Beiträge von O. Meier

    Sich mit PR und SL zusammenzusetzen und das auszudiskutieren, bevor man Wochenendflüge in die Litanei bucht

    Da wird der SL sich bedanken, wenn jeder der am WE mal wegfahren will, vorher nachfragt. An der Schule des TE gibt es ganz offensichtlich keine Regelung, wie lange man sich Freitag bereit halten soll. Insofern muss auch niemand meckern, wenn man sich seine Freizeit verplant.

    Was mich mal noch interessierte, wäre, worum es bei der hochwichtigen Sondersitzung denn ging.

    Machen wir uns doch nichts vor: Die meisten Lehrer haben bestenfalls rudimentäre Kenntnisse vom Dienstrecht. Das ist bei Schulleitern häufig leider nicht viel besser.

    Aber die entsprechende Besoldungsgruppe greift er ab. Pfft. Wenn ein junger Kollege mit so einer Frage kommt, weil er seine berechtigten Interessen mit den dienstlichen Belangen unter Hut bringen möchte, hat er einen Anspruch auf eine anständige Antwort. Dass Schulleiter generell Stümper seien, ist eine schwache Ausrede.

    Allerdings hätte ich "Wird nicht gerne gesehen." so interpretiert, dass es keine Verpflichtung auf den Verzicht des geplanten Trips gibt.

    anstatt dich für eine Verbesserung zu engagieren.

    Wenn ich etwas finde, dessen Verbesserung sich lohnte, engagierte ich mich druchaus dafür. Nur ist mir so ein Kram wie "Wir brauchen Laptops." reichlich wurscht. Für das meiste ist mir tatsächlich meine Zeit zu schade, und meine Gesundheit.

    Wenn es aber um die Rechtsauslegung geht, gehst du lieber direkt in die Offensive, remonstrierst und ziehst vor Gericht

    Nein, das tu ich nicht. Ich erklärte jedenfalls, dass ich es im Zweifelsfall täte. Den konkreten Anlass hatte ich nicht. Ich habe aber doch schon erklärt, dass ich bereit bin mich für mein Wohlergehen und (soweit möglich) auch das der Kollegen und Schüler zu engagieren. Gesundheit un Lebensqualität halte ich für engagementwürdig. Technische Ausstattung nicht. Möchtest du andeuten, dass deine Gewichtung besser ist als meine?


    als erstmal die Kommunikation mit der Schulleitung zu suchen

    Wie ich bereits schrieb, kommuniziere ich viel mit der Schulleitung. Und das meiste kriegen wir auch geklärt. Und wenn er mir blödsinnige Antworten gibt, weise ich ihn entsprechend zurecht.

    Prioritätensetzung

    Ja, ich habe meine Prioritäten gesetzt.


    Ich persönlich rede lieber 20 Minuten

    Zu lang. Ich habe noch nie länger als 5 Minuten gebraucht, um meinen Standpunkt klar zu machen.

    Ich erkläre es gerne nochmal: Mein Standpunkt ist der, dass man sich nicht jeden Freitag pauschal zur Verfügung halten muss. Man muss aber die Rechtsgrundlagen kennen und wissen, welche Rechte man hat und welche nicht.

    Ach, auf einmal? Eben war noch "Ich frage schon gar nicht, was ich darf.". Nein, Valerianus, mit nicht-linear war nicht inkonsistent gemeint, auch wenn sich die Haltung letztendlich als genau das herausstellt. So sad.

    Und wenn (WENN!) es denn so ist, dass im jeweiligen Bundesland der Freitag ein normaler Arbeitstag ist, bei dem innerhalb normaler Dienstzeiten auch Termine gesetzt werden können

    Dann wären zunächst mal die Fragen offen, welche Regelung das für Ba-Wü (und mich interessierte noch NRW) sein könnte und was in Sinne dieser ein "normaler Arbeitstag" sein soll. Aber auch diese Regelung müsste sich wappnen, einer gerichtlichen Prüfung standhalten zu können.

    auf deren Basis man ins Gespräch mit der Schulleitung gehen muss, um eine einvernehmliche Lösung zu finden

    Dieses Gespräch hat der TE gesucht und eine völlig nutzlose Antwort erhalten.

    eine Frage der Kommunikation.

    S. o.

    Ich sehe das wie Krabappel. Diese nicht-lineare Haltung zum Rechtsstaat (und hier im Speziellen der Konferenzordnung) solltest du nochmal überdenken.

