Beiträge von O. Meier

    denn wenn ich morgens um 8 Uhr mit einer Kollegin losgehen soll in die Schwimmhalle, die eigentlich erst um 9 Uhr UNterricht hat, findet sie das gut, wenn sie das Sonntag abends weiß.

    Und euer Stundenplaner geht davon aus, dass alle Kollegen immer brav jeden Sonntag die Mails abrufen? Habt ihr 24/7 Bereitschaft.

    ich denke, dass es eben ja einen Grund geben muss, warum die Lehrer als die mit dem "gut-bezahlten-Halbtagsjob" gelten

    Ohje, langsam fängst du an mir Leid zu tun.

    Ich denke, dass das richtigen Lehrern genauso gut und dass es da meistens eine Überwindung ist, nicht sofort alle Arbeiten zu lesen und zu kontrollieren.

    Negativ. Der einzige Grund, schnell anzufangen, ist, schnell fertig zu sein. Neugier auf das wenig tiefsinnige Geschreibsel von Schülern trieb mich noch nie um.

    @O.Meier: Ich bezog mich auf den Input von Mrs. Pace.

    Mach das. Aber vielleicht unterlässt du Erklärungen dazu, was ich gemeint haben könnte.

    Vielleicht gibt es Fächer bei denen man nicht nur Texte lesen kann, die schon 10 Jahre alt sind? Also ich überarbeite meine Reihen schon noch gerne, baue aktuelle Texte ein, schmeiße welche raus, die ich nicht mehr mag oder die veraltet sind. Wenn im Lehrplan ein neuer Roman steht muss der auch gelesen und vorbereitet werden. Die Abivorgaben ändern sich halt auch mal und es kommen auch komplett neue Themen dazu.

    Wenn sich diese Notwendigkeit ergibt, muss man woanders sparen. Ständig immer alles neu geht nicht. Mein Archiv ist durchaus auch keine Einbahnstraße, aber die Zeit, etwas zu aktualisieren, muss ich auch haben. Je mehr ich mit Driss davon abgehalten werde, um so öfter muss ich auf eine "altes" Arbeitsblatt zugreifen.

    Und wer jeden Tag arbeitet, arbeitet ja nicht zwingend länger als jemand der einen Tag nichts macht.

    Richtig. Allerdings geht regelmäßig bis Mitternacht genau so wenig auf Dauer gut wie immer 7-Tage-Woche. Bevor ich mir Gedanken über die Verteilung mache, überlege ich, was wirklich gemacht werden muss.

    Nun ja, das wird mal wohl am besten selbst wissen, was man auf Dauer aushält und was nicht.

    Oder man verschätzt sich und geht dran kaputt.

    Ich würde es zum Beispiel nicht aushalten (wie andere Kollegen) unter der Woche bis 22, 23 oder gar 24 Uhr am Schreibtisch zu sitzen.

    Wenn das öfter passiert, ist auch etwas falsch. man muss natürlich darazf achten, dass die Arbeitszeit insgesamt im Rahmen bleibt. Es geht nicht ur um die Frage, wohin man die Überlastung verteilt.

    Ich versuche sogar bewusst einen Teil meiner Vorbereitung immer auf Wochenende oder freien Tag zu legen

    Semantic mismatch. Wenn du da arbeitest, ist es kein freier Tag mehr.

    Einen Teil des WE zu nutzen, um die anderen Tage zu entlasten mag ja OK sein, aber eine 7-Tage-Woche hält doch auf Dauer keiner aus. Einfach mal was liegen lassen.

    Aber was sage ich der Schulleitung

    Nichts. Andersherum wird's ein Schuh. Wenn jemand Geld von dir will, muss er einen Grund angeben. Nicht zahlen wäre mal der erste Schritt. Wenn dich jemand anspricht, dass du dieses oder jenes bezahlen sollst, kannst du erklären, dass du nicht wüsstest warum. Dann kann derjenige dir ja was erzählen. Das hörst du dir an und zahlst trotzdem nicht.

    Ey, wo leben wir denn?

    Ist das eigentlich überhaupt rechtens?

    Das Bezahlen durchaus. :) Das Verlangen eines solchen Beitrages aber bestimmt nicht.

    Ich würde einfach nicht zahlen. Da brauche ich keine Argumentation. Wenn man mir das Kopieren verwehrt, kopiere ich halt nicht. Ich schreibe ganz gern an die Tafel, die Schüler schreiben dann schön ab.

    Wenn einem irgendwelche Pappnasen quer kommen, kann man auf Stufe zwei schalten und den Einsatz privater Schreibgeräte verweigern. Da hat der geschätzte Schulleiter bestimnmt eine Spitzenidee, wie ich ohne Dienststift korrigiere und ins Klassenbuch eintrage.

    Eine Office-Lizenz brauche ich für den Tafelanschrieb auch nicht. :)

    Da würd ich doch eher Open Office nutzen als der Schule so Lizenzen zu finanzieren.

    Sowieso. Wenn der Schulträger oder der Dienstherr meint, MS-Lizenzen kaufen zu müssen, so ist das seine Entscheidung, die er vertreten muss. Von seinem Mitarbeitern Beiträge zu verlangen, um eine Software zu kaufen, für die es kostenfreie Alternativen gibt, ist aber auf mehrerlei Weise absurd.

    Dafür ist sie Schulleiterin, irgendwer muss nun mal das sagen haben.
    Hast du auf deine Schulleiterin keine Lust => Versetzungsantrag

    Ah, "Geh doch nach drüben" gibt's doch immer noch. Sorry, das ist Quatsch. Man darf seine Arbeit auch dann sinnvoll machen, also ohne dass man systwmatisch davon abgehalten wird, wenn man an der gleichen Schule bleibt.

    Dass die SL "das Sagen" habe, ist so auch nicht richtig. Sie leitet zunächst mal eine Schule. Um das zu tun, hat sie auch gewisse Weisungsbefugnisse. Das heißt aber noch lange nicht, dass alles a) rechtens und b) sinnvoll ist, was sie anordnet. Sitzungen, die stattfinden, damit sie stattfinden, und künstlich mit Themen befüllt werden, nützen nichts und nerven nur.


    Andersrum gibt es aber auch genauso Kollegen, die einfach machen, was sie wollen und es ihnen scheißegal ist, ob das sinnvoll, gut oder förderlich ist.

    Mag sein. Daraus kann ich aber nicht ableiten, dass alles was Schulleitungen aich ausdenken, immer was taugt. Neben denen, die immer gegen alles sind, gibt es auch Kollegen, die begründet bestimmte Maßnahmen ablehnen. Denen sollte man zuhören.

    Mit so ganz banalen Dingen fängt es aber an und da will mir nicht einleuchte, wie einem das zu anstrengend sein kann, einfach mal auf minimale Umgangsformen zu bestehen.

    Mir auch nicht. Im Ausgangsbeispiel scheint die Selbstverständlichkeit dieser Umgangsformen aber schon längst überwunden zu sein. Es ist ein echtes Problem, allein das pünktliche Erscheinen zum Unterricht sicher zu stellen. Sonst müssten die nicht einen solchen Aufwand betreiben.

    Erweiteter Aufwand benötigt erweiterte Ressourcen, die die Kollegen an jener Schule wohl auch nicht bekommen. Und so können wir sie lange dafür bewundern, dass sie es "durchziehen", das nützt ihnen wenig. Unterm Strich müssen sie den zusätzlichern Aufwand irgendwo abknapsen.

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