Mensch O.Meier was biste denn so giftig grade?
Inwiefern? War nicht beabsichtigt. Ich meine, imer noch zur Sache zu sprechen.
Mensch O.Meier was biste denn so giftig grade?
Inwiefern? War nicht beabsichtigt. Ich meine, imer noch zur Sache zu sprechen.
Und was gut für andere ist und was nicht, dass lass mal jeden selbst beurteilen.
Ja, sicher. Der Junkie hat das mit den Drogen voll im Griff. Sonst würde er ja keine nehmen.
Die müssen dir nicht leid tun, denn die leiden nicht.
Ich habe auch nicht behauptet, dass sie leiden. "Leid tun" meint etwas anderes.
Jede technische Neuerung hatte Kritiker, die den Weltuntergang vorhergesehen haben.
Die kann man ignorieren. Achte auf die, die in der Sache etwas zu sagen haben. Jeder Zauber hat seinen Preis, jees Medium hat Nebenwirkungen. Ob der Preis es wert war, erfahren wir meist hinterher.
Fernsehen hat das Kino getötet,
Das ist nicht das Problem, das ich beim Fernsehen sehe. Die gnadelose Verdummung die im Fernsehen betrieben wird, empfinde ich durchaus als Problem. Ob das ein Problem des Mediums ist oder nur der Umsetzung, lasse ich mal ahin gestellt. Und was die Smombies anbetrifft, so wäre mir das nichts, emien Umwelt nur noch augmentiert oder gra nicht wahrzunehmen. Aber daraum ging's erstmal nicht.
Aber selbst wenn alle Medienumbrüche bisher problemlos abgelaufen wären, heißt das noch lange nicht, dass das auch bei den weiteren so sein wird. Vor derartigen Analogie-Schlüssen möchte ich doch ernsthaft warnen.
Schülern nicht schadet
Auch das wäre noch zu belegen.
Digitalisierung für mich in Ordnung ist.
Für "in Ordnung" können wir uns den Aufwand sparen.
Ansonsten in "Lernen 4.0" von Klaus Zierer wird das noch ausführlicher dargestellt.
Hoffentlich.
Fazit ist aber auch dort "Pädagogik vor Technik".
Ach. Tiefschürfende Erkenntnis. Schön, dass das mal in ein Buch geschrieben wurde. Es steht tatsächlich zu befürchten, dass manch einer da nicht drauf käme.
"Lernen 4.0" von Klaus Zierer, Schneider Verlag Hohengehren GmbH, 2. erweiterte Auflage,S.47:
Faktor Effektstärke
Digitalisierung im Primarbereich 0,44
Digitalisierung im Sekundarbereich 0,30
Digitalisierung im Tertiärbereich 0,42Er zitiert aus einer neueren Hattie-Studie. Man sollte auch wissen, dass bei 0,4 der Bereich beginnt, in dem eine Verbesserung des Lernens einsetzt.
So richtig viel sagen mir die Zahlen nicht. Allein, wenn 0,4 die magische Grenze ist, schneidet die Digitalisierung im Sekunkarbereich, räusper, nicht sonderlich glorreich ab. Und ob die paar hunderstel in den anderen Bereichen denn nun der Renner sind, weiß ich auch nicht. Insbesondere, weiß ich nicht, was es denn ist, das die jungen Mensche dank der Digitalisierung besser, schneller, nachhaltiger lernen.
Außerdem beziehen sich diese Daten wohl nicht auf insbesondere Smartboards, sondern nur allgemein auf Digitalisierung. Das ist ein weites Feld, um nicht zu sagen, ein Wischiwaschi-Begriff. Ob und wie die Smartboards hier mitspielen, welchen didaktischen Nutzen diese also explizit haben, weiß ich immer noch nicht.
Wurde denn auch die "Effektstärke" von rein digital zu Medienmix verglichen? Es würde mich doch interessieren, ob es nicht noch besser geht, wenn man neben den neuen Medien auch die Flexibilität zur Nutzung der alten hat.
O. Meier Nein ist Hamburg nicht.
Die Kunst ist tot, es lebe Dada.
Siehst du, und das meine ich mit "du willst das Whiteboard zu 100% genau so benutzen, wie die Kreidetafel".
Also, das funktioniert schon mal nicht. Insofern wäre ich vorsichtig damit zu behaupten, das Smartboard ersetze die Kreidetafel. Das kann es nämlich gar nicht. Zu klein, haptisch ungenügend. Wurde schon genannt.
