Beiträge von Tom123

    d) man legt der Schulleitung die nicht geschafften Klausuren der letzten Wochen auf den Tisch und die Kollegen dürfen ran (durfte da auch schon für andere ran, obwohl selbst von dem Problem betroffen)

    e) man meldet sich mit Schnüpfchen krank, korrigiert in Ruhe und fehlt nur zwei Tage statt eine Woche (klappt das?)

    Eigentlich erscheint mir e) das Beste für alle Beteiligten. Und doch fällt es vielen schwer.

    Für mich auch eindeutig d). Es müssen ja nicht zwingend die Kollegen ran. Vielleicht kann eine gute SL die Person aufgrund der Belastung auch einfach so einen oder zwei Tage mit dem Auftrag zu korrigieren ausplanen.

    Und vor allem nicht e). Sich krank zu melden nur um in Ruhe zu korrigieren ist sicherlich weder legitim noch sinnvoll. Ich rede natürlich vom "Schnüpfchen" und nicht von einer echten Krankheit. Wenn die Arbeitsbelastung zu hoch ist, muss der AG sie halt anders steuern. Da kann es nicht die Lösung sein, dass man zum krank machen animiert wird. Wenn genug Kollegen ihre Überlastung erklären, wird Schule irgendwann etwas ändern müssen. Lehrkräfte müssen viel stärker den Mut haben, auch mal etwas liegen zu lassen. Und ich mache sicherlich auch nicht (unfreiwillig) eine 60 Stunden Woche. Irgendwann bleiben Sachen einfach liegen. Ich habe natürlich auch schon mal 60+x Stunden gearbeitet. Aber da war es meine bewusste Entscheidung und in der Regel habe ich mir dafür woanders Stunden gespart.

    In der aktuellen Situation gibt es auch noch den Fall, dass man eigentlich nicht krank ist aber aufgrund der Vorgaben nicht zur Schule darf. In Niedersachsen sollst du teilweise erst nach 48 Symptomfreiheit wieder zur Schule. Ich könnte also durchaus gesund zu sein, weil ich am Vortag krank war. Oder wenn ich Kontakt zu einem positiven Fall hatte. Da kann/muss ich natürlich Homeoffice betreiben. Ich denke, dass gerade heutzutage nicht so selten ist.

    Häh? Das sind Hospitalisierungen pro Einwohner, was hat das mit der Anzahl Betten zu tun? Zumal ich dachte, das deutsche Betten-Märchen sei eh vom Tisch. De facto hat die Schweiz im Verhältnis doppelt so viele Pflegefachkräfte, die die Patienten auch betreuen können. Mit nem Bett alleine ist es nicht getan.

    Mal abgesehen von der ständigen Diskussion warum die Schweiz alles viel besser macht, ist das Argument von DFU nachvollziehbar. Wenn insgesamt weniger Betten pro 100k zur Verfügung stehen, wird man auch zwangsweise weniger hospitalisieren.

    Wenn ich mir die aktuellen Zahlen ansehe, hat die Schweiz bei 8,6 Mio EW 876 Intensivbetten. Deutschland hat bei 83 Mio EW heute 19.838. Ich könnte mir also vorstellen, dass man in D Leute eher auf die Intensivstationen legt während man sie in der Schweiz vielleicht noch anders behandelt. Wenn die Zahlen nicht stimmen, ist das natürlich was anderes. Ich würde aber erstmal davon ausgehen, dass die Zahlen richtig sind. Vielleicht ist nur die Definition eine andere.

    Ehrlich ... Ich glaube wirklich der Herr Spahn ist nicht die allerhellste Kerze auf der Torte. Jeder von uns weiss doch, welche organisatorischen Fehler z. B. an einer Schule passieren und was dahintersteckt. In der Regel Überarbeitung und eine gute Portion Inkompetenz bzw. Selbstüberschätzung.

    Ich glaube kaum, dass Herr Spahn das alles persönlich entscheidet. Da wird es sicherlich genug Mitarbeitet geben, die das alles ausarbeiten. Und diese werden sicherlich auch ein besseren Einblick als unsereins haben.

    Auch die Gewichtungen bzw. Präferenzen bei den Impfstoffen (77% Biontech 8% Moderna) waren lange bekannt. Warum man dennoch in anderen Gewichtungen bestellt hat und das auch weiterhin tut - ein Rätsel.

    Als die meisten Lieferverträge abgeschlossen wurden, war noch nicht mal klar, welcher Impfstoff überhaupt und wenn ja wann zugelassen wird. Die Präferenzen waren vielleicht im Sommer bekannt.