    Habe ich. Ich bin zum Schluss gekommen, dass über die Rechtslage am besten die entscheiden, die sich mit so etwas auskennen. Ob die Konferenzordnung bzw. die jeweilige schulleiterliche Interpretation tatsächlich alles andere aushebelt, entscheidet gegebenenfalls ein zuständiges Gericht. Das ist die Rechtswegegarantie. Die ist so was von linear, da wird jede Gerade neidisch.

    "Steht in der Verordnung, musste machen." hingegen zeugt von einem recht groben Verständnis des Rechtsstaats.

    bzw. normalerweise eine Frist von einer Woche reicht, dann hast du eben teilzunehmen.

    Wenn das so klar wäre, hätte der SL das auch so erklären können. Statt dessen hat er ein wenig mit "wird nicht gerne gesehen" 'rumgedruckst. Ich glaube nicht, dass in er vorliegenden Situation ein SL es auf seine Kappe nehmen würde, wenn der jemand sein Ticket verfallen lassen muss bzw. Storno-Kosten am Hacken hat. Ich läße es gegebenenfalls auf eine Remonstration und auch auf eine gerichtliche Prüfung ankommen, wenn der SL mich tatsächlich anwiese, auf die geplante Reise zu verzichten.

    Allerdings ist jetzt immer noch unklar, ab wann der TE denn jetzt sein Wochenende wie ein freier Bürger planen darf, bis wann also die virtuelle Dienstpflicht nach "Ist halt so"-Regelung dauern soll.

    Habt ihr die vorher privat bezahlt

    Ist manchen zuzutrauen.

    Das mit den PKW-Fahrtkosten ist so 'ne Sache mit Haken und Ösen. Zunächst mal sind grundsätzlich "regelmäßig verkehrende Verkehrsmittel" einzusetzen, also Öffies. Dafür, meinen Privat-PKW dem Dienstherren zu schlechten Bedingungen zur Verfügung zu stellen, brauche ich einen Extra-Grund.

    Dann sitzen da bei der Bezirksregierung Experten, die im Routenplaner die Kilometer nachrechnen. Die erstatten dir dann immer den kürzesten Weg, auch wenn der ungeeignet ist. Es ist egal, ob's über die Autobahn schneller geht, wenn das Gekurke über die Dörfer kürzer ist, ziehen sie dir entsprechend was ab.

    Eine Kollege hatte mal eien Diskussion mit denen bzgl. eine Umweges, den er wegen einer Straßensperrung fahren musste.

    Außerdem geht der Dienstherr in seiner Weisheit davon aus, dass mit der km-Pauschale auch anteilig die Vollkasko-versicherung abgegolten ist. Insofern halten sie sich vornehm zurück, wenn es auf einer Dienstfahrt mal zu einen Umfall kommt, der ist dann kostenmäßig wieder dein privates Problem.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gibt es da nur die Regelung, daß man eine Klausur zurückgegeben haben muß, bevor die nächste Klausur geschrieben wird.

    Was die nrw-ischen BKs anbetrifft, findet sich jenen Regelung nur in Anlage D, sonst nicht. Schon interessant, dass eine solche Selbstverständlichkeit nicht flächendeckend gilt.

    Für die Sek I gibt es wohl eine Drei-Wochen-Regel, von den übrigen Schulformen habe ich keine Ahnung.

    Ist gar nicht so aufwendig, wie es klingt.

    Aber immer noch aufwändiger, als einfach mal in Ruhe 'ne Tasse Kaffee mit den Kollegen zu trinken.

    Ich frage im Regelfall gar nicht lange nach, was ich darf und was nicht.

    Aha. Soll mir recht sein, wenn du mit dieser etwas nicht-linearen Haltung zum Rechtsstaat hinkommst. Ich hingegen sehe nicht ein, für so etwas Ärger zu riskieren? Selbst wenn es keine dienstrechtlichen Folgen hat, habe ich scho keine Lust auf mögliche Diskussionen.

    Das ist auch die einzig richtige Einstellung.

    Nö, glaube ich nicht. Die Implikation, dass alle diejenigen, die sich über die rechtlichen Grundlagen ihres Handelns informieren, eine "falsche" Einstellung hätten, möchte ich doch zurückweisen.

    Und es ist nun auch nicht immer so, dass das am bösen Willen der SL liegt, eher im Gegenteil. Deswegen ist es gut möglich, dass da gar nichts besprochen worden ist.