Du kannst deine Tafelbilder genauso für das Smartboard entwerfen, wie du sie für die Kreidetafel entwerfen kannst, aber du kannst natürlich nicht dein Tafelbild für die Kreidetafel für das Whiteboard nehmen.
Zum einen heißt das, dass ich sie neu entwerfen muss. Warum sollte ich das tun wollen? Wo ist der didaktische Nutzen, der diese zusätzliche Arbeit aller Kollegen rechtfertigt? Es ist ein wesentlicher Aspekt unseres Berufes, dass mit der Dienstzeit nicht nur die Erfahrung wächst, sondern auch das Archiv. Ich würde gerne meine Unterrichtsplanungen an den Stellen überarbeiten, an denn ich bessere Idee habe (oder andere die hatten), wo ich festgestellt habe, dass es nicht optimal läuft etc. Ich möchte das nicht deshalb zu müssen, weil jemand die Tafeln abschraubt und die Medien nicht mehr passen. Ich möchte (auch durch ersparte Arbeit durch Recyclen von Unterricht) die Freiheit haben, etwas neues auszuprobieren. Ich möchte nicht durch technische Umstände dazu gezwungen sein.
Man wird ja auch nicht jünger. Irgendwann nimmt die Leistungsfähigkeit so ab, dass man darauf angewiesen ist, aus dem Archiv zu arbeiten. Wenn man dann neu planen darf, weil jemand mit irgendeinem technischen Schnickschnack ums Eck kommt, hat man irgendwann die Faxen dicke.
Das ist eigentlich ein Zeichen für eines: Deine mangelnde Bereitschaft, dich auf etwas neues einzulassen, was sich von dem unterscheidet, wie du es kennst. Ich finde es echt beklagenswert, wenn man eine Veränderung damit ablehnt, dass sie neues Denken erfordert und man nicht 100%ig so weiter machen kann, wie bisher und darüber allen Vorteilen, die sie bietet, überhaupt keine Chance gibt.
Nein, so ist das nicht. Plattyplus hat durchaus seine Erfahrungen mit den Dingern gemacht. Daraus rekrutieren sich seine Anmerkungen. Ich nehme für mich auch in Anspruch, vieles ausprobiert zu haben, sowohl methodisch als auch medial-technisch. Ich habe mir überlegt, was man mit 'ner simplem Digital-Kamera und 'nem Beamer so machen kann und sogar Kurse für die Kollegen darüber gegeben (Damals hatten wir Beamer als anschließbare Rechner). Neenee, ich war immer dafür, aus jedem Medium etwas 'rauszuholen. So habe ich dann einiges genutzt und nutze noch einiges. Derzeit vergeht kaum eine Stunde, in der nicht der Beamer anspringt, um mit der Dokumentenkamera etwas zu zeigen. Fast so gut wie Polylux. Da sind noch nicht alle Kollegen angekommen. Also gebe ich denen Tipps und Kurzeinführungen, damit jeder die Möglichkeit hat, die zu nutzen. Wer's nicht braucht, lässt's bleiben.
Trotzdem und trotz allem, bin ich immer noch bei der Tafel als wichtigstem Medium. Schnell 'was anschreiben, mal eben ein Beispiel zeichnen. Mache ich ständig.
Und ich habe auch den Smartieboards eine Chance gegeben, aber die haben sie nicht genutzt.
Ich suche immer noch nach dem didaktischen Nutzen, der es rechtfertigt, die Kreidetafeln mit ihrer Einfachheit und Intuitivität abzuschrauben.
Das hat meistens Platzgründe, denke ich. Ich wüsste nicht, wo bei uns noch eine analoge Tafel im Klassenraum angebracht werden sollte.
Unterrichtet ihr in Tunneln? Wir haben neben der Tafel noch problemlos Platz für eien Projektionsfläche für'n Beamer. Diese ist deutlich größer als ein Whiteboard. Sorry, verstehe ich nicht.
die sie wie eine Kreidetafel benutzen und für die dann die Nachteile wie "weniger Platz" in den Fokus rückt.
Es kst schon ein auffälliger Nachteil. Wenn man dann von dem begrüßt wird, muss man sich nicht wundern, dass keine Begeisterung aufkommt.
Exakt so. Faszinierend, wie viele Geräte durch das digitale Whiteboard ersetzt werden, was?
