Beiträge von Tom123

    Ich finde es schlimm, dass Kliniken schon lange, jetzt auch Kinderkliniken heillos überlastet sind, es aber das Gesundheitsministerium nur peripher zu interessieren scheint.

    Was schlägst Du denn als zeitnahe Möglichkeit vor? Oder auch langfristig? Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wäre sicherlich toll. Aber das kostet auch viel Geld. In der Pflege merken wir es gerade, wo die Eigenanteile der Pflegebedürftigen so stark steigen, dass sie zum Sozialamt müssen.

    Dazu gibt es auch einfach keine Bewerber. Lehrkräfte werden nun wirklich nicht schlecht bezahlt. Trotzdem haben wir einen eklatanten Lehrermangel. Gleiches gilt übrigens in vielen anderen Berufen auch. Gerüchteweise werden auch Ärzte nicht schlecht bezahlt. Wenn wir jetzt sagen, dass wir mehr ausbilden müssen, hilft uns das auch nur begrenzt. Es fehlen überall Kräfte.

    Ich glaube nicht, dass es dort einfache Lösungen gibt.

    Natürlich wusste das keiner was kommt. Das verlangt ja auch niemand. Keiner wusste, dass die Impfstoffe die Infektionslage nicht besser machen und auch die Übertragungswege waren länger nicht klar.

    Ich fand die Vorgehensweise aber nicht gut. Auch zu den jeweiligen Zeitpunkten nicht.

    Die Impfstoffe haben die Lage massiv gebessert. Sie schützen vor einem schweren Verlauf und nur durch die Impfstoffe waren/sind die Lockerungen möglich gewesen.

    Zwischen mir gefallen die Entscheidungen nicht und kopfloser Reaktionismus ist aber ein großer Unterschied. Ersteres verstehe ich, letzteres nicht. Es wurden auf Basis des vorhandenen Wissens Entscheidungen gefällt, die damals auch von der großen Mehrheit als richtig erachtet wurden. Die Kritik kam erst deutlich später und oft leider auch auf Basis von Falschaussagen. Guck dir nur an, wie oft bestimmte falsche Dinge hier immer wieder gepostet werden. Wenn man sich die reinen Zahlen ansieht ist Deutschland im internationalen Vergleich ganz gut durch die Pandemie gekommen. Besonders im ersten Teil.

    Ich bin der Meinung, dass wir keine Maßnahmen brauchen. Es gibt keine vernünftigen Konzepte, für gesundheitliche Ausnahmensituationen und es werden auch scheinbar keine gemacht. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege.

    Selbst das Händewaschen nach dem Stuhlgang ist eine Maßnahme. Wenn ich kranke Kinder zu Hause lasse, ist es eine Maßnahmen. Impfungen sind Maßnahmen. Irgendwie denken manchen Menschen nur noch in extremen. Da wird jede Maßnahme zum Weltuntergang deklariert. In der aktuellen Situation muss man halt überlegen, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Selbst Du und state wollen hoffentlich nicht kranke Kinder zur Schule schicken.

    Vielleicht ist es sinnvoll einfach mal eine Woche Distanzlernen mit Notbetreuung anzubieten. Oder nur eine 14tägige Maskenpflicht. Einfach um die Welle zu brechen und die Krankenhäuser zu entlasten. Das kostet auch keine 100 Mrd.. Und übrigens auch das Gesundheitssystem und jeder Long-Covid-Fall kostet uns viel Geld. Warum haben es wohl Länder wie China und Australien mit No-Covid-Strategien versucht? Weil zu blöd sind zu rechnen? Oder wollte China einfach nett zur Bevölkerung sein. Wir werden in ein paar Jahren sehen, was wir wirklich noch an Folgekosten haben.

    Ein weiteres kopfloses Reagieren, wie in den letzten Jahren brauchen wir nun wirklich nicht.

    Kopfloses reagieren ist ziemliche Blödsinn. Wir hatten es mit einem unbekannten Virus zu tun und man hat versucht darauf zu reagieren. Manches war sinnvoll, anderes nicht. Kopflos war es auf jeden Fall nicht. Vielleicht liest du dir mal die ersten Beiträge im Corona-Thread durch. Damals wusste keiner, was auf uns zukommt. Da kamen noch Beiträge von unseren Forum-Gurus, dass Corona nicht über die Luft übertragbar wäre, weil es sich dann viel zu schnell verbreiten würde oder das die Impstoffentwicklung mindestens 3 Jahre dauert. Damals konnte keiner die Entwicklung voraussehen.

    Und wisst ihr anderen, ob ich Angaben zu meiner Familie machen muss?

