Beiträge von Tom123

    Ich frage mich fast schon, ob hier ein paar Leute von Astrazeneca bezahlt werden um Werbung zu machen. Wenn die zulassenden Behörden mit solch einer Emotionalität da rangingen, wäre das Geschrei natürlich gross.

    Ich frage mich, wie viele Leben es uns kosten würde, wenn wir auf AZ als Impfstoff verzichten würden? Wie viele Menschen würden schwer krank? Wie viele Menschen hätten eventuell Langzeitfolgen?

    Bei uns werden Hausmeister, Sekretärin, Küchenpersonal, Lehrer und Referendare alle genauso behandelt.

    Das ist bei uns auch so. So sinnvoll finde ich das aber nicht. Wir haben eine Förderschullehrerin, die mit COPD gefährdet ist. Die ist nun später dran, weil Putzkräfte und Hausmeister vorher geimpft werden. Putzkräfte können bei uns auch dann anfangen, wenn die Kinder weg sind. Die kommen in der Regel zu Schulschluss. Hausmeister arbeitet momentan auch nachmittags. Dazu haben wir Ehrenamtler, die momentan gar nicht in der Schule arbeiten, aber mit geimpft werden. Sie können danach wieder tätig werden.

    Ich denke hier werden die Prioritäten falsch gesetzt. Sekretärin ist vollkommen klar. Die hat Kontakt zu den Kids. Referendare natürlich auch. Aber ansonsten sollte man sich auf die Leute konzentrieren, die keine andere Möglichkeit haben und dauernd Kontakt zu den Kindern. Und danach sollten man auch an die SEK 1-Lehrkräfte, an Ergo- und Physiotherapeuten, an Logopäden etc. denken. Und vor allem an die vielen gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen und einem hohen Alter. Statt dessen werden bei uns jetzt jeder, der irgendwie etwas mit der Schule zu tun hat, geimpft. Dann kann besser mal bis zum Sommer ohne Leseeltern auskommen und dafür die anderen Leute impfen, die keine Chance haben sich zu schützen. Denken wir mal alleine an die Hausärzte.

    Bei mir wurden am Montag zwei Termine mit 9 Wochen Abstand angezeigt, dass ist dann AstraZeneca. (BioNTech hat 3 Wochen, Moderna 4 Wochen)

    Ob diese Anzeige wieder geändert wird? Bei meinem Stiefvater hat man erst den einen Termin ausgemacht und später den 2. getrennt vom 1.

    Hieß es nicht, dass AZ jetzt 12 Wochen und Biontech 6 Wochen haben soll?

    So, Hamburg darf jetzt für GS auch offiziell. Eigentlich erst ab morgen laut Behördenpost, aber einige Kollegen haben sich heute schon online registriert.

    Online registrieren? Da seid ihr aber fortschrittlich. Wir müssen Zettel bei der Schulleitung abgeben und die schickt die zur Stadt und die Stadt zum Landkreis und der Landkreis zum Impfzentrum. Dort werden dann die Termine vergeben. Läuft bei uns.

    Muss ich aber stattdessen 60 Minuten bleiben, von denen nur 30 Minuten ansetzt werden, dann ist das auf jeden Fall schlecht, da mir dann pro Woche 8x30 Minuten = 4 Zeitstunden oder 5, ... Unterrichststunden fehlen, die ich nicht gut zur Vor- und Nachbereitung nutzen kann.

    Nein, der Unterschied ist dabei, dass du für diese Stunden keine Vor- und Nachbereitung hast. Beispielweise kann ich bei uns 90 Minuten Essensaufsicht machen. Ich stehe/sitze in der Mensa und achte darauf, dass alles läuft. Ich habe dann weder eine Vor- noch eine Nachbereitung. Mir werden dafür aber nur 45 min aufgeschrieben. Ich muss also eine Stunde weniger unterrichten. Entsprechend muss ich für diese eine Stunde auch keine Vor- und Nachbereitung machen.

    Losgelöst davon, ist es natürlich nicht schön meine Arbeit damit zu verbringen.

