Beiträge von O. Meier

    Die Idee, den mathematischen Formelsatz quasi "programmieren" zu müssen

    Auch mit Anführunsgzeichen trifft es der Begriff programmieren nicht. Wenn man nicht gerade Makros schreibt, beschreibt man ja keine Abläufe, sondern etwas Statisches.

    Also ich finde sowas wie $x \leq \dfrac{\sqrt{x^2}}{2}$ ehrlich gesagt schon kryptisch...

    Diese Formel ist ja nun recht kurz. Da is' nun nix Schlimmes dran.

    aber dass ich sowas runterlesen könnte wie Prosatext

    Selbst, wenn man das nicht kann, so kann man doch sowohl die Struktur als auch die einzelnen Tokens klar identifizieren. Ich sehe da nichts geheimnisvolles. Schon interessant, wie unterschiedlich der Blick auf so etwas sein kann.

    Das du bei LaTeX i.d.R. nicht *sehen* kannst was du machst ist mir auch klar. Daher schrieb ich auch: kein WYSIWYG.

    sondern Word mit MathType - ich "designe" meine Aufgaben live am Formeleditor, Vorarbeit mit Papier und Bleistift ist komplett weggefallen.


    So unterschiedlich können Arbeitsweisen sein. Das "fehlende" WYSIWIG hat mir in LaTeX immer geholfen strukturiert und systematisch zu arbeiten. Insbesondere bei mathematischen Formeln ergibt sich aus der Struktur der Formel die Struktur des Quellcodes dafür. Beim Tippen muss ich mich nicht darum kümmern, wie das nachher aussehen wird. Da verlasse ich mich dann auf die Software.

    Ich habe mal, auf Bitten der Kollegen, einen Klausurentwurf in Word mit Formeleditor getippt. Das ständige 'Rumgeklicke, um hier etwas höher und da etwas tiefer zu stellen etc,. hat mich grandios genervt. Es dauerte furchtbar lange und ich war mit den Gedanken nicht mehr so sehr bei der Struktur und dem Inhalt dessen, was ich da schreibe, sondern war nur noch dran, wie jetzt das Zeichen an die Stelle kommt. Nee, das hat mich nicht überzeugt.

    Hier einen Koeffizienten ändern, dort das Vorzeichen, usw. Dazu muss ich sehen, was ich tue

    Ich muss nicht sehen, was ich schreibe, ich muss wissen, was ich schreibe. Ist wohl ein anderer Zugang.


    ohne kryptische Syntax

    Was soll denn daran kryptisch sein?

    LaTeX ist nicht zum Zeichnen gedacht.

    Das war wohl mal richtig. Mittlerweile gibt es aber reichlich Pakete, um in LaTeX auch zeichnen zu können. Gerade das, was ich in der Mathematik brauche, geht damit ausgezeichnet. Außerdem muss ich mir keinen Kopp machen, ob ich das Bid dann auch vernünftig eingebunden und positioniert kriege. Und die Fonts in der Zeichnung und im Text sehen gleich aus.

    wenn alle Word oder LibreOffice haben müssen und dann geschätzt noch nicht einmal 0,001% der Funktionen nutzen; aber mit diesen geringen Bruchteil Probleme haben und überfordert sind.

    Jope. Ich benutze selten OpenOffice und MS-Word äußerst selten. Trotzdem komme ich damit besser klar, als fast alle, die täglich damit "arbeiten". In aller Regel haben die Kollegen gar nicht verstanden, wie das Programm funktioniert. Die hantieren eigentlich immer noch wie auf einer Schreibmaschine. Grandios. Ich kann mich nach wie vor darüber amüsieren, wie jemand mit Leerzeichen-Orgien versucht das Datum enes Briefes "da nach rechts" zu bekommen, oder die Seitenzahl mittig.

    Solche Kollegen dürften wohl i.d.R. zu etwas wie LaTeX noch weniger Zugang haben.

    Nun, sie wären zumindest gezwungen, sich zu Beginn der Arbeit damit auseinanderzusetzen, wie das Programm funktioniert. Einfach tippen und wild klicken, bringt nämlich nichts. Sie würden dann entsprechend systematisch arbeiten und langfristig Zeit sparen. Allerdings könnte die Bereitschaft, das, was man tut, auch zu verstehen, beschränkt sein.

    Wir kommen etwas ab: Ich weiß nicht, ob man den Umstieg auf LaTeX empfehlen sollte, um Chemie-Sachen zeichnen zu können. Wenn man aber eh in LaTeX arbeitet, kriegt man kein Problem, wenn man auch mal was chemisches schreiben muss.

    Ich bin kein Chemiker.

    Ich auch nicht. Insofern. Ich bin halt auch über die Mathematik zu LaTeX gekommen. Als ich dann mal elektrotechnischen Kram brauchte, habe ich das auch in LaTeX (mit PSTricks) gemacht. Auch da gibt es sicher spezialisierte Lösungen. Ich wollte aber nicht für jedes Fach oder für jedes Arbeitsblatt noch ein anderes Programm verwenden.