    Das ist die schlechteste aller Möglichkeiten. Aber fällt wohl jeder Mal 'rein. Letztendlich gibt es keine Maßzahlen, so dass man verhandeln muss. Laut Erlasslage

    Zitat von Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 Schulgesetz (VO zu § 93 Abs. 2 SchulG)

    Über Grundsätze für die Verteilungder Anrechnungsstunden entscheidet die Lehrerkonferenz auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters. Die Verteilung der Anrechnungsstunden im Einzelnen obliegt der Schulleiterin oder demSchulleiter

    ist der Schulleiter dein Ansprechpartner. Bei uns wird die Lehrerkonferenz durch einen Ausschuss vertreten, der mit dem SL verhandelt. Das ist deutlich angenehmer, als wenn jeder Einzelne zum SL rennt und was haben möchte. Allerdings kann der SL nzr verteilen, was er hat. Und wenn er bei anderen im Wort steht, wird's eng.

    Als ich noch in unserem Ausschuss saß, war im bei so Punkten wir Öffentlichkeitsarbeit immer knauserig, weil ich das nicht für so wichtig halte. Der SL sah das anders, wir wurden uns aber immer einig.

    PS: Erlass https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Sch…nungen/93_2.pdf

    Von mir aus" geht anders

    Von mir aus sage ich gern, so lange sie meine Kreise nicht stören. Wenn ich aber 5 Minuten brauche, um den Beameranschluss wieder herzustellen, weil jemand in seiner unendlichen Weisheit erstmal alles 'rausgerissen hat, was einen Stecker hat, stehen die mir aktiv in der Sonne.

    Ich breche auch nicht dem Kollegen den Bleistift ab, weil ich gerne mit einem schreibe.

    dann gibts bei dem entsprechenden Schüler eben keinen Praktikumsbesuch. so what?

    Geht nicht. In aller Regel handelt es sich um bei den Besuchen nicht um reine Lebendkontrollen, sondern die Schüler erbringen zu benotende Leistungen. Der Besuch muss also durchgeführt werden. Daran denken die Kollegen, die exotische Praktikumsorte genehmigen nicht immer. Meist fahren sie dann aber selbst.

    Das Problem sind die Praktikumsorte, die nach Luftlinie gar nicht so weit weg erscheinen, aber eben doch keine Buslinie o. ä. haben. Da ist dann das Erstaunen groß, wenn ich ablehnen muss.

    Dann lass Deine schlechte Laune doch einfach mal stecken. Oder nörgelst Du am Ende doch nur aus Prinzip gerne rum?

    Ich nörgele überhaupt nicht. Ihre Kommetare in diese Richtung können Sie sich sparen. Sie haben mr nicht vorzuschreiben, welche Laune ich zu haben habe.

    Was geht's Dich dann an? Musst Du irgendwie deren Probleme lösen? Nein?

    Doch. Zumindest fragen sie bei mir, weil ich mich ja (vermeintlich) auskenne. Es lenkt nun mal ab, wenn jemand hektisch, weil er in fünf Minuten seinen Prüfungsentwurf abgeben muss, seinen Zeilennummer, die er mit Hilfe einer Tabelle an den Text zu fuddeln versucht hat und die sich dann verschoben haben, "irgendwie" repariert haben will. Auch wenn ich mit "keine Zeit" antworte, bin ich in meiner Arbeit erstmal unterbrochen. Und ähnlicher Driss. By the way: ich helfe den Kollegen gerne, wenn ich es kann. Aber ich halte auch nicht damit zurück, ihnen zu erklären, dass sie mit Schwung in die Sackgasse unterwegs sind.

    Und was die Beamer-Anschließerei anbetrifft, hat nachher irgendeiner das Problem, den Leitungssalat wieder zu sortieren, damit er den Computer nutzen kann.

    Von mir aus sollen die digital, analog oder feinstofflich arbeiten. Von einem studierten Menschen kann ich aber erwarten, dass er sich mit seinen Werkzeugen auseinandersetzt. Tun sie [sorry, Verallgemeinerung] aber nicht. Sie wurschteln den lieben langen Tag 'rum und verpusten wertvolle Zeit. Sie haben halt keine Zeit die Axt zu schärfen, sie müssen noch so viele Böume fällen. Mittelbar geht mich das schon etwas an.

    Dass man, um so zu arbeiten, auch noch privates Geld ausgibt, ist mir wirklich nicht verständlich.

    O. Meier Vielleicht sind auch nur Deine individuellen Bedingungen an Deiner Schule sehr schlecht. Mir scheint fast so.

    Nö, glaube ich gar nicht. Ich komme gut klar. Ich dachte, das hätte ich schon geschrieben. Für mein individuelles Wohlergehen ist's doch wichtig, was ich daraus mache. Immer wenn ich etwas Böses höre, denke ich gar nicht hin.

    Musst Du auch nicht verstehen,

    Die Frage könnte auch eine rhethorische gewesen sein. Man weiß es nicht.

    das lass mal die Sorge der Kollegen sein, die gerne digital arbeiten.

