümmert, geschweige denn finanzielle Clearing-Stelle dafür gespielt.
und eben auch Ausflüge z.B. zu finanzieren. DAmit man nicht jedes Mal die Eltern einzeln zur Kasse bitten muss und 3 Cent je Kind einsammeln muss.
Also, wenn man das aus dienstlichen Gründen wirklich braucht, dann muss haltemal ein entsprechendes dienstliches Konto her.
Bei uns wird da auch die Klassenkasse drauf verwaltet
ja, und wozu braucht man eine solche?
Ausflüge mit But
Wer ist "But" und warum will man den unbedingt bei Ausflügen dabei haben?
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