Dass sich einige von euch scheinbar auf den Schlips getreten fühlen, war nicht beabsichtigt.
Geht auch gar nicht. Wir kenne uns nicht und wir werden uns voraussichtlich nicht im echten Leben begegnen. Auch wenn du an meiner Schule mit deinem "Engagement" aufliefst, würde mich das nicht stören, so lane du mich in Ruhe liessest. Und wenn dein Projekt gut liefe, bekämst du sogar ein anerkenndes Kopfnicken.
Naja, ich bin dann lieber übermotiviert, jung und werde belächelt, als unmotiviert, alt und festgefahren Zu sein
Und vielleicht beschreibt diese Dichotomie die Situation auch gar nicht richtig. Und vielleicht gibt es auch das richtige Maß an Motivation. Und vielleicht kann man die auch umsetzen, ohne anderen etwas beweisen zu wollen.
Ich wünsche allen alles Gute und hoffe, dass ihr die Möglichkeit bekommt doch noch einen Beruf auszuüben, der euch Spaß macht.
Auch hier wird wieder eine falsche Dichotomie zu Grunde gelegt. Im Wesentlichen macht mir mein Job Spaß. Mal mehr, mal weniger, aber unterm Strich geht's. Der Spaß ist dann besonders groß, wenn ich weiß, dass der Job eine klare Abgrenzung hat, sowohl zeitlich als auch mental. Spaß haben, heißt nicht, sein Leben danach ausrichten.
Und wenn der Spaß mal wieder ausbleibt, weil offensichtlich professionelle Spaßverderber am Werk sind, gehe ich nach Hause, trinke einen heißen Tee und freue mich mich über all das, was außerhalb des Jobs Spaß macht.
Und wenn Hunderte wie liz auftauchen und meinen Job besser machen, muss ich mir noch lange keinen anderen suchen.
Und ich hoffe, dass eure Schüler euch nicht als Vorbild nehmen, denn dann gibt es womöglich noch mehr Hass auf der Welt.
Das finde ich jetzt ziemlich vermessen. Ich habe gute Gründe für meine Kritik an deiner "Motiviertheit", ich habe ich auch redlich bemüht, sie darzustellen. Hieraus irgendwelche Hasstendenzen abzuleiten, steht dir nicht zu. Außerdem weißt du nicht, wie ich mit meinen Schülern interagiere und ob da nicht auch etwas Vorbildhaftes bei ist.
Noch einen Tipp, auch kostenfrei: solcherlei Äußerungen kannst du in der Anonymität des Internets unbehelligt machen. Würde mir ein Kollege als Reaktion auf kritische Anmerkungen einen solchen Mist vorhalten, hätte der ein Problem, das darüber hinaus ginge, dass er sich nicht den einzigen Keks mit Schokolade nehmen darf.
Genau diese Form von Arroganz ist es, mit der junge, engagierte Kollegen sich furchtbar in die Nesseln setzen können. Und da hat der Spaß dann ein Loch.