    Hier mal eine grobe Rechnung: Ca. 70 % aller Corona-Todesfälle in D waren über 80-jährige Bürger*innen. Ca. 30 % aller über 80-jährigen sind aktuell mindestens mit der ersten Dosis geimpft. Dementsprechend müssten die Todeszahlen im Vergleich zum Vor-Impfungs-Niveau um ca. 21 % sinken.

    Ist natürlich sehr vereinfachend gerechnet, u. a. wird der Impfschutz ja erst nach einer gewissen Zeit aufgebaut. Aber es liest sich in meinen Augen zumindest ermutigend.

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Aber du musst natürlich auch den zeitlichen Versatz mitrechnen. Die jetzigen Toten haben sich zum Teil Anfang/Mitte Februar schon infiziert. Wie war da der Anteil der Impfungen? Dazu wirkt auch die erste Dosis erst nach einer gewissen Zeit. Daher denke ich, dass es momentan noch stark am Rückgang der Inzidenzen liegt. Man müsste halt noch mal genau prüfen, welche Zeit zwischen Infektion und Todesfall bei über 80jährigen liegt. Dann könnte man es besser beurteilen.

    Ist ja auch letztlich egal. Auf Dauer werden die Todeszahlen durch die Impfungen zurückgehen. Anfang April sollten wir alle über 80 jährigen geimpft haben.

    Angenommen, ich habe 19,7 (oder was auch immer die Zahl bei 60 Minuten-Stunden und einer vollen Stelle nochmal ist) und davon werden miracht UNterrichtsstunden Trainungsraum aufgedrückt, dann sitze ich 16 Zeitstunden da drin, um diese 8 Stunden zu erfüllen. Wo da der Vorteil ist,e rschließt sich mir nicht.

    Als normaler Beamter in Nds hast du 40 h. Also Lehrkraft muss du etwas mehr arbeiten, da du ja durch die Ferien zu viele freie Tag hast. Ich glaube bei der GEW-Untersuchung wurden rund 42 h angesetzt. D.h. wenn du an 5 Wochentagen 8 Zeitstunden arbeitest, würdest du schon gut dastehen. Natürlich kommt noch mal eine Stunden Konferenzen dazu. Aber sonst hättest du ja nichts.

    Noch deutlicher wird es, wenn du es umrechnest. Die 8 Zeitstunden werden zur Hälfte angerechnet. Dann sind es 240 Min. In Unterrichtsstunden sind es aber 5,3. Du musst in NDS an der Berufsschule 24,5/25,5 Stunden unterrichten. Wenn Du Montag bis Donnerstags je 8 Zeitstunden Traininsraum machst, hast du am Freitag bereits 21,2 Unterrichtstunden abgearbeitet. Du müsstest also am Freitag nur noch 3,5 h unterrichten. Das wären dann 3,5 * 45 min= 157,5 min. Das wären dann 320 min = 6 h Aufsicht. Du müsstest also in der Summe etwas über 38 h in der Woche arbeiten. Dazu noch ab und zu eine DV oder Fortbildung aber Wochenenden und Ferien überwiegend frei.

    Das ist natürlich erstrebenswert, weil man ja letztlich Lehrkraft geworden ist, um zu unterrichten. Aber rein von der Sache ist es durchaus fair, wenn solche Aufsichtstunden zu 50% angerechnet werden. In Nds. kann das für alle Sachen gemacht werden, wo nur eine Aufsicht erfolgt ohne Vor- und Nachbereitung.

    Man kann auch andersrum rangehen: Wenn wir davon ausgehen, dass ich für eine Unterrichstunde in der Regel noch 45 Minuten Vor- und Nachbereitung (inklusive Elterngespräche, Korrekturen, Fachkonferenzen, ...) benötige, ist es fair, wenn Aufsichtszeiten, wo das nicht anfällt, zu 50% angerechnet werden. Wie gesagt, das gilt bei uns nur für Sachen, wo man keine Vor- und Nachbereitung hat. Z.B. Essensaufsichten.

    Aber Susannea, für April wird doch ganz viel Impfstoff angekündigt und wenn die EU das diesmal endlich auf die Reihe bekommen sollte, würde es sich auch auf die Fallzahlen positiv auswirken. Die Todeszahlen sind ja bereits durch die Impfung der Alten drastisch gesunken.

