Beiträge von O. Meier

    Wir mussten (Schulfest und Tag der offenen Tür, nicht Einschulung) auch Kaffee und Kuchen verkaufen, die Spülmaschine ein- und ausräumen und am Ende die Küche saubermachen. Wer soll das denn sonst machen?

    Klingt nach hauswirtschaftlicher oder gastgewerblicher Tätigkeit. Die sollte wohl von hauswirtschaftlichem oder gastgewerblichen Personal ausgeführt werden.

    Ein Gesundheitszeugnis habt ihr aber alle, wenn ihr mit unverpackten Lebensmitteln hantiert?

    Ernst: auf einem Schulfest machen so etwas natürlich die Schülerinnen. Wir beaufsichtigen sie dabei, wie sonst auch.

    Ich bezweifle übrigens, dass ihr das „musstet“. Vielmehr habt ihr es gemacht. Eine amtsangemessene Tätigkeit dürfte es nicht sein.

    Ich denke schon, dass es legitim ist, eine solche Veranstaltung an einem Samstag abzuhalten und Kolleginnen dafür zu verpflichten. Ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

    Für Schulleitungen ist die Diskussion damit erledigt. Die finden das cool und wir machen das.

    Wir müssen allerdings weiter denke. Die Zusatzaufgaben dürfen uns nicht auf die Gesundheit schlagen. Die Frage, was anderes man dafür liegen lassen soll, ist mehr als berechtigt. Aber in aller Regel kriegen wir darauf keine Antwort. Wie auch? Es hat ja nie jemand darüber nachgedacht, wo die Arbeitszeit für die Zusatzaufgabe denn herkommen soll.

    Auf der anderen Seite kann man von Beamtinnen im gehobenen und höheren Dienst durchaus verlangen, dass sie ihre Vertrauensarbeitszeit auch selbst einteilen können. D. h. wir müssen selbst entscheiden, was liegen bleibt, wenn es uns niemand sagt. Gegebenenfalls auch in der Form einer Überlastungsanzeige, wenn man etwas liegen lassen muss, dass nicht liegen bleiben darf.

    Aber das wäre Schritt zwei. Schritt eis wäre, die Dinge zu identifizieren, die liegen bleiben können. Davon gibt es jede Menge. Sind vielleicht drei oder vier Klassenarbeiten vorgesehen, schreibt man nur drei. Die Korrektur der vierten entfällt. Ein Tagesausflug benötigt auch Vorbereitung, kann man auch sparen. Buch statt neuem Arbeitsblatt. Und die interne Fortbildung zur sinnlosen iPad-App kann auch jemand anders halten. Usw.

    Und ich genieße den Vorteil, dass ich das immer alles dabei habe.

    Das ist in der Tat praktisch. Früher hatte man alles im Portemonnaie, jetzt halt im Sprechkasten. Wenn einem früher das Portemonnaie geklaut wurde, hatte man Rennerei, um die ec-Karte zu sperren, einen neuen Ausweis zu beantragen etc.

    Heutzutage bin ich mir nicht sicher, ob alle wissen, was auf sie zukommt, wenn der Sprechkasten mal weg ist oder nicht will. Habt ihr alle brav regelmäßig Backups gemacht? Wisst ihr, wie man das Handy fernzugriffig sperrt? Und wird das Backup auf einem anderen Gerät laufen? Bei 2FA habe ich da so meine Bedenken, wenn der zweite Faktor eben "Besitz" ist.

    Das größte Problem beim Mobiltelefon finde ich aber immer noch das Telefon. Als Symbol für die Erreichbarkeit. Die nervt und macht Stress. Damals hatte ich meinen iPod touch, so eingestellt, dass er sich nicht automagisch mit WLANs verband. D. h. ich war default offline.

    Ein Mobiltelefon möchte ich nicht, weder mit noch ohne Smarties.

    Um auf die iPads zurückzukommen. Die werden in aller Regel in der Schule mit WLAN versorgt werden. D. h. die jungen Menschen sind daueronline. Ablenkungspotential signifikant bis hoch. Ja, kann man regeln, muss man aber auch.

