Beiträge von O. Meier

    Und wenn dann Kollegen anfangen, ihre 8 oder 10 Stunden Pendelei einfach mal als Arbeitszeit zu deklarieren

    Ach Leute, könnt ihr jetzt langsam mal aufhören, diese Sache absichtlich falsch zu verstehen? Die pauschale Erfassung des Arbeitsweges als Arbeitszeit hat niemand jemals gefordert.

    Es geht um die (etwas schwierigere) Frage, wie man die geistige Arbeit, wie z. B. das NACHdenken über etwas, sauber erfassen kann, weil es womöglich mit anderen Tätigkeiten zusammenfällt oder verbunden ist. Das wäre spannend, nicht „Ey, kuck mal, die arbeitet auf dem Rad, das geht doch gar nicht, ich habe ja gar kein Fahrrad.“

    2. Ich hatte vor dem Studium schon als Vertretungslehrkraft an einer RS gearbeitet. Dachte dann ich studiere Lehramt für die BS nach, da mir mein vorheriges Studium angerechnet wurde und ich nur das 2. Fach belegen konnte. Wollte dann mit nur dem 2. Fach an die RS und wollte so einen Fuß in der Tür haben, unter der Voraussicht langfristig noch das 2. Fach nachzustudieren. Quasi Seiteneinstieg.

    So. Der Plan ging nicht auf. Also brauchst du einen neuen. Vieles wissen wir hier nicht. Z. B., ob du bereits ein zweites Staatsexamen hast.

    Deshalb mein abschließender Tipp: Gehe zur Studienberatung/dem Prüfungsamt deiner Uni und kläre, wie du möglichst schnell an einen entsprechenden Abschluss kommst.

    Da fühlt sich das Schulamt total hintergangen.

    Das ist ein Amt, das fühlt gar nichts. Und die Menschen, die dort arbeiten, schütteln wahrscheinlich eh schon den Kopf über dich.

    Ich habe erfolgreich Lehramt für die Berufsschule studiert und hatte immer das Ziel nach dem Abschluss an die Realschule zu gehen.

    Das verstehe ich nicht ganz. Wäre es denn dann nicht praktisch gewesen, Lehramt Realschule zu studieren?

    Wenn du in der derzeitigen Konstellation an formalen Hürden scheiterst, könntest du dir überlegen, umzustudieren, bevor du dich 40 Jahre lang ärgerst, an einer unpassenden Schulform hängen geblieben zu sein.

    Warst du schon im Referendariat oder kommst du frisch von der Uni?

    also diese leute von heute, mit denen kann man gar nix mehr spielen

    Genau. Immer die anderen sind doof. Da habe ich wohl Glück, dass ich von gestern bin.

    googeln ist so doof..

    Eben, deshalb suche ich mit https://duckduckgo.com Im übrigen nur, um den Verweis hier einstellen zu können. Ich kannte den Begriff schon vorher. Und ich kann ihm leider nicht das Kriterium „lustiges Wort“ attestieren. Insofern entspricht er nicht den Regeln.

    Das ist das große Problem: Keiner weiß wer wieviele hat.

    Kann dir auch wurscht sein. Du brauchst eine Entlastung angesichts des beschriebenen Umfangs. Wenn die Schulleiterin dir keine Stunden verschaffen kann, musst du die Brocken hinschmeißen. Wie der Rest verteilt wird, muss deinen Kopf nicht belasten.

    Ich wundere mich etwas, das so prestigeträchtigte Nummern wie Erasmus nicht mehr hoffiert werden. Aber wenn das bei auch an der Schule keinen hohen Stellenwert hat, lohnt es sich auch nicht, sich da aufzureiben. Schade, um die Arbeit, die du schon investiert hast.

    Dass Hobbies Arbeitszeit sind, weil man dabei auch mal an die Arbeit denkt nehme ich aber wirklich nicht ernst.

    Nein, darum geht es immer noch nicht. Das verdrehst du. Vielleicht sogar bewusst. Niemand behauptet, dass es Arbeit sei, „auch mal an die Arbeit zu denken“. Du widersprichst hier einer Behauptung, die niemand aufgestellt hat. Auch behauptet niemand, das Playstation oder Fußball grundsätzlich Arbeit wären. Vielmehr geht es um die Frage, wann diese vornehmlichen Freizeittätigkeiten zur Arbeit werden. Das ist eine relevante Frage, der du mit deinen Fehlinterpretationen ausweichst.

    Der wirklich wichtige Punkt ist doch, wie wir privat und Dienst trennen können, wenn sie so dicht zusammen hängen. Wann beginnt die Arbeitszeit, wenn ich beim Stöbern im Internet auf unterrichtsrelevante Quellen stoße?

    Gerade der Umstand, dass die Arbeit uns immer wieder einholt, sich in Erinnerung ruft, macht doch einen Teil der Belastung aus.

    Das ist mit der Stechuhr schwer zu erfassen. Wenn es aber um eine Erfassung der Arbeitszeit geht, müssen eben auch solche Grenzfälle geklärt werden. Das wäre für unser aller Gesundheit wichtig. Geblödel über Playstation dagegen hält uns nur auf und lenkt ab.

    Zur Fahrrad-oder-Schreibtisch-Frage möchte ich noch anmerken, dass ich den Versuch, meine Arbeit im Kopf danach zu bewerten, wo sich mein Hintern befindet, unverschämt finde.

    Im mobilen Büro

    Habe ich nicht. Auch kein immobiles. Meine Dienstherrin stellt mir insgesamt und zusammengerechnet null Büros (in Worten: 0).

    Arbeiten von überall

    Ich bin da eher bei „arbeiten von nirgends”, da steht nämlich all unsere Büros. S. o.

    Aber. „Überall“ bedeutet in deiner Semantik „nicht auf dem Fahrrad”? Okay.

    Mal anders. Manche Tätigkeiten bedürfen keiner Ausrüstung, weil sie in unseren kleinen, spitzen Köpfen stattfinden. Die kann man tatsächlich überall ausführen. Da bestimmte Orte auszuschließen ist wirkungsgradfeindlich (also typisch Schule).


    Mit einem Klick ist das erledigt.

    Wo klicke ich denn da drauf? Auf den Chip im Hinterkopf? Oder ist der zu dicht an der Schere?

    Weil ich nicht am Schreibtisch sitze bzw. nichts notiere.

    Der Schreibtisch kann, wie der Schuhschrank, kein Kriterium sein. Dienstherrin/Arbeitgeberin und Schulträgerinnen sind sich einig, dass wir solche nicht brauchen. Sonst stellten sie uns welche hin.

    Dann können sie sich schlecht darauf berufen, dass wir nur an solchen arbeiten sollen.

    Wenn ich daran zurückdenke, wie oft Schüler oder Eltern mir mit "Geh ich Anwalt!" gedroht haben

    Das ist keine Drohung. „Ich gehe in den Fahrradladen.“ ist auch keine.

    Eine gewisse Integrität des Rechtssystem vorausgesetzt [*], ist noch nicht mal „Ich verklag Ihnem!“ eine. Die Inanspruchnahme der Rechtswegegarantie kann in einem Rechtsstaat keine Drohung sein.

    [*] Hier könnte man vortrefflich diskutieren, ich hätte Beispiele beizutragen. Einschließlich einer promovierten Richterin, die erklärte, für den Sachverhalt zu blöd zu sein, und deshalb jetzt einfach mal etwas entscheide.

Werbung