Mnachmal fragt man sich doch wirklich, wie bescheuert so ein Schulleiter sein kann, seine Leute so zu verheizen. 15 Prüfungen sind schon 'ne Menge. So etwas wird bei uns auf drei Tage verteilt, in denen wir dem Prüfer den Rücken freihalten. D.h. insbesondere kein Unterricht an den Prüfungetagen, anständige Pausen. Vorsitze und Protokolle werden auf mäglichts viele Leute aufgeteilt und der 15-fache Prüfer ist bei Vorsitzen und Protokollen natürlich 'raus. Der würde nicht mal für eine Vorbereitungsraumaufsicht eingesetzt.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei so etwas noch das Gespräch mit dem SL suchen würde, oder ob ich nicht lieber schriftlich remonstrierte. Eine Remonstration und eine Überlastungsanzeige schließen sich nicht aus. Beide haben etwas mit der Fürsorgepflicht zu tun.
Diese Protokolle an der anderen Schule sind schon 'ne merkwürdige Sache. Gibt es da keine Lehrer? Auf Ebene der Institutionen mag das eine Amtshilfe sein. Aus Sicht des Betroffenen könnte es aber eher eine Abordnung sein, die eines entsprechenden Formalismusses bedarf. Kläre das.
Was die Dienstreise anbetrifft, so gibt es keine Verpflichtung dafür ein privates Fahrzeug einzusetzen. Und wenn man mit dem Bus nicht rechtzeitig zur Prüfung da ist, ist man nicht rechtzeitig da.
Was den gelben Schein anbetrifft, so kommt der dann ins Spiel, wenn man tatsächlich nicht mehr kann. Das wäre aus der Schule womöglich der Worst-Case, wenn man da morgens ohne Prüfer dasteht, weil der unterm Stress zusammengebrochen ist. Ein halbwegs vernunftbegabter SL würde solche Situationen planerisch vermeiden wollen.
Dass das dann auch für die Prüfflinge stressig ist, muss man wohl nicht erwähnen. Und überhaupt habe die Anspruch auf eine ausgeschlafene und konzentrierte Prüfungskommission.