- Die deutsche Bundesbahn ist staatlich, sie befindet sich zu 100% im Besitz des Bundes.
Es ist aber eine Aktiengesellschaft. bei der haben die Aktionärinnen aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft.
- Die deutsche Bundesbahn ist staatlich, sie befindet sich zu 100% im Besitz des Bundes.
Es ist aber eine Aktiengesellschaft. bei der haben die Aktionärinnen aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft.
Wäre es nicht sinnvoller, Post (inklusive Tel/Internet), Bahn und kommunalen Wohnungsbau zu verstaatlichen?
Bahn und Post waren mal Oberbehörden, somit staatlich. Zu Aktiengesellschaften wurde sie nur vermöge einer Verfassungsänderung. Also Zwei-Drittel-Mehrheit. Na? wer hat da alles dafür gestimmt? Doch wohl niemand von den Parteien, die sich jetzt darüber aufregen, dass so ein Streik aber auch arg doof sei?
Doch. Du bringst damit [...] deine Kollegen in Zugzwang, die eben aus diesem Grund dann nicht mit ihrer Klasse fahren.
Man darf sich gerne vergegenwärtigen wie perfide sozialer Druck daherkommt. Wenn hier jemand darüber berichtet, dass sie zu Dingen bereit wäre, um Mobbing vorzubeugen, ist das eben nicht mehr so, dass jede für sich entscheidet:
Ich möchte gerne mit meinem Kollegium noch halbwegs friedlich 20 oder wahrscheinlich 25 Jahre zusammenarbeiten. Wenn ich mich jedes Jahr weigere, auf Klassenfahrten zu fahren und den anderen das überlasse, ist das nicht gut möglich.
Nochmal: wenn sie für sich die Entscheidung trifft, ist eine (halbwegs) friedliche Zusammenarbeit nicht mehr nötig.
Natürlich kann man sich hinstellen und sagen, "Ja, als Erwachsener sollte man so ein bisschen Druck von Eltern schon aushalten"
Es ist halt mehr als nur ein Bisschen Druck. Ich habe mittlerweile gelernt, auch größerem sozialen Druck zu widerstehen. Aber eben gelernt. Man kann das nicht unbedingt einfach so. Es gibt auch durchaus Gründe dafür, dass Leute das nicht so gut können. Sei's weil die krank sind, jung oder unerfahren. Weil sie auf einer befristeten Stelle sitzen oder in der Ausbildung sind und sich auf das Wohlwollen "des Systems" angewiesen fühlen.
Ich sehe mich da auch ein wenig in der Verantwortung für meine Kolleginnen. Wenn eine vorweg geht und "nein" sagt, wo die anderen kuschen, fällt das "Nein"-Sagen vielleicht zukünftig leichter.
Hinzu kommt, dass viele, die selbst zahlen oder andere Scheiße fressen, gar nicht wissen, welches ihre Rechte sind. Nein, es haben noch nicht alle mitbekommen, wie die Rechtslage bezüglich Fahrtkosten ist. Anträge füllen sie fleißig aus, aber die zu Grunde liegenden Vorschriften lesen sie nicht. Noch schlimmer bei den Pauschalen für erweiterten Verpflegungsaufwand (aka Tagesgeld). Da wissen viele nicht, dass sie da einen Anspruch drauf haben.
Diese Leute treffen also gar keine Entscheidung, auf etwas zu verzichten. Sie glauben ja, sie müssten zahlen.
Und wenn eine neue, junge oder sonst wie unerfahrene Kollegin so jemanden fragt, wird sie einfach falsch informiert. Wenn sie aber woanders mitkriegt, dass jemand nicht fährt, weil Geld, fragt sie vielleicht noch mal woanders.
Darüber hinaus kann ich die Intention der Dienstherrin/Arbeitgeberin Geld zu schenken immer noch nicht verstehen. Es bleibt Kopfschütteln.
Das ist der eine Bereich, in dem ich es sehr genau nehmen würde.
Ich auch. Deshalb irritiert mich das „Passt schon.“ oder „Was soll schon schiefgehen?“, das hier gelegentlich vorgebracht wird, doch etwas.
Diese Behauptung ist falsch, das Führen von Klassenkonten ist uns sogar untersagt.
