Beiträge von Tom123

    Das reicht aber doch - mathematisch - nicht, wenn man jährlich (oder öfter) 'auffrischen' muss ...

    Gut, mit anderen Vakzinen zusammen vllt., aber dann stehen wir wie jetzt wieder vor der Situation, dass niemand die anderen will.

    Wieso sollte das nicht reichen? Die EU hat nur 750 EW. Davon lassen sich vielleicht 2/3 am Ende impfen. Dann reicht das bei einer Auffrischimpfung pro Jahr für 3 Jahre. Dazu kommen noch die Impfstoffbestellung bei anderen Herstellern. Ich denke, dass man auch Curavec berücksichtigen wird.

    Moebius:

    Stimme dir voll zu. Jetzt verstehst du vielleicht auch, warum man nicht einfach für ein paar Millionen/Milliarden Euro im Januar die Impfstoffproduktion signifikant hätte steigern können.

    Vor ein paar Tagen war ein Bericht in den Medien, dass selbst Curavec mit Bayer jetzt noch Produktionsprobleme, da sie aus den USA nicht die benötigten Rohstoffe / Vorprodukte bekommen.

    Alle die am Anfang so auf die EU geschimpft haben, merken jetzt vielleicht, dass die EU sicherlich einiges falsch gemacht hat. Aber es war halt nicht so einfach mal eben in 6 Monaten eine große Produktion hochzuziehen. Sahin hat damals gesagt, dass der Aufbau eines neuen Werkes mindestens 1 Jahr dauert. Vorausgesetzt das alles verfügbar ist. Aber selbst für die reichen Länder, gibt es genug Engpässe am Markt. Da werden die ärmeren Länder gar keine Chance haben.

    Eines muss man Herrn Lauterbach zu Gute halten: Er hatte fast immer Recht mit seinen Aussagen. Hätten wir uns an manchen Stellen mehr an seine Vorschläge gehalten, wären wir wahrscheinlich deutlich besser durch die Krise gekommen. Einiges was er vorschlagen hat, kam dann auch später. Nur halt mit Verzögerung...

    Ich gehe mal davon aus, dass z.B. Krankenschwestern genug Professionalität haben, ihren Job unabhängig von der eigenen Weltanschauung entsprechend gut zu machen.

    Nichtsdestotrotz wird ein katholisches Krankenhaus den durchaus berechtigten Wunsch haben katholisches Personal zu haben. Patienten in einem katholischen Krankenhaus möchten vielleicht auch von anderen Katholiken gepflegt werden. Es ist ja eine Glaubensgemeinschaft. Warum sollten man Ihnen nicht das Recht geben auf eigene Rechnung ein eigenes Krankenhaus nach ihren Vorstellungen zu betreiben? Die Krankenschwester wird sicherlich genug Angebote von anderen Krankenhäusern haben. Was ist wenn die Krankenschwester streng gläubige Muslima ist und nur verhüllt ihrer Arbeit nachkommen möchte. Ist es angemessen, dass man dann ein katholisches Krankenhaus dazu zwingt sie einzustellen? (Ich würde das toll finden, aber hier geht es nur darum, dass man das Recht haben sollte auch nein zu sagen.)

    Wir können das ja auch auf die Spitze treiben.

    Muss eine Flüchtlingsorganisation einen Stadtbekannten Rechtsradikalen als Buchhalter einstellen, wenn er sich bewirbt und die besten Voraussetzungen hat?

    Muss die SPD einen Mitarbeiter einstellen, obwohl bekannt ist, dass er der AFD,CDU, oder wem auch immer angehört? Oder darf Sie sagen, dass sie nur SPD-Mitglieder einstellen möchte.

    Darf ein Familienbäcker sein Sohn einstellen und dabei den besser qualifizierten Nachbarjungen ablehnen?

    nimm doch mal bspw. die - tatsächliche - Diskriminierung durch irgendwelche "konfessionelle" AGs, die dementsprechend beschäftigen, bzw eben nicht...

    Ist das denn wirklich eine Diskriminierung oder ist das ein berechtigtes Interesse? Kann ich verlangen als Atheist als Priester eingestellt zu werden? Ich glaube es ist sehr schwierig dort die Grenzen zu ziehen. Dort trifft die Interessen und Rechte des AG und die des AN aufeinander.

    Und deshalb ist die Kritik inhaltlich nicht tragfähig?

    D.h. der Arbeitgeber bestimmt, welche Meinung ich haben darf? Dem sollten doch sehr enge Grenzen gesetzt sein.