Nein, das Whiteboard ersetzt gerade gar nihcts. Der Computer ersetzt den DVD-Player, der Beamer den Fernseher (egal, ob der unter der Decke hängt oder irgendwo verbaut ist). Das Smartboard ist in der Konstellation gar nicht smart, sondern nur eine Projektionsfläche. Ja, eine feste elektrische Infrastruktur, die es ermöglich Töne, Bilder, Filme unaufwendig wier zu geben, ist schon etwas wert. Das muss kein Smartboard sein, das ist es vielerorts auch nicht.
Mangelhafte Planung bei der Beschaffung aufgrund dessen, dass man sich über seine Bedürfnisse nicht im klaren ist, kann kaum den Geräten angelastet werden.
Es nicht darum etwas anzulasten. Es geht darum, was hinterher bei 'rauskommt. Womöglich ist Hambiug ja das Paradies, in der jede Innovation in der perfekten Ausführung in den Schulen aufläuft. In NRW wird tradtionell nichts zu Ende gedacht. Das hat nichts mit Smartboards im Speziellen zu tun. Das ist immer so. Irgendein Hype, irgendetwas wird angeschafft, nichts funktioniert. Wenn da jemand mit etwas "Neuem" um die Ecke kommt, hat man schon keine Lust mehr.
Über meine Bedürfnisse bin ich mir durchaus im Klaren. Ob andere, auch die Entscheider, diese kennen, darf ich insofern bezweifeln, dass sie noch nicht einmal danach fragenm
Dann hast du wahrscheinlich nicht die dafür geeignete Software benutzt.
Zunächst mal ging es darum, von Hand zu zeichnen. Das mache ich relativ häufig. Z.B. um ein Beispiel als eine Antwort auf eine Schülerfrage parat zu haben. Dazu muss ich nichts vorbereiten, keine Software kennen und vorher ausprobieren. Ich brauche nur meine rechte Hand, bunte Kreide und eine Tafel. Alle Versuche, etwas ähnliches am Computer zu machen, endeten immer mir mehr Aufwand odee der Notwendigkeit etwas vorbereitetes mitzuhaben. Wie gesagt, auf dem elektrischen Whiteboard sah's immer Scheiße aus, Flipchart, analoges Whiteboard, Folien gehen so.
Aber mal unter und Mathekollegen. Welche Software würdest du mir denn empfehlen?
Warum kannst du an einer Kreidetafel mit deinen Schülern ein Tafelbild entwickeln und an einem digitalen Whiteboard geht das nicht?
Doch geht. Ich habe nie etwas Gegenteiliges behauptet. Allerdings würde ich ja dann das Smartboard nur wie ein Tafel nutzen, also den Nagel mit dem Mikroskop einschlagen. Wieviel Jahre Fegefeuer gibt es dafür bei euch? Die Haptik ist halt auf der Tafel am besten.
Also lasse ich es lieber und verwende mal wieder den Unterrichtseinstieg "Lehrermonolog", anstatt den Videoschnippsel zu zeigen. Den für den lohnt sich der Aufwand wirklich nicht.
Für die Lernwirksamkeit des Videoschnipsels (falls es eine solche gibt), dürfte es nicht soviel ausmachen, ob der Film analog oder didital abgespult wird. Und ob die Schüler mehr lernen, wenn der Film am Smartboard läuft, weiß ich auch nicht. Also nimmt man das, was am besten verfügbar ist. Wenn ich also einen Videowagen mit Fernseher und Player einfach reinrollen kann und schon läuft der Film, bin ich vielleivht besser bedient, als mit einm Laptop, den ich erst noch an den Beamer, den ich mir hier und da ausleihen muss, anschließen muss. Wenn etwas im Klassenraum verfügbar ist, also fertig angeschlossen und betriebsbereit, ist's mir reichlich egal, was es ist. Es ist das am einfachsten verfübare Medium, ich nehme es. Nichts, was für Smartboards spricht. Nur ein Argument für Verfügbarkeit.
Ich wüsste nicht, warum ich eine Audiokassette ins SMARTboard bekommen wollen sollte.
Um un szu zeugen, wie sehr das Smartboard den Kassettenrecorder ersetzt. Das tut es nämlich nicht. Es ist vielmehr so, dass die digitalen Tonträger die analogen abgelöst haben. Also spielt man digital ab. Das kann ein CD-Player sein, eine iPod mit Lautsprechern, whatever. Und, was hat das mit dem Whiteboard zu tun? Jo, womöglich sind da Öautsprecher eingebaut, ich bin begeistert. Dann ersetzen die Lautsprecher im Whiteboard die externen. mehr nicht.