    Was genau ist am niederländischen oder chinesischesischen System schlecht ider problematisch?

    Was soll denn das niederländische oder chinesische "System" sein? Ich allttagsradle in Deutschland, vornehmlich NRW. Da erlebe ich eben täglich, welche Probleme das Abdrängen der Radlerinnen macht. Erst gestern zog ein Wohnmobil an mir vorbei, während ich auf einem Schmutzstreifen fuhr, um dann direkt vor mir in einen Einfahrt zu fahren. Mir blieb nur noch das Einleiten eines Bremsvorganges.

    ich kann mich noch an Lichtbilder aus chinesischen Städten erinnern, auf denen die Straßen voll mit Rädern waren, kein Auto weit und breit. Dann kamen auch dort Autos auf, die brauchten mehr Platz als die Fahrräder, weshalb man die Räder von den Straßen haben wollte. Also baute man Radwege- und Spuren. Damit konnte man zwar nicht verhindern, dass die Blechdosen im Stau stehen, aber die Räder waren auch ihren Platz los. Bingo!

    Warum fahren Radfahrer im Kreisverkehr an ausfahrenden Autofahrern vorbei? Das ist lebensmüde.

    Also so etwas ist keine gute Idee?

    https://www.hellwegeranzeiger.de/kamen/unfallsc…392-1000750751/

    Nee, gefällt mir auch nicht. Und die hier beziehen sich AFAIK auf ein Beispiel aus den Niederlanden:

    https://www.radlobby.at/oesterreich/so-geht-kreisverkehr

    Wenn die Fahrbahn im Kreisel etwas breiter wird, wird es übrigens schwierig, so zu radeln, dass sich nicht noch links ein Auto dazwischen quetschen kann.

    Radfahrer sollten sich im Kreisverkehr wie Autos eingliedern.

    Und außerhalb des Kreisverkehrs nicht? Da sollen sie an den Rand?

    Der Schulterblick beim Abbiegen ist vorgeschrieben. Dass Autofahrer dazu häufig zu faul sind, ist ein Problem, das aber durch Rechtsabbiegerampeln gelöst werden kann.

    Nein, das Problem der „Faulheit“ ist damit nicht gelöst. Wo möchtest du denn überall Ampeln aufstellen? Überall dort, wo man rechts abbiegen kann?

    Im toten Winkel sieht der Lkw Fahrer nichts.

    Eben. Und wenn sie nicht sieht, wo sie hinfährt, darf sie nicht abbiegen. Diese simple Regel wird nur nicht durchgesetzt.

    Da kann er noch so sehr in seine Spiegel gucken.

    Naja, mittlerweile sind mehrere Spiegel (oder Kameras) vorgeschrieben, um die toten Winkel zu minimieren. Das nützt nur nichts, wenn man nicht 'reinkuckt. Leider lässt sich die Aufmerksamkeit nicht beliebig willkürlich steuern. Auf dem Schmutzstreifen sind die Radlerinnen außerhalb des Fokuses der Autlerinnen. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Also achtet man schon nicht darauf, auf sie zu achten. Führen sie jedoch auf der gemeinsamen Fahrbahn vor den Autos, so würden sie wahrgenommen. Es wird erheblich einfacher, beim Abbiegen auf sie zu achten.

    Auch hier ist es sinnvoll, als Radfahrer den Verkehr zu beobachten und sich entsprechend zu verhalten. Das ist eigentlich so selbstverständlich, wie nach rechts und links zu schauen, bevor man über die Straße geht.

    Ja, sagt das den Eltern der Kinder, die auf dem Schulweg von einem rechtsabbiegenden LKW überrollt wurden. Vielleicht brauchen die noch einen dummen Spruch für den Grabstein. Opferbashing ist so ekelig.