    Die Todeszahlen könnten auch durch den Lockdown und die Zahl der Neuinfektionen gesunken sein. Letztlich wird beides einen Einfluss haben. Ich denke aber, dass der Lockdown den bei weitem größeren Einfluss gehabt habt.

    Ich hatte mal einen Stundenplan mit 8x 60 Minuten Trainingsraum. Jede Stunde wurde mit 30 Minuten (wie eine Pausenaufsicht) angerechnet. Da fühlt man sich gehörig verarscht und der Personalrat machte weiterhin...Nada.

    Das ist bei uns auch so. Finde ich auch vollkommen ok, da man ja weder Vor- noch Nachbereitung hat. Letztlich hast du damit dann ja auch 5,5 Sollstunden abgedeckt. Wenn du das jeden Tag machst, hast du am Ende noch Gewinn gemacht.

    Pausenaufsichten werden bei uns gar nicht angerechnet.

    Da gehst du aber vom Idealfall aus. An meiner alten Schule wurden Stundenpläne, die zufälligerweise "zu gut" waren (z.B. bei mehr als 18 Stunden ein freier Tag bei rum kam) absichtlich so umkonstruiert, dass derjenige keinen freien Tag mehr hatte, sogar dann, wenn es nachteilig für andere LuL war. Woher ich das weiß? Weil mein bester Freund der Stundenplaner war und die Ansagen von der SL bekommen hat. Ich glaube, er hat nichts so bereut wie diesen Job anzunehmen.

    Warum macht die SL das? Also welcher Sinn steckt dahinter?

    Ich bin trotzdem recht sicher, dass solche Leute die Ausnahme sind. Wie gesagt gerade an Grundschulen, wo man deutlich kleinere System hat.

    Allerdings ist das Verhalten vom SL inakzeptabel. Er hätte dich nach Hause schicken und das Ergebnis des PCR-Testes abwarten sollen. Was macht er, wenn du jetzt positiv bist und dann erzählst, dass du ja trotz positiven Schnelltest auf seine Anweisung in der Schule warst.

    Das denke ich auch. Wie gesagt, es mag das in Einzelfällen geben. Aber oft überblicken Lehrkräfte gar nicht warum der Plan so und so ist. Wenn ich einen Plan mache, geht er dann erstmal an alle Kolleginnen. Jeder kann Änderungswünsche äußern. Meistens gibt es dann aber auch gute Gründe, warum es so ist. Es muss ja auch mit den Fächern und der Unterrichtsversorgung der anderen Klassen hinkommen. Wir haben beispielsweise in der ersten Klassen fast nur Klassenlehrerunterricht. Das bedeutet aber auch, dass die Lehrkräfte entsprechend nur in den fünften Stunden in die höheren Klassen durften. Oder eine Kollegin beschwerte sich, dass sie immer die unbeliebte AG machen musste während ihr Parallelkollegin das nie macht. Hintergrund war einfach, dass die besagte Kollegin die einzige Schwimmlehrerin war. Dadurch waren ihre Stunden in der Regel festgelegt.

    Es gibt Schulleitungen, die der Meinung sind, Frauen mit Kindern sollten gar nicht arbeiten und machen dann extra schlechte Teilzeitstundenpläne, in denen die Lehrerinnen quasi genauso lange wie bei Vollzeit in der Schule sind (mit ganz vielen Hohlstunden).

    Wo genau das jetzt das Motiv der jeweiligen SL liegt... ist mir schleierhaft.

    Klar, es gibt überall Arschlöcher. Aber das wird ja nicht die Mehrheit sein. Die meisten Schulleitungen sind doch wirklich bemüht. Letztlich liegt es ja auch Interesse der Schulleitungen, dass die Lehrkräfte zufrieden sind. Wie gesagt, wir reden von Grundschulen. Am Gymnasium mit über 100 Mitarbeitern mag das was anderes sein. Aber bei kleinen Schulen ist die Schulleitung doch oft auf das Goodwill der Kollegen angewiesen.

    Dadurch, dass der Begriff doch auch in der Wissenschaftlich unterschiedlich gehandhabt wird, finde ich nicht, dass man da von Realität, was sehr nach Eindeutigkeit klingt, sprechen kann. Ich sage nicht, dass es Longcovid nicht gibt, sondern dass es nur eine Minderheit aller Erkrankungen betrifft.