Wo schreibe ich eigentlich, wenn ich den Film auf dem Smartieboard kurz unterbreche, weil es eine Stelle gibt, über die ich mit den Schülern sprechen möchte? Und vielleicht möchte ich auch zurückspulen und die Szene nochmal ansehen. Wo schreibe ich dann? Vielleicht ist ein Gerät, das alles andere ersetzt, doch nicht immer das beste.
Macht ja keiner, das digitale Whiteboard hat ja unter anderem auch die Funktion, dass man darauf wie auf einem Whiteboard schreiben kann. Warum man das unbedingt mit Kreide tun will, ist eine persönliche Befindlichkeit.
Sach ich doch. Um mehr geht es in dieser ganzen Diskussion nicht. Die Frage, welchen didaktischen Nutzen denn nun die Smartboards haben, ist immer noch offen. Können die Schüler damit etwas lernen, das sie sonst nicht lernen würden? Öernen sie etwas besser, schneller, nachhaltiger?
Auch, dass jemand, mit dem Smartboard "mehr Möglichkeiten" hat, dass die Vorbereitung dann anders ist etc. sind nur Befindlichkeiten. Das sind noch nicht mal Argumente für die Anschaffung von Smartboards. Auf keinen Fall sind es aber welche, funktionierenden Medien (Tafeln) anzubauen. Ich sehe keinen Mehrwert, der es rchtfertig, dass ich meine Tafelbilder allesamt neu plane.
Was spricht denn nun dagegen, eine gewisse Auswahl von Medien zur Verfügung zu stellen, aus denen man jeweils das geignetste auswählt? Glaubt hier wirklich jemand an das Zaubermedium, mit dem alles besser geht?
Das Smartboard ersetzt Tafel, Medienwagen, Cassettenrecorder, DVD-Player, Fernseher, OHP etc. pp. und ist immer Verfügbar ohne sich in irgendwelche Listen eintragen zu müssen. Halleluja.
Ich habe mich noch nie in eine Liste eintragen müssen, um eine Tafel zu verwenden. Aber ja, auch die übrigen genannten Geräte sollten flächendeckend verfügbar sein. Inwiefern ersetzt das Smartboard den DVD-Player? Haben die tatsächlich ein entsprechendes Laufwerk? Oder ersetzt der angeschlossene Rechner den Player und das wichtige Smartboard spielt nur Beamer?
Das geht aber auch nur dann ohne Liste, wenn in jedem Raum beides steht.
Als wir damals Rechner in jeden Klassenraum kriegten (Beamer hingen vielerorts schon), habe ich vorgeschlagen auch für jeden Raum einen DVD-Player anzuschaffen und fest mit dem Beamer zu verlöten. Neinnein, sprach der Mann vom Schulträger. Man könne ja am Computer DVDs abspielen, das mache er auch so. Blabla. Als dann die Kollegen die DVDs einlegten, öffnete sich der Windoofs Media Bläher mit der Meldung, dass hier mal gar nichts abgespielt würde, es gäbe kein MPEG-2-Codec, machte aber direkt ein Angebot, einen solchen käuflich zu erwerben. Ganz großes Kino. Dann kam die Wartungsfirma und installierte überall VLC. Keine Ahnung, was das gekostet hat. Beim Austauch der Rechner letztes Jahr wurden dann direkt welche ohne optische Laufwerke bestellt. Macht ja nichts, kann man ja nachrüsten, kostet ja nur etwas mehr.
Ja, da rolle ich lieber den Fernsehwagen in den Klassenraum und lege eine Betamax-Kassette ein, bevor ich mich über das ganze Gestümper aufrege.
Letztendlich ist's mir wurscht, ob es technische Gründe sind oder Unfähigkeit der Verwaltung (gerne gepaart mit Besserwisserei und Überheblichkeit). Wenn's zweimal nicht funktioniert, probiert man's kein drittes Mal.
Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt. Die standen da nur 'rum. Insofern, ja, eine Voraussetzung ist sicherlich die Verfügbarkeit im Klassenraum. Anschalten, Booten etc. dauert schon lang genug. Buchen, reinrollen und anschließen, macht dann keinen Spaß mehr.
Dass Kollegen Kassetten-Recorder in die Klassenräume tragen, habe ich aber sehr oft gesehen. Die Abmessungen spielen vielleicht doch eine Rolle. Wie kriegst du eigentlich die Audio-Kassetten ins Smart-Board?
