Beiträge von Tom123

    Wenn man die alten Threads betrachte, würde ich die Frage direkt mit dem Anwalt klären. Der ist sowieso in der Materie drin und kann sicherlich direkt und verbindlich, eine Aussage machen. Wenn deine Stelle befristet war und Du nun durch die Klage verhindert hast, dass du wieder arbeitslos wirst, ist es ja durchaus verständlich das an der alten Schule vielleicht kein Bedarf mehr ist. Das man dann neu prüft, wo Bedarf für dich besteht, halte ich für nachvollziehbar.

    Die Boosterimpfung kann schlecht befristet sein, wenn man noch keine vierte Impfung empfiehlt. Aber es wird sicherlich der Tag kommen, wo auch die dritte Impfung ein Ablaufdatum erhält. Wahrscheinlich gibt es bald jährlich eine Kombi-Impfung im Herbst. Einmal Grippe, einmal Covid. Die Frage ist nur ob freiwillig oder Pflicht ...

    Tom123

    Aber dass Viren mutieren, noch dazu respiratorische vom Stamme der Corona-Viren (altbekannt), war eine Überraschung? Ebenso, dass sich daraus eine leidliche Vorhersagbarkeit zur zukünftigen Wirkung von Impfstoffen ableiten lässt?

    Naja, erstmal ist die Frage, was man hören will. Auch damals wurde schon davor gewarnt, dass die Viren mutieren können und das eine regelmäßige Impfung notwendig sein können. Außerdem war vollkommen klar, dass nicht klar welches Impfschemata man braucht und wie es mit Auffrischimpfungen aussieht.

    Die Frage ist doch, welche Erwartungen man hatte. Es hieß immer, dass Impfungen ein Weg aus der Pandemie sind. Das ist immer noch der Fall. Das Problem ist weder die schlechte Wirksamkeit der Impfungen oder die Mutation. Das Problem ist, dass wir zu viele Menschen haben, die immer noch ungeimpft sind. Und das zweite Problem ist, dass viele Menschen immer noch nicht verstanden haben, dass wir nicht von Anfang an alles über ein neues unbekanntes Virus wissen können. Auch heute wissen wir ganz viel nicht. Wie wird sich das Virus entwickeln? Vielleicht steht morgen ein noch milderer Omikron-Nachfolger in den Startlöchern und wir können uns alle Maßnahmen sparen. Vielleicht gibt es morgen eine Mutante zwischen Delta und Omikron und wir haben ein großes Problem. Wir wissen noch nicht, wie gut die neuen Medikamente wirken. Wir wissen nicht, was mit Long-Covid ist. Wir wissen nicht, was die verbesserten Impfstoffe bringen werden. Allgemein ist in der Impfstoffentwicklung sicherlich noch viel Potential.

    Die Impfstoffe sind gut. Sie sollten schwere Verläufe und Todesfälle verhindern. Das tun sie extrem gut. Selbst ohne Booster klappt das gut. Mit sogar noch besser. Wir sollten nicht vergessen, dass Anfangs ein Schutz von mehr 70% gegen schwere Verläufe / Tod als Ziel galt. Da sind wir weit drüber.

    Naja, der Erfolg der aktuellen Impfstoffe liegt ja nun auch weit hinter den geschürten Hoffnungen. Vor einem Jahr hat jedenfalls keiner gesagt, dass wir uns alle Nase lang impfen lassen müssen, nur um weiterhin zusätzlich mit allen möglichen Maßnahmen und Einschränkungen beschwert zu sein. Im Gegenteil.

    Zwischen dem was gesagt wurde und dem was man realistisch erwarten durfte sind aber auch große Unterschiede. Letztlich ist auch die Frage, wie wir heute ohne Impfstoffe dastehen würde. Die Mutationen kann man ja den schlecht den Impfstoffen anhängen. Hätten wir noch die Ursprungsvariante wären wahrscheinlich alle Probleme gelöst.