    Natürlich geht es nur um Dinge, die den Arbeitgeber betreffen und vor allem geht es um öffentlich teilen. Wenn ich im AKW arbeite, kann ich schlecht eine Demo gegen Atomkraft organisieren. Wenn ich bei McDoof arbeite, wird da nichts gegen sprechen.

    Im Freien trage ich übrigens gar keine Maske und halte die Kinder auch oft dazu an, sie zwischenzeitlich abzusetzen.

    Halte ... an. Das hatte ich so verstanden, dass du sie dazu aufforderst. Wenn du damit natürlich nur "ich informiere sie, dass sie die Maske nun abnehmen dürfen" meinst, habe ich keine Bedenken.

    In Nds. dürfen Grundschüler übrigens am Platz die Maske abnehmen. Daher ist es bei uns sowieso unproblematisch.

    135 Minuten durchgängig Maske tragen ist nämlich für 1-3 einfach zu lange.

    Und das entscheidest du? Und wenn die Eltern anderer Meinung sind? Ich habe ein Kind, dass durchgehend eine Maske trägt, weil der Vater zur Risikogruppe gehört. Eltern beide Mediziner. Und dann kommst du und erzählst ihm, dass er die Maske abnehmen soll? Geht gar nicht! Es ist natürlich ein Unterschied, ob du sagst, dass sie jetzt die Masken abnehmen dürfen oder wie in deinem ersten Post, sie dazu anhältst.

    Informieren, dass es jetzt ok ist, ist vollkommen ok. Kinder auffordern, die Maske nun doch abzunehmen, geht gar nicht.

    Würdest du sagen, dass es gerechtfertigt ist, dass "gesellschaftlich völlig inakzeptable Meinungen" einem die wirtschaftliche Existenz nehmen können? Ich habe gerade von dieser Sache mit Lehmann gelesen und das könnte man auf diverse Lebensbereiche übertragen, sicher auch auf den Lehrerberuf.

    Selbstverständlich. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass jeder deine Meinung gut finden muss. Wenn ich als radikaler Vegetarier gegen FastFood wettere, kann ich nicht erwarten, dass McDonnalds mich einstellt. Letztlich kann ein Arbeitgeber doch erwarten, dass ein Mitarbeiter zu mindestens öffentlich seine Meinung teilt.

    Im Freien trage ich übrigens gar keine Maske und halte die Kinder auch oft dazu an, sie zwischenzeitlich abzusetzen.

    Meine Aussage war, dass es nicht so schlimm ist im Freien in bestimmten Bereichen Masken zu tragen, weil es genug Masken gibt, die kaum stören. Also für die Leute, die die Maskenpflicht im Freien für unnötig halten.

    Du meinst deine eigenen Kinder? Ich würde niemals ein fremdes Kind oder einen Schüler dazu anhalten, die Maske nicht aufzusetzen. Wer weiß, was da zu Hause los ist und welche Einstellung die Eltern haben.

    Doch, das kann es machen. Ich trage auch fast ausschließlich jetzt ffp2 (da Stoff, Casada) und finde z.B. im Schwimmbad die Maskenpflicht total bekloppt, aber eine OP-Maske kommt für mich nirgends in Frage oder reibst du dir gerne mit Schleifpapier übers Gesicht (genau so fühlt es sich nämlich für mich an).

    Das ist aber ein Unterschied. Du kommst ja anscheinend mit einer ffp2-Maske besser klar. Aber wenn ich Probleme mit einer ffp-Maske habe, dann gibt es sicherlich genug gut tragfähige Alternativen.

    Ich trage definitiv nicht freiwillig Maske, ich reiße das Ding runter, sobald ich kann. Ich trage sie nur, weil es die logische Konsequenz ist, heißt aber nicht, dass ich mit dem Zustand zufrieden geschweige denn glücklich bin.

    Der Ausgangspunkt war doch, dass das Maskengebot in einigen Bereichen keinen Sinn ergibt. Wenn Du der Meinung bist, dass beispielsweise Masken im Außenbereich keinen Sinn machen, kannst du der Maskenpflicht mit einer einfachen OP-Maske erfüllen. Es macht ja keinen Sinn auf der einen Seite die Maskenpflicht zu kritisieren auf der anderen Seite ffp2-Masken zu tragen.

    und letztlich gibt es auch gute Stoffmasken, für die, die keine Einmalmaske verwenden wollen.

