Beiträge von O. Meier

    Ganz im Notfall holt der Schulleiter §59 ADO Absatz 2 raus und macht von seinem Weisungsrecht als Dienstvorgesetzter Gebrauch. Die Anweisung zur telefonischen Krankmeldung ist definitiv nicht unverhältnismäßig und liegt wie gesagt im Organisationsermessen der Schulleitung.

    Wenn das so ist, muss man halt peinlichst darauf achten, dass man sich nicht in Kontroll-Gespräche verfangen lässt. Ich kann das nicht ganzbeurteilen, aber meine, datenschutzrechtlich dürfen überhaupt nur diejenigen von der Krankheit wissen, die mit Personangelegneheiten betraut sind. Insofern wird ess chon kritisch, wenn man weiterverbunden wird und diesem mitgeteilt wird, dass es um eine Krankmeldung geht.

    Was deine Kollegen anbetrifft, die kannst du darauf hinweisen, dass sie sich nicht befragen lassen müssen. Die meisten weden trotzdem kuschen und sch dem Psychoterror aussetzen.

    telefonisch hast du regelmäßig sichergestellt, dass deine Krankmeldung die richtige Stelle erreicht.

    Wenn jemand 'rangeht. Wenn anhaltend besetzt ist, wie beschrieben, bin ich dann verpflichtet hundert mal zu versuchen? Oder reichen drei Versuche und dann eine E-Mail. Ich mein, ich bin ja krank, da kann ich vielleicht nicht beliebig lange telefonieren.

    Hier klappt übrigens E-Mail-Krankmeldung vorzüglich die stellvertrende SL hat eh immer ihre Mailbox offen, um Vertertungen zu organisieren. Ist auch praktisch, wenn man am Abend vorher schon merkt, das morgens nicht gehen wird. Insofern schade.

    Schulleitung lehnt aber Mail und Fax ab.

    Was heißt das, dass Sie es "ablehnt"? Werden die Mails nicht gelesen und die Faxe kommen ins Altpapier?

    Scheint ein Machtspielchen zu sein. Aber ich sehe nicht, warum man sich nicht per E-Mail krankmelden sollte, wenn das Telefon besetzt ist. Außerdem kann man direkt 'ne Attestkopie mitschicken. Gesetzlich geregelt wird das nicht sein. Ich würde es machen und mal sehen, was passiert. Soll der SL doch die Krankmeldung ignorieren.

    Hintergrund ist wohl, dass manche Lehrer dann an den Abteilungsleiter durchgestellt werden um die Ernsthaftig- und Aufrichtigkeit der Arbeitsunfähigkeit zu beleuchten.

    Wenn alles gesagt ist ("Ich bin krank bis enischließlich Mittwoch, Attest ist in der Post"), kann man auflegen.

    Und was ist, wenn dann keine Zeit mehr für Elterngespräche? Welche Maßnahmen werden dann getroffen? Kündigung ja nicht. Was dann? Versetzung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der SL, Lehrerrat, und die Eltern zusammen mit mir ein Gespräch führen und dann ist die Sache erledigt. Außerdem können die Eltern das ja dann auch als Druckmittel gebrauchen. Immer mal wieder ein Gespräch, welches dann Fahrzeit & Gesprächszeit bedeutet, wäre ja ein immenser Stress.

    Nee, aus der Nummer kommste nicht mehr 'raus. Am besten kündigst du selbst, bevor die Eltern dem Richter den Krieg erklären.

    Ernst bei Seite: Du bist nicht die einzige, die mit der Zeitneinteilung nicht klar kommt. Wenn du das aber nicht hinkriegst, geht das schief (für dich!).

    "Auch gestern war ein sehr glücklicher Tag. Wie das xxx-Institut mitteilt, wurden in Deutschland 2200 Kinder geboren, 40 mehr als am Vortag. Damit stieg die Geburtenrate auf 1,58 Kinder pro Frau. Diese schöne Entwicklung hält nun seit mehreren Monaten an.

    Dass das positiv ist, ist ja deine Einschätzung. Von Nachrichten erwarte ich, dass sie zuvörderst Fakten nennen. Ob das eine oder andere "glücklich" oder "schön" ist, beurteile ich dann selbst. Formals seriöse Formate wie die tagesschau haben sich eh schon zu sehr i Richtung von Boulevard-Magazinen entwickelt. Da kann ich zusätzliches Geschwalle gerne verzichten.

    Als die vielen Patienten an den Beatmungsgeräten,

    [...]

    DAS waren negative Nachrichten.

    Auch 'ne Frage der Einschätzungen. ich fand's positiv, dass es die Beratmungsgeräte gibt.

