Beiträge von O. Meier
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Wenn man das private und dienstliche wirklich zu 100% trennen würde, dann würden die Kosten unnötig steigen. Wer soll das bezahlen?
Zunächst mal muss derjenige, der die Fahrten anordnet, sich überlegen, was ihm der Spaß wert ist.
Letztentlich wir
Öffentliche Kosten müssen öffentlich gedeckt werden. So what? Dann soll es "die Gemeinschaft" zahlen, besser als dass es an einem Einzelnen hängen bleibt.
Der Dienstherr muss nicht unbedingt Dienstfahrzeuge kaufen. Er kann sich am Car-Sharing beteiligen, einen Mietwagen nehmen, ein Taxi bestellen oder ähnliches. Mal ganz abgesehen davon, dass unsere Dienstherren bzw. Arbeitgeber die Länder sind. Die sind für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Um den kümmern sie sich aber nicht genug, dass es zumindest dafür reicht, dass die eigenen Leute damit ihre Dienstfahrten erledigen können.
Da wurden politische Fehlentscheidungen getroffen. Warum sollen gerade dientlich reisende Lehrer die reparieren?
Selbst wenn es so wäre, dass die Mitnutzung des Privatwagens durch den Dienstherren für den das günstigste ist, so hat doch der Privatwagenhaltre das wenigste davon. Wenn der Dienstherr es so haben möchte, weil es für ihn attraktiv ist, so muss er es auch für den Beschäftigten attraktiv machen. Offensichtlich ist es das für viele. Insofern passt's schon. Wenn es aber einen Teil der Mitarbeiter nicht attraktiv ist, den eigenen Wagen dem Dienstherren zur Verfügung zu stellen, so muss er sich was anderes einfallen lassen. Er kann schlecht sagen "Mach du bitte das, was für mich günstiger ist."
Wenn wir alle so verschwenderisch mit Resourcen und Steuern umgeben, dann dürften wir aber bald locker das Doppelte zahlen
Achja? Der Staat gibt das Geld immer schön sorgfältig aus? Er wirft den Banken keine dreistelligen Milliarden-Beträge hinterher, um deren Dummheit auszugleichen? Er lässt sich keine untaugliche Ausrüstung für seine Armee verkaufen, um hinter festzstellen, dass er Verträge unterschrieben hat, die die Gewährlisetung ausschließen? Er vergisst nicht mal gerne Folgekosten, wenn er auf niedrige Anschaffungskosten zielt? Alles, was die öffentlichen Hand anschafft, ist immer sinnvoll, wird so gebraucht und wirklich genutzt? Der Staat verschenkt keine öffentlichen Wohnungen, um sie später teur zurückkaufen zu wollen?Nee, umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Geld, das für Dienstwagen ausgegeben wird, wird wenigstens für nicht für anderen Scheiß verblasen. Das aber nur für den Fall, dass es nur um die Entscheidung Privat- oder Dienstwagen gingen. Tut's aber nicht. S.o.
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Ein alteingessener Kollege meinte zu mir, dass ich in dem Gespräch aufpassen müsse. Ich hatte eh den Wunsch, aus der Beratung zu gehen, und mein Chef könnte es so auffassen, dass ich das jetzt ausnutze, um mein Ausscheiden aus der Beratung zu erzwingen.
Du kannst nicht beeinflussen, was dein Chef aus den Fakten macht, Manchen Köüfe sind aber so krumm, dass nur verbogene Gedanken 'rauskommen. Wenn dein Chef tatsächlich meint, du würdest durch diesem Umweg aussteigen wollen, so kann er weiter fantasieren, dass du es ernst meinst. Außerdem brauchst du keinen Unfall, um die dienstliche Nutzung des Privatwagens nicht mehr zu wollen. Auf dem Weg hättest du also schon früher den Ausstieg versuchen können.
Also entweder kann dein Chef mit Fakten umgehen, dann hast du kein Problem. Oder er kann's nicht, dann kannst du's ihm nicht recht machen.
Wenn deinem Chef wichtig ist, dass du die Beratung machst, wird er einen Weg finden. Wenn er nur möchte, dass du es machst, weil du bisher brav gebuckelt hast, muss er sich jemand anders suchen.
Finde ich ganz toll. Wenn man das allerdings bei uns machen würde, dann würde man kräftig angeraunzt werden.
