Ihr geht auch alle vom Idealfall aus. Aber in der Praxis sieht es auch anders aus.
Meine ehemaligen Rektorin ist Anfang der 80er fertig geworden. Trotz 1,x Staatsexamen hat sie sieben Jahre mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und befristen Stellen verbracht.
Momentan wird jeder eingestellt, aber wie viele Lehrkräfte mussten sich in den vergangenen Jahren mit Feuerwehrstellen etc. von Ferien zu Ferien schlagen? Schlecht bezahlt und dann noch in den Sommerferien arbeitslos.
Was ist mit den ganzen Abbrechern? Wenn ich nach 4 Jahren das Studium doch nicht schaffe. Oder im Referendariat durchfalle oder merke, dass es nicht klappt. Ich kenne aus dem Bekanntenkreis einen Fall, wo jemand sehr lange studiert, Referendariat gemacht und dann nach einem halben Jahr aus dem Schuldienst ausgeschieden ist, weil es nicht seins ist.
Das gibt es natürlich bei der Ausbildung auch alles. Aber da merk ich es früher und bekomme die Zeit noch bezahlt. Nach meinem Studium stand ich mit dicken Bafög-Schulden da. Die müssen auch erstmal wieder verdient werden.
Und vor allem hat unser Job doch eine ganz andere Verantwortung als beispielsweise der Hausmeister(in), der Schulassistent(in) oder der Sekretär(in). Das muss sich doch irgendwo wiederfinden?