    Impfquote 2. Impfung Dänemark: 81,2 / Deutschland: 75,7

    Booster Dänemark: 60,8 / Deutschland: 52,2

    Altersdurchschnitt: Dänemark 42,1 Deutschland 45,9

    Bevölkerungsdichte: Dänemark 138,5 Deutschland 235,2

    In Dänemark (und England) ist Omikron viel früher gestartet...

    Dazu noch einfach die Frage, ob man eher vorsichtig vorgeht oder Risiko eingeht.

    Dänemark geht einen andren Weg als Deutschland und ich empfinde es als "erleichternd", dass andre Länder es so viel entspannter sehen. Wer "am Ende" den besseren Weg gegangen ist, werden wir vielleicht irgendwann wissen.

    Ich finde es schwierig zu vergleichen, da oft die Situation ganz anders ist. Impfquote, Alter der Bevölkerung, Bevölkerungsdichte, ... Ich kann auch nicht MVP in Deutschland mit Berlin vergleichen.

    Darum ging es doch gar nicht, sondern um die Tests, die die SuS von unserer Schule erhalten (ich hatte weiter oben angemerkt, dass dies andauernd andere Marken sind). Wenn ich selber krank bin, gehe ich eh zum Arzt; da ist es mir dann ziemlich egal, wie "tauglich" der Selbsttest, den ich vorher gemacht habe, ist. Und wenn ich Corona-Symptome habe, würde ich auch für einen PCR-Test bezahlen, um Gewissheit zu bekommen.

    Also erstmal bitte das Land Niedersachsen uns ja auch darum uns regelmäßig zu testen. Dafür bekommen zu mindestens die Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen auch Test vom Land. Da wüsste ich schon gerne, ob das auch was bringt. Sonst kann ich mir das auch sparen.

    Mit den PCR beim Arzt ist das natürlich super. Leider sollen/werden die inzwischen priorisiert. D.h. wenn du Pech hast, bekommst du keinen.

    Aber auch losgelöst davon finde ich es einen legitimen Anspruch, dass Schnelltest, die uns das Land zur Verfügung stellt, auch was taugen.

    Nützt mir ja nix, weil wir a) ja gar nicht mehr alle Testmarken gleichzeitig in der Schule liegen haben und b) ich nicht weiß, welche Marke die SuS, die gerade vor mir sitzen, benutzt haben (sie testen sich ja hier in NDS zuhause).

    Wenn man selber krank zu Hause ist, wüsste man halt schon gerne ob der Test was taugt oder nur ein nettes Gefühl vermittelt.

    Wir haben jetzt neue Coronatests, die eine WESENTLICH geringe Genauigkeit (siehe Tabelle des PEI: Klick!) haben: 100%/87%/0%/76% gegenüber 100%/52%/0%/58% (von links nach rechts abnehmende Virenlast, letzter Wert Gesamtdurchschnitt).

    Unsere haben 90%/10%/0%. Noch Fragen? Aber heute kam eine Mail vom Land, dass die Test nicht mit den getesteten Test übereinstimmen und in Wirklichkeit viel besser sind. Ich bin also beruhigt.

    Wir hatten das System vor vielen Jahren auch mal. In jeder Klasse gab es einen Ordner mit Aufgaben für den Vertretungsfall. Das haben wir aber schnell abgeschafft. Momentan ist es so, dass die Parallellehrkraft (und in der Regel Vertreter der KL) Aufgaben an die PMs gibt. Außerdem haben wir verschiedene Freiarbeitsmaterialien, die in allen Jahrgängen genutzt werden.

    Es ging um Behinderung. Du würdest einen Kollegen ohne mit der Wimper zu zucken abordnen lassen, weil er behindert ist und nicht Vollzeit arbeiten kann? Möge euer Personalrat auf Zack sein.

    Humblebee hat Recht. Wir reden davon, dass eine Stunde nicht besetzt werden kann, weil nicht genügend Kollegen aufgrund guter persönlicher, familiärer, was auch immer Gründe dort nicht arbeiten kann. Ich muss aber als (Grund)schule zwingend in den Unterricht in den Kernzeiten sicherstellen. Was soll ich dann da bitte machen?

