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In diesem Thread befinden sich Beiträge zum Datenschutz aus 2 Threads. Dieser Beitrag kommt aus dem "Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen"-Thread.
Kl. gr. frosch, Moderator
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Also, irgendwie widersprichst du dir selber, denn in deinem vorherigen Post schriebst du doch noch, du kennest "keine einzige Schule, wo am Gebäude etwas verbessert wurde". Oder zählt die Ausstattung mit mobilen Luftfiltern für dich nicht zur Verbesserung am Gebäude? Dann ist es natürlich was anderes.
In der Tag sind mobile Luftfilter, wie der Name schon sagt, keine Änderung am Gebäude. Das ist Ausstattung. Genauso wie Tische, Stühle, ... Änderung am Gebäude wären neue Fenster, Einbau einer Raumlufttechnischen Anlage, weitere Türen, Anbauten, etc.. Also alles was fest mit dem Gebäude verbunden ist. Das merkt man auch als Hauseigentümer beim Unterschied zwischen einer Gebäude- und einer Hausratversicherung.
Bezüglich der mobielen Luftreiniger kannst du im verbindlichen Rahmenhygieneplan finden, dass diese nur in begründeten Ausnahmefällen nach vorheriger Prüfung eingesetzt werden. Entsprechend werden sicherlich die meisten Klassen keine haben.
Wir haben entweder Waschbecken oder Desinfektionsmittelspender in den Klassenräumen. Die SuS müssen also nicht zum Händewaschen bzw. -desinfizieren extra zu den Sanitärräumen gehen.
Für allgemeinbildende Schulen gab es lange Zeit die Vorgabe, dass die Kinder aus Gründen des Gesundheitsschutzes die Hände waschen sollen und Desinfektionsmittel nur in begründen Ausnahmefällen verwendet wird. Das halte ich auch durchaus für sinnvoll. Ich habe 24 Kinder in einer Klasse. Jeder braucht zwischen 30 und 60 Sekunden um sich ordentlich die Hände zu waschen. Ich habe ein Waschbecken in den meisten Klassenräumen. Dazu zwei Sanitärräume pro Geschlecht für die Schule. Dort gehen aber auch die Kinder zur Toilette und auch dort sind nur 3 Waschenbecken. Bitte erläutere mir, wie sich damit 200 Schüler am Ende der großen Pause die Hände ordentlich waschen sollen. Und natürlich vor dem Frühstücken und nach der kleinen Pause und vor dem Mittagessen. Wenn man das wirklich richtig umsetzt, sind 10 Minuten nach jeder Pause um. Achja, die Schüler sollen sich auch vor und nach dem Sportunterricht die Hände waschen. Wir haben eine Toilette und ein Waschbecken in der Halle. Wie viele habt ihr pro Halle?
Wieso denn das nicht? Ich persönlich benutze mein ausgeliehenes Lehrerendgerät (Notebook) ausschließlich zuhause zur Unterrichtsvorbereitung und für Videokonfenzen.
Das stimmt meines Wissens nicht, da sich dies nur auf private (mobile) Endgeräte bezieht und nicht auf dienstliche Geräte und damit m. M. n. auch nicht auf unsere über die Schule geliehenen Lehrerendgeräte:
Richtig es bezieht sich nicht auf dienstliche Endgeräte. Dort stellt die Schule bzw. der Schulträger den Datenschutz sicher. Für die Rahmen der Lehrerendgeräte ausgegeben Geräte gibt das Land aber vor:
"Die Speicherung von personenbezogenen Daten auf dem Gerät ist nicht vorgesehen.
Da es sich um dienstliche Endgeräte zum unterrichtlichen Einsatz handelt, die im pädagogischen Schulnetz zu integrieren sind, tragen die Lehrkräfte datenschutzrechtlich die gleiche Verantwortung wie bei privaten Endgeräten. Die diesbezüglichen Regelungen des Erlasses zur „Verarbeitung personenbezogener Daten auf privaten informationstechnischen Systemen (IT-Systemen) von Lehrkräften“, RdErl. d.MK v. 01.01.2020, Nds. MBl. 2020, S. 153, gelten daher analog.
Entsprechend gelten die Vorgaben für private Endgeräte auch für diese Geräte. Wenn dein Schulträger dir natürlich außerhalb dieser Förderungsrichtlinie ein echtes dienstliches Gerät zur Verfügung stellt, ist das was anderes. Das passiert aber in der Regel nur Ausnahmefällen. Beispielsweise wenn du Aufgaben beim Schulträger übernimmst wie z.B. im Medienzentrum.