    Aber was du sagst, ist nicht wirklich interessant. Interessant wird es, wenn Du deine Aussagen mit Fakten begründen kannst. Wenn Herr Lauterbach von einem Drittel spricht, ist das natürlich auch die Minderheit. Aber wenn ich dich richtig verstehe, gehst du von sehr viel geringen Betroffenenzahlen aus. Dann wäre es gut, wenn du dafür eine Quelle hast.

    Lauterbach hat heute auch einen amerikanischen Bericht auf Facebook verlinkt. Demnach leiden 1/3 aller Infizierten unter Langzeitfolgen:

    "Hier noch gute Zusammenfassung der Lage zu #LongCovid in den USA. Neuere Studien zeigen, dass bis zu 1/3 der Patienten Langzeitfolgen entwickeln. Diese 2. Pandemie wird sich nicht so leicht stoppen lassen wie Covid selbst. Jeder sollte sich das ersparen."

    https://www.nbcnews.com/video/-pray-fo…n_MTzSI1NGBAqSA

    Bei uns soll es schon nächste Woche losgehen. Der Nachbarkreis war noch schneller mit der Organisation. Ich werde wahrscheinlich eher geimpft als meine über 80jährige Mutter, die hat erst übernächste Woche ihren Termin.:angst:

    Das bestätigt meine Befürchtungen, dass wir hier etwas langsamer sind. Es gab einen Ausbruch bei einem überregionalen Arbeitgeber. Die Leute hier haben wohl erst 24h später als die anderen Landkreise von ihrer Quarantäne erfahren. Grundsätzlich scheint unser GA eher den schwedischen Weg zu gehen...

    Den gibt es nicht und ganz ehrlich, die werden dann auch oft konstruiert, denn eine Lösung findet sich immer, wie gesagt, das kann ja auch eine zusätzliche Kinderbetreuung sein z.B. oder die Kinder dürfen mit in die Schule in die Betreuung o.ä.

    Welches Interesse hat eine Schule daran? Wenn es eine Möglichkeit gibt, haben doch 90% der Schulleitungen kein Interesse daran, ihren Lehrkräfte Steine in den Weg zu legen.

    Den gibt es nicht und ganz ehrlich, die werden dann auch oft konstruiert, denn eine Lösung findet sich immer, wie gesagt, das kann ja auch eine zusätzliche Kinderbetreuung sein z.B. oder die Kinder dürfen mit in die Schule in die Betreuung o.ä.

    Bei uns hat mehr als ein Drittel der Lehrkräfte kleine Kinder. Zwei davon alleinerziehend. Dazu noch zwei Lehrkräfte, bei denen wir gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigen müssen. Die haben alle Rechte.

    Und auch andere haben oft gute Gründe. Eine Kollegin pflegt mit der Schwester ihre Mutter zu Hause. Nachmittags ist sie dran, morgens die Schwester. Ist das weniger Wert?

    Insbesondere ist es schwierig zu verstehen, wenn man Menschen hat, die nachmittags arbeiten trotz Kinder im Kindergartenalter und es andere gibt, die mit Sek1-Kinder zu Hause sein müssen.

    Bei uns ist es inzwischen so, dass fast alle Schulen auf dem Weg zur Ganztagsschule sind. Vor 10 Jahren hatten wir nur eine. Die Schulträger möchten das, da die Kosten für die Horte die Kommunen zahlen, der Ganztag aber vom Land finanziert hat. Die Landesregierung ist sowieso ein Fan von Ganztagsschulen. Wir haben tatsächlich nur noch eine Schule, die keine Ganztagsschule werden möchte.

    Wir haben das Glück, dass wir nur selten Lehrkräfte haben, die nur ihre Wünsche/Rechte sehen. In der Regel findet man Kompromisse. Aber auch da gibt es immer die gleichen die eher nachgeben, während andere immer auf ihrem angeblichen Recht bestehen. Wie gesagt, in Niedersachsen sind die Regeln immer unter Vorbehalt. Daher ist das mit den Recht auch immer unter Vorbehalt.

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