Beiträge von Tom123

    Ich kenne einige Referendarinnen, die alle keine Standardstunden abgeliefert haben, sondern immer etwas eigenes, z.T. ganz neue Sachen.

    Trotzdem können sie Standard für den schnellen Alltag.

    Das sowieso. Die eigentliche Aussage war ja auch, dass man sich durch das Ref "mogeln" kann ohne das auffällt, dass man für den Job ungeeignet. Es gibt Leute, die machen ihr Ref mit 3,x und merken anschließend, dass das nicht ihr Job ist. Das Ref ist nur begrenzt dazu geeignet schlechte Leute auszusortieren.

    Tell me something new. Das ist ja wohl vollkommen klar.

    Aber dann ist es doch auch klar, dass das Ref nicht alle Leute aussortieren kann, die nicht fürs Lehramt geeignet sind.

    Trotzdem glaube ich, dass ich (zum Glück!) niemanden kenne, die/der in ihrem/seinem Ref. dermaßen von anderen "abgekupfert" hat oder sich gar die Master-/Staatsexamensarbeit von jemand anderem hat schreiben lassen. Sorry, vielleicht bin ich da zu naiv, aber so ein Vorgehen finde ich einfach sch... :(

    Sch... finde ich das auch.

    Aber vielleicht haben wir auch einfach andere Kriterien. Ich kenne ein Fall, wo der Lebensgefährte große Teile geschrieben hat. Ich kann aber auch einen Fall, wo jemand eine schlechte/ungenügende? Arbeit von X Freunden nacheinander Korrektur lesen lassen hat. Jeder hat Teile verbessert / umgeschrieben / Vorschläge gemacht. Das was am Ende raus kam, hätte die Person nicht alleine geschafft. Wo ist die Grenze erreicht?

    Und im Ref. habe ich kaum (keine?) Anwärter erlebt, die nicht irgendwelche bekannten, vorgefertigen was auch immer Stundenentwürfe als Grundlage genommen und dann ihren eigenen Entwurf daraus gemacht haben. Gerade für viele Einführungsstunden gibt es halt auch Standardstunden. Einführung schrifltlicher Addition, Einführung 1x1, ... Da gibt es halt nur wenige verschiedene Stundenideen und wenn ich in die Literatur gucke, treffe ich immer auf die gleichen. Was ist abschreiben und was ist noch ok? Zitat meiner Seminarleiterin: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden.

    Aber das alle zeigt am Ende nicht, ob ich am Ende auch mit 20+X Stunden meinen Unterricht hinbekomme.

    Du erzähltst oft Falsches über Österreich.

    Österreich ist groß. Ich vermute, dass es da auch regionale Unterschiede gibt. Vielleicht kennt Susannae Leute, bei denen es anders ist. Ich habe mich auch schon mal bei Aussagen von dir gewundert, weil ich das von unseren Freunden aus Wien anders kenne. Aber wie in Deutschland gibt es wahrscheinlich auch in Österreich immense Unterschiede.

    Niemand muss sich im übrigen bei 1500 netto im Ref darauf konzentrieren "wie sie die nächsten Monate finanzieren".

    Ich hatte vor vielen Jahren rund 950 € netto. Das war damals schon wenig. Insbesondere da bei uns zwar die Mieten niedrig dafür aber das eigene Auto Pflicht war. Ob 1500 € heute ausreichend sind, mag ich nicht beurteilen. Das hängt sicherlich auch viel mit den persönlichen Umständen zusammen.

    Ersteres ja, aber weder was das "ausgiebige Testen" oder Entwürfe-anderer-Nutzen angeht: Ist mir nicht bewusst, dass das so gehandhabt wird. Zum ausführlichen Ausprobieren ist doch im Ref gar keine Zeit und bei den Entwürfen muss man doch i. d. R. bestätigen, dass man sie selbst erstellt hat, oder? Da würde ich nicht riskieren wollen, dass mir Plagiat vorgeworfen wird.

