Beiträge von Tom123

    naja auch da wird man "das Problem" haben dass nicht alle Eltern die Kinder impfen lassen. Ähnlich wie es aktuell an den Berufskollegs ist. Wobei da sicherlich noch andere Faktoren hinzukommen als sich nicht impfen lassen wollen, wie der Weg zur Impfung ist für manche scheinbar schon zu viel...

    Aber der große Unterschied ist, dass man die Chance hat sich impfen zu lassen. Wer sich dann bewusst gegen eine Impfung entscheidet, muss halt mit den Konsequenzen leben.

    Ich wäre für ein Ende der Maskenpflicht zum 1. April. Alle Kinder hätten bis dahin die Chance sich impfen zu lassen. Man hat die "problematischeren" Wintermonate hinter sich. Die Belastung der Krankenhäuser wäre dann auch grundsätzlich geringer. Es gibt vielleicht bereits Medikamente oder auch Boosterimpfungen für alle. Wir haben jetzt so lange damit gelebt. Jetzt sollten wir noch ein halbes Jahr durchhalten.

    Na, Du kannst Dir damit vor Augen führen, wie gut es Dir im Vergleich geht, und dass Du deshalb kein Recht hast, Zustände in Deinem Beruf zu kritisieren oder irgendwelche Verbesserungen zu fordern. Daran denkst Du das nächste mal, wenn Du eine 10-Stunden-Schicht in verfallenen Räumen und einem unzureichenden Vorbereitungszimmer oder wahlweise einem extra dafür blockierten Privatraum an privaten Geräten verbringst. Dann geht doch alles, wirklich alles, gleich viel leichter von der Hand, oder etwa nicht?

    Da haben sich ja die richtigen Gefunden zwischen Ausbeutung und dem Anspruch einzelner ist aber noch ein großer Unterschied. Viele Forderungen sind berechtigt. Aber der permanente Vergleich mit der freien Wirtschaft hingt gewaltig. Letztlich haben wir einen guten Job mit Vor- und Nachteilen.

    Hilft mir diese Geschichte bei der Bewältigung meines Jobs mit seinen spezifischen Anforderungen und Belastungen?

    Ja, denn er hilft die eigene Situation einmal realistisch einzuschätzen. Sicherlich läuft vieles im Lehrerberuf falsch / schlecht. Aber ganz so schlimm, wie manche tun, ist es auch nicht.

    Hat denn hier jemand in so einer Position gearbeitet und ist, trotz fürstlichen Gehaltes, in den Lehrerberuf quereingestiegen, um eine ruhige Kugel zu schieben?

    Ich kenne jemand, der in seinem ersten Jahr einen Bonus von knapp 20k bekommen hat. Problem war, dass er in den folgenden Jahren fast 0 bekommen hat. Der Bonus war abhängig vom Erfolg der Firma. Durch die Finanzkrise kamen damals keine neuen Aufträge rein. Irgendwann war es dann mal wieder im Bereich eines 13. Monatsgehaltes.

    Die Person ist aber trotz der tollen Bedingungen dann weg. Zu viel Verantwortung, zu viel unterwegs. Keine Zeit für Familiengründung. Zu viel Arbeit.

    40h siehe Paragraph 4 I AZV Brandenburg. Ich hab Anspruch auf 30 Urlaubstage.

    Den Rest der unterrichtsfreien Zeit nutze ich für Fortbildungen (und Weiterbildung) und da komm ich durch aus wöchentlich auf 40h.

    In Nds rechnet das Land anders. Da werden die Ferien auf die Schulwochen umgelegt. Dann bist du aber auch "nur" bei 42 oder so. Ihr habt tatsächlich 30 Tage Fortbildung im Jahr?

    ATler, die nicht wesentlich mehr verdienen als wir? Klingt schlecht verhandelt 😄 Oder der Bonus (der ja nunmal auch fixer Bestandteil des Gehalts ist und mal locker ein "normales" Jahresnetto übersteigen kann) ist extrem gut.

    Im Gegensatz zu Lehrkräften gibt es bei Akademikern riesige regionale Unterschiede. Vergleiche mal die Gehälter im Süden zu denen im Norden. Ich kenne Diplom-Ingenieure, die netto weniger verdienen als Grundschullehrkräfte.