Und wenn man Eltern und Schülern gegenüber Äußerungen macht (letzter Absatz bei Dir), dann würde man cholerisch zusammengebrüllt werden wie unprofessionell man sei so etwas gegenüber Eltern und Schülern zu äußern.Soziopathen findet man überall. Den Versuch, sie durch willfähriges Verhalten zu besänftigen, würde ich nicht unternehmen. Dann lieber auf Abstand gehen. Im Verkehr mit Vorgesetzen bedeutet das, keine Gespräche ohne Anwesendheit des Lehrer- bzw. Personalrats zu führen und sich alles zu notieren.
Das hier beschriebene Verhalten
In Frappers Fall könnte das heißen, dass er klar kommuniziert, dass er nicht mehr alle Inklusionskinder betreuen kann, oder dass er eben entsprechend weniger Zeit pro Kind zur Verfügung hat, oder dass er eben gewisse Übungen mangels Material nicht durchführen kann oder oder oder. Wie gesagt, ich kenne euer System nicht, aber einfach stillschweigend das Beste aus der Situation zu machen, wird nicht zu Veränderungen führen.
Übrigens kommuniziere ich meine Statements oben im Zweifelsfall durchaus auch Eltern und Schüler: "Ich kann dieses Jahr keine Übungsklausur fürs Abi korrigieren, weil ich von der Schulleitung angewiesen wurde, XY zu machen und deshalb keine zeitlichen Ressourcen habe."ist nämlich professionell. Jemand der das bestreitet, würde ich schon erklären, dass ich seine Äußerung als beleidigend empfinde. Im Zweifelsfall schriftlich, das Gespräch wäre nämlich vorbei, wenn mich jemand anschreit.
Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn du, Frapper, klar hast, dass die Abwägung gegen die dienstliche Nutzung des Privatwagens ausgeht, solltest du das auch durchziehen.
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Generell ist's wohl so, dass man sich in irgendeiner Form kümmern muss, weil die Smartie-Kästchen-Seuche nicht mehr einzudämmen ist. Hier geht's wohl um die Frage, ob die Intervention bei Verstoß gegen das unterrichtszeitliche Nutzungsverbot so aufwändig ist, dass sie andere Maßnahmen rechtfertigt. ich habe das für mich beantwortet.
Vielleicht habe ich Glück, dass sich das bei uns in Grenzen hält und man mit einer gelegentlichen Ansage die Sache regeln kann. Bei hartnäckigen Fällen regele ich's über die Note. Nein, ich muss mir den Ärger nicht antun, mich darum zu kümmern, wo die jungen Erwachsenen ihren Sprechkasten verwahren können.
Aber ja, einen Schließfachschrank in der Pausenhalle, der über die Fachmiete finanziert wird (und vielleicht bleibt noch etwas für den Förderverein hängen) zusammen mit einem Verbot des Mitführens solcherartiger Geräte auf dem Schulgelände/im Schulgebäude wäre wohl zumindest konsequent. Halbherzige Lösungen sind halt immer halbherzig.
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Die These ist steil.
Nein.
Wenn ich die Schüler anweise, ihre Handys in die Kiste zu legen, werde ich mich kaum darauf zurückziehen können, diese nicht in Verwahrung genommen zu haben.
Das ist in anderer Fall. In den würde ich mich nichr begeben wollen.
Anders mag das sein, wenn sie selbst entscheiden dürfen, diese bei sich zu behalten oder dort abzulegen.
Ebend.
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Die "Garantenstellung" übernimmt auch jemand, der für andere Sachen in Verwahrung nimmt.
Ebend. Wenn da eine Kiste steht, in die man etwas hereinlegt, nimmt niemand etwas in Verwahrung.
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Im zweiten Fall wärest du dann haftbar, falls jemand auf die Idee kommt, sich ein anderes Handy am Ende der Stunde aus der Box zu holen
Interessante Vermutung. Du hast sicher ein paar passende Urteile zur Hand?
Ich bin auch kein Jurist, aber ich halte es durchaus für möglich, dass man klarstellen kann, dass jeder sein handy auf eigenes Risiko da 'reinlegen kann.
Die optimale Lösung wären wohl einzeln abschließbare Fächer, wie so Wertfächer in Sportstätten.
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Ist ja schön für dich, aber ich zum beispiel, als Anfängerin, brauche noch mein Konzept / meinen Plan. Ich bin oft zum ersten Mal in einer Unterrichtssituation und wenn ich was plane noch nicht so spontan. Kann also das Ansinnen mehr als verstehen.
Ja, verstehe. Ich würde aber auch mit dem planen, was da ist. Insbesondere verlasse ich mich nciht auf die Technik, auch nicht auf die mitgebrachte. Es aknn immer etwas ausfallen. Also auch wenn es z.B. einen Beamer gibt, habe ich immer nich eine Alternative vorrätig. So viel muss ich gar nicht improvisieren.
