Beiträge von O. Meier

    Das blüht mir auch. Mein Raum soll das auch bekommen. Noch ist nichts umgebaut. Ich rechne nach jeden Ferien damit. Mal sehen, ob am nächsten Montag meine heißgeliebte Tafel noch da ist.

    Dein Raum? D.h. du hältst da Unterricht? Und andere Leute entscheiden, dass die Tafel, die du für den Unterricht verwendest weg kommt? Naja, es gibt ja keine Verpflichtung, so ein Whiteboard zu benutzen. Sind die Lösungsmittel in den Stiften nicht sogar Gefahrstoffe? Was sagt den die RISU dazu?

    Wir haben zwar inzw. in allen Räumen Beamer an der Decke hängen, aber ohne Strom und Datenkabel (vga/hdmi) von der Decke bis zur Wandsteckdose bringen die niemandem etwas. Auf den Stromanschluß (Steckdose an der Decke) warten wir jetzt schon seit 2 Jahren.

    Verstehe ich das richtig? Da hängen Beamer unter der Decke, aber die kann man nicht benutzen, weil die keine elektrische Energieversorgung haben? Klingt mir nach einem Fall für'n Rechnungshof.

    Mashkin: so schlecht ausgestattet, dass du den Unterricht einstellen müsstest, wird wohl keine deutsche Schule sein

    Ich konnte bisher immer noch Unterricht halten, selbst wenn ich nicht mal einen Raum dafür hatte. Da war dann die Medienausstattung zweitrangig. Unpraktisch wird's immer dann, wenn man sich auf etwas verlässt. Z.B., dass man eine Tafel oder einen Computer zur Verfügung hat. Wenn man weiß, dass es derlei in der Regel nicht gibt, kann man entsprechend planen. Entsprechendes gilt für keine Bücher, keine Kopien etc.

    Letztlich kann man auch einen Lehrer(in) nicht mit einem normalen Arbeitgeber vergleichen.

    Der Vergleich mit Arbeitgebern wird zweifelsohne etwas assysmetrisch ausfallen. Aber auch der Vergleich mit anderen Arbeitnehmern ist durchaus möglich. Dabei wird man dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest.


    Wir arbeiten sehr frei

    Davon merke ich wenig. Es gibt reichlich Gesetze, Vorschriften und Anweisungen, was wir zu tun haben und wie.


    ich hoffe, dass die meisten ihren Job gewählt haben, weil ihnen die Arbeit Spaß macht.

    Ich hoffe, dass sie ihn gewählt haben in dem Anspruch ihn ordentlich und zielorientiert auszuüben.


    Nicht weil ich es müsste oder mein Unterricht besser wird. Sondern weil es mir Spaß macht einfach neue Sachen auszuprobieren.

    Hauptsache Spaß. Ist klar. Danke für die Ehrlichkeit.

    Ich habe keine andere Tafel, also wäre es schon schön, wenn ich es nutzen könnte.

    Verstehe ich. Du kannst das Dilemma melden und abwarten. Wenn der Schulträger in seiner Weisheit meint, dass du weder das eine noch das andere brauchst, würde ich mich icht als schlechter Untertan hervortun und doch eine Tafel benutzen wollen.

    Pragmatische Idee: Hingen da früher mal richtige Tafeln? Hat der Hausi die noch im Keller?

    [Smartboard im Keller]

    Das wäre aber schon sehr schade für die Schüler.

    Da wäre ich mir noch nicht mal sicher. Die (wenigen) Smartboards, die wir haben, werden vornehmlich als Leinwandersatz verwendet. Mit den unschönen Nebeneffekt, dass man in diesen Räumen die kleinsten Projektionsflächen hat. Ich finde sie auch als Tafelsubstitut recht klein. Auch wenn unsere Tafel flächenmäßig recht bescheiden daher kommen, sind sie doch größer als die Smartboards. Außerdem ist meine Handschrift unter Verwendung der digitalen Stifte schlechter. Die Haptik der Kreide macht doch einges aus.