    Solange Du dir nicht absolut sicher bist, dass eine Frage nicht erlaubt ist, solltest Du alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Du muss und solltest auch nichts erzählen, was nicht gefragt wurde.

    Um zu wissen, ob die Frage legitim ist, würde ich mich an Gewerkschaft, Personalrat oder Fachanwalt wenden. Im schlimmsten Fall hängt davon einiges ab. Da würde ich mich nicht auf eine Aussage aus dem Forum verlassen.

    Dass mehr erkranken ist nicht dasselbe, wie ein stärkeres Erkranken.

    Ja, aber die Berichte, dass sie stärker erkranken gibt es doch auch. Dass Leute länger als normal fehlen etc.. Ich meine mit Gewissheit wird man das erst in einem paar Wochen wissen, wenn man die Daten auswerten kann. Aber es gibt zu mindestens Hinweise darauf. Und vor allem kannst Du doch nicht eine Schule nehmen und daraus schließen, dass es überall so ist.

    Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Erwachsene im Moment stärker an irgendwas erkranken, wir beobachten in Teilen Europas lediglich eine Verschiebung der Saisonalität. Der Krankenstand bei uns im Schulhaus entspricht exakt dem, was vor Corona im Herbst zu erwarten war. Etwa 2 - 3 Lehrpersonen von 110 pro Woche.

    Und die Berichte aus D, dass besonders viele Lehrkräfte, Personal in Kliniken, etc. erkrankt sind, sind dann falsch, weil es bei dir an der Schule nicht so ist?

    Von mir aus auch Distanzunterricht, es geht nicht um den Begriff. Es ist aber nicht möglich, neben seinem Präsenzunterricht noch Distanzunterricht vorzubereiten. Also entweder arbeiten Susannea und ihre Kolleginnen doppelt so viel, weil sie SuS in der Schule und zu Hause angemessen beschulen, oder sie kopieren ein paar Arbeitsblätter, dann ist es kein Distanzlernen.

    Wie kannst Du das denn aus der Distanz beurteilen? Bei uns ist es übrigens auch so, dass Lehrkräfte den pädagogischen Mitarbeitern Material hinlegen sollen. Spätestens wenn nun jemand längerfristig erkrankt, muss eine Lehrkraft sie mitversorgen. Letztlich ist es auch nicht die große Arbeit, wenn man parallel das Fach sowieso gibt.

    Aber am Ende finde ich es anmaßend die Situation aus der Ferne zu beurteilen. Anscheinend ist für die Schulaufsicht, die Schule und die Lehrkräfte die sinnvollste Lösung. Wir kennen weder die Klasse noch Leistungsstand noch Rahmenbedingungen. Wie wollen wir beurteilen, ob das die beste Lösung ist oder nicht.

    Du meinst durch eine Coronainfektion? Könnte sein, muss aber nicht. Mein Sohn war auch sehr krank und hatte noch nie Corona. In meiner Klasse sind einige Kinder sehr krank und auch welche, die noch nie Corona hatten. Zumindest nicht wissentlich.

    Das Problem ist, dass Du nicht genau weiß, ob er Corona hatte oder nicht. Generell ist es aber so, dass verschiedene Infektionen das Immunsystem schwächen. Es wäre also durchaus einleuchtend, dass es auch bei Corona so ist. Dazu gibt es auch erste Studiendaten, die das stützen.

    Wahrscheinlich werden es am Ende verschiedene Faktoren sein, die da Zusammenkommen. Sicherlich vor allem bei den Kinder ein Nachholeffekt. Aber auch bei den Erwachsenen sind mehr krank als früher.

    Und du, wie du selbst schriebst, ZUSÄTZLICH zu deinem Unterricht Aufgaben erstellst und korrigierst. Das ist einfach absurd, gute Nacht.

    Wenn nicht genug Lehrkräfte da sind, muss doch reagiert werden. Anscheinend finden Schulbehörde und Schule diesen Weg am sinnvollsten. Das lässt sich sicherlich aus der Distanz nur begrenzt beurteilen.

    Und die Lehrkräfte können sich nicht aussuchen, ob sie das gut finden oder nicht. Wenn die Schule das anordnet, macht man das. Wenn es mit der Arbeitszeit nicht passt, bleiben andere Dinge liegen.

    Wie viele Lehrer fehlen denn aufgrund Longcovid, hast du zahlen?

    Solche Zahlen werden sehr schwer zu bekommen sein. Es gibt da eine ärztliche Schweigepflicht. Wenn sich jemand krank meldet, erfährt der Arbeitgeber gar nicht, warum er krank ist. Die Beihilfestellen könnten so etwas berechnen. Aber die haben wahrscheinlich kein Interesse. Am Ende könnte nur rauskommen, dass der Staat zu wenig für den Schutz seiner Leute gemacht hat. Vielleicht geben die Krankenkassen da auch mal Zahlen raus. Aber ob die Interesse haben so etwas nach Berufsgruppen zu differenzieren? Und dann müsstest die Zahlen noch zusammentragen. Ich denke, dass es unmöglich ist, dort exakte Zahlen zu bestimmen.