    Man hätte alles wissen können. Also eigentlich hat man das alles gewusst, man wollte es nur nicht wahr haben.

    Im Sommer wurde klar, dass die Impfbereitschaft nicht reicht. Es war klar, dass wir die Herdenimmunität nicht erreichen. Es war auch klar, dass wir nachimpfen müssen. Dazu hatten wir im Sommer die Kapazitäten, weil der Bedarf an Erstimpfung nachgelassen hat.

    Es war klar, dass die Inzidenzen durch die Decke gehen. Und damit war auch klar, dass es einen hohen Bedarf an Boosterimpfungen geben wird. Es war auch klar, dass wir die Impfzentren weiterhin oder andere Angebote brauchen werden.

    Jetzt stehen wir dumm da und können versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Dazu sollten wir die vorhandenen Impfstoffe verwenden. So einen Quatsch wie „freie Impfstoff-Wahl“ können wir uns nicht leisten.

    Naja, aber es gibt ja durchaus Argumenten gegen eine Impflicht. Die Entscheidung wurde ja nicht aus Dummheit gefällt, sondern man hat sich aus politischen Gründen für etwas entschieden. Auch wenn ich für eine Impfpflicht wäre, kann ich es nachvollziehen, wenn sie abgelehnt wird.

    Im Sommer bzw. im Frühsommer gab es schon lauthals Forderungen aus der Ärzteschaft, dass man die Impfzentren dringend schließen sollten und die Impfungen ausschließlich über die Ärzte laufen sollten. Im August und September war auch in vielen Impfzentren nicht viel los.

    Im Sommer wusste man noch nicht genau, wann (und ob) man eine Boosterimpfung braucht. Wir erinnern uns, dass man mal vor einer Schutzwirkung von einem Jahr gesprochen hat. Wir hatten die ersten Impfungen erst im Januar. Woher sollten man im Sommer schon wissen, dass man nach 6 Monaten boostern sollte? Das war nicht mehr als eine (gute) Theorie. Noch vor wenigen Wochen haben Experten davon gesprochen, dass Boosterimpfungen nicht für alle notwendig sind. Wir erinnern uns mal an die Stiko-Empfehlungen. Will man Spahn vorwerfen, dass er der Empfehlung der Stiko gefolgt ist? (Ist er auch nicht. Er hat ja schon vorher Impfungen für alle auch ohne Stiko gefordert)

    Außerdem war es im Sommer schon klar, dass wir genug Impfstoffe haben. Die Frage war also die freie Wahl zu lassen und Moderna notfalls in die Tonne zu hauen oder Biontech zu spenden mit der aktuellen Situation. Es ist ja nicht so, dass wir keinen Impfstoff haben. Wir haben mehr als genug. Wir haben nur nicht das Produkt, dass sich die meisten wünschen.

    Das was man Spahn am meisten vorwerfen kann, ist aus meiner Sicht, dass er nicht frühzeitiger gesagt hat, dass Biontech nur so und so viel zur Verfügung steht und der Rest in Moderna genommen werden muss. Das einzige Argument der Ärzteschaft, dass ich verstehe, ist das man nun etwas umplanen muss, weil bei Moderna 10 Impfungen auf einmal gemacht werden müssen und bei Biontech nur 6. Aber selbst wenn ich statt den 10 Moderna nur 6 verimpfe, ist es doch immer noch besser als 10 Moderna in die Tonne zu hauen?

    Dass Moderna mehr liefern würde als gedacht, wußte man spätestens im Juni:

    Glaubst du wirklich, dass die Leute im Ministerium einfach nur zu blöd sind?

    Es war kaum im Juni abzuschätzen, wie viele Impfungen wir im Dezember brauchen. Außerdem wusste man nicht, dass wir im Dezember auf einmal einen Run auf Boosterimpfungen und Impfungen bekommen. Die ganze Entwicklung war kaum absehbar.

    Man kann sicherlich einzelne Entscheidungen kritisieren oder anders sehen. Man musste z.B. keine Impfstoffe spenden. Man hätte auch Deutschland first machen können. Man kann auch kritisieren, dass man verschiedene Impfstoffe gekauft hat. Oder man kann sagen, dass es für einen kein Problem darstellt, wenn wir Impfstoffe wegschmeißen, die woanders fehlen.

    Aber man muss doch nicht ständig so tun als ob im Ministerium nur Idioten arbeiten.

    Also ich verstehe einige Leute echt nicht.

    Die Politik hat von Anfang an auf verschiedene Hersteller gesetzt. Das fanden die meisten gut. Niemand hat anfänglich gefordert nur Biontech zu kaufen.