Was allerdings nicht die Schuld der digitalen Whiteboards ist, sondern die Schuld der Kollegen, die das Ding eigentlich nur als Tafel weiter benutzen
Das finde ich durchaus legitim. Eine Tafel ist eine feine Sache. Die Idee, die Kollegen kämen voll auf den digitalen Trip, wenn man ihn nur die Tafeln wegnimmt, ist wohl etwas naiv.
Nein, es geht nicht nur um "Befindlichkeiten". Die Technik muss einfach funktionieren
Richtig. Meine Bemerkung bezog sich auf die Annahme, dass die Medien wie vorgesehen funktionieren. Dann ergeben sich Vor- und Nachteile, die nicht der Rede wert sind. Mit der Missachtung der technischen Einschränkungen, da hast du wohl recht, hätte ich dann aber den wesentlichsten Nachteil der elektrischen Medien ausgeblendet.
Letztendlich könnten die Dinger ja funktionieren. Es sind halt technische Geräte, keine magischen Artefakte. Das kann man in den Griff kriegen. Nur an den Schulen funktionieren sie nicht zuverlässig. Es ist halt so, dass keine schulische "Innovation", seien es nun Lernfelder oder Smartieboards, jemals zu Ende gedacht wurde. Insofern funktioniert also nie etwas.
Als ich an meine jetzige Schule kam, hatten wir untaugliche Kreide. Auch das war nicht zu Ende gedacht. Es wurde der billigste Mist eigekauft. Gespart haben wir nichts. Das Zeug brach ständig ab und wir haben mehr davon als Krümel und Brocken weggeschmissen, als zum Schreiben verwendet. Mittlerweile haben wir anständige Kreide (allerdings immer noch keine gute). Wenn es nach den Beschaffern ginge, würden noch nicht mal die Analog-Tafeln zuverlässig funktionieren.
Ursrünglich hatte uch nicht vor, mich andiesem Thread zu beteiligen. Die aufgeworfenen Fragen, sind nicht wirklich interessant. Beim Abwägen von "Vor- und Nachteilen" geht's doch mehr um Befindlichkeiten. Da findet der eine das praktisch und der andere das. Ich erwarte von jedem halbwegs seriös ausgebildetem Lehrer, dass er mit den zur Verfügugn stehenden Medien so umgeht, dass er das Optimum 'rausholt. Und das tun auch die meisten, wie ich das hier verfolge. Ob ich nun hier das Tafelbild zwischenspeichern kann oder da meine Schrift besser ist, dürfte nicht das Killerargument für das eine oder andere sein.
Die Frage, wie sich das Medium auf die Lerneffizienz auswirkt und ob das den (finanziellen) Aufwand rechtfertigt, fänd' ich mal zu untersuchen interessant. Und? Gibt's das was? 'Ne seriöse Untersuchung? Bitte verlinken.
Nun gibt es aber zwei Punkte die mich doch dazu bewogen haben, hier etwas zu sagen. Erstens:
Die überwiegende Mehrheit der Kollegen sieht darin keine Vorteile bzw ist gegen diesen Austausch. Der Chef ist dafür.
Zum einen geht es mir da auf den Keks, dass der, der am wenigsten Unterricht hält, am meisten zu sagen hat. Aber um blöde Chefs geht's hier gerade nicht, und vielleicht ist jener auch keiner. Ich frage mich doch ernsthaft, warum es ein Austausch sein muss. Welchen Vorteil hat es denn, die analogen Tafeln abzuschrauben? Ich kann mir nur vorstellen, dass es da um die Außenwirkung geht. Man möchte hat volldigital da stehen, den alten Scheiß braucht man nicht mehr. Oder?
Wir haben seit einiger Zeit flächendeckend Beamer. In vielen Räumen wurde die ausrollbare Projektionsfläche so angebracht, dass sie über der Tafel hängt. Total praktisch, nichts mehr anschreiben zu können, wenn man etwas über den Beamer zeigt. Wir mussten uns den Mund fusselig sabbeln, aber mittlerweile wird bei Raumrenovierungen die Beamer-Fläche neben die Tafel geschraubt. Siehe da, geht auch. Dass ein elektrische Whiteboard implodiert, wenn eine Kreidtafel daneben hängt, kann ich mir nicht vorstellen.