    Kann man als Lehrer die Wartung und Reparatur nicht aus eigener Tasche zahlen?

    Das finde ich wenig konsequent. Die Lehrer können doch schon die Anschaffung der Smartboards zahlen und dabei gleich einen Wartungsvertrag abschließen. Sie müssten beim Schulträger dann nur noch den Strom für den Betrieb abrechnen. Die Gestattung, die Geräte in den Klassenräumen aufstellen zu dürfen, bleibt als besondere Förderung des Bildungswesens diesmal gebührenfrei.

    Ach und wie lange soll ich denn auf gewisse Sachen warten?

    Bis sie da sind.


    Angeschafft wurden die Smartboards übrigens mal in einer Medien-Schnellschuss-Aktion der Stadt Hamburg. Die Wartung und v.a. die Reparaturen werden nicht übernommen. Das hat zur Folge, dass ab sofort Reparaturen über 500 Euro nicht mehr gemacht werden. Auf lange Sicht heißt das, dass die Boards im Keller landen.

    Also, Schnapsidee. Kam mir gleich so vor. Es wäre völlig unsinnig, nich etwas in dieses tote Pferd zu investieren. Du brauchst kein neunen Vorhänge für ein Smartboard, von dem eh keiner erwartet, dass du es benutzt.


    Mein Tablet hab ich extra für die Schule gekauft, damit ich meine Unterrichtsplanung nicht mehr ausdrucken muss, sondern direkt per ObeNote digital hab, direkt Notizen im Verlauf machen kann. Schont die Umwelt und spart Zeit. Also kaufe ich mir praktisch mit meinem Gehalt eine Zeitersparnis.

    Ich rechne andersherum. Ich kann nur eine bestimmte Arbeitsleistung bringen und dafür nur bestimmte Zeit investieren. Wenn jemand der Ansicht ist, durch ein Tablet könne ich den Wirkungsgrad verbessern (davon bin ich übrigens noch nicht überzeugt), kann er mir gerne eine Tablet hinlegen, für die Wartung des Gerätes sorgen und mich in dessen Benutzung fortbilden. Im Gegenzug darf derjenige dann auch sagen, wie ich die ersparte Zeit (wenn es diese dann wirklich gibt) für etwas anderes sinnvoll einsetzen soll.

    Und was ich mit meinem verdienten Geld anstelle, geht dich mal gar nichts an.

    Nunja, du hast zumindest mal einen Teil deiner Ausgaben hier öffentlich gemacht. Darauf bezog ich mich. Wenn so etwas jemanden anderen nichts angingen, sollte man sich wohl etwas bedeckter halten.

    Schade, es sieht wohl so aus, als wenn ich meine 500-Euro-Bonus nicht bekomme.

    Ich kann bis zu 6 Stunden unterhängig bleiben, das heißt, ich muss diese dann im folgenden Schuljahr nacharbeiten (was auch nicht gerade toll wäre).

    So verstehe ich das nicht. Eine dann eben folgende Mehrarbeit von 6 Stunden ginge nicht ohne deine Zustimmung. Dazu müsstest du aber deinen SL davon überzeugen, dass sechs größer als zwei ist. : -) Daraus schließe ich weiter, dass man gar keinen Unterhang von 6 Stunden für's ganze Jahr anordnen kann. Die folgenden 6 Stunden Mehrarbeit wären gar nicht zumutbar.

    Derartige hohe Über- oder Unterschreitungen scheinen mir eher für kurze Zeiträume aprobat.

    Disclaimer: Diese Sichtweise entspringt einer vernunftbasierten Interpretation des Vorschriftentexten, nicht einer juristischen.

    Also unser "neuer" Chef hat gleich zu Beginn bei uns angefangen die Überstunden der Kollegen massiv abzubauen, auf das jeder unter +6 Stunden kommt, weil alles andere wohl verfallen könne. Das war zumindest seine Erklärung vor einigen Jahren.

    Kann stimmen, muss nicht. SL erzählen viel.