Prust. Wenn sich alle an die Vorschriften hielten, hätten wir viele Probleme nicht. Genau im Bereich der Verwaltung von Geldern nehmen es ja viele nicht so genau.
Dort:
"müssen sich Lehrkräfte in Niedersachsen zusätzlich unter anderem um [...] die Verwaltung von Klassenkonten oder die Abrechnung von Reisekosten kümmern."
Da sprechen wir ja gerade nebenan von.
Die verbleibenden Gesamtkosten werden durch die Anzahl der Kinder geteilt, und das müssen dann die Familien bezahlen.
Da muss man dann halt noch 'rumrechnen. Gäben die Reiseveranstalterinnen den echten Preis an, wüsste man gleich, was jede zu bezahlen hat. So legen sie die "Frei"plätze um und wir rechnen sie dann wieder 'raus.
Ich denke schon, dass die "Frei"plätze eine stillschweigende Übereinkunft zwischen Reiseveranstalterinnen und Land sind, um dem Land die Kosten zu erlassen und trotzdem Fahrten verkaufen zu können.
Ich nähme als Lehrerin keinen Freiplatz in Anspruch. Ich habe damals nicht bei Veranstalterinnen gebucht, die kein Angebot mit echten Preisen abgeben wollten.
Wir schweifen aber etwas ab. Eigentlich ging es im Thread um die Fragen der organisatorischen Voraussetzung für die Zahlungsabwicklung. Da fehlt es, so habe ich das bisher verstanden, an befriedigenden Lösungen.
Über Leute, die heutzutage noch dem Land die Dienstreisekosten schenken, kann ich nur noch den Kopf schütteln. Etwas zu diskutieren gibt es da eigentlich nicht.
die außerunterrichtlichen Aufgaben erheblich gestiegen sind
Sach ich ja. Es gibt genug Kram, den wir uns von der Backe schaffen sollten. Dann hätten wir Zeit für Unterricht UND Konferenzen.
dass dann die Dienstreise nicht genehmigt wird
And another problem solved.
Bei Themen, die an der Struktur, rechtlichen Vorgaben etc. scheitern, führt es leider zu endlosen Diskussionen
Ich will mal so sagen. Wenn die „Strukturen“ es nicht hergeben, dass eine Reiseveranstalterin das dafür vorgesehene Geld vom Land bekommt, gibt es wohl keine Fahrt. Da muss ich mir weder eine Kopp zerbrechen noch etwas diskutieren.
Djino Kann es sein, dass du dir anderer Leuts Köpfe zerbrichst? Wenn ich auf eine genehmigte oder angeordnete Dienstreise gehe, ist das Geld dafür ja schon vorhanden. Es muss nur von einem Konto des Landes zur Reiseveranstalterin überwiesen werden. Der Umweg über dad Konto der Lehrerin ist das gar nicht nötig.
Natürlich reiche ich anschließend eine Abrechnung ein. Geld, das ich nicht verbraucht habe, zahle ich zurück. Wenn noch etwas hinzukommt, weil z. B. das Programm angepasst werden musste, sich bei den Verpflegungspauschalen etwas getan hat oder so, bekomme ich das dann erstattet.
Dass ich nicht mit 500 Euro in Vorleistung gehe, heißt ja nicht, dass ich auf einmal völlig unflexibel bin.
Diese sind auch - pepe - keine Mehr[arb]eit, sondern gehören zu den ganz gewöhnlichen dienstlichen Aufgaben.
Jepp. Notenkonferenzen am Nachmittag sind völlig legitim. Es sind eher andere Dinge, die einfach mal wegfallen könnten, damit wir die wichtigen Dinge entspannt angehen können.
Ein pädagogischer Tag dauert bei uns einen ganzen Tag, sieh mal an. Das geht nicht, ohne Unterricht ausfallen zu lassen. Ob sich das gelohnt hat, wissen wir meist hinterher. Oft nicht.
Sowohl unter dem Aspekt, dass du selbst Notenkonferenzen nachmittags hast
Deine Entscheidung als Elter hat nichts damit zu tun, in welchen Schuhen du den Müll ’rausbringst. Oder was bei dir auf der Arbeit so läuft.
Ich kann nicht beurteilen, ob der Unterrichtsausfall ein Problem darstellt,
Dann machte ich auch keins draus.