Sollte das Ergebnis eines Referendariats sein, dass man nur Unterricht halten kann, ist etwas schief gelaufen. Das sit mir doch zu eindimensional. Ja, das ist eine Zuspitzung.
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Ich muss nicht mal Unterricht vorbereiten.
Wenn das dein Anspruch ist, bitte.
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Das solltest du als Berufsanfänger erst einmal nicht hinterfragen!
Doch, hinterfragen sollte er das. Man sollte immer alles hinterfragen. Man sollte nur nicht meinen, man kenne die Antwort, bevor man sich mit der Frage beschäftigt hat.
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Die Argumente sind ja alle nachvollziehbar. Aber: Wenn ich durch eine vergleichsweise geringe Investition meinen Stresspegel erheblich reduzieren kann, dann mache ich das auch.
Ich reduziere meinen Stresspegel dadurch, dass ich weiß, dass ich keinen Beamer brauche. Ich brauche überhaupt nichts. Ich nutze die Medien, die das sind. ich habe auch schon in Räumen gestanden, in denen nach einer Renovage keine Tafel hing (und sonst auch nichts) und ich konnte trotzdem Unterricht halten.
Selbstgemachten Stress kann man auch selbst beseitigen.
Wenn ich in einem Büro wäre und mein Arbeitgeber würde mir nur einen Stuhl geben, durch den ich Rückenschmerzen kriege, könnte ich mich auf den Standpunkt zurückziehen, dass ich dann halt damit leben könnte und alle zwei Wochen mal krank bin
Ja, prima. Es ist mal wieder Zeot für unpassende Vergleiche. Klasse Idee.
Sobald ich sie ändere, weil ich selbst dadurch am Ende des Arbeitstags entspannter nach Hause gehe, kann ich damit leben, dass ich damit privates Geld für meine Arbeit ausgebe.
With all due respect, sir, ich kann es nicht gesund finden, wenn ein Lehrer unentspannt nach Hause geht, weil er im Unterricht keinen Beamer hat. Da stimmt doch was nicht.
Dass es in Zeiten, in denen sich die Politik selbst damit überbietet, die "Digitalisierung" in der Bildung voranzutreiben (bzw. herbeizubeten), Schulen ohne Beamer gibt, ist natürlich hinreichend lächerlich. Aber da lach' ich doch lieber drüber, als mir 'nen Stress zu machen.
Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. Aber ich bin mir sehr sicher, dass ich dem Schulträger nichts in der Größenordnung schenke. Da spende ich doch liebder dem Sportverein was.
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Also entweder gibt es eine Masse an Arbeit oder ich muss ein paar Hundert Euro investieren.
Das nennt man wohl ein Dilemma.
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Meine Meinung: Nein
+1. Dein Dienstherr und der Schulträger werde sich schon überlegt haben, welche Geräte ihr braucht. Da würde ich als Neuling nicht ankommen wollen, und etwas anderes unterschieben wollen.
Ich sehe auch nicht, dass ein Beamer den Unterricht verbessert. Ich setze diesen nur im Zusammenhang mit der Dokumentenkamera ein, ersetzt quasi den Polylux.
Die häufig von Kollegen verwendeten PowerPoint- (bzw. Keynote oder Impress-) -Präsenationen sind in aller Regel furchtbar schlecht, völlig überladen und rauschen an den Schülern schneller vorbei als ein Lehrervortrag an der Tafel.
Wenn aber wirklich einen Beamer brauchst, hast du auch Argumente, dass die Schule einen anschafft. Kümmere dich darum.
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Ich kommuniziere das inzwischen sehr offensiv:
Ich auch. Folge ist, dass mein SL mich nur noch selektiv anspricht bzw. auch schon einen Vorschlag dabei hat, wie man etwas ausgleichen oder entlasten kann.
Aber er weiß, wen er fragen muss.
Auf der anderen Seite habe ich schon am letzten Schultag nachmittags ein geändertes Zuegnis gedruckt, weil der SL vergessen hatte, eine Bemerkung eintragen zu lassen. Da waren fast alle Kollegen schon zu Hause (oder auf der Autobahn). Aber das war für mich nur eine Kleinigkeit. So why not.
Wenn's echt brennt, steige ich lieber in die Zentrifuge, als irgeneinen Scheiß zu machen, der nachher nur die Aktendeckel bersten lässt, aber niemanden wirklich interessiert.
Mein Schulleiter sieht mich immer noch entsetzt an, wenn ich solche Dinge formuliere.
Kann er ja.
Wenn ich Kollegen ermutige, das zu tun, äußern sie, dass sie sich nicht trauen, weil das ja einen schlechten Eindruck macht.