    Wir haben deswegen deutlich mehr Impfdosen als wir brauchten. Weil wir nicht wussten, welcher Impfstoff wie gut und wie verfügbar sein wird. Auch das war sicherlich gut.

    Da wir zu viel Impfstoffe haben, haben wir einen Teil den wir voraussichtlich nicht benötigen gespendet. Da Moderna nicht gespendet werden darf, haben wir Biontech gespendet.

    Die Unterschiede zwischen Moderna und Biontech sind in der Praxis minimal. Wahrscheinlich hat Moderna ein wenig mehr Nebenwirkungen und dafür eine ein wenig längere Wirksamkeit.

    Da nun die Zahl der Impfungen durch Boostern, 2G und vierte Welle stark zunehmen, müssen wir sehen, dass wir alle Impfstoffe verwenden. Das sollten wir auch unabhängig davon machen, weil es eine Frechheit wäre, wenn Deutschland Impfstoffe wegschmeißt nur weil man Biontech bei gleicher Wirksamkeit schöner findet. Auf der anderen Seite der Erde sterben Menschen, Ärzte und Pflegepersonal weil gar kein Impfstoff verfügbar ist. Und wir haben ernsthaft Menschen, die Moderna in die Tonne hauen wollen, weil sie für ihre Drittimpfung doch lieber Biontech wollen.

    Das Gesundheitsministerium hat sicherlich viele Fehler gemacht. Kommunikation zum Beispiel. Aber im Grundsatz verstehe ich sie.

    Ich finde, dass sich einige Hausärzte auch echt anstellen. Viele leisten sicherlich vor Ort großartige Arbeit. Aber alleine der Gassen ist eine Katastrophe. Alleine wenn er davon spricht, dass die Lage nicht so schlimm ist.

    Vielleicht sollte man sich auch mal in Erinnerung rufen, dass die Ärzteschaft im Frühsommer gefordert hat, dass man die Impfzentren schließen und die Ärzte impfen lassen soll. Beziehungsweise die Kassenärztliche Vereinigung hat das gefordert. Und nun stellen wir fest, dass wir die Impfzentren doch bräuchten... Während der Vorstand der Kassenärzte immer noch sagt, dass alles kein Problem ist, stöhnen die Ärzte vor Ort.

    Es geht doch gar nicht darum, wie gut Moderna ist, sondern dass fünf vor 12 alles geändert werden muss. Es gab sooooo viele verunsichernde Momente, warum noch mehr produzieren? Und unsere Hausarztpraxis hat vor drei Tagen noch Leute mit was anderem als Biontech in der 1./2. Impfung abgewiesen, weil sie nur Biontech auf Biontech boostern.

    Hier wird doch ständig gepredigt, dass man sich mal auf die Fachleute verlassen solle, weil wir alle keine Ahnung haben, wenn die aber selbst von Kreuzimpfungen abraten und 3 Tage später zuraten, wen soll denn das noch überzeugen? Außerdem wird es den eh schon schleppenden Prozess sinnlos verzögern.

    Vielleicht wusste man vor ein paar Wochen noch nicht, dass man plötzlich anfängt alle zu boostern? Der Beschluss der Stiko ist ja noch nicht so lange her. Was wäre denn besser? Die Moderna-Dosen wegschmeißen oder verschenken? Und wenn wir sie verschenken und dann nicht genug haben, ist das besser?

    Welche Fachleute raten von Kreuzimpfungen ab? Im Gegenteil wird doch immer gesagt, dass Kreuzimpfungen besser sind. Es hieß nur mal, dass man möglichst den gleichen nehmen sollte.

    Nein, die Ärzte brauchen Planungssicherheit. Und da dem Ministerium das Dilemma mit den ablaufenden Moderna-Impfdosen ja hoffentlich nicht erst gestern aufgefallen ist, hätte ein wenig Vorlauf gutgetan. Einmal, um die Skeptiker zu überzeugen und dann, um jetzt nicht die Ärzte in Schwulitäten zu bringen. Die dürfen jetzt ausbaden, was Spahn verbockt hat.

    Sorry, aber mein Hausarzt schafft es auch ohne Planungssicherheit. Letztlich kann es doch den Ärzten fast egal sein, ob sie Moderna oder Biontech verimpfen. Bei uns im Impfzentrum war auch das Aufklärungsblatt das selbe. Ich habe erst vor Ort kurz vor der Impfung erfahren, dass ich die Moderna bekommen. Die haben 0 Unterschied gemacht. Die eine Straße hat Biontech, die andere Moderna verimpft. Man müsste nun nur mit den jüngeren aufpassen. Aber dafür gibt es ja auch Biontech dazu. Es ist doch vollkommen unproblematisch bei alle über 40 Jahre Moderna zu verimpfen?