    Aus meinem näheren Schulumfeld kenne ich zwei Lehrkräfte. Allerdings auch nur über den "Buschfunk". Es kann durchaus sein, dass jemand mit Long-Covid zu Hause war und dann eine andere Krankheit entdeckt wurde und er inzwischen damit krankgeschrieben ist.

    Wer heute erkrankt, weil er vorher eine Corona-Infektion hatte, wirst du auch kaum rausbekommen. Man wird wahrscheinlich irgendwann sagen können, dass das Risiko um XY% steigt. Aber du hast auch Menschen, die gar nicht wissen dass sie Corona hatten...

    "Ach!"

    Ich behaupte mal ganz frech, dass es in NRW ganz wenige Grundschulen mit mehr als 80% gibt. Was ausgebildete Grundschullehrkräfte angeht, fühlt es sich eher wie noch weniger an.

    Du musst das natürlich ein wenig differenzieren von welcher Quote du ausgehst. Offiziell hat Niedersachsen im Februar 100,1% landesweit an Grundschulen. Wenn jemand dauerhaft mit Longcovid oder was anderem ausfällt, ist das natürlich erstmal nicht berücksichtigt. Erst wenn die Person wirklich komplett raus ist. D.h. auf dem Papier habe ich durchaus eine gute Versorgung aber an einzelnen Schulen sieht es dann anders aus. Aber die Mehrheit ist bei uns durchaus über 80%.

    Also unter Homeschooling stelle ich mir was anderes vor. Dafür kann deine Schule nichts, aber beschissen ist die Situation schon, wenn ichs mal so sagen darf. Das hat aber was mit Lehrkräftemangel zu tun und nicht mit Covid, oder nicht?

    Covid verschlimmert doch den Lehrermangel und dann kippt das System. Wenn ich 3 kranke Lehrkräfte an einer Grundschule habe, schaffe ich es vielleicht gerade noch einen vernünftigen Vertretungsplan hinzustellen. Wenn dann aber noch 1-2 Lehrkräfte zusätzlich durch Covid fehlt, geht es irgendwann nicht mehr.

    An der Nachbarschule fehlt eine Lehrkraft durch Long-Covid seit fast einem Jahr. Rückkehr ungewiss. Das sind natürlich Einzelfälle aber in der Summe fehlen diese Lehrkraft. Und vor allem selbst, wenn das Land Gelder für Neueinstellungen bereit stellt, ist der Markt leer. Wir haben mehrere Schulen, die verzweifelt jemanden für genehmigte Feuerwehrstellen suchen. Der Markt ist aber leer.

    Und am Ende ist auch die Frage, inwieweit Lehrkräfte nach einer überstandenen Corona-Infektion nun leichter an anderen Infektionskrankheiten erkranken.

    Aber natürlich hast du Recht, dass es ohne Lehrermangel unproblematisch(er) wäre. Hätte jede Schule eine Versorgung von 110% könnte man die Ausfälle einfacher kompensieren. Wir haben aber schon ohne Corona Schulen mit einer Versorgung von unter 100%.

    Das kann ja sein, dass dein Chef eine individuelle Lösung findet, aber in deinem Beitrag klingt es so, als ob es auf das Wohlwollen einzelner und Kompromisse ankommt, damit alle Interessen gleichermaßen gewahrt werden. Dem ist aber nicht so, es ist keine Gnade des Stundenplaners/Schulleiters, ob ein Elternteil Kindkranktage erhält und wie viele, sondern ein Recht auf Krankengeld, welches das Sozialgesetzbuch für Arbeitnehmende gewährt, für Landesbeamte entsprechend angepasst.

    Ich glaube, dass du das nicht verstanden hast. Wenn Du verheiratet bist, hast Du 2022 10 Tage Anspruch auf Kinderkrankentage. Die bekommst Du relativ einfach. Wenn die nicht ausreichen, kannst Du noch weitere Tage nach Ermessen bekommen. Wobei Ermessen nicht bedeutet, dass der Schulleiter das frei entscheidet, sondern er muss das abwägen.

