Beiträge von O. Meier

    entrichtet brav seine Kirchensteuer.

    Die wird ja üblicherwesie direkt vom Arbeitgeber in dunle Bahnen gelenkt. Wie erkennt man, ob ein solcher Zahlungsvorgang "brav" war?

    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen. Religionen basieren auf willkürlichen, unbelegten Behauptungen, die aber gerne dogmatisch bis fanatisch verteidigt werden, bis man sie willkürlich ändert. Auf der Grundlage kann nichts sinnvolles entstehen, insbesondere ist die Kategorisierung in "richtig" und "falsch" völlig unangebracht.

    Letztendlich ist ein Gerät von der Schule dann zwar eine nette Spielerei, damit man Unterrichtsvorbereitung nicht auf seinem privaten Gerät machen muss, einen Mehrwert hat die Sache aber eigentlich nicht.

    Jope. Neuanschaffungen bringen es nicht unbedingt. Vielmehr glaube ich auch, dass sie in den meisten Fällen nix bringen. Und Beamer aufzuhängen, damit die Lehrer ihre Laptops in die Klassenräume schleppen, ist auch mehr 'ne Idee als ein Konzept. Mal eben anschließen und was zeigen, harharhar. Wir haben feste Rechner in allen Klassenräumen, fest an die Beamer angeschlossen. Wie oft klappt da etwas nicht.

    Aus meiner Sicht wäre es fair, wenn man mir die 500 Euro Zuschuss als kleine Entschädigung für jahrelange Computermitnutzung auszahlt, ohne dass ich noch etwas neues anschaffe. Und selbst dann hätte ich noch einiges gut. Aber "Wir bezahlen nachträglich das, vor dessen Anschaffung wir uns jahrzehntelang gedrückt haben." ist keine gute Schlagzeile.

    Ich kann's drehen und wenden wie ich will, ich befürchte, da werden 500 Euro pro Nasenbärchen gründlich in den Kamin geblasen. Diesmal ganz unbürokratsich.

    @ O. Meier: Du stellst zu viele Fragen

    Nein, zu wenig, wie sich hinterher immer zeigt.

    und siehst zu viele Probleme.

    Nein, zu wenig, wie sich hinterher immer zeigt.

    Das Ministerium möchte doch nur Gutmensch spielen

    Eben, die spielen nur. Schade, dass man keine Erwachsenen für solche Aufgaben benennt.

    Welcher normaler Bürger

    Richtig, es geht eh nur darum politisch Warre durch den Saal zu blasen. Da lenken Fakten nur ab. Das sit ein wesentlicher Grund, warum so wenig funktioniert, das das Mysterium anstößt.

    Ich mein, ich finde den Ansatz ja gut

    Ja, klar. Anstatt zu diskutieren, was davon die Hartz-iV-Ämter zahlen müssten, legt das Land erstmal was hin. Auch die Idee, dass unbürokratisch abzuwickeln, klingt erstmal positiv. Keine Ahnung, wie das gehen soll. Kriegt jeder Schüler allein gegen Selbsterklärung ein Gerät? Von mir aus.

    Das größte Problem ist aber, dass man ohne Internetnaschluss im Home-Schooling genau so aufgeschmissen ist, egal wie viele Endgeräte man zu Hause liegen hat.

    ohne Kollegen/Kolleginnen, die rumfahren müssen und Material kopiert in die Briefkästen von Familien ohne digitalen Endgeräte stecken müssen

    Die Post fuhr doch aus, auch während des Lockdowns.

    Wollte man nun alle Lehrkräfte entsprechend ausstatten, ginge das richtig ins Geld.

    Kann man mit dem Geld verrechnen, dass man jahrzehntelang gespart hat, weil man nichts angeschafft hat. Da kommt 'was zusammen.

    Und ansonsten, entweder man möchte Digitalarbeitsplätze, um auf die zweite Welle vorbereitet zu sein. Dann muss man dafür auch Geld hinlegen. Oder man möchte das nicht, dann braucht man auch keinen halben Kram anschaffen, sondern kann sich das ganz sparen.

    festes Gerät, Zuschuss etc. Dann kann ich immer noch ein für meine Zwecke geeignetes Gerät anschaffen.

    Geräte für meine Zwecke habe ich genug. Sollte ich weitere brauchen oder wünschen, kaufe ich mir eins. Sehe ich aber zurzeit nicht. Wenn es 500 Euro pro Lehrenden gibt, sollen sie mir halt 'was für 500 Euro geben. Einen Zuschuss zu Geld, das ich ausgeben soll, halte ich für eine bodenlose Unverschämtheit. Und wenn es ein Zaubertablett mit eingebautem Nürnberger Trichter für 501 Euro gebe, legte ich keinen Euro drauf. Wenn ich dann ein Billiglaptop habe, ist nichts gewonnen. Der endet sicher in der nächsten Ecke. Mit 'nem Karton Papier und ein zwei Tonerkartuschen wäre mir schon mehr grholfen.