    Am Geld erkennt man immer, wie wichtig die Dinge politisch wirklich sind.

    Ich könnte nach belegen fragen. Aber das lass ich mal.

    Ich kann nur sagen, dass es schön wäre, wenn man das Geld wirklich erkennen würden. Aber wofür Geld ausgegeben wird, hängt noch von ganz anderen Sachen ab. Das fängt damit an, welche Schule gerade die bessere Beziehung zur Politik hat. Ich finde es teilweise erschreckend Schulen vom gleichen Schulträger ausgestattet werden. Aber das ist ein anderes Thema.

    Und selbst wenn irgend eine Studie deine Behauptung stützen würde: Schule muss nicht automatisch alles aufholen, was an anderer Stelle versäumt wurde.

    Die Frage ist, was Schule unter Bildung und Erziehung versteht. Vieles kann gut bei Schulfahrten vermittelt werden. Z.B. im sozialen Miteinander oder ganz einfache Tischregeln.

    Schule kann nicht alles aufholen. Sie sollten aber versuchen möglichst viel zu erreichen.

    Und wo ist das Problem? Woher kommt die irrige Annahme, dass 7-Jährige mit ihrer Lehrerin in Urlaub müssten?

    Klassenfahrten können viel dazu beitragen, dass Kinder selbstständiger werden. Gerade für Kinder aus schwierigen Lebensverhältnissen sind Klassenfahrten wichtig. Gibt natürlich auch noch zahlreiche andere Argumenten. Natürlich müssen Klassenfahrten nicht sein. Es gibt viele Dinge, die nicht sein müssen. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn es stattfindet.

    Wow, da scheint Siemens aber ein Musterbeispiel zu sein!

    Auch bei Siemens läuft es unterschiedlich. Ein alter Schulfreund arbeitet doch auch. AT. Wenn man den Bonus weglässt, verdient er nicht viel mehr. Dafür gibt es keine Überstunden. Und insbesondere im Ausland nicht. Letztlich geht es darum, dass die Projekte fertig werden. Was ich aber auch von den meisten höre ist, dass es mit Dienstreisen, Arbeitsmitteln etc. vollkommen anders läuft als bei uns. Das ist ja auch sinnvoll. Bei uns frage ich mich immer wieder, warum man teuere A12-A15 Leute nimmt und diese irgendwelche Verwaltungsarbeiten machen lässt. Verschwendung von Ressourcen. Gleiches gilt auch bei vielen Anschaffungen. Warum gibt man nicht etwas Geld aus, um Lehrkräfte gut auszustatten, damit sie effektiver arbeiten, weniger Burnout erleiden, etc. Aber das ist wohl ein Grundproblem des öffentlichen Dienstes...

    Es sind auch zwei verschieden Fragen. A) Was steht in der Verordnung von MVP? Das muss ich einhalten. B) Was hat das Hotel noch für zusätzliche Vorgaben? Wenn ist in A steht, ist es sowieso egal. Wenn es in B steht, ist nur noch die Frage, ob ich rechtzeitig entsprechend informiert wurde. Wenn Nein, kann ich wahrscheinlich mein Geld wiederbekommen. Wenn ja, ist es mein persönliches Pech.

    Also. Da fällen Leute ungerechtfertigt und voreilig Urteile. Welche Unterstützung darf ich denn von denen erwarten?

    Du kannst gar nichts erwarten. Aber mit Eltern, die auf deiner Seite sind, arbeitet es sich viel einfacher. Wenn die Eltern dich akzeptieren, unterstützen sie deine Arbeit. Sie engagieren sich vielleicht ehrenamtlich und vor allem unterstützen sie dich vor ihren Kindern. Eltern, die dich doof finden, können dir jede Menge Stress machen. Nachfragen bei dir, Beschwerden bei der SL, Beschwerden bei der Dienstaufsicht, ... Du kannst vollkommen im Recht sein. Trotzdem ist es Arbeit und für die meisten Menschen auch belastend.

    Dein AG ist aber der Meinung, es sei freiwillig. Ich verstehe diese endlose Diskussion eigentlich nicht.