    Wie kommst du auf zweite Klasse? Ich hatte Moderna und fand es aufgrund der besseren Daten zur Wirksamkeit sogar besser. Ich hätte auch bei der Auffrischimpfung sofort wieder Moderna genommen. Grundsätzlich sind Biontech und Moderna fast gleich. Glaubst du ernsthaft das ein größerer Teil der Bevölkerung sich vorher Gedanken macht, ob sie nun Biontech oder Moderna bekommen? Ich kennen keinen einzigen aus dem Reallife, der da Vorurteile hätte. Vielleicht bei Astra etc.. Ob Moderna oder Biontech sind doch eher Fragen, die sich nur sehr wenige stellen. Die meisten kennen wahrscheinlich gar nicht den Unterschied oder wissen, dass es verschiedene gibt.

    Mein Hausarzt impft sowohl mit Biontech als auch mit Moderna. Je nachdem was gerade da ist. Wäre es nicht Corona, hätte sich kein Mensch dafür interessiert, welchen Impfstoff er bekommt. Grundsätzlich finde ich es auch sinnvoll, dass man jetzt versucht die Moderna Impfdosen zu verimpfen bevor sie ablaufen. Laufen Sie ab, gibt es einen Skandal. Verschenkt man Sie und wir haben am Ende zu wenig, gibt es einen Skandal. Vielleicht wäre es nur einfacher gewesen die mobilen Teams nur noch mit Moderna auszustatten und die Hausärzte zu bitten mehr Moderna einzusetzen. Die Hausärzte sind ja anscheinend etwas eigen.

    Ich kann ja nachvollziehen, dass du Recht behalten möchtest anstatt einzuräumen, dass deine Aussage etwas über das Ziel hinausschoss. Eine SL wäre damit jedenfalls schlecht beraten. Man muss sich im Übrigen auch nicht gleich strafbar machen, um disziplinarrechtlich Probleme zu bekommen.

    Was meinst du mit Recht behalten? Ich habe doch von Anfang geschrieben, dass das Verhalten wahrscheinlich nicht haltbar ist. Oder hast du da eine andere Auffassung? Ich habe nur geschrieben, dass man die Schulleitung deswegen nicht gleich verteufeln muss. Man kann durchaus auch mal etwas strenger sein und riskieren, dass die Schulbehörde einen zurückruft. Ich denke, dass die Situation nicht mehr als ein "Nein, dass dürft ihr nicht." hervorruft.

    Das muss hier gar kein Gericht entscheiden, weil die Häufigkeit der Testung (per Erlass?) schon vorher festgelegt wurde und sich die Schulleitung daran zu halten hat.

    Wen du dich auf eine Rechtsgrundlange beziehst, dann solltest du sie genau benennen und gucken, was dort genau steht. Bei uns gab es z.B. Schulen, die einen vierten Test gemacht haben, weil das Schwimmbad einen tagesaktuellen Test beim Schulschwimmen verlangt hat. Irgendwann hat man das dann zurückgezogen. Dürfen wir jetzt auch den Schulträger verklagen, der das verlangt hat?

    Was ich damit sagen möchte. Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du juristisch am Ende Recht. Trotzdem kann die SL auch durchaus mal ihre Grenze austesten ohne dass sie sich gleich strafbar macht.

    Mit der Begründung kann man etliche grundrechtseinschränkende Maßnahmen rechtfertigen, macht sie aber trotzdem nicht legaler.

    Ob es am Ende legal ist, entscheidet dann aber ein Gericht und nicht der Karl-Dieter.

    Ich bin ja bei dir, dass es wahrscheinlich nicht durch kommt. Aber nur weil eine Schulleitung versucht einen Maskenpflicht durchzusetzen, wird man sie nicht gleich an den Pranger stellen. Es gibt eine Argumentation, warum man es macht. Die Maßnahme ist erstmal angemessen und logisch. Wahrscheinlich hält sie eine Überprüfung nicht stand. Nicht mehr und nicht weniger.

    Das schlimme ist ja, dass die Entwicklung in den Krankenhäusern in den nächsten Wochen vorhersehbar ist. Da die Politik die Hospitalisierungsqoute als neuer Leitindikator ausgerufen hat, passiert halt alles mit 14 Tagen Verzögerung. Wenn wir aber feststellen, dass wir jetzt Probleme mit der Krankenhausbelegung bekommen, sollten wir uns dazu die Zahlen von vor 14 Tagen ansehen. Dann ist klar, wo die Reise hingeht.