Erlebe ich auch immer wieder. Man kann niemand zu seinem Glück zwingen.
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U.a. an dieser Stelle hinkt deine Argumentation: Sei fällt nämlich nicht weg und wird auch nicht geringer.
Mach' Sachen. Ist es wahr? Dann passt's ja, dass ich dem Konjunktiv verwendet habe.
Sie sollte ruhig etwas höher sein.
Äh, wieso? Diese Bereitschaft der Kolleginnen, es dem Dienstherr vorne und hinten 'reinzuschieben, habe ich nie verstanden.
Und Alternativen gibt es jetzt schon mehr als genug. Warum künstlich aufregen, wenn genug gute Alternativen zur Verfügung stehen?
Welche denn? Dienstwagen gibt es kaum, wie man so hört. Und der öffentliche Nahverkehr ist regional sehr unterschiedlich aufgestellt.
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Dafür braucht man echt keine Dienstwagen. Ist nur unnötig, unwirtschaftlich und umweltverschmutzend. Die schon jetzt zur Verfügung stehenden Alternativen können das Problem immer spätestenz mittelfristig lösen.
Der geringe Bedarf an Dienstwagen basiert auf der fast vollständigen Bereitschaft der Kolleginnen, den Privatwagen dienstlich nutzen zu lassen. Fiele die weg oder fiele sie geringer aus, müstse der Dienstherr sich natürlich etwas einfallen lassen. Interessanterweise ist der aber auch für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Er hat also mehrere Packenden, um da etwas zu regeln.
Aber er muss ich ja keine Gedanken machen, weil die "Wie soll es denn sonst gehen"-Fraktion ihm alle Mühe abnimmt.
Wenn ich ein Auto hätte und mit dem Gedanken spielte es abzuschaffen, ließe ich micht davon abhalten, weil eine Fremdnutzung durch den Dienstherren diesem genehm wäre.
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Warum? Weil bei uns 3 Wochen Praktikum pro Jahr sind. Dann wollen/sollen natürlich alle Lehrer in diesen 3 Wochen Dienstwagen haben. Da reicht nicht ein Wagen, den man sich teilt. Und die anderen 52-3=49 Wochen würde dieser vielen Dienstwagen ungenutzt herumstehen. Was für eine Geldverschwendung. Da wäre es sogar günstiger und umweltschonernder, wenn alle Lehrer ein Taxi bezahlt bekämen. Ich würde mir dann aber eher Leihwagen hohlen, da noch günstiger als Taxi.
Dann soll man das machen. Letztendlich ist doch die Frage, wie wichtig z. B. die Praktikumsbesuche sind. Rechtfertigen die den Aufwand, dann betreiben wir ihn. Ist es doch nicht so wichtig, dass man dafür die Kosten tragen möchte, lassen wir es bleiben. Aber das muss ich nicht entscheiden. Auch nicht mein Problem.
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Dann sind manche Termine nur mit vorheriger (bezahlter) Übernachtung möglich.
Beantrage die Dienstreise so. Schau, was passiert.
Es kann ja auch auch nicht immer das Fazit sein, dass es dann jemand anderes macht.
So lange jemand Bock hat, es zu machen, soll er doch. Nicht mein Problem. Wenn der Weg für niemanden zumutbar ist, fährt keiner. Heißt z. B. für Praktikumsplätze, dass eine gewisse Erreichbarkeit derer zur Bedingung gemacht werden muss. Nicht mein Problem. Bei anderen Sachen muss man eben sehen, ob die wichtig genug sind, dass jemand entsprechend viel Zeit mit der Anreise verbringt. (und entsprechende Kosten verursacht). Muss jemand entscheiden und verantworten. Auch nicht mein Problem.
Wir haben aber noch eine Außenstelle. Mit dem ÖPNV wäre man vermutlich etwa 40 Minuten unterwegs (die Verbindungen sind trotz Großstadt miserabel). Die Kollegen, die in der pause dort hinfahren müssen, nutzen also ebenfalls samt und sonders den Privatwagen.
Planungsfehler. Wenn der Weg 40 Minuten benötigt, müssen die Stunden wohl entsprechend weit auseinanderliegen. Da ich keinen PKW habe, könnte ich auch nicht mit einem fahren. Wenn der Stundenplan nicht hergibt, dass ich rechtzeitig in der Außenstelle bin (oder zurück), dann ist das, na?, nicht mein Problem.
Ich kenne eine Schule mit Außenstelle, in der die Kollegen tageweise hier oder da eingesetzt werden. Pendeln ist nicht vorgesehen. Löst das Probem dadurch, dass es ist ensteht.
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