    Auch hier wird es keine Betriebskosten geben. D.h. man verfügt mal wieder über z.B. die elektrische Energie und den Internetanschluss in meinem Haushalt und plant ein, dass ich diese dem Land kostenlos zur Verfügung stelle. Das kann ich machen, es aber einfach so zu erwarten, ist eine weitere Unverschämtheit.

    Ich arbeite übrigens gerne an einem stationären PC. Mein Laptop ist eine Leihgabe der Schule, den ich eigentlich nur vor Ort für technische Wartungen benutze, nachdem es mir zu nervig wurde, für Remotezugriffe immer einen der wenigen (sprich: 1) freien PCs zu suchen. Schade, dass der nicht gefördert wird. Von dem mache ich nämlich meine Unterrichtsvorbereitung (inkl. CAD), Videokonferenzen und die gesamte Verwaltung. Ergonomisch mit einem guten Bildschirm, einer vernünftigen Tastatur mit Handballenauflage und einer vernünftigen Maus. Aber vielleicht kennt im Ministerium niemand so etwas altmodisch.

    Der Hang zum Mobilen kommt wohl daher, dass man möchte, dass wir das Gerät mehrmals täglich von zu Hause in die Schule bewegen bzw. vice versa. Dass wir alledings vornehmlich zu Hause vorbereiten etc., merkt keiner. Da wären wir in der Ta mit einem stationären Gerät in entsprechender Ausstattung besser bedient. Nach dem Willen des Ministeriums dürfen wir uns dann Haltungschäden vor dem Laptop holen.


    Für die Laptops könnte man natürlich zu Hause und in der Schule Dockung-Stations mit entsprecheder Peripherie stehen haben. Aber dafür will man bestimmt nicht bezahlen. Also bleibt es bei einem faulen Kompromis in Silicon und Kunststoff. Ansonsten müsste man sicha j um Arbeitsplätze am Arbeitsplatz kümmern. Absurd!

    Vorteil übrigens: Defekte Einzelteile kann man problemlos und preiswert tauschen.

    Über solcherlei hat man sicher noch nicht nachgedacht. Ich bin gespannt, was passiert, wenn die ersten Geräte abrauchen.

    sondern auch als Investition in meine Freizeit (weil: schneller arbeiten = mehr Freizeit, glücklicher bei der Arbeit = weniger Stress, usw..)

    Falscher Ansatz. Dienst- und Freiziet können nicht wechselseitig verrechnet werden. Ich habe ein bestimmte Dienstzeit, was ich in der mit den zur Verfügung stehenden Mitteln machen kann, mache ich. Rest bleibt liegen. Schon mal darüber nachgedacht, warum manche Stunden besser vorbereitet sind als andere?

    Und nein, ich logge das nicht minutengenau mit, mittlerweile kann ich das ganz gut schätzen.

    Ich hoffe auf office 365 und microsoft teams.

    Warum genau diese? Ich sehe darin keine Hürde. Das MS Office ist doch eh auf allem drauf, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

    Die Schwierigkeiten entstehen dann, wenn man je nach Fach mal 'was Spezielles braucht. Während der Distanz-Lern-Phase haben welche meiner Schülerinnen versucht, ihre Mathematik-Aufgaben mit Textbearbeitungsprogrammen zu "tippen". Mit Hammer und Meisel auf der einem Findling wären sie erfolgreicher gewesen. Die allermeisten haben es sich allerdings einfach gemacht und die handschriftlichen Aufgaben fotographiert. Wenn ihnen jetzt noch jemand zeigt, wie man die Dateigröße der Bilder eindampft, sind sie vorne mit dabei.

    Dabei ist Mathematik ja gar nicht sooo speziell. Am BK gibt's da noch ganz andere Fächer. Einige Anmerkungen gab es ja dazu schon aus dieser Runde.

    Apropos Software installieren. Wer administriert denn die Geräte, wenn es keinen Admin geben darf? Und wie werden die Kosten für die Software abgerechnet?

    Zitat

    Eine weitere Förderrichtlinie zu den digitalen Endgeräten für Lehrkräfte befindet sich ebenfalls in Vorbereitung und wird kurzfristig veröffentlicht werden.

    Ich finde es vernünftig, dass die bedürftigen Schülerinnen zuerst bedient werden. Ich habe jetzt 14 Jahre lang meine private Hardware und Infrastruktur kostenlos zur Verfügung gestellt. Da machen ein paar Wochen auch nichts aus.

    Und ob das, was wir kriegen, wirklich besser ist als das, was bei mir zu Hause so 'rumsteht, bzw. ob das überhaupt zum Arbeiten taugt, müssen wir mal abwarten. Ich setze da wenig Erwartungen 'rein. Dass das Budget knapp bemessen ist haben wir ja schon diskutiert.