    Außerdem habe ist's so einfach, in den Beschriftungen der Zeichnungen die gleichen Fonts wie im Text zu verwenden. So habe ich dann ein Programm für alles, bei dem ich mich zwar in ein neues Paket einarbeiten muss, nicht aber in eine vollständig andere Idee der Benutzung. Und damit geht dann auch Chemie.

    da sind auch einige Freikirchler usw. dabei

    Ja, dann gerade. Wenn sie zu Hause so etwas nicht zu lesen bekommen, muss die Schule das entsprechend ausgleichen. Bildungsauftrag?

    Vielleicht hab ich gleich noch Zeit, das zu recherchieren: Ich meine es gabe mal eine Auseinandersetzung, weil Eltern ihr KInd aus religiösen Gründen nicht mit ins Kino zu Krabat lassen wollten. Dunkel ist meine Erinnerung, aber ich meine, das ist sogar vor Gericht gegangen und wurde gegen die Eltern entschieden.

    K = Krank --> Attest liegt vor, Stunde Entschuldigt, Klausur darf nachgeschrieben werden.

    Da würde ich dann eher "A" für "Attest" schreiben. Ist aber vielleicht zu schlicht gedacht. Ich würde dann auch "A" eintragen, wenn z.B. jemand bei einer Klausur nicht teilnehmen konnte, weil er z.B. als Zeuge vor Gericht aussagen musste. Für's Nachschreiben wären das wohl gleichertige Fälle, oder?

    Na bei den Kids unterscheiden wir zumindest nach krank oder aus anderen Gründen entschuldigt.

    Wozu soll diese Unterscheidung gut sein?

    Also 6 Wochen Psychiatrie wäre z.B. 30 Tage "entschuldigt" aber nicht "krank".

    Weil das ja nur "psycho" ist, aber nicht richtig krank?

    Ich verstehe nicht, warum erst zwischen Krankheit und anderen Entschuldigungsgründen unterscheiden will, und dann aber einen Klinikaufenthalt nicht mit einer Krankheit in Verbindung wissen möchte. Kompliziert und ungenau.

    Ich versuche es nicht persönlich zu nehmen und wahrscheinlich muss ich mir ein dickeres Fell zulegen (Tipps sind sehr willkommen).

    Erste Maßnahme: du reagierst mal gar nicht auf die unverschämte E-Mail. Soll dein Chef zusehen, wo er bleibt.

    2. Wenn dein KInd wieder gesund ist und du die Mail in Ruhe lesen kannst, leitest du sie na den zuständigen Gleichstellungsbeauftragten weiter. Wenn dein Chef schon so lieb ist, seine Unverschämtheit nachweisbar zu dokumnetieren, soll das nicht unbelohnt bleiben.

    Drittens: Wenn dich dein SL mal fragt, ob du nicht dies oder jenes übernehmen/machen/sonstwas könnest und du vielleicht keine Lust hast, fragst du, ob es den niemanden gebe, der gerade ein krankes Kind zu Hause habe. Der mache das doch gewiss gerne, statt sich zu ums Kind zu kümmern. Am besten mit etwas zeitlichem Abstand, damit er merkt, dass du da nachtragend bist.

    Nicht so richtig ein Vorschlag zur Mediation, sondern einfach mal zurückkotzen, wenn einen etwas ankotzt.

    Fehlgrund (Vertretungsgrund) des Lehrers drinstehen darf.

    Das ist ja das Klassenbuch, nicht das Lehrerbuch. Da stehen Informationen zur Klasse drin. Für die ist es nur interessanr, ob der Unterricht stattgefunden hat, nicht,warum vielleicht nicht.

    Wer soll die Informationen denn da eintragen? Das aknn doch nur jemand, der sie hat. Das kann aber nur jemand sein, der dienstlich mit Personalangelegenheiten betraut ist. Der weiß hoffentlich, wie mit solchen Daten zu verfahren ist. Sollte jemand mit derlei Daten über mich oder über Nicht-Schulangehörige, die womöglich mit mit verwandt sind, unsensibel behandeln, wäre aber was los. Personalrat, Datenschutzbeauftragter, Dienstaufsichtsbeschwerde - mindestens.

    Was sagt denn dein SL, warum er das "will? Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, ist, das Geläsetr "Kuck mal, das ist schon wieder das Kind krank" anzuheizen.

    Diese Aufgabe kommt nicht dazu, sondern sie ist generell deine Aufgabe, entfällt nur manchmal. Das ist ein bedeutender Unterschied.

    Nein. Die Formulierung "können verpflichtet werden" besagt etwas anderes. Weiters findet sich diese zusätzliche Aufgabe nicht in der Auflistung der Lehreraufgaben in §57 des Schulgesetzes. Auch die Realität spricht dagegen, sonst hätten die Kollegen, die keine Referendare betreuen, ja irgendwelchen Leerlauf.

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