Beiträge von O. Meier

    "Abschiedsausflug" mit ihnen mache fiel mir auf, dass ich keine Ahnung habe ob es eine Klassenkasse gibt.

    Was soll das für ein Ausflug sein? Tagesprogramm? Dafür müsste man nicht großartig etwas ansparen. Für ein größeres Projekt sollen sich die Schüler/Eltern darum kümmern, das Geld beisammen zu haben, wenn man es braucht. Dafür musst du keine Ersatzbank gründen. Wozu braucht man sonst eine Klassenkasse? Mir fällt nichts ein, das dergestalt schulisch notwendig ist, dass man sich als Lehrer darum kümmern müsste.

    Die Frage, wozu man einen Abschiedsausflug bräuchte, stelle ich schon gar nicht.

    Mnachmal fragt man sich doch wirklich, wie bescheuert so ein Schulleiter sein kann, seine Leute so zu verheizen. 15 Prüfungen sind schon 'ne Menge. So etwas wird bei uns auf drei Tage verteilt, in denen wir dem Prüfer den Rücken freihalten. D.h. insbesondere kein Unterricht an den Prüfungetagen, anständige Pausen. Vorsitze und Protokolle werden auf mäglichts viele Leute aufgeteilt und der 15-fache Prüfer ist bei Vorsitzen und Protokollen natürlich 'raus. Der würde nicht mal für eine Vorbereitungsraumaufsicht eingesetzt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei so etwas noch das Gespräch mit dem SL suchen würde, oder ob ich nicht lieber schriftlich remonstrierte. Eine Remonstration und eine Überlastungsanzeige schließen sich nicht aus. Beide haben etwas mit der Fürsorgepflicht zu tun.

    Diese Protokolle an der anderen Schule sind schon 'ne merkwürdige Sache. Gibt es da keine Lehrer? Auf Ebene der Institutionen mag das eine Amtshilfe sein. Aus Sicht des Betroffenen könnte es aber eher eine Abordnung sein, die eines entsprechenden Formalismusses bedarf. Kläre das.

    Was die Dienstreise anbetrifft, so gibt es keine Verpflichtung dafür ein privates Fahrzeug einzusetzen. Und wenn man mit dem Bus nicht rechtzeitig zur Prüfung da ist, ist man nicht rechtzeitig da.

    Was den gelben Schein anbetrifft, so kommt der dann ins Spiel, wenn man tatsächlich nicht mehr kann. Das wäre aus der Schule womöglich der Worst-Case, wenn man da morgens ohne Prüfer dasteht, weil der unterm Stress zusammengebrochen ist. Ein halbwegs vernunftbegabter SL würde solche Situationen planerisch vermeiden wollen.

    Dass das dann auch für die Prüfflinge stressig ist, muss man wohl nicht erwähnen. Und überhaupt habe die Anspruch auf eine ausgeschlafene und konzentrierte Prüfungskommission.

    es wurde mir auf einen Schlag von der Schule auf mein Konto überwiesen.

    Äh, was? Was heipt denn "von der Schule"? Irgendjemand muss das ja angewisen haben. Und wie kommt der auf die Idee, dir Geld für eine schulische Veranstaltung auf dein privates Konto zu überweisen?


    Dann wäre vegan und nusslos

    Ebend. Das passt für alle. Aber Selbstverpflegung ist trotzdem das einfachste, weil der Lehrer sich nicht kümmern muss. Finde ich gut.


    kleinste gemeinsame Nenner

    Ahja. Das wäre dann ein Vielfaches der Wünsche, kein gemeinsamer Teil. Diese Metapher habe ich nich nie verstanden.

    Tätigkeitsbereiche unterscheiden und nicht vergleichbar sind)

    Wenn man die "Tätigkeitsbereiche" gar nicht vergleichen kann, woher weiß man dann, dass sie sich voneinader unterscheiden?

    In der Sache: Erzieherinnen nehme eine wichtige Aufgabe im Bildungssystem wahr, vielleicht sogar die wichtigste, weil sie als erstes Kontakt zu den jungen Menschen haben. Und sie sollen am wenigsten verdienen?

    Die Frage ist nur, was die Alternative ist?

