Beiträge von O. Meier

    Du äußert dich hier und dadurch entwickelt jeder von dir ein Bild zu deiner Meinung, deinen Ansichten und deiner Person.

    Ja. Und? Dann hat man seine Meinung und gut ist. Woher aber nimmst du die Berechtigung irgendetwas über andere Leute zu behaupten?

    Aber du musst hier weder schreiben noch lesen, niemand zwingt dich, dich zum Thema Religion zu äußern,

    Ach was.

    dass du dich und uns damit beschäftigen möchtest.

    Auch das ist eine Fehleinschätzung. Ich möchte niemand beschäftigen. Alle anderen entscheiden auch, was sie lesen und ob sie sich and er Diskussion beteiligen.

    Wir wählen das dann für uns und entscheiden für uns, das muss uns ja niemand abnehmen oder gar verbieten.

    Ja? Und? Und warum bleibst du nicht bei der Sache? Warum hast du dich dafür entschieden, mich persönlich anzugreifen, indem du mir irgendetwas unterstellst? Warum kann man nicht, wenn man auf unangemessenes Verhalten hingewiesen wird, einfach mal „Okay“ oder „Sorry“ antworten? Warum muss man dann noch diskutieren und darauf bestehen, Dinge über andere behaupten zu dürfen? Was ist da los?

    große Sorge

    Auch das ist eine Fehleinschätzung.

    Ich stelle lediglich fest, dass du dabei bist, diesen Thread mit Meta-Diskussionen zu fluten.

    Ansonsten halte ich die Frage der Sinnhaftigkeit von Religion für wesentlich dafür, ob und wie man sich an der Schule damit beschäftigt. Es bedarf dazu keiner getrennten Threads.

    hier nehme ich das eher als Bedürfnis wahr, im Glauben Halt zu suchen und zu finden, wenn Fakten und Wahrscheinlichkeiten zwar eine sachliche Erklärung liefern, aber keinen Trost spenden können.

    Ich empfinde das als unangenehmen Betrug an den Personen, die solche Bedürfnisse haben, sie anzulügen.

    Warum sollte ich?

    Nee, muss nicht. Ein paar Andeutungen zur Person reichen ja. Dauu muss man nichts wissen, behaupten reicht. Das bringt uns in der Sache nicht weiter und das soll es wohl auch nicht.

    Was hieltset du davon, dich einfach nicht zu meiner Person zu äußern, keine Behauptung über mich aufzustellen und dir auch nichts über mich auszudenken, um es dann hier zu schreiben.

    Ich finde das nämlich reichlich übergriffig.

    Das Religionsbefürworterinnen versuchen mit unsachlichen Angriffen versuchen, Threads zu sprengen, ist hier schon öfter vorgekommen. Gelegentlich auch erfolgreich.

    Wie wär's, nicht in diese Schiene einzubiegen?

    Deine Interpretation

    Wohl an. Wo finde ich denn — als Beispiel — eine Interpretation göttlicher Gebote als unverbindlichen Vorschlag am die Gläubigen?

    deine Sozialisation.

    Über die du was genau weißt? Mehr Details, bitte.

    ich verlagere die Verantwortung nicht auf Gott und habe das kritische Hinterfragen nicht mit Taufe, Konfirmation, Vocation abgegeben, ganz sicher gar nicht.

    Über dich habe ich gar nicht gesprochen, auch nicht über andere Personen. es ist ja zu begrüßen, wenn du dein Handeln reflektierst. Dazu bedarf es aber keiner Religion. Die liefert da auch keine Richtschnur oder ähnliches. Religionen liefern Regeln, die mit falschen Annahmen begründet werden. Wenn man trotzdem selbst denkt und ethisch handelt, ist ja alles fein.

    Ich muss dich auch nicht missionieren, bekehren, belehren, umstimmen, kann dir aber entgegenstellen, dass andere Menschen das, was du darstellen möchtest, anders sehen und glauben und leben.

    Aha.

    dass du alles deiner Maxime der Ablehnung unterwirfst.

