Man kann sich schön über die Streikerei bei der DB aufregen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass Personalmangel bei den Lockführern ein mindestens genau so großes Problem ist. Unterm Strich scheint der Beruf nicht so attraktiv zu sein, dass Leute ihn in Scharen ergreifen wollen.
Beim Streik geht es auch um die Arbeitszeiten im Schichtdienst. Der ist für Lokführerinnen besonders übel. Da gibt es nicht so etwas wie Nachtschicht von 22 bis 6. Die Dienstzeiten müssen ja zum Fahrplan passen. Die Lokführerin kann man nur im Bahnhof tauschen. So haben die sehr zerrissene Arbeitszeiten.
Das macht krank. Ja, das ist unattraktiv.
Als ich las, dass sie insbesondere fordern eine Fünf-Tage-Woche mit mindestens 48 Stunden frei zu bekommen. Dachte ich mir „Scheiße, das haben die noch nicht?“
Für die, die sich darüber aufregen, dass so ein Streik unangenehme Folgen hat. Das Wort kommt vom englischen „Strike“, was so viel heißt wie „Schlag“, „Treffer“ oder „Angriff“. Das soll weh tun.