So richtig voran kommt diese Diskussion nicht. In der ursprünglichen Anfrage ging es darum, Kreidetafeln durch elektrische zu ersetzen. 'Ne richtig brauchbare Antwort, insbesondere eine Erklärung, warum man die Kreidetafeln wegschmeißen sollte, hat der TE bisher nicht bekommen.
Statt dessen werden immer nur noch kleine und kleinste Vor- und Nachteile "abgewogen". Um die Frage des didaktischen Nutzen drückt man sich herum.
Falls meine Antwort noch nicht klar geworden sein sollte: Baut ein, wozu ihr Lust habt, aber lasst die bisher funktionierenden Tafeln hängen. Dann habt ihr einen Mehrwert von den neuen Geräten, sonst wird es immer ein Kompromiss bleiben.
That said, schaun wir doch mal, was noch so aufregendes passiert ist.
Nein, in Klassenräumen, die eigentlich zu klein sind für die Schülerzahl.
Und vielleicht sind die Medien gar nicht das vorrangige Problem.
Es ist schon schade, wenn der erste Eindruck dafür sorgt, dass man sich damit nicht weiter auseinander setzt.
Es ist schade, wenn die Apologeten nicht in der Lage sind, dafür zu sorgen, dass neue Sachen so daher kommen, dass man gut damit klar kommt etc. Da wird der Heilsbringer gekauft und hingestellt. Und die Kollegen, die sich schwer tun, bekommen zu hören, sie hätten die falsche Software benutzt. Ja, so etwas kommt gut an. Wenn es tatsächlich wichtig ist, dass so ein Gerät in jedem Klassenraum 'rumsteht, dann muss man auch dafür sorgen, dass es sinnvoll benutzt wird. Allein durch das 'Rumstehen entfaltet es nämlich seine heilsbringende Wirkung gar nicht (also nur auf den Photos auf der Web-Seite).
Doch, das digitale Whiteboard ersetzt eine ganze Reihe Geräte. Es bildet mit dem PC eine Einheit. Wenn du die trennst, musst du dich auch drüber beschweren, dass der DVD Player ja gar keine DVDs abspielen kann, sondern noch einen Fernseher als Zusatzgerät braucht. Was für ein Mist, hat wohl einer bei der Konstruktion nicht nachgedacht...
Es ist immer noch wurst, womit ich die DVDs abspiele. Verfügbarkeit ist der Kernpunkt. Die ist übrigens nicht gegeben, wenn die noch nicht mal in der Hälfte der Räume ein Smartieboard steht. Da ist man dann mit einem Rollwagen vielleicht sogar besser bedient. Ob es nun ein Beamer unter der Decke hängt oder ein Smartboard an der Wand protzt, ist immer noch wurst. Videos abspielen zu können, ist kein Alleinstellungsmerkmal von Smartieboards.
Das ist das eigentliche Problem. Wenn jemand mit etwas neuem kommt, wird direkt abgewunken, weil die Meinung darüber schon fest steht.
Ließ mal nach, was ich schrieb. ich habe so ziemlich alles neue ausprobiert und mitgemacht, das gekommen ist. Neu heißt nicht besser, es heißt häufig noch nicht mal anders. Wenn sich allerdings genügend "neue" Ideen, als kurzlebig, wenig durchdacht oder völliger Humbug herausgestellt haben, wird man etwas vorsichtig. Insbesondere, wenn jemand mit etwas ums Eck kommt, das mir und meinen Kollegen Arbeit macht, bin ich besonders kritisch. Das hat nichts mit Abwinken zu tun. Aber nachfragen, welchen Nutzen denn der zusätzliche Aufwand haben wird, wird man ja wohl noch dürfen.
Geogebra.
Hm. Ist das die einzige Mathe-Software, die du kennst, oder ziehst du tatsächlich deinen gesamten Mathematik-Unterricht damit durch? Nur nebenbei, natürlich kenne ich GeoGebra. Ich setze es auch regelmäßig im Unterricht ein. An Stellen, an denen es passt. Eigentlich trivial. Einen Ersatz für händisches Skizzieren von Beispielen ist es nicht.
Wenn du das SMARTboard jedoch als reinen Tafelersatz verwendest, ohne die anderen Möglichkeiten zu seiner Nutzung zu beachten, dann treten die Nachteile einer reinen SARTboard-Tafel natürlich verstärkt in den Vordergrund.
Also, das Smartieboard ist kein vollwertiger Tafelersatz. Wer also die Tafeln abhängen möchte, müsste schon mit einem deutlichen Mehrnutzen aufwarten. Und?
Zum Vergleich beim SMARTboard: DCD rein, VLC-Player starten, Lautsprecher an, Film läuft, fertig.
Das geht genau so gut mit einem Beamer, der unter der Decke hängt. Da ist dann vielleicht sogar die Projektionsfläche etwas größer. Nochmal, Videos abspielen zu können, ist kein Alleinstellungsmerkmal von Smartieboards, das ist nur ein "geht auch". Ich habe nicht mitbekommen, dass irgendjemand sich dagegen ausgesprochen hat, Filme über digitale Medien abzuspielen. Das ist auch nicht die Fragestellung dieses Threads. Haben denn die Smartieboards irgendein Alleinstellungsmerkmal? Tafelbilder speichern, kommt mir als einziges in den Sinn, was bisher genannt wurde (wobei man mit Polylux oder Dokumentenkamera ähnliches erreichen kann).
Nur nebenbei, ich bevorzuge Kodi statt VLC. Da ist die Oberfläche nur halb so krude. Aber nachdem man sich vor 10 Jahren irgendwie auf VLC eingeschossen hat, hat man aufgehört, weiter zu suchen. Wie wär's mal, etwas Neues auszuprobieren?
Wo habe ich behauptet, dass das SMARTboard den Kassettenrecorder ersetzt?
In etwa hier:
Das Smartboard ersetzt Tafel, Medienwagen, Cassettenrecorder,
[...]
Mausklick --> Whiteboard --> schreiben. Schüler notieren mit. Mausklick --> Film geht weiter.
Ja, man kann sich immer irgendwie behelfen. Das spricht aber nicht wirklich dafür, alles in einem Gerät zu vereinen. Ich habe durchaus schon einen zweiten Beamer mit in den Klassenraum genommen, um am Computer und mit der Dokumentenkamera etwas zeigen zu können. Ja, da kann man auch umschalten. Nein, da hatte ich keine Lust zu.
Mein Unterricht gestaltet sich abwechlungsreicher, Methodenwechsel sind einfacher und effektiver. Ich bilde mir ein, dass das schon dem Lernprozess zu Gute kommt.
Wow, mutig. Das ist alles? Deine Einbildung soll das Argument sein? Puh, da muss ich wohl um Entschuldigung bitten, dass es mir am Glauben fehlt.