    In dem Moment wo die Kollegen das Recht darauf haben, dort nicht eingesetzt zu werden, muss ich als Schulleitung die LschB informieren und sie um Lösung des Problems bitten. Ich habe doch gar keine andere Option?

    Ein Beispiel von der Nachbarschule. In Niedersachsen geben die Sportlehrkräfte den Schwimmunterricht. Diese müssen aber alle 3 Jahre die Rettungsfähigkeit neu nachweisen. An einer Schule haben beide Sportlehrkräfte irgendwann gesagt, dass sie das nicht mehr schaffen. Da auch kein anderer Kollege Schwimmunterricht erteilen wollte und durfte, gab es keine Schwimmlehrkraft mehr. Am Ende wurden tatsächlich zwei Kollegen gewechselt, um das Problem zu lösen.

    Wir selber haben vor ein paar Jahren eine Kollegin explizit mit Religion abgeordnet, weil an der aufnehmenden Schule keine Religionslehrkraft mehr war. (Religion ist in Nds. freiwillig).

    Und letztlich ist der Fall hier ähnlich. Die LschB kann auch sagen, dass eine Hilfskraft da unterrichten soll. Eine der Lehrkräfte bereitet den Unterricht vor und die Hilfskraft erteilt ihn.

    Aber entscheidend ist, dass das alles meine Entscheidungskompetenzen überschreitet. Ich würde das Problem mitteilen und entscheiden muss die Behörde.

    In der Praxis ist es bei uns dann zu mindestens so, dass man es erklärt und mit viel Murren springt dann einer ein, der es trotz guter Gründe dagegen macht. Auch unsere Lehrkräfte mit kleinen Kindern waren in der Vergangenheit fast immer unproblematisch. Man guckt gemeinsam, was möglich ist und dann sind in der Regel alle zufrieden. Wir hatten aber auch schon eine Kollegin, die erstmal auf ihre Rechte verwiesen und dann ihre Forderungen formuliert hat. Wir haben ihr dann klar gemacht, dass wir alle ihre Zeitwünsche erfüllen aber sie dann nicht die Klassen und Fächer so bekommen kann, wie sie das wünscht. Dann hätte sie nämlich DaZ machen müssen, was zeitlich flexibel ist aber damals keiner machen wollte. (Damals sind die Lehrer dafür noch zum Kindergarten gefahren.)

    Aber zurück zum Thema: Karuna, wie würdest du denn das Problem lösen? Bei uns war es oft am Freitag die letzte Stunde. Ich brauche da für 8 Klassen 8 Lehrkräfte und habe 9. Dabei sind aber zwei mit Schwerbehinderung und einem Attest, dass sie dort nicht eingesetzt werden können. Wie soll man das Problem lösen?

    Aber Tom123 wie verfährst du wenn beide Kollegen entsprechend eine Behinderung oder ärztliches / amtsärztliches Attest haben / teildienstfähig sind? Dann musst du das Problem doch auch auflösen?

    Nein, das geht halt nicht. Im Extremfall muss die Landesschulbehörde eine Kollegin versetzen/abordnen. Was willst du denn sonst machen? Ich kann doch nicht eine Klasse in der ersten Stunden unbetreut lassen, weil Kollegen ihre Kinder zum Hort bringen müssen?

    Du hast an der Grundschule auch nur 26 Stunden für die Kinder während Vollzeit 28 Stunden ist.

    Das Schöne ist, dass du bei Software wie untis bestimmte Vorgaben/Wünsche einstellen kannst. Beispielsweise Kollege A Montags in der ersten Stunde. Problem ist aber, dass das Programm natürlich trotzdem nicht alles beachtet, weil man nicht alles erfassen kann und andererseits sich Wünsche gegenseitig ausschließen. Dann muss man händisch ran. Es nimmt aber viel Arbeit ab.

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