    P.S. Entweder gibt es wirklich eine riesige Verschwörung oder der Gassen ist vollkommen abgehoben. Der schreibt doch ernsthaft, dass alles kein Problem ist.

    Wenn diese Anordnung vom GA kommt, ist das aber doch was anderes, als wenn eine SL dies anordnet.

    Klar, aber in einigen Landkreisen z.B. Verden ist das GA inzwischen auch überlastet. Im Grundsatz hast du natürlich Recht. Aber wenn eine Schulleitung es anordnet ist sicherlich nicht der krasse Rechtsbruch. Letztlich kann sich die SL erstmal darauf berufen, dass sie Gesundheit der Schüler schützt. Natürlich wird die Schulaufsicht das wahrscheinlich relativ schnell einkassieren. Dass daraus ein Disziplinarverfahren ergibt, glaube ich nicht.

    Wir sind fertig mit den Nerven und das geht nicht nur uns so. Wenn ich dann höre, dass man mit dem Husten nicht in die Schule darf,kann ich nur müde lächeln. Ich teste mich regelmäßig und gehe hin, wenn ich ansonsten fit bin, die Arbeit erledigt sich nicht von selbst und in Abiklassen ist der Druck etwas größer als in der SEK 1.

    In Nds. darfst du auch nur mit "gelegentlichen Husten" in die Schule. Wenn du mehr hast, musst du zu Hause bleiben.

    Dass die Tests nur 24h gültig sind, hat nichts mit dem Intervall der Tests in der Schule zu tun. Wenn deine Schulleitung etwas fähig wäre, würde sie auch sehen, dass Schüler generell als getestet gelten. Und selbst wenn nicht, dann sind die Tests für die Schüler nur 24h gültig, es ist schlicht und ergreifend rechtswidrig, wenn hier mit dieser Begründung jeden Tag getestet wird. Und das kann man persönlich gut oder schlecht finden, es gibt, gerade für Beamte nun mal Anordnungen, die bindend sind.

    Bei uns kann das GA anordnen, dass sich Klassen täglich testen sollen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.

    Wenn ein Fall auftritt, müssen alle Schüler auch am nächsten Tag sich wieder testen.

    Es sich sicherlich etwas abenteuerlich argumentiert aber man kann es durchaus argumentieren, dass aufgrund der aktuellen Situation diesen Test notwendig sind und man als Schulleitung dadurch die Gesundheit von Schülern und Lehrkräften schützt. Nach dem Motto: Liebe Eltern, es gab zahlreiche Infektionen im Umfeld der Schule. Daher bitten wir darum, dass die Schüler sich die nächsten 14 Tage täglich testen.

    Wenn dann irgendwelche Querdenker-Eltern sich darüber beschweren, muss man wahrscheinlich zurückrudern. Aber so ein krasser Rechtsbruch ist es nun auch nicht. Da passieren an Schulen ganz andere Dinge.

    Und: Mein Partner könnte nicht spontan am Morgen (wenn klar ist, dass das Kind krank ist, egal ob ü/u12) mal eben "unbezahlten Urlaub" nehmen, denn auch der muss eingereicht werden. Das fiele also in unserem Fall auch weg! Dabei auch gar nicht um das Geld, sondern um das Organisatorische.

    Ich habe jetzt mal gefragt, wie das an meiner Schule wäre, wenn der Vater an Tag x das sehr kranke ü12-Kind nicht betreuen könnte, dann gibt es die Möglichkeit der Dienstbefreiung aus persönlichen Gründen, natürlich mit Rücksprache mit dem Chef und natürlich nur in Ausnahmefällen. Diese müsste ich auch beantragen, wenn ein Großelternteil stirbt und ich zur Beerdigung möchte, da mir da keine freien Tage zustehen.

    Für langfristige Angelegenheiten bleibt wahrscheinlich nur die unbezahlte Beurlaubung.

    Und das ist auch gut so. Wie stellst du dir das denn bei normalen Familien vor, wo beide Eltern "normale" Angestellte sind? Dürfen da Kinder nicht krank werden?

    Ich denke auch, dass es nur wenige Berufe gibt, die wirklich wichtiger sind. Auch bei Lokführern gibt es eine Personalreserve. Die werden nämlich auch mal plötzlich krank. In 90% der Fälle wird es ähnlich wie in der Schule sein. Die Kollegen müssen das Fehlen durch Mehrarbeit ausgleichen.

    Daher ist die aktuelle Regelung gut. In Ausnahmefällen gibt es die Möglichkeit zur Dienstbefreiung. Aber nicht als Dauerlösung.

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