    Sorgen haben die ja nicht. Immerhin haben sie so schöne Floskeln wie "digital arbeiten". Dabei wurschteln die in aller Regel mehr gegen den Computer als damit zu arbeiten. Sorry, wenn ich da jetzt etwas lächeln muss.

    Und sorry, dass ich nicht erwähnt hatte, das bei uns fast überall ein Computer herumsteht. Insofern sind wir "digital" voll vorne mit dabei und "medienmäßig" und blabla, Schule 2000 quasi. Insofern frage ich mich dann schon, warum die Kollegen dann immer noch einen Laptop mitschleppen, den sie nicht an den Beamer angeschlossen kriegen. Das hatte ich wohl eben nicht so ausgeführt. Es ging halt immer um den Umstand, dass die Digitalarbeiter sich oft genugn digital ins Knie schießen, als analog mal einen Schritt voran zu kommen.

    Wenn ich "digital arbeite" brauche ich maximal 'nen USB-Stick für die Daten, wenn die nicht vorher eingestellt habe.

    Wenn ich den Eindruck habe, dass Gerät X oder Buch Y oder Software Z die Arbeit erleichtern, Arbeitszeit einsparen oder für mehr Effizienz sorgen, dann schaffe ich das selbst an.

    Womöglich sind da meine Ansprüche recht bodenständig. Um Unterricht vorzubereiten und zu halten brauche ich (kariertes) Papier, einen Beistift, eine Hand voll Buntstifte, 'ne Tafel und bunte Kreide. Alles andere nehme ich gerne in Anspruch, wenn es vorhanden ist.

    Ich arbeite auch ganz gerne am Computer, nicht unbedingt, weil das effizienter ist. Mein privater, den ich auch dienstlich einsetze, geht jetzt ins elfte Jahr. Ich bin mir noch nicht sicher, ob der ersetzt wird, wenn er die Biege macht. Vielleicht schreibe ich dann meine Arbeitsblätter wieder von Hand. Schön schwarzer Fineliner auf weißem Papier. Gerade bei Computer (die einen erheblichen Batzen bei der Anschaffung ausmachen) sehe ich nicht immer, dass man die braucht. Wenn ich sehe, wie viel Zeit und Nerven die Kollegen darin investieren, sich mit Software 'rumzuärgern, mit der den richtigen Umgang zu lernen sie sich permanent weigern, meine ich, sie führen nicht nur finanziell sondern auch auch arbeitsökonomisch besser, wenn sie auf den Kram verzichteten.

    Und was die Kollegen ständig mit Laptops im Unterricht machen, verstehe ich auch nicht.

    Äh, ich schweife etwas ab.

    Die Tausende an Euro, die ich bereits dafür ausgegeben habe, mögen meinen Arbeitgeber freuen,

    Ich befürchte, das nimmt er gar nicht wahr.

    mögen andere KollegInnen als Dummheit oder was auch immer kritisieren.

    Letztendlich musst du das mit dir klarziehen. Da du dir offensichtlich dazu Gedanken gemacht hast, ist Dummheit nicht das erste, das mir in den Sinn kommt. Was mich allerdings stört, ist der Druck, den die Käufer auf die Nichtkäufer mittelbar erzeugen. Es wird letztendlich als selbstverständlich angenommen, dass man einen privaten Laptop besitzt und dieses dienstlich einsetzt. Sternstunde war eine Fortbildungsanmeldebestätigung, die eine Kollegin bekam, in der von einem mitzubrinden Laptop die Rede war. Die Frage bei der SL nach einem dienstlichen Leihgerät wurden mit ein Schulterzucken beantwortet. Ich weiß nicht mehr, worum es ging, es war aber eine Fortbildung von offizieller Stelle, Bezirksregierung oder irgendeine Landeseinrichtung.

    Ebenso, wenn ich erkläre, dass Praktikumsbesuche mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein müssen, weil ich nicht mit einem Privatwagen fahre. Da kucken mich die Kollegen ganz vorwurfsvoll an und fragen mir in unpassendem Tonfall, was das denn nun soll. Der Besuch müsse nunmal gemacht werden und es ginge nicht anders, Dienstwagen gäbe es halt keine. Sie führen ja auch, warum ich denn so unkollegial sei. Patsch.

    Ob das WillGs Weg ist, oder ob das O. Meiers Weg ist, das ist dabei völlig unerheblich.

    Der Trick ist, dass man überhaupt einen Weg für sich findet. Die systemischen Fehler kriegen wir ohnehin nicht behoben.

    Trotdem habe ich davon aber 80% vom Netto gezahlt.