    Die Diskussion geht um die Frage, ob man damit das Problem "Klassenfahrt" löst. Mein AG ist auch der Meinung, dass eine Anzahl X von Stunden für die DAZ / GE / LE Förderung ausreicht. Trotzdem löst auch das die Probleme nicht.

    Ja, ich gehe auch davon aus, dass die Kolleginnen realisiert haben, dass sie auf Dauerbereitschaft stehen. Also bleibt die Abendgestaltung wohl auf Kamlillentee. Klassenfahrten machen ja so einen Spaß.

    Man könnte es auch einfach machen. Du hast einen Job und du wirst dafür gut bezahlt. Und wenn der AG nun der Meinung ist, dass dazu Klassenfahrten gehören wirst du es in der Regel machen müssen oder den Job wechseln.

    Und zu deinem Beispiel aus der freien Wirtschaft. Eine Freund von mir ist Ingenieur bzw. leitender Angestellter. Der hat es ähnlich wie dein Bekannter. Langstrecke 1. Klasse, Kurzstrecke vielleicht mal Business. In der Regel super Hotels und dickes Tagegeld. Aber die Firma betreut auch ein paar Baustellen in Indien, Russland usw. Da ist es dann ab Dehli vorbei mit dem Luxus. Da hat er dann vor Ort Hotels, die sind 2 Klassen schlechter als jede Jugendherberge. Oder die Firma ein paar Container hingestellt, weil es gar keine Hotels gibt. Und wenn man Pech hat, ist das man da auch mal ein paar Monate. Bei 24 h Anreise lohnt sich auch kein Abstecher nach Hause.

    Genau da liegt der Hase ja im Pfeffer, wenn eine Schulleitung meint, den nicht näher definierten Druck an dich oder einen anderen Kollegen (mwd) weiterzugeben. Wenn Schüler und Eltern kackfrech werden und die Schulleitung nicht die Courage hat, deutlich zu machen, wie die Rechtslage ist, dann ist sie falsch in der Position.

    Das Problem ist doch gar nicht die Schulleitung. Die Schulleitung wird i.R. immer sagen, dass es freiwillig ist und man es nicht ändern kann. Wenn Sie gut ist, bitte sie auch noch um Verständnis. Das Problem ist doch, dass trotzdem superschnell bei den Eltern die Runde macht, dass Kollege XY eine faule Socke ist usw.. Das mag an der Sek 2 oder Berufsschule anders sein aber an der Grundschule brauchst du die Unterstützung der Eltern. Wenn du da vorn vornherein einen schlechten Ruf, ist das echt Müll. Wir hatten mal ein Jahr, da hat ungefähr die Hälfte der Elternschaft massiv Druck gemacht, dass die Kinder in die Klasse X und nicht in die Klasse Y sollen. Die damalige Schulleitung hat natürlich nicht nachgeben. Aber für den damaligen Klassenlehrer von Klasse Y war das echt eine blöde Situation. Du hast da den ersten Elternabend und weiß, dass die dich doof finden.

    Es gibt Menschen den ist das egal. Aber ich denke der Mehrheit nicht. Und soziale Berufe sind auch schwierig nur als Beruf zu sehen.

    Ich freue mich für jeden, der sagt, er habe noch Kapazitäten frei. Diejenigen können gern auf Klassenfahrten fahren. Für mich aber sind sie eine weitere Form der Überlastung.

    Ich bin da auch vollkommen bei dir. Aber das ist eine andere Diskussionen. Wenn die Kapazitäten nicht da sind, gibt es halt keine Klassenfahrten. Das hat aber erstmal nichts mit freiwillig oder Pflicht zu tun. Auch wenn es Pflicht ist, kann ich nicht fahren, wenn ich durch wichtigere Dinge überlastet bin. Dann ist halt die Lösung keine Fahrten. Meine Aussage ist nur, dass Freiwilligkeit das Problem nicht löst. Letztlich impliziert das ja auch deine Aussage. In deinem Fall geht es um Arbeitsbelastung und nicht darum, ob es nun freiwillig oder Pflicht ist.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass eine sich unter Konkurrenzdruck sehende Schule mit ihrem Fahrtenkonzept wirbt, das aber nachher gar nicht umsetzen kann. Dann wären die Eltern zu Recht sauer. Ansonsten wüsste ich, was deren Problem sein soll. Kann man ignorieren.

