Beiträge von Tom123

    Heute morgen hieß es im Radio, der Bund hätte für alle Bundesländer dafür Gelder zur Verfügung gestellt.

    In Nds. schieben sich Land und Landkreise die Schuld gegenseitig zu. Die Landkreise sagen, dass sie noch nichts machen können, da das Land die Förderrichtlinien noch nicht veröffentlich hat und sie sonst die Gefahr haben, dass es keine Förderung gibt.

    Das Land sagt, dass man ja schon die groben Richtlinien veröffentlicht hat und man ja auch rückwirkend zahlt.

    Problem ist halt, dass die Richtlinien noch nicht da ist und man nicht weiß, was am Ende genau drin steht. Daher verstehe ich eher die Schulträger.

    Ich muss sagen, dass unsere Landesregierung mich positiv überrascht. Maskenpflicht für alle und tägliche Selbsttest in den ersten 7 Tagen halten ich für eine gute Idee. Auch die Test auf 3 Test pro Woche zu erhöhen ist sicherlich sinnvoll. Ich hätte mir noch PCR-Pool-Testungen und endlich die Verordnung zur Förderung des Einbaus von Luftfiltern gewünscht. Aber ansonsten eine positive Überraschung.

    Und auch die 12-16-Jährigen sind größtenteils aus verschiedenen Gründen (noch) nicht durch Impfung geschützt, da sie z.B. in Haushalten von "Impfskeptikern" aufwachsen.

    Das erste Problem ist, dass es auch bei Kindern schwere Verläufe gibt. Lass es bei Kinder 1 von 1000 sein und bei Erwachsenen 1 von 100. Trotzdem ist es ein Problem, wenn es dein Kind erwischt. Trotzdem ist es ein Problem, wenn sich zu viele Kinder auf einmal anstecken. Mal abgesehen von dem Argument, dass hohe Infektionszahlen neue gefährlichere Mutationen begünstigen.

    Dazu ist es ja nicht richtig, dass man durch die Impfung vollständig geschützt ist. Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Impfung zu 90% vor schweren Verläufen schützt, wird trotzdem bei einem ungehinderten Durchlaufen in den Schulen viele vollständig geimpfte Lehrkräfte sich auf der Intensivstation wiederfinden. Bei uns ist zum Beispiel 2/3 über 50 und ein 1/3 der Lehrkräfte über 60. Dazu noch etliche vulnerablen Angehörige.

    Deswegen ist es jetzt immer noch wichtig, Infektionen an Schulen möglichst zu verhindern. Wir haben einen Kollegen, der in fast allen Klassen unterrichtet. Natürlich trägt der seine Maske, wenn er den Abstand nicht einhalten kann.

    Schulträger könnten endlich in raumlufttechnischen Anlagen investieren.

    Irgendwann in den nächsten 2-6 Monaten wird es voraussichtlich auch einen Impfstoff für Kinder geben. Dann können Eltern entscheiden, ob sich ihr Kind lieber infizieren oder lieber impfen lassen soll.

    In den nächsten 6-12 Monaten wird es vielleicht effektivere Medikamente geben. Immerhin gibt es ein Reihe von Ansätzen.

    Boosterimpfungen mit weiterentwickelten Impfstoffen werden sicherlich den Schutz vor Mutanten stärken.

    Es gibt also durchaus eine Perspektive. Man muss nicht jetzt sofort mit dem Virus leben. Wir können noch ein paar Monate vorsichtig agieren und nicht alles kaputt machen, was wir bisher erreicht haben.

    Ich fasse die Jugendlichen freilich nicht an, unterschreite aber regelmässig ganz grosszügig sämtliche Abstände. Ich habe das mit allen Klassen in der 1. Lektion nach den Ferien kurz besprochen und den Jugendlichen gesagt, dass ich einfach keine Maske mehr trage und sie selber wissen müssen, was sie tun.

    Ich finde das nicht in Ordnung. Als Lehrkraft solltest du mit gutem Beispiel vorangehen. Insbesondere mit dem Wissen um Impfdurchbrüche. Wenn Du auf Abstand sitzt, ist es ja ohne Maske in Ordnung. Aber wenn du schon von dir aus den Abstand unterschreitest, wäre eine OP-Maske das Minimum aus Respekt vor deinen Schülern.