    Jetzt kann es ja durchaus passieren, dass man trotzdem mehr Tage braucht. Auch wenn Du es anders siehst, hat man dann keinen Anspruch. Trotzdem wird man in diesen Situationen in der Regel eine Lösung finden. Das hat auch nichts mit Gnade zu tun sondern wir in der Regel aufgrund der akuten Situation entschieden. Im Zweifel kann dein Dienstherr von dir nicht verlangen, dein krankes Kind zu Hause alleine zu lassen. Er kann aber deine Bezüge für diese Zeit kürzen.

    Ich weiß nicht, was du für Rechte aus SGB V leitest. Vielleicht nennst du einmal die konkrete Paragrafen. Grundsätzlich geht es bei SGB V um die gesetzliche Krankenkasse. Das wird für die meisten von uns gar nicht zutreffen. Ich vermute mal, dass Du dich auf das Krankengeld beziehst. Das ist aber eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Da kannst Du nicht ableiten, dass das ein Rechtsanspruch ist. Letztlich gibt es in der Regel ähnliche Regelungen für Landesbeamte. Aber nur weil die gesetzliche irgendwas bezahlt, kannst du nicht darauf klagen, dass die Beihilfe das genauso machen muss. Zumal bei uns auch der Dienstherr die Bezüge einfach normal weiterzahlt. In der Regel bist Du als Beamter eher besser gestellt.

    Das ist keine sinnvolle Erklärung, denn du könntest als Angestellte*r auch länger mit dem kranken Kind zu Hause sein, bekommst aber dann nichts mehr bezahlt.

    Du kannst auch als Beamter Urlaub unter Wegfall der Bezüge bekommen. In Niedersachsen ist das ein halbes Jahr. Wenn es wirklich am Ende keine andere Möglichkeit gibt, habe ich noch nie gehört, dass es keine Lösung gibt. Insbesondere im Schuldienst. Wir hatten selber einmal den Fall, dass sich eine Kollegin massiv beschwert hat, dass sie mehr Tage braucht. Mein Chef hat ihr damals angeboten, dass sie noch 2 Tage mehr zu Hause bleibt und Minusstunden macht und die dann wieder abarbeitet. Am Ende wollte sie das aber nicht und ihr Mann ist zu Hause geblieben.

    Das ist richtig. Nur wenn das Kind die Eltern ansteckt, sollte man doch sich selbst krankmelden und nicht die Kinderkrankentage verbrauchen.

    Wenn bspw. das Kind wegen Magen-Darm Montag bis Freitag krank ist und es erwischt die Eltern ab Mittwoch, dann sollte man in der Schule klar kommunizieren, dass es nur zwei Kinderkrankentage waren und nicht fünf.

    Du musst doch dann sowieso eine Krankmeldung und ggf. eine AU abgeben. Damit sollte es für die Schule eindeutig. Ansonsten kann man später immer noch meckern.

    Viel spannender ist, dass in Nds. auch drin steht, dass Voraussetzung ist, das keine andere Person zur Verfügung steht. Darüber kann auch man auch gut streiten. Gerade bei Doppellehrer-Haushalten ist die Frage, ob immer die gleiche Person zu Hause bleiben muss.

    Das hat mit Gesetzen nicht viel zu tun. Bei einer Kopiervorlage erlaubt der Verlag Dir explizit das unter den und den Umständen zu kopieren. Du hast sozusagen einen Vertrag mit dem Verlag. Während Corona haben viele Verlage grundsätzlich erlaubt, dass man ihre Werke digitalisieren und kopieren durfte.

    Gesetzlich darfst du aber auch ohne Zustimmung des Verlages in begrenzten Maße kopieren. Da geht es um Kopien ohne Zustimmung des Verlages (Rechteinhaber).

    Ich korrigiere noch:

    NDS - vier Tage regulär, bis zu zwölf im Ermessen

    War während Corona um

    Fünf Tage erhöht, gilt aber ab 2022 nicht …

    Das ist nicht richtig:

    10 Tage für 2022 max. 20 Tage und das pro Kind.

    Ich finde das auch nicht so wenig. Letztlich müssen die Personen auch in der Schule ersetzt werden. Am Ende gibt es das Interesse der Schule und das Interesse der Lehrkraft. Und da ist es halt ein Kompromiss.


    (2a) 1Abweichend von Absatz 2 Satz 2 kann im Urlaubsjahr 2022 Urlaub nach Absatz 2 Satz 1 je Kind für bis zu zehn Arbeitstage im Urlaubsjahr erteilt werden. 2Abweichend von Absatz 2 Satz 4 darf der Beamtin oder dem Beamten Urlaub im Urlaubsjahr 2022 insgesamt aber nur für bis zu zwanzig Arbeitstage im Urlaubsjahr, einer alleinerziehenden Beamtin oder einem alleinerziehenden Beamten für bis zu dreißig Arbeitstage im Urlaubsjahr erteilt werden.

Werbung