    Ich kenne Leute, da hat jemand anderes die Examensarbeit geschrieben. Es gibt Menschen, die bezahlen wildfremde Menschen dafür. Und es gibt viele, die mehr oder minder viel Hilfe von Freunden bekommen haben. Alleine jemand kompetentes, der deine Entwürfe Korrektur liest, bringt eine Menge. Ist es dann schon nicht selbst erstellt?

    Meine Prüferin im Examen sagte damals: "Man muss das Rad nicht neu erfinden." Für die Besuchsstunden suche ich mir doch sowieso irgendein tolles Thema aus. Dann habe ich da vielleicht schon mal eine Stunde gesehen oder was gelesen. Beispielsweise in Sachunterricht gibt es bestimmte Klassiker. Magnetisch oder nicht oder alternativ brennt oder brennt nicht, leitet den Strom oder nicht. Man legt ein paar Materialien zurecht und lässt die Kinder testen. Dann sammelt man das in einer Tabelle. Das ganze verpackt in einer netten Geschichte und am Ende ein passenden Merksatz. Da ist es schon echt schwierig irgendwas total falsch zu machen. Man kann sogar magnetisch oder nicht im großen Besuch machen und dann brennt oder brennt nicht in der Prüfung.

    Bei meinem Ref waren gerade Anna-Zahlen in Mathematik beliebt. Das haben mehrere in der Prüfung gemacht. Die werden sicherlich auch miteinander gesprochen haben. Am Ende ist das Ref aber was anderes als der normale Schultag. Im Ref geht es darum Sternstunden zu zeigen. Im Alltag sieht dann vieles anderes aus. Und manche Probleme tauchen dann erst auf.

    Für mich wird das Ref deutlich zu schlecht bezahlt. Wenn man bedenkt, dass man schon ein Studium abgeschlossen hat. Vor allem wenn man überlegt, wie hoch die Besoldung anschließend ist.

    Vielleicht sollte man bundesweit alle Neulehrer in den ersten 18 Monaten 500 € weniger zahlen und dafür im Referendariat 500 € mehr. Wäre wahrscheinlich eine win/win Situation.

    Vor allem sollte es auch im Interesse der Länder liegen. Man gibt viel Geld aus, um neue Lehrkräfte gut auszubilden. Diese müssen sich aber erstmal darauf konzentrieren, wie sie die nächsten Monate finanzieren. Dafür hat man anschließend kaum noch finanzielle Sorgen. Macht doch keinen Sinn...

    Um auch mal zu antworten:

    Da sind viele nette Ideen dabei aber auch ganz vieles das unrealistisch ist. In der Grundschule gibt es kaum/keine Freizeitaktivitäten ohne Aufsicht. Auch ist ein Rotationsprinzip schwierig umzusetzen. Wenn ein Kind nachts Heimweh bekommt, ist es halt etwas anderes wenn die Klassenlehrkraft kommt als wenn irgendwer halbfremdes da ist.

    Personal versuchen wir auch immer relativ viel abzustellen. Aber das Personal fehlt dann wieder an der Schule. Da geht man dann halt Kompromisse ein. Das muss natürlich für die Leute vor Ort ok sein sonst bleibt man zu Hause.

    Aber auch wenn ich und die meisten Kollegen gerne auf Klassenfahrt fahren, hätte ich das gerne auch entsprechend als Arbeitszeit angerechnet und vergütet.

    Ja ist mir schon klar. Aber man macht das ja nicht ohne dabei zu wissen, dass man selbst irgendwie klar kommt.

    Naja, wir boykottieren das Gas ja nicht. Russland liefert uns kein/weniger Gas, weil wir die Ukraine unterstützen und die EU Sanktionen gegen Russland verhängt hat. Also sind wir entweder erpressbar und akzeptieren, dass Russland die Ukraine besetzt. Dann haben wir a) Stress mit den USA und unseren Nachbarn und b) das gleiche Problem, wenn Russland die nächsten Forderungen stellt.

