für den Rest seiner Angestellten und Beamten ein penibles Gleitzeit-Konto führt. Nur die Lehrer (egal ob angestellt oder verbeamtet) zahlen drauf. Und das muss man dann persönlich für sich eindämmen, sonst erlebt man das Ende seines Berufslebens nicht mehr. Ich habe jedenfalls gelernt, mich dahingehend abzugrenzen. Ich rechne nicht penibel aus, wann nun Feierabend ist, aber das Home-Office hat mir doch deutlich gemacht, dass man da schnell in Zeiten gerät, die nicht gesund sind.
Da kommt einiges zusammen. Wir sind keine Sachbearbeiter oder ähnliches, ohne denen zu nahe tretn zu wollen. Bei A13 fängt der höhere Dienst an. Aufgrund der Aufgaben und der Entscheidungsfreiheit macht da Minutengeschacher keinen Sinn mehr. Uns die Verantwortung zu überlassen, unsere Arbeitszeit selbst zu überwachen, halte ich für kompatibel mit der Besoldungsstufe.
Wir müssen das aber auch tun. Zum einen aus reinem Selbstsschutz. Zum anderen aber auch aus Verantwortung unserem Dienstherren/Arbeitgeber gegenübder, der uns nicht dafür bezahlt, mit der Zeit irgendeinen Driss anzustellen. Die wertvolle Arbeitsszeit - um jetzt mal wieder auf das Thema des Threads zurückzukommen - dürfen wir also gar nicht mit Dummschwätz-Telefonaten mit uneinsichtigen Eltern verschwenden. Insofern passt es schon, wenn man die telefonische Erreichbarkeit einschränkt.
Im Extremfall, also bei Eltern, die zu oft auf der Matte stehen, ist es auch gerechtfertigt einen Termin abzulehnen mit der Begründung, dass die dafür aufzubringende Zeit für die Arbeit mit den restlichen Schülern fehlt.
Man kann natürlich nicht verhindern, dass Leute in ihrer Naivität(?), die Zeit für so etwas einfach dranhängen. Die telefonieren dann also in Ihrer Freizeit. Kann ich mir für mich nicht vorstellen. Ich habe genug Hobbys, ich muss nicht meinen Job dafür hernehmen.
Aufgrund der eigenen Verantwortung statt der Stechuhr, muss man halt höllisch aufpassen, dass man sich nicht selbst übervorteilt. Man muss die Grenzen im Auge behalten. Die erste Maßnahme ist, dass man zur Kenntnis nimmt, dass die 41 h/Woche (zumindest im Jahresmittel) auch für uns gelten. Der zweite Schritt ist, dass man das auch seinem Schulleiter erklärt. Das ist ein schwieriges Unterfangen, weil diese Spezies - insbesondere bei Arbeiten, die sie selbst nicht tätigen - eine tiefsitzende kognitive Einschränkung zu haben scheinen.