Was das "Nige" ist, entzieht sich meiner Kenntnis - Ist das der Name einer Schule?
Aber ja, natürlich kann ich diese SuS in meinen Unterricht einbinden. Das haben wir schon häufig gemacht: mit SuS in Quarantäne, SuS, die im letzten Schuljahr einen Antrag auf Befreiung vom Präsenzunterricht gestellt hatten (auch in diesem Jahr betraf das zu Schuljahresbeginn einen Schüler, der wegen einer Autoimmunkrankheit nicht am Präsenzunterricht der FOS teilnehmen konnte/durfte; mittlerweile ist er für das komplette Halbjahr krankgeschrieben), oder auch während des "Szenario B". Diese SuS - die zuhause vor dem PC, dem Notebook oder Tablet oder ihrem Smartphone sitzen - werden per Videokonferenz über "BigBlueButton" in den Unterricht dazugeschaltet. Wir haben ja den großen Vorteil, dass wir in jedem Klassenraum einen Lehrerrechner, eine Kamera und ein Whiteboard mit Beamer haben; da ist das überhaupt kein Problem.
An anderen BBSn hier im nordwestlichen NDS, an denen Freundinnen und Bekannte von mir tätig sind, wird es ebenso gehandhabt. Das ist natürlich wieder ein "Bonus", den wir als technisch gut ausgestattete berufliche Schulen haben.
Das NIGE ist das Niedersächsiche Internatsgymnasium in Esens. Die sind Vorreiter für solche Dinge, da sie die Inseln versorgen. Das was du skizziert ist sicherlich eine gute Bastellösung aber noch lange keine professionelle Lösung. Das fängt damit an, dass die Lehrkraft erstmal wissen muss, wie das ganze (datenschutzkonforom) gestartet und beendet wird. Du wirst sicherlich erstmal eine Einverständniserklärung aller anwesenden Personen benötigen. Was machst du, wenn eine nicht zustimmt? Sicherlich nicht BBB nutzen. Wie macht ihr das mit der Kamera? Ihr habt nur eine? Zeigt die das Tafelbild? Filmt die den Sprecher? Wird die immer mitgedreht? Wie ist mit Mikrofonen? Ich weiß, das solche Räume eine ganze Menge von Mikrofonen haben, die dann entsprechend geregelt werden. Da darf man nicht mit dem Nachbarn flüstern, weil es dann alle mitbekommen.
Was ihr macht ist sicherlich toll. Aber es ist letztlich eine Bastellösung und keine systematische Lösung für das Problem. Das Land macht momentan dazu kommt etwas. Es müsste eigentlich eine Vorgabe geben, wie man das machen soll. Welche Software? Welche Hardware? Welche datenschutzrechtlichen Aspekten sind zu beachten? Einfache Beispiel: Ein Schüler in Präsenz möchte das nicht. 10 Schüler sitzen zu Hause in Quarantäne. Was macht man?
Bei uns als BBS gibt es natürlich schon seit Jahren (nein: Jahrzehnten) Internet und auch schon lange Wlan. Ohne könnten wir gar nicht arbeiten. Welche "Mehrheit von Schulen" du meinst, die Internetprobleme haben, weiß ich nicht. Die mir bekannten weiterführenden Schulen in der Stadt, in der ich wohne, und im Landkreis, wo ich unterrichte, verfügen alle ebenfalls schon jahrelang über stabiles Internet und Wlan.
Für die GS sieht es leider, leider übler aus.
Du widersprichst dir da selber. Die Mehrheit der Schulen sind sicherlich schon die Grundschulen. In der Summe machen die berufsbildenden Schulen kaum etwas aus.
Wenn ich deinen Heimatlandkreis noch richtig weiß, dann kenne ich alleine zwei weiterführenden Schulen, die zwar Internet haben, aber wo es nicht richtig läuft. Es gibt dazu auch regelmäßig Befragungen etc.. Internet heißt ja nicht nur, dass es auf dem Papier da sein. Es muss auch stabil laufen und die Geschwindigkeit muss ausreichen.
Grundsätzlich bin ich aber bei dir, dass die BBS am besten ausgestattet sind. Das liegt natürlich auch in der Natur der Sache. Die brauchen schon lange gutes Internet und eine gute Ausstattung und die Firmen machen Druck.