    Außerdem wird hier deutlich, wie wenig die Tote-Winkel-Problematik verstanden ist. Es ist eben nicht so, dass sich Radlerinnen todesmutig, aber bekloppt, in den toten Winkel begeben, wenn da ein LKW rechts abbiegen möchte. Vielmehr geraten sie in den toten Winkel. Sie fahren z. B. auf dem Schmutzstreifen über eine einmündenden Straße, während sich ein LKW neben sie schiebt. der hat vorher nicht auf den kleinen, hässlichen Streifen rechts neben ihm geachtet. Wenn er kuckt, sieht er die Radlerin nicht. Die aber kommt da auch nicht mehr weg, beamen ist noch nicht erfunden.

    Mit den Schmutzstreifen und Radwegen wird aus dem harmlosen Manöver des Rechtsabbiegens eine sehr komplex Operation, mit der nicht nur LKW-Fahrerinnen überfordert sind. Erwachsene Radlerinnen können sich vor der Situation nur schwer schützen, Kinder, Ältere, also besonders Schutzbedürftige haben einfach keine Chance. Schau mal in die Zeitungen, wenn da von Rechtsabbiegeunfällen berichtet werden. Wer sind denn da die Opfer? Eben, vorrangig Kinder und Ältere. Denen baut man da eine tödliche Falle.

    Mit „passt halt besser auf“ ist es nicht getan.

    Wenn deine Schulleitung nun aber festlegen wollte, dass Teilzeitkräfte einmal am unterrichtsfreien Tag in ihre Mails gucken mögen,

    In NRW könnten sie das nicht, erwähnte Dienstvereinbarung entgegen steht.

    Ich weigerte mich aber nicht o. ä. Sondern. Umgekehrt. Ich fragte nach der Rechtsgrundlage für diese Weisung. Und dann natürlich danach, wie dieser Empfang technisch gewährleistet werden soll. Dienstmails auf dem Privatrechner sind dann schon wieder wegen Datenschutz usw. blablabla.

    Erwähnte ich schon, dass man mich zu Hause anrufen darf und aufs Band sprechen? In der Schule bin ich dann wieder per E-Mail erreichbar. Wo wäre da das Problem?

    Die Niederlande lösen das beispielsweise dadurch, dass es fast überall dezidierte Rechtsabbiegerampeln für Autofahrer gibt.

    Damit löst man ein Problem, dass man ohne Radwege nicht hätte. Und auch nur an beampelten Kreuzung. Durch die unsinnige Anordnung von Geradeausfahrenden rechts neben (potentiellen) Rechtsabbiegerinnen wird jede kleine Straße, jeder Feldweg, jede Einfahrt zu einer Kreuzungssituation, bei der sich die Fahrlinien und Radlerinnen und Rechtsabbiegerinnen schneiden. Willst du da überall Ampeln aufstellen?

    Fürchterlich, wie mit Radfahrern in den Niederlanden umgegangen wird.

    Findest du? Vielleicht sind in den Niederlanden nicht nur die Wege anders, sondern die Leute. Nach meiner Erfahrung hat Rücksichtnahme und Respekt dort einen höheren Stellenwert als in Deutschland. Und. Radeln an ein anderes Ansehen. Insofern, ja, das ist's entspannter.

    Trotzdem hat man auch dort das Problem, dass man insbesondere in den Städten auch keinen Platz dazu erfinden kann. Und dann sind da die Radwege und -spuren schmal. Und man wird entsprechend eng überholt.

    Das Problem löst man aber nicht dadurch, dass Radfahrer im Autoverkehr mitfahren müssen.

    Welches Problem möchtest du denn lösen? Die Idee, dass es den „ Autoverkehr“ gebe, den man von anderen Antriebsarten trennen müsse, ist schon absurd. Fast überall fahren Fahrzeuge auf der Fahrbahn. Das funktioniert. Die Probleme treten da auf, wo es Radwege und -spuren gibt.

    Ich fahre täglich Fahrrad. Da wo ich über Schmutzstreifen muss, werde ich besonders eng überholt. Nochmal: Welches Problem möchtest du (damit) lösen?

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