    Da du gerade dabei bist, mir etwas über mich zu erklären (das ich wohl nicht selbst weiß), könntest du auch hier ins Details gehen. Was genau lehne ich denn so alles ab? Und inwiefern wird das zur „Maxime“?

    Danke.

    Es wird gerade umgestellt, von zuvor konfessionell-kooperativ auf christlich.

    Was aber nur geht, wenn die Kirchen da mitspielen. Laut Verfassung haben sie Anspruch auf konfessionellen Religionsunterricht. Davon weichen sie wohl nur deshalb ab, weil es mit Religionslehrerinnen knapp würde. Aber nehmen sie wohl lieber überkonfessionell als gar keinen Religionsunterricht.

    Die mir näher bekannten Lehrkräfte erzählen überhaupt nichts dazu, ob ein Gott oder eine Göttin real oder Fiktion ist,

    So wichtig scheint der Konfessionsbezug dann doch nicht zu sein. Soweit. Insofern sehe ich noch weniger Anlass dazu, Riten bestimmter Religionen oder Konfessionen in der Schule durchzuführen. ist eh alles nicht wichtig.

    Keiner unserer Religionslehrkräfte verkauft den SuS die Inhalte der Bibel als Realität.

    Sie erzählen, dass ihre Göttin nur eine Fiktion ist? Prima, dann kann man sich den Rest getrost sparen.

    ergibt sich schongar nicht zwingend aus den Staatsvertrag.

    Zu dem sagte ich nichts. Allerdings zur Verfassung, die den Kirchen das Recht einräumt, ihre Fiktion als real darzustellen.

    da gerade die oftmals unkritische Innensicht religiöser Überzeugungen Risiken birgt

    Eben. Mir kommt in den zitierten Plänen die deshalb notwendige kritische Auseinandersetzung zu kurz.

    Das Begehen religiöser Riten, darum ging es in diesem Thread, halte ich nicht für notwendig, um die moralische Sichtweiser bestimmter Glaubenssysteme zu verstehen. Im Gegenteil befürchte ich, dass die kritische Distanz sich verringert. Ich kann z. B. am Opferfest nichts erbauliches finden, wenn ich nicht aus dem Kopf kriege, dass ein Mensch bereit war, auf simple Weisung ein Kind zu töten. Ich finde auch Ostern eklig. Dass ein Mensch öffentlich zu Tode gefoltert werden muss, damit Vergebung möglich ist, halte ich für ethisch absurd. Und an Weihnacht stört mich, dass nicht dokumentiert ist, dass der Beischlaf zwischen Maria und dem heiligen Geist einvernehmlich war. Nur ja heißt ja.

    So haben alle diese Feste in der Darstellung der Religionen selbst zumindest etwas Ekliges, vermutlich sogar etwas Unethisches. Man kann so etwas mit einem leckeren Essen oder einem besinnlichen Festakt übertünchen. Aber das möchte ich nicht als Unterrichtsinhalt haben.

    Ich sehe auch keinen Anlass derartige Riten als außerunterrichtliche Veranstaltungen an der Schule durchzuführen. Die Kinder können in ihren Familien und Religionsgemeinschaften feiern oder es bleiben lassen. Ich wüsste nicht, warum Schulen hier ein Zusatzangebot machen sollten.

    leidigen Kirchenstaatsvertrag, der den staatlichen Spielraum einengt. Das ist aber ziemlich nebensächlich in Bezug auf die Inhalte

    Die Verfassung räumt den Religionsgemeinschaften das Recht ein, die jeweilige Fiktion als Realität auszugeben. Das ist schon ein erheblicher Zugriff auf unterrichtlich Inhalte, die in normalen Unterricht in Übereinstimmung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen.

    Lieber wäre mir, dass stattdessen ein Ersatzunterricht in Verantwortung konfessionsfreier Verbände angeboten wird.

    Die Verantwortung für den Unterricht sollte in jedem Fall der Staat haben. Dass man diese Privileg beim Religionsunterricht verschenkt hat, bedeutet nicht, dass bei richtigem Unterricht auch Hinz und Kunz die Verantwortung übernehmen sollten.