    Im vorliegenden Fall, ist ja es so, dass die Schulleitung ja irgendeine Idee haben muss, wie der Stundenunterhang abgebaut werden soll. In der Regel im gleichen Schuljahr. Könnte also bedeuten, dass man im zweiten Halbjahr mehr macht. Wie soll denn der Bedarf herkommen? Gehen die neuen Kollegen da schon in Rente? Bei einer (zu begründenden) Verscheibung ergibt sich die gleiche Problematik. Die neuen Kollegen werden bis dahin auch nicht verdunstet sein.

    Und überhaupt, können die dich dann ja nicht einfach sieben oder acht Stunden mehr machen lassen. Ab mehr als zwei Stunden ist ja schon wieder zustimmungspflichtig. Die Konstruktion kann dann wohl höchstens so aussehen, dass man ein Viertel Jahr sechs Stunden weniger macht, um dann in den nächsten drei Vierteln je zwei Stunden mehr zu machen.

    Mir sieht's so aus, als wenn dein SL gar keinen Plan hat, wie die Stunden verrechnet, der Unterhang abgearbeitet werden soll. Deshalb früge ich zunächst nach, schriftlich. Wenn keine Anzwort kommt, wäre das schon Anlass für eine Remonstration.

    Warum muss man sich eigentlich als SL so wenig schlau anstellen? Wenn es unsgesamt 3 Leute betrifft, kann man den Minderbedarf doch schön splitten. Warum macht nicht jeder von euch zwei Stunden weniger? Man kann die übrigen Stunden für Förderkurse nutzen, für Vertretungsreserven, AGen oder interne Fortbildungen.

    Der Oberwitz ist aber, dass man denen, die deine Stunden übernehmen sollen, das gar nicht zutraut, sondern sie mit deinem Material arbeiten sollen. Vielleicht sollte man deinem SL mal erklären, dass Unterrichtsvorbereitung durch Übernahme fremden Materials eben noch lange nicht sicher gestellt ist. Im Zweifelsfall ist das Material gar nicht so erstellt, dass man es einfach so weiter geben un durch dritte benutzen lassen kann. Gelle.

    Ich sähe da derzeit keinen Anlass, irgendetwas herauszugeben. So lange ich da keine Perspektive habe, wie mein Einsatz zukünftig geplant ist, könnte ich mit schon vorstellen, dass ich insgesamt etwas herumzicke.

    [geiziger Schulträger nimmt Lernchancen]

    Doch, du nimmst sie genauso.

    Mit der gleichen Logik, bin ich selbst schuld, dass mein Bruder sich erkältet, weil ich ihm meine Jacke nicht leihe. Und du bist für den Obdachlosen verantwortlich, dem du auf dem Heimweg begegnest. Er hat nämlich kein Dach über dem Kopf, weil du ihn nicht mit nach Hause nimmst.

    Das schlimme ist, dass die Naivität aus der solche Aussagen geboren werden, den Blick auf das verdeckt, das man da eigentlich beschreibt:

    Ein staatliches Bildungssystem, in dem die Bildungschancen davon abhängen, wie viel private Ressourcen jemand zu geben bereit ist, hat versagt. Es hat übrigens da schon versagt, wo die Chancen davon abhängen, was der kommunale Kämmerer in den Haushalt einzustellen bereit ist. Dieses grundsätzliche Versagen kann man übrigens durch Symptombekämpfung nicht reparieren. Schlimmer noch, die Verdeckungstaktik ist Mittäterschaft.

    immer nur sagen, die anderen hätten aber, ist zumindest in Deutschland schon mal deutlich schief gegangen.

    Ich schüttele den Kopf. Aber nicht nur über jemanden, der so einen Blödsinn erzählt, sondern auch über die, die meinen, es gäbe an sekundärem Antisemitismus durch Relativierung der Shoah noch etwas zu diskutieren. Irgendwo ist eine Stelle erreicht, ab der es stinkt, deshalb:

    * PLONK *

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