    Oder wir müssen jetzt mit (unter Umständen massiven) wirtschaftlichen Folgen rechnen und versuchen unsere Abhängigkeit / Erpressbarkeit zu reduzieren.

    Letztlich eine komplexe und schwierige Situation, die sich sicherlich nicht auf ein "wenn es ein Problem wäre, würden wir russisches Gas nicht boykottieren" reduzieren lässt.

    Ich finde das gerade ein wenig verwirrend. Euch ist schon bewusst, dass Russland gerade die Ukraine überfällt und sie eigentlich einverleiben will? Dass Russland von einem neuem Superreich träumt und seinen Einflussbereich am liebsten bis Lissabon ausdehnen will?

    Aus politischen Gründen boykottieren mag inhaltlich vielleicht passen, hört sich so verkürzt aber doch sehr naiv an.

    In dem Fall wundert es mich, wie diese Person denn überhaupt durchs Ref gekommen ist. Besteht an Lehrkräften für deren Schulform solch ein großer Bedarf, dass alle Augen zugedrückt und die Refis allesamt "durchgewinkt" werden? Oder ist es nur die Person selber, die meint als Lehrkraft ungeeignet zu sein, obwohl sie von anderen (insbesondere den ehemaligen Fachleiter*innen) nicht so wahrgenommen wird?

    Also ich kenne einen Fall, wo jemand irgendwann zusammengebrochen ist, weil er es einfach nicht mehr schafft. Seitdem ist der Person immer mal wieder krank und immer mal wieder da. Aber völlig ungeeignet.

    Ich denke schon, dass man sich auch durchs Referendariat einigermaßen "mogeln" kann. Die Stunden bereitet man ausführlich vor, testet sie ausgiebig. Die Entwürfen kommen oft von jemand anderen. Wenn es dann richtig los geht und man auf einmal 20+ Stunden alleine planen und durchführen muss, sieht es dann anders aus.

    Die Bewertung durch andere ist manchmal auch ein Problem. Es gibt leider auch immer wieder Schulleiter, die auch Refs durchwinken, weil man sie ja nicht im Ref raustesten will. Und leider gibt es auch manchmal FS-Leiter, die selber einfach keine Ahnung haben. Ich habe das mit umgekehrten Vorzeichen im Ref erlebt.

    Zum Bedarf: Ich kenne eine Geschichte aus dem Emsland. Eine Gym-Anwärterin hat so schlecht abgeschlossen, dass sie kein Angebot an einem Gymnasium bekommen hat. Da sie unbedingt in den Schuldienst wollte, hat sie sich auf eine Stelle an einer Förderschule beworben. Dort wurde sie nachrangig genommen, da es keine Bewerber gab. Von Sonderpädagogik hat sie wohl keine Ahnung. Da muss sie sich jetzt reinarbeiten. Ob das klappt oder nicht, wird man abwarten. Aber in der Praxis bekommt doch inzwischen jeder eine Stelle. Selbst ohne Ref sind die Chancen gut.

    Und inder Zeit muss mann dann wirklich mal Dampf machen mit off shore Windkraft, dem Ausbau der Leitungsnetze (Nord-Süd) und endlich mal ein paar Windkraftanlagen in Bayern.

    Insbesondere letzteres. Gerade wenn man sich die aktuellen Aussagen von Herrn Söder ansieht. Der hat sie wohl nicht mehr alle. Will keine Windräder in Bayern zulassen aber in Niedersachsen soll Fracking gemacht werden, damit in Bayern Gaskraftwerke betrieben werden können ...

    Ich habe das Gefühl, dass die meisten ein persönliches Problem mit mir haben und mir das Praktikum zur Hölle machen wollen.

    Die Anmerkungen werden auch meist so kommuniziert, dass die Lehrerin es garnicht erst mitbekommt.