    Ich glaube, dass du da einfach in einer anderen Realität lebst. Vielleicht ist auch einfach Grundschule etwas andere.

    Und was wird den Eltern dabei erzählt? Wird ihnen gesagt, dass es eine Fahrt gibt?

    Das eine Klassenfahrt stattfindet oder eben nicht. Wenn die Lehrkraft auf Klassenfahrt fahren will, sagt sie das da natürlich. Die Kinder müssen sich ja auch anmelden, Veträge müssen gemacht werden etc.. Ich verstehe deine Frage da nicht. Die Lehrkräfte machen bei uns für die eignenen Klassen die Elternabende. Da kommt niemand von der Schulleitung. Und dann sage ich den Eltern, was ich plane. Wie soll das sonst laufen?

    Zu den Quellen:

    Das waren die Quellen. Du musst sie nur noch lesen.

    Vielleicht liest du mal nach, wie oft du die Nachfragen nach Quellen für deine Behauptungen, was das Land meine, sage oder wolle, unbeantwortet gelassen hast. Ebenso die Nachfragen dazu, wie denn nun Druck und Zwang ausgeübt werde.

    Das Thema hatten wir schon in diesem Thread. Lies bitte zum Beispiel den Schulfahrtenerlass, lies bitte wie die Landesregierung auf das Aussetzen von Klassenfahrten durch die Gymnasien reagiert hat, lies bitte die KMK Empfehlung dazu (auf diese verweist die Landesregierung), ...

    Das Problem ist ja, dass es bei euch keinen Wettbewerb zwischen den Schulen gibt. Das ist bei uns anders.

    Bei euch sind Eltern auch zufrieden, wenn man Ihnen die Rechtslage erörtert. Bei uns ist es leider nicht so.

    Es bringt aber auch nichts mit dir da weiter darüber zu diskutieren. Da fehlt irgendwie komplett die Grundlage.

    Dann hättest du sie zumindest mit Fakten versorgt. Etwas anderes wäre es, wenn man ihnen vorher vorgelogen hätte, dass sicher gefahren würde. Dann wären sie zu Recht stinkig.

    Wie läuft das so bei euch?

    Warum sollte man denen das vorlügen? Das wäre doch ziemlich doof, oder? Bei uns informieren die Klassenlehrkräfte die Eltern auf dem Elternabend, was an Veranstaltungen ansteht. Klassenfahrten müssen sowieso mit den Eltern besprochen werden. Entsprechend wird in der Regel Anfang der dritten über die Fahrt Anfang / Mitte Klasse 4 gesprochen. 95 % der Klassen wollen auch fahren. Wir hatten aber auch schon einzelne Lehrkräfte, die nicht gefahren sind. Das war für alle nicht schön. Die Eltern sind unzufrieden, beschweren sich, meckern: Warum fährt die Parallelklasse und wir nicht? Wir sind sowieso mit Herrn / Frau XY nicht zufrieden. Warum kriegen wir nicht Frau Y als Klassenlehrkraft? Auf unbegründete Forderungen lassen wir uns natürlich nicht ein. Aber trotzdem ist es für alle nicht schön. Auch als Lehrkraft ist es für mich blöd, wenn die Elternschaft unzufrieden mit mir ist. Da hilft es mir auch nicht, dass ich formal im Recht bin. Als Schulleitung kannst du natürlich auch nur begrenzt was machen. Wenn eine Lehrkraft sagt: "Ich fahre nicht, weil ich die und die Gründe habe, aber wir machen das oder das als Ersatz." ist das auch sicherlich etwas anderes. Aber ich vermute mal, dass es dir letztlich vollkommen egal ist, wie deine Beziehung zu den Eltern ist. Wir leben halt in zwei vollkommen unterschiedlichen Welten. Ist nicht böse gemeint, ist aber einfach so. Da macht auch die ganze Diskussion keinen Sinn.

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