    Und die 20%, die das Finanzamt dir "erstattet", musst du vorlegen und bekommst du nur auf Antrag. das sit etwas erheblich anderes als wenn mir mein Dienstherr an meinem Arbeitsplatz einen Arbeitsplatz einrichtet. Ehrlich, ich kann "Kannste doch vonne Steuer abetzen" nicht mehr hören.

    Richtig, sie haben Anspruch auf vorbereiteten Unterricht. Wie gut der dann vorbereitet ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich denke schon, dass sie Anspruch auf anständig vorbereiteten Unterricht haben. Und auch wenn man im positiven Recht nicht kodieren kann, was "anständig" denn nun sein soll, so meine ich, dass dieser Anspruch aus der Natur der Sache hervorgeht. Für Larifari-Unterricht, der zur Ableistung einer Norm nur so abgehalten wird, dass man formal auf der sicheren Seite ist, könnenn wir uns den Aufwand echt sparen.

    Und ich stelle die Frage, wie gering die Ansprüche an den eigenen Unterricht sein dürfen, damit man noch richtig im Beruf ist. Wenn ich die Chance der Wahl zwischen Unterrichtsqualität und anderem S*h**ß habe, wähle ich stets die Unterrichtsqualität.

    Anspruch auf Beratung? Echt? Nein, ich *muss* niemanden beraten.

    Steht in NRW tatsächlich im Schulgesetz:

    Zitat

    Lehrerinnen und Lehrer unterrichten, erziehen, beraten, beurteilen, beaufsichtigen und betreuen Schülerinnen und Schüler

    Eine Gewichtung dieser sechs Aufgaben wird indes nicht vorgenommen. Da kann man sich auch mal drüber unterhalten, wie sinnvoll das alles ist.

    Es gibt Regelungen, wie viel Prozent ich meiner Arbeitszeit mit gewissen Aufgabenbereichen zubringen muss und das halten wir schriftlich fest.

    Gibt's bei uns explizit nicht. Die Verteilung ergibt sich nur mittelbar aus dem, was sich irgendein Trottel für uns so einfallen lässt und wieviel Zeit dann für wichtige Sachen übrig bleibt.

    Ich sehe das ja prinzipiell nicht so viel anders als du. Allerdings geht es mir - offenbar im Gegensatz zu dir - damit besser, wenn ich versuche, die Umstände im Rahmen der Möglichkeiten zu ändern.

    "Im Rahmen der Möglichkeiten" ist meist nicht viel zu reißen. Deshalb versuche ich's schon gar nicht mehr. Als Ritter von der tarurigen Gestalt gefalle ich mir nicht. Neben den Windmühlen ist genug Platz. Und wenn's eng wird, weiß ich, wie man unter den Flügeln durchkommt.

    Dazu gehört es eben auch, mit der Schulleitung zu kommunizieren und auch Konflikte einzugehen, wenn es nötig ist...

    Ich kommuniziere viel. Ich merke immer an, wenn etwas nicht läuft oder falsche Entscheidungen getroffen werden. Mein Chef hat sich auch noch nie darüber beschwert, dass wir zu wenig Konflikte hätten. Allerdings geht es in diesen dann um mein Wohlergehen, das meiner Kollegen und das der Schüler. Ob der Schulträger zu Recht oder zu Unrecht meint, dass für Lehrer keine Laptops "vorgesehen" seien, hat für mich kein Konfliktpotenzial. An so etwas reibe ich mich nicht mehr auf.

    Und ich werde ums Verrecken nicht bei irgendwelchen Firmen betteln gehen, damit der Schulträger aus der Pflicht ist, sich um den Kram zu kümmern.

    Dass Unterricht/Schüler unter dieser Vorgehensweise leiden müssen, ist richtig. Aber ich sehe das nicht als mein Problem. Offenbar ist das so vom Dienstherrn gewollt. Und indem ich das offen kommuniziere, auch im Kollegium und gegenüber der Schulleitung übrigens, hoffe ich, auf Dauer vielleicht doch auch etwas bewirken zu können. Spätestens durch Elternbeschwerden und daraus folgenden Dienstgesprächen, weil Herr WillG die Klausuren so spät herausgibt.

    Und kommt das 'was? Oder hoffst du genau so vergeblich auf den großen Knall wie ich? Es ist schon traurig, wenn man die einzige Notwehrmaßnahme gegenüber dem verkorksten System darin sieht, den Kern der Aufgaben nicht mehr anständig zu erledigen.

    Mich stört's halt immer noch, wenn bei dem ganzen Mist, der Unterricht auf der Strecke bleibt. Wenn ich den zumindest leidlich erledigen will, muss ich anderen Kram liegen lassen.

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