    Alternative wozu? Ich bin nicht der Ansicht, dass Tabletts oder Smartphones im Unterrichtb einen sittlichen Nährwert haben. Hier mal was recherchieren, das mal eine Animation laufen lassen etc. rechtfertigt keinerlei Aufwand. So'n richtiges Konzept zur "Digitalisierung" der Schulen ist mir noch nicht unter gekommen.

    Apple?

    Wenn die etwas Lauffähiges anbieten. Von mir aus kann's auch ein anderer Hersteller sein. Funktionieren soll's halt. Mit unseren iPad-Koffern scheinen die Kollegen zufrieden zu sein. Genaueres kann ich nicht sagen, ich haben sie noch nicht verwendet. Nachfragen habe ich auch noch keine gestellt.

    Das Land kann von mir aus auch jemanden mit der Entwicklung einer Lösung beauftragen. Allerdings sollte es eine Fachfirma sein und man sollte bereit sein Geld auszugeben und genügend Zeit einplanen. Wenn die ausschreibenden zumindest wüssten, dass es das Teufelsquadrat gibt, wäre man ein Stück weiter.

    Ob man damit dann didaktisch weiter kommt als mit einer fertigen Lösung eines Markenherstellers, lasse ich mal dahingestellt.

    Ein Jahr Berufserfahrung dürfte für OBAS nicht reichen. Ich meine, zwei Jahre sei die Voraussetzung. Und "kam in meinem Studium vor" reicht auch damit ein Fach anerkannt wird. Da geht es dann nach Studienumfang in Form von Credit Points. Danach werden dir maximal zwei Fächer anerkannt.

    Ich meine, Maschinentechnik sei nach wie Mangelfach und Fahrzeugtechnik auch. Das ist aber nur Hörensagen.

    Und so kann das auch nichts werden. Ihr dürft nicht vorschlagen

    Natürlich wird's nichts. Dass jemand etwas wie die Bandbreite des Internetzugangs vorschlagen soll, ist schon absurd. Da beraten sich also Schulen gegenseitig. Die Fachkompetenz der Berater besteht dabei darin, dass die schon Internet haben. Da ist man also auf dem Niveau, dass ich der eine Stammtischkollege den anderen zwischen Rekapitulation des Freitagsspiels und einem anstößigen Witz nach einem Tipp für den Computre fragt.

    Nee, so kann das nichts werden, egal, was die Einäugigen den Blinden raten.

    wieso sich nicht irgendeine von den Kultusministern beauftragte Firma hinsetzt und ein Androidgerät designt, das technisch für Schularbeiten ausreicht.

    Oh, no, please not. Öffentlich beuaftragte IT-Projekte gehen in aller Regel schief. Den Auftrag kriegt der niedrigspreisigste Anbieter, also der, der am schlechtechtsten kalkuliert. Dann ist nach ein paar Jahren erstmal gar nichts fertig und alle kucken doof.

    Gesundheitskarte. Besonderes elektronisches Anwaltspostfach. Logineo.

    Technisch und gestalterisch bin ich zum Glück ganz fit

    Ich kann nicht beurteilen, wie "fit" du tatsächlich bist. Oft ist es aber leider so, dass man selbst gar nicht weiß, dass nicht effizient mit bestimmte Programmen arbeitet, weil man gar nicht weiß, welches der beste Weg ist.

    Generell würde ich noch empfehlen, die Kenntnisse um Umgang mit Soft- und Hardware zu verbessern. Lerne jetzt die Möglichkeiten des Office-Programms zum Setzen und Gestalten von Texten (z.B. für Arbeitsblätter).

    Grundsätzlich sollte man zunächts mal genügend Programme kennen, um überhaupt einen Pool zur Auswhl zu hben. Viele Leute kennen nur wenige Programme, meist nur eines je Kategorie. Mit dem versuchen sie dann möglichst effizient zu arbeiten. Allerdings wird es halt nie effizient, mit dem Mikroskop Nägel einzuschlagen.

    Sollten Farbfolien tatsächlich nötig sein, druckt so ein Tintendrucker diese auch viel besser als ein Laserdrucker

    Das Lichtspektrum eines Polylux kann in aller Regel die Farben auf den Laserfolien nicht richtig darstellen. Wenn' wirklich bunt sein soll, ist eine Tintefolie besser. Aber auch da bitte erst mal checken, was die Schule hat.