Was willst du denn? Stört dich der Unterrichtsausfall? Möchtest die, dass deinen Kindern diese Lernzeit gewährt wird. Dann musst du aktiv werden. Oder ist dir das mit dem zusätzlichen freien Tag und ausschlafen recht, weil den Kindern die Erholung mehr bringt als ein tag Schule. Dann musst du nichts machen.
Mir gefällt die Variante mit „gar nicht in Vorleistung gehen“ ich glaube, damit konfrontiere ich die Schulleitung mal.
Have fun.
dass die Praktikumsbesuche mit privaten KFZ erfolgen und recht erstaunt war, als ich kein Auto dafür hatte….
Same here. Den zweiten Lacher hatte ich, als ich auf Nachfrage, ob ich mir denn nicht mal ein Auto zulegen wolle, weil das ja praktischer wäre, erklärte, dass das auch nichts ändere, weil ich überhaupt keine Lust habe, ein privaten Kraftwagen dienstlich einzusetzen. Mir passten da schlicht die Konditionen nicht. „Nein, nein“, sagte ich, „ohne Auto passt für mich.“
Mittlerweile wissen die Kolleginnen dann auch, dass sie keinen Privatwagen dafür nehmen müssen. Machen sie aber trotzdem. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln käme man ja nicht überall hin, dann könnte man manche Praktikantinnen gar nicht besuchen. Ach.
Wenn die Fragenstellerin jetzt eine unbefristete E13-Stelle hat und nachher auch nur eine unbefristete E13-Stelle bekommen kann, ist das bodenständige Referendariat der totale Wahnsinn.
Die TE merkt an, dass sie in ein paar jahren zu alt für die Verbeamtung sein könne. In einem halben Jahr wäre die also noch drin. Ob Sie jetzt tatsächlich eine unbefristete Stelle in Aussicht hat, wissen wir nicht. Und überhaupt kommen die Informationen etwas zäh uns spärlich. Zu Bundesland und Schulform wissen wir nichts bis wenig. Auf der Basis kann man gar nichts raten.
6 Monate an einer Regionalen Schule. Allerdings ist bin mittlerweile fix und fertig von diesem ständigen Druck und Kritik. Ich habe eine Aussicht auf eine unbefristete Stelle im DaZ-Bereich, wo ich mich richtig wohl und von Kollegen geschätzt fühle. Deswegen würde ich gerne die Stelle annehmen und das Ref abbrechen. Mir würde E13 vollkommen ausreichen. In ein paar Jahren bin ich aber zu alt für die Verbeamtung nach dem Referendariat.
Wie nun, ein halbes Jahr oder mehrere? Wie lange dauert dein Referendariat noch?
Bist du sicher, dass dir eine Planstelle ohne zweites Staatsexamen angeboten wird. Kann ja sein, Bedarf bei DaZ ist hoch. Aber meinst du nicht, dass du in einem gesuchten Bereich auch in einem halben Jahr mit zweitem Staatsexamen unterkommst? Und zwar als Beamtin?
Druck und Kritik kommt leider im Referandariat vor. Zum einen gerechtfertigt, weil es dich auf einen stressigen Beruf vorbereiten soll. Zum anderen liegt das aber auch ein gutes Stück an der Unfähigkeit der Seminarausbilderinnnen, die es selbst nicht besser können und sich hinter Gemecker und überzogenen Ansprüchen verstecken.
Ich schlage vor, du machst das noch fünf Monate und brichst dann ab. Danach schlägst du dich dann mit Vertretungsstellen durch.
Vielleiht hier nochmal:
Die Kollegin, deren Konto gepfändet worden ist, hat womöglich noch ein größeres Problem. So ein Konto wird ja nicht gepfändet, weil man den Deckel in der Dorfkneipe drei Tage zu spät zahlt. Sollte das das Ergebnis einer „nicht amtsangemessenen Lebensführung“ sein, wird’s womöglich unangenehm.
Wenn es sich aber gar nicht um eine Insolvenz handelt (eine Kontopfändung kann es auch geben, wenn man beim Nebengewerbe eine Frist beim Finanamt versäumt hat), dann ist die Kollegin womöglich auch nicht zahlungsunfähig und kann das eingesammelte Geld von woanders an die Reiseveranstalterin überweisen.
Ich wäre interessiert an weiteren Fakten in der Sache, RosaLaune Wie ging's denn nun weiter?
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