    Das Befolgen religiöser Regeln schließt die Übernahme von Verantwortung für sich und andere nicht aus, auch nicht für das eigene Handeln.

    Religiöse Regeln verlagern die Verantwortung auf fiktive Entitäten, Göttinnen et. al. Sie entziehen sich einer Begründung und erlauben kein kritisches Hinterfragen. Weil Göttin.

    Darum geht's bei Religion. Anderen in ihr Leben reinreden, ohne etwas begründen zu müssen. Dass man trotzdem ethisch handeln kann, bedeutet nicht, dass Religionen Ethik bringen, sondern, dass man sich an betreffender Stelle emanzipiert hat.

    Dazu gehört auch ein grober Blick auf wesentliche Aspekte weitverbreiteter Religionen. Und

    Möglich. Etwas kritische Distanz wäre aber hilfreich. Die Reproduktion der religiösen Innenansichten hilft nämlich wenig. Man muss sich schon die Mühe machen zu erkennen, dass ethisches Handeln aus der Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln entsteht. Das Befolgen religiöser Regeln ist so ziemlich das Gegenteil davon.

    Wie dem auch sei, finde ich in den hier zitierten Plänen keine Grundlage dafür, Kinder zur Teilnahme an religiösen Handlungen zu verpflichten.

    Ich halte das Beschränken der Religionsfreiheit der Kinder und Eltern ernsthaft für rechtlich bedenklich.

    Für die Protagonistin derartigen „Unterrichts“ hat aber die Diskussion darüber keinen Mehrwert. Das Gepolter und Gepöbel hat mich keinen.

    Scheinbar kennt ihr euch nicht mit dem Teilrahmenplan Ethik in meinem Bundesland aus.

    Eben. Ich weiß noch nicht mal welches Bundesland das sein soll. Du kannst uns aber gerne erhellen, ich hätte da sogar eine Nachfrage des Lehrplans.

    alle Weltreligionen im Fach Ethik zu behandeln

    Was auch immer das mit Ethik zu tun haben soll. Scheint mir eher ein Religionsunterricht zu sein, der nicht so heißen darf. Aber sei’s drum. Wenn’s im Plan steht, steht’s um Plan

    Rituale und Traditionen exemplarisch zu zeigen und ggf. einmal anzuwenden

    Jetzt frage ich nochmal nach. Steht es tatsächlich im Plan, dass die Kinder Riten einer Religion ausüben, der sie gegebenenfalls nicht angehören?

    Grundschulkinder sind nicht religionsmündig. Die Eltern melden sie zum Ethikunterricht mitunter auch deshalb an, weil es kein Religionsunterricht an. Inwiefern wird deren Zustimmung eingeholt, bevor die Kinder an den Riten teilnehmen.

    Im Übrigen meine ich, dass man nicht bei allem mitmachen muss, mit dem man sich auseinandersetzt. Wie macht ihr das so, wenn es im Unterricht um Essstörungen oder häusliche Gewalt geht?

    Hättet ihr es gewusst, dass es einen Ramadan-Kalender gibt

    Nein, wusste ich nicht. Und? Jetzt weiß ich es. Was ist jetzt besser?

    Allerdings konntest du mir diesen Faktum vermitteln, ohne mich an religiösen Riten teilnehmen zu lassen.

    Dass die abrahamitischen Weltreligionen eigentlich denselben Ursprung haben

    Aha. Auch zu dieser „Erkenntnis“ musste ich an keiner religiösen Handlung teilnehmen.

    Dass jede dieser Weltreligionen einen Gott hat

    Oder drei. Wie man jeweils so zählt.

    Es geht darum Gemeinsamkeiten herzustellen, um dann die Unterschiede herauszuarbeiten.

    Gerne. Dazu muss man, wie gesagt, keine Riten begehen. Ich halte das sogar für kontraproduktiv. Damit verführt man die Kinder nur dazu, die religiösen Innensicht anzunehmen.

    doch ich musste kurz in den Rechtfertigungsmodus

    Allein, eine Rechtfertigung dafür, Kinder zur Teilnahme an religiösen Handlungen zu verpflichten, fehlt noch.

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