    Ich finde, ein Laptop macht absolut Sinn. Gerade im Ref hat man zwischendrin viele Freistunden, muss auf Seminare warten usw usf. Wenn man da irgendwann mal fertig sein will, muss man die Zeit zwischendrin nutzen.

    Dazu würde ich tatsächlich erstmal checken, was die Schule zu bieten hat. Ich muss doch keinen Computer mitschleppen, wenn in der Schule welche stehen. Das gilt übrigens auch für die übrige Ausrüstung.

    Ich verstehe durchaus, dass man auch technisch gut vorbereitet ins Referendariat gehen will. Immerhin schließt das mit einer Note ab, die über den Berufseinstieg entscheidet.

    Trotzdem sollte man sich nicht direkt auf "Ich kaufe das alles privat" einlassen. Als Reffi kann man ja ruhig mal was fragen, z.B., warum es denn Gerät xy nicht gibt, wenn man das doch täglich braucht.

    Wenn man denn in einem Sch***laden gelandet ist, in dem es aus Prinzip nichts gibt, kann man immer noch etwas anschaffen.

    Mit einer 10MBit-Leitung würde das Netz schon zusammenbrechen, wenn auch nur ein einziger Nutzer ein 4K-Video aufruft...

    10M dürfte in der Tat etwas knapp sein für eine große Schule. Aber wie dem auch sei, 4K-Videos braucht man ja nun so dringend wie ein drittes Nasenloch. Die Schule möchte ich sehen, die einen Beamer und eine Projektionsfläche hat, auf der man das adäquat darstellen kann.

    Abgesehen davon, ist der Trend, Filme in immer größeren Datenmengen zu verstecken, eh Unsinn.

    jedem Schüler das Werkzeug zu nutzen, mit er gut klar kommt.

    Das wäre dann mal noch zu klären. Dass ein Schüler den ganzen Tag hospitalistisch auf seinen Smartphone herumdrückt, heißt ja noch nicht, dass er damit auch klar klommt.

    Im Übrigen ist das eine Situation, die der Schüler im Berufsleben eher nicht begegnen wird. Da gibt es meist recht klare Vorgaben bezüglich der zu benutzenden Werkzeuge.

    Jo, darüber kann man diskutieren. Kann man aber auch bleiben lassen. Letztendlich ist die "Digitalisierung" ein politisches Buzzword. Die davon sabbeln, meinen halt, es klänge gut. Was das aber mit Schule zu tun hat, wie die Digitalisierung in der Schule laufen soll etc, haben die sich noch nicht überlegt.

    Für Frau Gebauer scheint es irgendwie mit der Nutzung irgendwelcher Geräte verbunden zu sein. So schließt sie dann also messerscharf, dass man auch Geräte in der Schule benötigt. Beim Kantinenschnack mit dem Finanzminister hat der ihr aber klar gemacht, dass es für Schule kein Geld gibt. Als nächstes kommt die sonst noch auf die Idee, genug Personal oder funktionierende Toiletten bezahlen zu wollen. NRW ist ja ein Bildungsstandort, kein Bildungsinvestitionsstandort.

    Und wenn dann irgendwann Geräte angeschafft werden, endet es wie immer. Die Hardware-Kosten werden kalkuliert, die Wartungskosten fallen unter den Tisch und über Fortbildung für die Kollegen denkt man schon gar nicht nach.

    Bis dahin dürfen wir uns damit beschäftigen, den Hardware-Zoo, den die Schüler anschleppen, zu bändigen. Da habe ich weder Lust noch Zeit zu. Ich bringe den Schülern lieber was bei.

    Vieilleicht kann einer der Kollegen aus NRW diese Fragen an die Frau Ministerin weiterleiten, dann sind wir alle schlauer.

    Vom Fragen wohl kaum. Oder rechnest du mit einer Antwort, die ihren Namen verdient?

    Oder lautet die Devise (wie immer): Wir versuchens einfach einmal. Und wenn's nicht klappt, sind wie immer die Lehrer schuld. Dann sind diese zu faul / zu dumm / zu technikfeindlich oder was auch immer.

    Ja, bin ich alles gerne, wenn man mir am Ende dann wieder erlaubt, die Schüler zu unterrichten.

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