Zweitens:
Man kann natürlich in allem ein Haar in der Suppe finden. Die Kritik kommt meiner Erfahrung nach hauptsächlich von Kollegen, die ihre eingetretenen Pfade nicht verlassen wollen oder zu bequem sind, sich in die Möglichkeiten einzuarbeiten, die technischer Fortschritt ihnen bietet.
Keine Ahnung, ob ich damit gemeint bin. Trotzdem finde ich es etwas anmaßend. Ich bin durchaus technik-affin. Ich bin ein digital hippy. In den 80ern ging es los mit Computern, und seit dem bin ich dabei. Ich bin nach wie vor begeistert von vielem, was technisch möglich ist. Trotzdem erlaube ich mir, den technischen Fortschritt nicht immer als Auslöser gesellschaftlichen Fortschritts zu sehen. Jedes Medium ist so gut, wie man es nutzt. Und da haben z.B. die Smartiephones, deren Multitouch-Technik mich immer noch den Hut ziehem lässt, vollständig verloren, wenn ich mir da die hospitalistisch tippenden und wischenden, jungen Menschen ansehe. Die tun mir echt leid.
Aber wir waren bei Whiteboards. Solche habe ich benutzt. Auch diese fand ich technisch interessant. Trotzdem haben sie mich in der Anwendung nicht begeistert. Die Punkte wurden schon genannt. Die Möglichkeit, ein Tafelbild speichern zu können, wog für mich die fehlende Haptik beim Schreiben nicht auf. Beim Zeichnen war's noch schlimmer. Die Funktionsgraphen wurden nie so rund, wie sie sein mussten, sondern irgendwie krackelig. Letztendlich entstanden keine Tafelbilder, die sich zu speichern gelohnt hätten.
Ich habe übrigens, schon lange bevor wir White-Boards hatten, Tafelbilder abfotographiert und Polylux-Folien gescannt, um sie den Schülern digital zugänglich zu machen. Das mache ich nur noch selten. Mir ist es wichtiger, dass die Schüler das Tafelbild im Prozess mitnotieren und dabei verstehen, was da dargestellt ist. Ich entwickele meine Tafelbilder interaktiv. Allerdings nicht in Interaktion mit einem Gerät, sondern in Interaktion mit den Schülern.
Ich habe den elektrischen Tafeln nichts abgewinnen können, das die enormen Kosten rechtfertigt.
Ja, es gibt Leute, die bei jeder Neuerung wegrennen. Die sind mir aber nicht mehr suspekt als die, die jedem Trend hinterherrennen. Trotzdem gibt es Leute, die sich mit der Sache auseinandergesetzt haben. Auf deren Argumente sollte man hören. Pauschales Gedonnner auf Technik-Feinde und Technik-Jünger bringt in der Sache nichts.
Und ach ja:
Ihr werdet den Fortschritt nicht aufhalten, deal with it. Es glaubt doch wohl keiner im Ernst, dass man flächendeckend wieder auf Kreidetafeln zurück rüstet.
Wenn das der Maßstab sein soll, dann hat der "Fortschritt" verloren. Kuck mal, in wie vielen Schulen immer noch Tafeln hängen. Und jetzt, da man überlegt, wie die nächste Generation digitalen Schnickschnacks aussehen könnte oder die Smartboards teilweise wegen kaputt längst abgeschraubt sind, hängen die Tafeln immer noch. Der angebliche Fortschritt kam so schleppend in die Schulen, dass er sich nie flächendeckend durchgesetzt hat.
Möglichkeiten, die es ihnen bietet, verweigern.
So'n MIst. Dass ich etwas nicht nutze, heißt nicht, dass ich mich dem "verweigere". Ich bin noch nicht sehr lange im Beruf, aber eines habe ich bezüglich aller Trends und "neuen" Ideen schon verstanden. Es gibt weder die Zaubermethode noch das Zaubermedium. Wer glaubt, etwas gefunden zu haben, wie alle arbeiten sollen, irrt sich.
Das Problem besteht eher darin, dass die Klausurtermine in der Oberstufe zentral festgelegt werden und ich da kaum Spielraum habe. Wenn ich eine Geschichtsklausur in Jahrgang 12 und eine Englischklausur in Jahrgang 13 (Vorabi) Mitte Dezember schreibe, weiß ich, was ich über die Ferien mache, denn die Noten müssen spätestens Mitte Januar fest sein, weil die SuS vor Notenschluss für das Halbjahr Anspruch auf Quartalsgespräche über ihre Noten haben.
