Geht es denn um Perfektion? Oder arbeiten wir nicht lieber nach dem 20-80-Prinzip?
(und den Schülern) schlichtweg egal ist
Das ist in dieser Allgemeinheit eine steile These. Sicherlich erlebe ich auch, dass ein Großteil der Schüler nicht bewusst wahrnimmt, ob eine Arbeitsblatt minimal gestaltet wurde oder nur eine lieblose Bleiwüste ist. Und für die diejenigen, die das Blatt zwischen Bäckertüte und Schminkuntesilien knüllen in den Sack, den sie für ihre Schultasche halten, um nach drei Wochen festzustellen, dass sie genau das Blatt nie bekommen hätten, muss man sich sicherlich keine Mühe geben.
Aber es gibt auch eben die, die sich für die Inhalte auf dem Blatt interesssieren. Denen sollte man es denn schon ermöglichen, sich mit diesen zu beschäftigen. Da hilft dann anständiger Schriftsatz ungemein, auch wenn die Schüler nicht fachlich beurteilen können, was sie da sehen.
Mit dem, was wir ihnen vorlegen, prägen wir auch die Lesegewohnheiten unserer Schüler. Damit sehe ich uns in ähnlicher Verantwortung wie bei der Rechtschreibung. Die geht zwar der Generation W auch am Gesäß vorbei, trotzdem kommen wir da nicht aus unserer Vorbildrolle raus. Der Hinweis, dass sich Fehler, die wir begehen, dann in den Bewerbungen der Schüler wiederfinden, wurde schon gegeben.
Das ist doch nur ein Anspruch, den man an sich selbst hat.
Nein, man sollte einen Anspruch an die Sache haben (s.o.). Ich habe nie verstanden, wie man mit niedrigen Ansprüchen an sich selbst angemessene Ansprüche an die Schüler vertreten kann.
Mal abgesehen davon, dass das Gefusche und Gehusche nicht unbedingt schneller geht. Im Gegenteil, wenn man sauber und systematisch arbeitet, womöglich unter Zuhilfename von Vorlagen und Paketen, die man dauerhaft verwendet, kann man erheblich Zeit sparen gegenüber dem Versuch, dass mal eben so schnell zu machen. Im übrigen unabhängig vom verwemdeten Programm.
aber im Schulalltag finde ich Latex einfach unpraktisch. Wenn ich schnell ein Arbeitsblatt erstellen möchte, kann ich das in Word praktischer.
Meine Erfahrung ist da eine andere. Aber ist ist wie gesagt Geschmack, Gewohnheit und Erfahrung.
Im Endeffekt gebe ich dir recht
Äh, nein, den Endeffekt hast du anders beschrieben:
Für den Schulalltag ist es mir aber wie gesagt, egal.
Da musst du mit leben.