    Normalerweise verhalten sich die Schüler nicht so. Sie haben in der Regel kein persönliches Problem sondern wollen einfach nur ihren Spaß. Es ist natürlich etwas anderes, wenn du dich irgendwie mit ihnen angelegt hast.

    Ist vielleicht ein Klassenwechsel eine Option?

    Wenn die Lehrerin Fortschritte sieht, ist es vielleicht auch einfach nur so, dass die Klasse für dich verbrannte Erde ist. Wenn Du als Neuling reingehst, hast du erstmal einen Bonus. Wenn die Kinder "gelernt" haben, dass sie bei dir machen können, was sie wollen ist um ein vielfaches schwierig dort wieder raus zu kommen.

    Am Ende ist es auch eine Entwicklung. Ich habe am Anfang auch mehrere negative Erfahrungen gemacht. Inzwischen habe ich seit Jahren keine echten Probleme.

    Für mich hängt auch vieles davon ab, mit welcher Einstellung ich in die Klasse gehen. Ich akzeptiere es nicht mehr, dass ein Schüler mir gegenüber respektlos auftritt. Sobald das passiert haben wir ein Break und klären das. Ohne Schimpfen und in der Regel ohne Strafen. Aber ich bestehe darauf, dass die Schüler eine vernünftiges Verhalten zeigen.

    Ist natürlich an der Grundschule einfacher aber ich habe auch in der Sek1 unterrichtet. Letztlich ist es überall das Gleiche. Da muss man erst Recht sofort reagieren und Grenzen setzen. Bei schwierigen Schülern im Team arbeiten.

    Ein Problem bleibt aber, dass es ganz generell immer wieder Menschen geben, die erst nach dem Referendariat merken, dass sie nicht für den Schuldienst geeignet sind. Ich habe gerade so einen Fall im Bekanntenkreis erlebt. Das ist echt doof.

    Irgendwo in Süddeutschland gibt es eine Uni, die den Lehramtsstunden im Vorfeld einen Test anbietet und dann eine Empfehlung ausspricht.

    Ansonsten würde ich immer dazu raten noch freiwillige Praktika zu machen oder in die Jugendarbeit einzusteigen. Vielleicht hilft es einem einfach weitere Erfahrungen zu sammeln.

    Ist sie eh wegen der Entsorgungskosten. Wird auch vom Staat übernommen.

    Da machst du es dir aber ein wenig einfach. Richtig ist, dass die Betreiber das Geld in einem Fond überwiesen haben und der die Kosten tragen soll. Wenn das Geld nicht reicht, ist der Staat dran. Fast genauso läuft es übrigens auch beim Kohlebergbau. Oder gibt es da irgendwelche Unterschiede, die ich nicht kenne?

    Dass der Staat allgemein schlecht verhandelt und die Firmen zu wenig eingezahlt haben, vermute ich auch. Aber ist wahrscheinlich eher die Dummheit des Staates bzw. sein Blick auf die Wirtschaft als den Firmen zuzuordnen. Vielleicht war es auch angesichts der Kosten für den Atomausstieg ein Kompromiss.

    Dazu kommt, dass die Betreiberfirmen der Atomkraftwerke ab dem ersten Januar keine Haftung für Unfälle übernehmen wollen."
    Verständlich. Wird ja langsam unsicher ...

    Das ist nicht verständlich oder hat was man mit einer zu großen Unsicherheit zu tun, sondern da geht es rein um wirtschaftliche Interessen. Der TÜV hat doch gerade erst gesagt, dass die letztes Jahr abgeschalteten Reaktoren immer noch zu den sichersten der Welt gehören. Und sicherlich sind unsere Reaktoren immer noch sicherer als die meisten Reaktoren an der Grenze zu uns. Aber für die Firmen geht es darum den Gewinn zu maximieren. Hätte man Ihnen vor 5 Jahren ein Jahr mehr vorgeschlagen, hätten sie es mit Kusshand genommen. Jetzt bedeutet es Ausgaben und wenig Einnahmen.

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