Was du als Problem darstellst, könnte die Lösung sein. Gerade bei zentraler Planung, kann man gewisse Unebenheiten schon vor dem Auftreten ausbügeln. Z.B. im em man daran denkt, dass manche Fächer länger zur Korrektir brauchen als andere, dass LK-Klausuren in der Regel umfangreicher sind, dass deiser ohne jener Kollege mehr Kurse hat. Kann man alles wissen, kann man alles einplanen. Wenn man aber unter Plan, unsystematisches Verteilen und anschießendes Schulterzucken versteht, macht man den Kollegen unötige Probleme.
Jener Anspruch der Schülerinnen auf ein "Quartalsgespräch" leitet sich bei euch aus dem Schulgesetz/der Prüfungsordnung ab? Oder hat sich das jemand an der Schule ausgedacht und tut so, als sei es eine Regel? Bei Notenschluss um 12:00 ist 10:00 übrigens immer noch vorher.
Ich hielt ihm entgegen, dass man sich bei so einer unflexiblen Arbeitssituation doch nicht wundern müsse, grade jetzt in Zeiten guter Konjunktur. Wo Leute, die flexibel sind und ggf. Karriere machen wollen, in der freien Wirtschaft besser aufgehoben sind und auch besser bezahlt würden als im Staatsdienst, zudem seien sie da recht frei sich nach Marktwert zu bewerben, wo sie wollen.
Er meinte, so könne man das nicht sehen, das Land würde ne Absicherung bieten (wer wisse schon, was die Zukunft mit Digitalisierung etc. bringen würde), zudem eine gute Pension und flexible Arbeitszeiten (halbjährliche Änderung der gewünschten Unterrichtsverpflichtung). Ich könne mich ja entlassen lassen, wenn ich glauben würde, dass ich mit Geschichte, Politik und Englisch in der freien Wirtschaft eine bessere Stelle bekommen würde.
Diese Diskussion ist wohl an der Stelle nicht zielführend. Insbesondere bestimmt dein SL nicht die Personalpolitik in deinem Bundesland. Er schaut lediglich, dass er mit den vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten, genug Leute am Start hat. Wie gut er das macht, kann ich nicht beurteilen.
Aber messen wir es mal am Markt. In NRW gab es keine Stelle für dich. Soweit. Machtse nix. Du hättest weiter suchen und abwarten können, dich weiter qualifizieren, etwas anderes arbeiten, Vertretungen machen. Das ist alles nicht attraktiv und man wird auch nicht jünger. Wollkommen verständlich.
Wie wär's denn mit einer festen Stelle im Nachbarland? Ja, da hätte ich wohl auch schnapp gemacht. Aber geh' doch mal davon aus, dass die dich genommen haben, weil sie dich brauchen können, die Fächerkombi passt etc. Meinst du wirklich, dass es wahrscheinlich ist, dass sie dich nach zwei Jahren wieder wegschicken? Du bist da halt jetzt eingeplant. Vielleicht heißt es ja deshalb Planstelle. Die Gründe, aus denen sie dich damals genommen haben, dürften sich durchaus mit denen übersschneiden, dich jetzt nicht gehen zu lassen.
Die Regeln, nach denen man die "Freiheit des Personals" einschränkt, dürften damals schon die gleichen gewesen sein. Damals haben sie dich nicht davon abgehalten, dich in den Dienst des Landes Niedersachsen zu begeben. Dass das Land sich jetzt darauf beruft, erscheint mir nicht absurd.
Dass die Ersatzbarkeit in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung leichter gegeben ist, mag ja sein. Aber das nützt dir nichts.
Das mag alles insgesamt frustierend sein. Letztendlich warst du bei deienr Entscheidung für Niedersachsen in einer Zwickmühle, die du so nicht wahrgenommen hast. Keine Stelle oder wo sein, wo man nicht sein möchte. Die ist jetzt in die eine Richtung zugeschnappt.
Wie die Umstände auch immer sein mögen, du kannst nur versetzt werden, wenn es eine Schule gibt, die dich nimmt. Also könntest du aktiv nach einer solchen suchen, wie schon geraten wurde. Ich würde nicht daruf hoffen, dass die Personalstellen, mir meine Traumschule finden.
Viel Erfolg.
Blanko-Excel-Tabelle
Und in dieser Traumwelt ist Excel (oder ähnliches) dein Traumprogramm, mit dem du so etwas erledigen möchtest?