    Was bedeuten würde, dass geimpfte Lehrer kostenlose Tests bekommen, ungeimpfte aber selber zahlen sollen? Ok, ist dem Ministerium zuzutrauen.

    In der Schule zahlt dein Arbeitgeber den Test. Wenn er dazu bereit ist, hast du Glück. Bei anderen Arbeitgebern können die Mitarbeiter auch kostenlose Test machen. Wenn er das irgendwann nicht mehr will, hast du Pech.

    In NDS sind die Lehrkräfte und IntegrationshelferInnen und sogar Reinigungskräfte eingeschlossen, aber bei uns waren die Tests über Wochen so knapp, dass Geimpfte keine bekamen, damit es für die SchülerInnen reichte.

    An Schulen, wo viele Tests übrig sind, kann man das sicher anders handhaben.

    Wir hatten/haben mehr als wir brauchen bekommen. Scheint ja wieder gut zu klappen...

    Die Inzidenz von gestern/ heute kann man doch aber erst in 2-4 Wochen mit dem Intensivregister abgleichen.

    Das ist die eine Hälfte des Problems, dass viele nicht sehen. Die andere Hälfte ist, dass asymptomatische Kinder die Infektionen weitertragen. Irgendwann steigen dann auch die Zahl der Intensivpatienten. Wenn man sich die aktuellen Berichte aus den USA ansieht, scheint es auch bei höheren Impfquoten schnell zu Probleme führen. Wenn wir die Infektionen erstmal durchlaufen lassen nach dem Motto die Intensivstationen sind ja so leer, wird es schwierig die Entwicklung wieder einzufangen. Die Leute bleiben ja auch teilweise langfristig auf den Intensivstationen. Wenn wir jetzt schon im Sommer bei einer Impfquote über 50% Inzidenzen von 50 erreichen, müssten wir uns dringend Gedanken machen. Ich wäre ja für eine Erhöhung der Mwst um 1-2 Prozent. Dafür gibt es für jeden der bis Ende September vollständig geimpft ist, einen Einkaufsgutschein über 500 € einzulösen nur im Präsenzhandel oder Gastronomie oder Kulturgewerbe.

    Das Land hatte übrigens nicht verstanden, dass Notbetreuung auch Personal braucht und sonst dafür der Unterricht gekürzt werden muss.

    Die PM-Verträge wurden neu aufgestellt, vermutlich auch im Zusammenhang mit dem Eis-online-nilap, und gedacht ist jetzt, dass die Vertretungs-PM jede Woche feste Stunden kommt. Dann hat man im Notfall wieder keinen, für die Notbetreuung ggf, für die Vertretung einer Vollzeitlehrkraft jedoch nicht. Die Sachbearbeiterin war erstaunt, dass wir an der Schule keine Lehrkräfte für die Vertretung übrig haben. Und auch wir wissen seit mehreren Jahren nicht, wie wir die frühen Stunden besetzen sollen. Kommendes Schuljahr könnte es klappen … mal sehen, wie lange.

    Ist bei uns genauso. Wir haben allerdings auch nicht genug Stunden um unsere normale Stundentafel zu bedienen...

    Mir fällt in der ganzen Diskussion auf, dass ungeimpft mit infektiös verwechselt wird und dass ungeimpfte, gesunde Menschen scheinbar nicht mehr existieren.

    Absicht?

    Das ist ja auch immer die Querdenker Argumentation. Aber darum geht es ja gar nicht. Es sagt keiner, dass alle ungeimpften Menschen infektiös sind oder alle geimpften nicht infektiös. Es geht doch letztlich um die Wahrscheinlichkeit. Wenn du 100.000 zufällige ungeimpfte Menschen nimmst, sind darunter mehr infektiöse Menschen als bei 100.000 geimpfte.

    Jetzt haben wir leider das Problem, dass wir halt nicht einfach feststellen können, wer infektiös und wer nicht. Wenn ich daher in der Disco mit 1.000 ungeimpften bin, ist das Infektionsrisiko für mich deutlich größer als wenn ich mit 1.000 geimpften zusammen bin.