    Man könnte sich einen Haufen Arbeit sparen, wenn es einfach eine Weisung gäbe, dass die Note Mangelhaft dieses Jahr nicht gesetzt werden darf. Darauf läuft es ja ohnehin hinaus und das ganze Nachprüfungsgedöns ist eine absolute Farce.

    Geb' doch einfach die Vier. Ich kenne Kollegen, die seit Jahren jedem Deppen 'ne Vier dafür geben, dass er verständnislos aus der Wäsche kuckt. Die Farce haben wir schon länger.

    Also dass in NRW Personen mit Vorerkrankungen beispielsweise Fach- oder Vorbereitungsräume aufräumen / sortieren empfinde ich als durchaus sinnvoll.

    Ja, wenn die Aufräumarbeiten wichtiger sind als andere Tätigkeiten, dann ist das sinnvoll. Wenn sie aber so wichtig sind, warum hat man sie dann nicht schon längst vor der Krise durchgeführt? Nee, das riecht mir alles zu sehr danach, dass man die "faulen Säcke" ans Arbeiten bringen will.

    Die Benotung ist doch völlig wumpe. Es werden eh alle versetzt, können siebentausend Nachprüfungen machen oder werden sonstwie nachträglich durchgewunken. Mir tun echt die Leid, die dieses Jahr für ihren Anschluss gearbeitet haben. Das sit ein Corona-Abschluss, der ist nichts wert.

    Ich habe heute Nachmittag übrigens noch 4 Kurse ab nächster Woche zusätzlich bekommen um KuK zu vertreten, die momentan keinen Präsenzunterricht erteilen. So langsam reicht es...

    Remonstrieren, Überlastungsanzeige, Unterricht so abspecken, dass er mit der regulären Arbeitszeit zu leisten ist. Das sind doch die Klassiker, die diskutieren wir hier nicht erst seit Corona.

    Nur zu den mündlichen Prüfungen sind sie verpflichtet und das ist für die selbst betroffenen Kollegeninnen und Kollegen mit denen ich darüber gesprochen habe auch so gewünscht.

    Nunja, wenn das MInisterium sonst auch immer mächte, was wir uns wünschen, mie, das wär' a G'schicht. Aber in der Corona-Krise gehen ja wünsche ohnenhin vor Vernunft, so what.

    Ich jedenfalls habe mir nicht gewünscht, in Prüfungen eingesetzt zu werden. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben und am Leben. Ein etwas ungewöhnlicher Wunsch vielleicht. Aber trotzdem, wo wird dem Rechnung getragen? Wenn ich in der Schule bin, muss ich mich darauf verlassen könne, dass sich alle an die Regeln halten. Wer stellt das sicher?

    Inzwischen bin ich im Co-Workingspace eingemietet. Joa, hat halt was von Büro. Ich gehe hin und gut. Es ist büroruhig, also mal so, mal so, zumindest kräht kein Kind und es hat auch kein Mann nur mal schnell eine Frage.

    Könntest du mal darüber nachdenken, ob du uns sagen möchtest, was das kostet?

    Ja, es gibt unfassbar viele Beschäftigte im pflegerischen bzw. medizinischen Bereich, die völlig unzureichend geschützt arbeiten (müssen). Es ist keine Frage des Wollens der Arbeitnehmer, es wurden einfach eklatante Fehler in der Vergangenheit gemacht. Es gab Pandemiepläne, die aus Kostengründen in Schubladen verschwunden sind (um es mal etwas verkürzt darzustellen).

    Wer vorerkrankte KuK (egal in welchem Bereich) solchen Risiken aussetzt, sollte nicht denken, dass dieses rechtlich in Ordnung geht. Erst recht nicht perspektivisch.

    Man sollte nicht immer die Fehler zum Maßstab machen. Es ist ein Fehler, Pflegepersonal solchen Risiken auszusetzen. Das kann aber nicht der Grund dafür sein, auch Lehrer unnötigen Risiken auszusetzen.

    Ah, und du wirst genötigt, deinen Fernunterricht in der Schule vorzubereiten?

    Unabhängig davon. In der Zeit, in der man Fernunterricht vorbereitet hält man keinen Präsenz-Unterricht, und umgekehrt. Wir haben gerade in einem anderen Thread darüber gesprochen, dass die Lehrer ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich verteilen müssen.

    Wenn man hier eine Analogie haben möchte, so heißt das, dass man eben auch weniger Fernunterricht vorbereiten kann, wenn man aufräumt oder seine Zeit gepflegt absitzt. Da hat wohl der Schulleiter gefunden, dass diese Tätigkeiten wichtiger sind als Unetrricht. Kann ich nicht nachvollziehen. Aber vielleicht wollte man nur dem Druck der Stammtische, von wegen fauler vorerkrankter Säcke, nachgeben.

