Ich denke nicht, dass du darüber entscheidest, wer nachschreibt
Aber eben doch.
Es ist ein entschuldigtes Fehlen, da es von der Schulleitung bewilligt wurde.
Und die Schulleitung hat auch brav vorher alle Aspekte abgewogen.
Da würdest du mit mir sowohl als Kollege als auch als Elternteil Probleme bekommen, da ich das nicht hinnehmen würde.
Welcherlei sollten denn diese "Probleme" sein?
Klar, jetzt kannst du natürlich argumentieren, dass du nicht nachschreiben lassen musst und stattdessen eben die mündliche Prüfung durchführst. Da kann ich dann nicht mehr viel machen, außer meinen Unmut äußern.
Unmut worüber? Eben war der versagte Prüfungsversuch noch eine Todsünde, jetzt sind wir unmütig darüber, dass es doch einen gibt? Wie denn nun?
Ganz offensichtlich ist es für alle Seiten einfacher, wenn der Schüler am regulären Termin an der Klausur teilnimmt. Über alles, was hinterher kommt, kann man sich vorher Gedanken machen.
Es geht übrigens nicht darum, Schülern auch mal etwas außer der Reihe zu ermöglichen, wenn es tatsächlich eine Bedeutug hat. Anlass dieses Threads war wohl eher die Häufung mit denen der Unterrichtsexodus heutzutage auftritt. Wenn jemand meint, dies und das sei furchtbar wichtig, soll er das machen. Wenn er anderen damit Ärger, Arbeit oder Unannehmlichkeiten macht, muss er auch mit Gegenwind rechnen. Der Scheuklappenblick, der einem vermittelt, das eigene Projekt rette die Welt/das Abendland/den Bildungsstandort, ist nicht professionell.