Mein Traumablauf:
Der Klassenlehrer nimmt ein vorgedrucktes Zeugnisformukar aus dem Schrank und trägt handschriftlich Namen und Geburtsdaten ein (besser: er gibt die Formulare den Schülern, die tragen ein, ist in einer Minute passiert). Die Fachlehrer schreiben die Noten hinter die vorgedruckten Fächer. Auf der Konferenz wird bestanden/nicht bestanden, versetzt/nicht versetzt angekreuzt, unterschrieben und gestempelt. Wer irgendetwas dokumentieren will, kann ja 'ne Kopie machen.
Zeugnis ausgeben, fertig.
Für mich wäre die vorgeschlagene Lösung in Ordnung. Was meint ihr dazu?
Nein. Bleib zu Hause. Wenn der Junge dir in den Bauch zu boxen versucht, hat er wohl sämtliche Hemmschwellen abgelegt.
Du kannst doch nicht eine 18(?)-Jährige mit einem 9-Jährigen vergleichen.
Doch kann man. Dabei stellt man dann wohl einige Unterschiede fest. Das ist das Wesen von vergleichen.
Krieg dich wieder ein. Wenn der Arzt auf der Grundlage seiner qualifizierten medizinischen Sachkenntnis entscheidet (und nicht weil du persönlich seine Entscheidung gut findest), dann entscheidet die TS auch auf Grundlage ihrer qualifizierten schulischen Sachkenntnis (und nicht aufgrund anderem, weil du ihre Entscheidung gerade mal fahrlässig findest.)
Klingt irgendwie danach, als wenn alle Leute immer nur richtige Entscheidumgen treffen würden. Dann wäre ja prima.
Für mich passt das, was die TS berichtet, nicht zu ihrer Entscheidung. Helfen können wir ihr letztendlich aber nicht.
Ich wundere mich nur, wie schnell hier mit Diagnosen durch die Gegend geschmissen wird
Die Vermutungen, die hier geäußert wurden, waren alle als solche zu erkennen.
Ich würde aber nur ungern zu ihm sagen, dass er das Jugendamt oder das Schulamt einschalten soll, wenn er selbst dazu keine Veranlassung sieht.
Es gibt einen Anlass. Falls dein Schulleiter den nicht sieht, ist er halt ein Depp. Dann musst u ihm ein Bisschen auf die Sprünge helfen.
Aber nochmals meine dringende Bitte: halte dich von dieser Schule 'rum, solange da ein gemeingefährlicher "Schüler" 'rumspringt. Das würde ich übrigens auch nicht schwangeren Kollegen raten.
Der Junge hat ganz offensichtlich ein Problem. Womöglich kann man ihm helfen. Das sollten aber leute tun, die sich damit auskennen. Deshlab Jugendamt etc. Da findet sich vielleicht jemand, der ein passende Maßnahem einleiten kann.
Es gibt aber keinen Anlass, sich einer Gefahr auszusetzen.
Eventuell sogar was hirnorganisches,
Wissen wir nicht. Es lohnt sich aber, das mal zu untersuchen. Habe ich schon den Amtsarzt erwähnt?
Als Lehrer oder Schulleiter, muss man sich da kümmern. Als potentieles Opfer, wär's mir g'rad' egal, wo's herkommt.
als hätte er nur den Arm ausgestreckt.
Auch das darf er nicht. Ob jun Faust oder Arm, das hat er bei sich zu halten. Sos oder so ein aggressiver Akt.
Nö, da ist nicht sicher für dich. So lange der Täter da 'rumspringt, hast du in der Schule nichts verloren. Zur Not muss dir dein Arzt ein Arbeitsverbot erteilen.
PS: Der Schulleiter soll das Jugendamt einschalten. Wegen der akuten Gefährdungssituation sollte sich vielleicht auch mal ein Amtsarzt den Jungen ansehen und Maßnahmen ergreifen/einleiten.
Kochen fällt mir als erstes ein. Die Sätigungsmittelindustrie lockt mit Fertigpampe. Die sind nicht nur deutlich teurer als Nahrung, die schmecken auch nicht.
einfache Gerichte kochen
Wieso nur einfache? Die Komplexität kommt vom Ausprobieren. Das kann man, wenn man Grundideen beherrscht, wo der Geschmack herkommt. Das finde ich wichtiger, als Rezepte nachzukochen. Machen, probieren, die Zunge schulen. Bevorzugt hatten die Kinder schon früh Gelegenheit mit den Eltern etc. in der Küche zu stehen und sich etwas abzukucken.
Werbung