    Nun ja, ich habe leider Kollegen, die einmal ein Arbeitsblatt versendet haben und danach nichts mehr. Das willst Du ja wohl nicht Distanzunterricht nennen?

    Das müsste sich wohl der Schulleiter mal kümmern. Das tun die aber traditionell ungern, sondern pumpen denen, die arbeiten lieber noch das Säckl auf. Das empfinden sie als einfacher. Das ist das Problem. Im übrigen auch zu Friedenszeiten. Das ist aber kein Grund, Risikokandidaten zu gefährden.

    Und diejenigen, denen es eh nur darum geht sich zu drücken, werden auch im Rahmen dieser oder jener Regelung Möglichkeiten finden, das zu tun. Mit oder ohne Corona. Mit engeren Kästchen erwischt man gerne die Falschen.

    Bitte such' dir unbedingt professionelle Hilfe!!! Wir können dir hier m. E. nicht mehr weiterhelfen.

    Das meine ich auch. Ich will hier keine Ferndiagnose wagen, aber der Stil in dem die Betroffene schreibt, klingt für mich nicht gesund. Vieles, was sie schreibt, ist falsch. Anderes sind Probleme, die unser Beruf traditionell mit sich bringt. Die haben andere auch, mache haben Lösunen gefunden, mache nicht. Aber das der überbordende Gebrauch de Begriffe "Richter" und "Kündigung", die in diesem Thread häufiger genannt werden als jemals zuvor im gesamten Forum, ist schon auffällig. Da fält mir dann nichts mehr ein. Der Versuch, die übrigen Diskussionsteilnehmer von etwas überzeugen zu wollen, anstatt die aus Erfahrung stammenden Tipps umzusetzen, rundet das Bild ab. Da steckt jemand gewaltig in einer Sackgasse.

    Ich muss zugeben, ich lese Julias Beiträge mit einer Mischung aus Amüsemeng und Abscheu. So wie beim Horrorfilm, wo man nicht wegkucken kann. Ich hege die Hoffnung, dass wir doch einem Troll aufgesessen sind. Die Idee, dass jemand tatsächlich, das im Kopf mit sich trägt, erschreckt mich dann doch. Das möchte ich nicht beliebig weit an mich 'ranlassen.

    Nun hat mich meine SL auch gefragt, ob ich in geringem Rahmen (zB nur in meine eigene Klasse) zurück kommen würde.

    Meine SL weiß, dass ich schwanger und darüber hinaus Risikogruppe bin.

    Es gibt zwei Möglichkeiten. Der SL hat die Frage als Frage ernst gemeint, d. h. er hat sie ergbenisoffen gestellt. Dann kann er mit einem "nein" gut leben. Oder hat er hat sie dir gestellt, um dir Druck zumachen, dir ein "ja" abzuringen, oder so. Dann muss man die Frage aus Prinzip mit "nein" beantworten. Insofern solltest du dir keinen Stress machen.

    Ich bin gerade echt niedergeschlagen, weil ich mich gerade irgendwo zwischen Verantwortung den Kollegen und den Kindern gegenüber und mir selbst sehe...

    Lass' dir davon keinen Stress machen. Deine Kollegen, deine Schüler, alle überleben ohne dich. Man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen. In der Schule geht's immer irgendwie weiter, egal wer fehlt.

    Vor 4 Wochen hätte ich wohl fast noch ja gesagt, weil da drum herum noch viel strengere Regeln galten... Aber jetzt :angst:

    Man sollte den richtigen Maßstab wählen. Viele Lockerungen halte ich für nicht angemessen. Da werden Bedürfnisse befriedigt, die man nicht haben muss. Ich haben kein Verständnis für Leute, die ohne Fitness-Studio keinen Sport machen können, ohne Restaurant kein warmes Essen auf den Tisch kriegen oder Fußball kucken wollen. Das sind escht Sachen, die hinten anstehen können. Das sind Ergebnsise politischer Entscheidungen und nicht sachlicher Awägungen. Nee, das sit nicht der richtige Maßstab.

    Und, je lockerer die Lockeriúngen sind, um so höher das Risiko. Umso mehr muss man auf sich aufpassen.

    Ich würde die Kinder so gerne sehen, aber ich kann das Risiko ja selbst ehrlicherweise gar nicht einschätzen.

    Eben. Also kannst du es insbesondere nicht ausschließen. Vorsicht ist der bessere Teil des Mutes.

    Blöde Zwickmühle. Und dann ist da ein kleiner Mensch in meinem Bauch, der auch seine Rechte hat und meine Verantwortung verdient...

    Damit ist's entschieden, oder? Wenn etwas keine Zwickmühle ist, dann das.

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