    Mir geht es genauso OP-Masken oder bei mir auch die Livinguardmasken finde ich vollkommen unproblematisch.

    FFP2 Maske trage ich in der Regel, finde es aber nett, wenn ich sie absetzen kann.

    Hast du den Kindern auch erzählt, wie viele aus der Altersklasse unter 20 an Corona gestorben sind?

    Schon mal was von Langzeitfolgen etc. gehört? Es ist vollkommen egal, welche Altersklasse, du dir ansiehst. Die Impfung ist immer deutlich besser als eine Infektion. Zumal man einfach davon ausgehen muss, dass man sich irgendwann in den nächsten Jahren anstecken wird.

    ...man muss kein Coronaleugner sein,um den Großteil der Maßnahmen als Kokolores zu erkennen... Maske unter freiem Himmel? ja ihr mich auch!

    Der Großteil der Maßnahmen ist sicherlich sinnvoll. Auch Maßnahmen, die auf den ersten Blick sinnlos erscheinen, haben oft durchaus einen sinnvollen Kern. Trotzdem gibt es natürlich (wie bei allen Gesetzen und Verordnungen) immer in konkreten Einzelfällen Maßnahmen, die nicht sinnvoll sind.

    Übrigens zu Masken unter freiem Himmel:

    Es gibt ja durchaus auch eine Tröpfcheninfektion. Da ergeben auch Masken unter freien Himmel Sinn, wenn viele Leute auf engen Raum zusammenkommen. Ich möchte dich daran erinnern, dass wir vor einem Jahr hier noch die Diskussion hatten, ob Aerosole überhaupt ein Problem sind. Letztlich wissen wir vieles auch noch nicht. Da ist die Frage, ob eine OP-Maske unter freien Himmel nicht eine relativ einfache Schutzmöglichkeit ist. Vielleicht weiß man irgendwann, dass das Blödsinn war. Aber wird damit jemanden wirklich geschadet? Vielleicht wissen wir irgendwann, dass das nichts gebracht hat und haben es umsonst getan. Aber das ist doch besser als wenn wir es nicht machen und irgendwann wissen, dass wir damit XY Infektionen hätten verhindern können. Wie gesagt, es ist ja ein Eingriff der keinen wirklichen stört.

    Und wenn jetzt das Argument kommt, da sind ja nur wenige Menschen. Man kann ja schlecht eine Maskenpflicht definieren in Abhängigkeit der Anzahl der Personen, die gerade da sind. Wenn man in der Innenstadt eine Maskenpflicht macht, gilt die halt auch Nachts, wenn keiner unterwegs ist.

    P.S. Ich kapiere auch echt nicht, wie man immer noch im Tragen einer einfachen Stoff- oder OP-Maske ein Problem sieht.

    Wow, echt nicht?! Brauchst du die privat nicht auch manchmal?

    Ich hatte das früher alles zu Hause. Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt alles nur noch in der Schule auszudrucken. Parallel bin ich angefangen möglichst viel digital zu machen. Irgendwann ging dann der Drucker kaputt und ich habe keinen neuen angeschafft. Private Ausdrucke habe ich vielleicht 3-4 mal im Jahr. Der letzte war der Termin beim Impfzentrum und den Zettel durfte ich in der Schule netterweise ausdrucken. Man kann unwahrscheinlich viel digital machen, wenn man es versucht.

    Ja, stimmt, sehe ich auch so.

    Und nein, ein Klassenraum ist zwar eine Stelle, an der ich Arbeit verrichte, die dann auch zu meinem Dienst gehört, ABER ein Arbeitsplatz, womöglich entsprechend der gängigen Vorgaben, ist dort für mich nicht eingerichtet.

    Letztlich geht es doch darum, dass Schulen sehr unterschiedlich ausgestattet sind. Aber gerade im Grundschulbereich kenne ich es, dass durchaus viele Kollegen in ihrem Klassenzimmer gerne arbeiten. Mein Klassenzimmer ist auch perfekt ausgestattet. PC, Drucker, Internet, Schränke für eigene Materialien, etc.. Dazu habe ich in der Schule unsere ganzen Materialien und Lernmittel vor Ort. Zu Hause habe weder Drucker noch Scanner noch Laminiergerät. Natürlich weiß ich auch, dass wir privilegiert sind und andere Schulen schlechter ausgestattet sind. Aber zu mindestens bei uns im Landkreis sind die meisten Grundschulen ähnlich gut aufgestellt.

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