    Wenn jemand sich nicht impfen lassen möchte, ist das sein Problem.

    Aber wenn er damit mich einem höheren Risiko aussetzt oder noch schlimmer Kinder oder Menschen, die sich nicht impfen lassen können, ist das für mich ein Problem.

    Daher müssen ungeimpfte, ob gesund oder nicht nicht, damit leben, dass sie bei höheren Inzidenzen Sachen nicht mehr machen dürfen, bei denen sie andere gefährden.

    Aber das ist sonst bei den Erlassen ja auch immer verquer, dass dort Fördermaßnahmen genannt sind, für die man gar keine Stunden hat.

    Also die Hoffnung wäre noch, dass kein Ganztag stattfindet. Dann könnte man die Stunden nehmen. Aber das wird sicherlich nicht kommen. Ansonsten dürfen wir auch Stunden aus dem Ganztag in den Förderunterricht aufnehmen. Aber irgendwie müssen ja auch die anderen Kinder betreut werden. Und wir haben ja nebenbei noch ein wenig Corona. Da kann man auch schlecht riesige Gruppen bilden...

    Hattet ihr vor den Ferien noch Zeit, euch Gedanken zu machen, was ihr umsetzt?

    Habt ihr die 4 Wochen Projekt schon ausgearbeitet?

    Nein, das hatte ich ja auch schon kritisiert. Vor allem, dass erst die alternative Stundentafel und dann die abweichenden Curricula kamen. Hätten wir gewusst, dass man in SU so viel kürzen kann, hätte man vielleicht anders entschieden.

    Ich befürchte, dass die "Projektwochen" sehr individuell ausfallen. So ein Schwachsinn, dass so kurzfristig zu veröffentlichen.

    Dazu sind die ganzen Vorgaben für Klasse 1 blödsinnig. Man hätte Klasse 2-10 machen müssen. Was soll ich denn nach 3 Wochen Klasse 1 Elterngespräche über Corona-Lücken führen...

    Das nächste Problem ist, dass wir in der Region gerade einen riesigen Lehrermangel haben. Wir haben noch nicht mal genug Stunden für unser Pflichtprogramm. Wo sollen denn da die Förderstunden herkommen?

    Außerdem hieß es schon vor den Sommerferien, dass für die ersten vier Schulwochen weiterhin eine Befreiung von der Präsenzpflicht möglich sei und dass in dieser Zeit keine Klassenarbeiten geschrieben werden sollten. Diesbezüglich habe ich bisher aber nichts mehr Neues gehört.

    Ich warte auch noch auf die zugehörigen Verordnungen. Wie bislang auch, erfährt man so etwas ja erst aus der Presse und dann anschließend aus dem MK :autsch:

    Für die allgemeinbildenden Schulen kamen die Sachen kurz vor Ferienstart über die Dienstmails. Wobei das Kommunikationsproblem natürlich grundsätzlich da ist.

    Nur hat in den Ländern ohne Astrazeneca niemand bis Juli auf die mRNA-Impfstoffe gewartet. Ich war in der Schweiz unter den Letzten, die überhaupt geimpft wurden und war am 26. Juni vollständig geimpft. Und in Deutschland war auch niemand im März schon geimpft, der nicht zu irgendeiner Prio-Gruppe gehörte.

    Also ich kenne tatsächlich mehrere, die erst im Juli im Biontech die Erstimpfung erhalten haben. Woher hast du deine Erkenntnis?

    In Deutschland gehörten Lehrkräfte zur Prio-Gruppe. Die Grundschullehrkräfte zu 2 und die anderen zu 3. Die Diskussion im Forum war es, ob es sinnvoller ist auf die Möglichkeit Astra zu bekommen im März zu verzichten und dafür lieber im Juli nach Freigabe der Impfstoffe Biontech zu nehmen. Problem an der Sache ist natürlich, dass man dann eine Zeit lang gar keinen Impfschutz hätte. Dafür halt ab August den besseren. Wenn nun die Astra-Leute jetzt den Booster im September bekommen, haben die ab September einen gleichwertigen oder sogar besseren Schutz. Da ist die Frage, ob sich das Risiko auf Biontech zu warten gelohnt hätte.

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