    Das Budget für die Schülergeräte ist auch knapp. Für 500 Euro kriegt man nicht so viel, wenn man Software und Peripherie mit einrechnet. Bin ich der einzige, der meint, ein Drucker wäre sinnvoll? Ach, nee. Da niemand die Verbrauchskosten übernimmt, bringt das ja auch nichts.

    Zitat


    Informationen zum Thema "Unterricht auf Distanz" übermittle ich Ihnen in Kürze im Rahmen einer weiteren Schulmail.

    Ich habe drei Monate Unterricht auf Distanz gehalten. Welche wesentlichen Informationen hatte ich da noch nicht?

    Leider kein Insiderwissen, sondern nur die Erlasslage:

    Richtlinie über die Förderung von digitalen Sofortausstattungen (Zusatzvereinbarung zur Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 - Sofortausstattungsprogramm) an Schulen und in Regionen in Nordrhein-Westfalen

    Es ist auch geplant, dass es nicht funktioniert:

    Zitat von 5.4.1

    Sachausgaben für die Wartung und den Betrieb der anzuschaffenden mobilen Endgeräte sowie Personalausgaben sind nicht förderfähig.

    Und noch ein kleines Gimmick: Dem Anhang, dem man entnehmen kann, wie viel Geld welcher Schulträger kriegt, kann ich nicht entnehmen, dass er nach irgendetwas sortiert ist. Dafür kann man auch nicht darin suchen, weil er als Graphik und nicht als Text eingebunden. Soviel zur Digitalkompentenz.

    Fehlendes [Wissen/BK]: wundert mich auch, da es im Ministerium bestimmt eine Abteilung gibt, die für das BK zuständig ist.

    Mag sein. Aber das ist ein schönes Beispiel für die Fortsetzung von Mängeln in Krisenzeiten. Die BKs werden auch sonst übersehen, fallen hinten über oder kommen als letztes dran.

    Keine Ahnung, warum sich die Leute nicht bemerkbar gemacht haben.

    Das kann es aber nicht sein. In einem Ministerium, das nunmal für alle Schulen zuständig ist, kann man nicht nur die bedienen, die sich melden. Da muss halt jemand den Überblick bewahren. Mag sein, das BKs kompliziert sind. Aber woher kommt es denn, dass sie so sind? Das ist doch auch das Ergebnis politischer Entscheidungen. Beim "Zusammenlegen", um mal den Wortsinn des "Kollegs" anzusprechen, hat man vermutlich nicht viel Wert auf Einheitlichkeit gelegt.

    Jaja, das Mysterium. Als ob das zu Friedenszieten alles perfekt machte. Es ist doch eher so, dass in Krisenzeiten nur ohnehin bekannte Mängel offenbart werden. Und Frau Ministerin ist ja nicht die erste, die in der Kritik steht. Mit welcher wart ihr denn zufrieden?

    Kann man im Details analysieren, fehlt mir gerade die Lust. Aber (vorab) soviel. Insbesondere wenn's öffentlich wird, kann man sich vorzüglich blamieren. Eine Ministerin, die im Fernsehen, die aktuellen Erlasse falsch wiedergibt ist, hat genau so gestümpert wie ein Ministerpräsident, der vom Vorziehen der Osterferien spricht, obwohl etwas anderes geplant ist.

    Und das hat wenig damit zu tun, was man vorher gelernt hat, welcher Partei man angehört oder wie lange die Zuarbeiter geschlafen haben. Den Überblick zu behalten, ist nunmal eine Grundanforderung, wenn man Verantwortung übernehmen möchte.

    den Job dort möchte ich nicht machen. [...] Sowohl Gebauer als auch alle Mitarbeiter im Ministerium.

    Wieso nicht? In dem klaren Bewusstsein, dass man für nichts, was man da macht, irgendwie verantwortlich ist, lässt sie so ein Job doch aushalten.

    irgendwer hätte immer was zu meckern.

    Und wenn man genau hinhört, entdeckt man zwischen dem Gemecker berechtigte Kritik. Die könnte einen weiter bringen.

    Ein aktueller Kommentar, der (leicht süffisant) Frau Gebauers Konzeptlosigkeit und ihr Abschieben eigener Verantwortung bemängelt. Podcast (startet sofort)

    Ja, der bringt es auf den Punkt. Insbesondere der vorletzte Satz, dass nämlich Corona die Konzeptlosigkeit entlarve, trifft es. Es sit ebeb nicht nur so, dass man mit dem einen oder anderen Aspekt der Krise suboptimoal umgeht, man hat halt grundsätzlich kein Konzept. Insofern sollte wir uns auch nicht zu sehr stressen.

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