Beiträge von Tom123

    Uns wurde gesagt, nach den Ferien geht es ganz normal weiter, ohne Regeln.

    Einbahnstraßen bleiben, und Desinfektion. Der Rest ist bei uns gar nicht möglich, aufgrund viel zu kleiner Klassenräume.

    Da du ja auch Niedersachsen bist:

    Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohortenprinzips aufgehoben.

    Lehrkräfte sind angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist. Unter einer Kohorte wird in diesem Fall max. ein Schuljahrgang verstanden.

    ...

    Bezüglich der Kohorten ist folgendes zu beachten:

    • Die Kohorten sollen so klein wie möglich gehalten werden
    • Definition fester Kohorte
    • Die Zahl der Lehrkräfte/PM pro Kohorte soll soweit wie möglich beschränkt werden
    • Kohorten sollen von anderen Kohorten getrennt werden
    • Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit räumlich oder zeitlich zu entzerren.

    ...

    Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände.

    ....

    Wobei Sawe durchaus Recht hat. Das Problem ist bei uns auch. Zu kleine Schule für zu viele Schüler.

    Vorteil in Nds:

    => Schüler sollen Abstand zu anderen Gruppen halten

    => Schüler sollen Abstand zu Lehrern halten

    Wir werden dann mit versetzten Anfangszeiten arbeiten. Stundenplantechnisch eine Katastrophe. Aber in der GS geht das wohl noch. In der Sek 1 kann ich mir das nicht vorstellen.

    Eine interessante Frage ist auch, ob das Schreddern der Unterlagen überhaupt Aufgaben der Lehrkräfte ist. Insbesondere müsste der Schulträger ja auch entsprechende Geräte zur Verfügung stellen. Wir haben auch einen Aktenvernichter aber der ist nicht ausreichend für schulische Dokumente (da gibt es eine Norm) und vor allem schafft er die Mengen nicht. Bei uns kommt jetzt alle paar Jahre ein Container. Solange werden sie im Archiv gesammelt. Da kommt alles rein und dann wird es professionell durch den Schulträger vernichtet bzw. dieser beauftragt eine Firma. Gleiches gilt übrigens auch für Festplatten.

    ... und dann keine Konsequenzen daraus gezogen, sondern einfach mal released. Professionell geht anders.

    Ich glaube, dass du das nicht richtig verstanden hast. Die App funktioniert wohl trotzdem ohne Probleme. Es gibt nu die Fehlermeldung. Sollte man mit dem Start der App warten bis Apple sich bequemt den Fehler zu fixen?

    Jotto hat doch da auch schon einen Link mit der Gesetzesgrundlage in Bayern geschickt. Anscheinend ist es in Bayern auch anders vorgesehen. Es wird anscheinend nur in einigen Schulen anders gehandhabt. Ich bin doch Recht sicher, dass da ein Rechtsstreit zu Gunsten der Lehrkraft ausgehen würde. Letztlich ist doch die Frage wieder, was man mit sich machen lässt.

    Vielleicht haben sie es auch schon früher festgestellt. Mich ärgert mehr, dass Apple dort nicht schneller reagiert. Normalerweise sind sie bei wichtigen Updates ja sehr schnell. Hier scheint es doch sehr lange zu dauern.

    Naja, das halte ich eher für eine Ausrede. Apps werden ja gegen die Schnittstellen von Google und Apple entwickelt und nicht umgekehrt...

    Das betrifft mich zum Beispiel:

    Fehler: "Region für Kontaktmitteilung geändert. COVID-19-Kontaktmitteilungen werden von Corona-Warn in dieser Region möglicherweise nicht unterstützt"

    Dieser Fehler ist bekannt, hat aber keine negative Auswirkung. Laut den Entwicklern auf Github (Issues #645 und #731) handelt es sich um eine Fehlfunktion der Exposure Notification API in , die aller Voraussicht nach mit dem nächsten System-Update iOS 13.6 behoben wird. Wer prüfen will, ob die Corona-App ordnungsgemäß funktioniert, kann dies in den Einstellungen zum COVID-19-Kontaktprotokoll (unter Einstellungen > Datenschutz > Health) tun.

    Ja, eben, die statistische Seite. Ich weiß, dass ein Mädchen gestorben ist, es wurde medial ausreichend gehyped. Aber auf der Erde leben 8 Mrd. Menschen, ich weiß nicht, wie viele davon verhungern, an Aids sterben oder an Feinstaubbelastung. Alles hausgemachte Probleme, für die sich bloß niemand interessiert, weil schon dran gewöhnt.

    Die Frage ist nicht, ob in Afrika, Indien oder wo auch immer Menschen verhungern. Das kannst du getrennt diskutieren. Die Frage ist, wie wir in Deutschland unnötigen Tote verhindern können. In Deutschland werden auch nur relativ wenige Menschen ermordet im Vergleich zu anderen Todesursachen. Heißt das, dass das kein Problem ist? Zumal ja auch mehr Menschen sterben, wenn durch Corona die Krankenhäuser überfordert sind.

    Das weiß ich, es ging um den Schmerz der Beteiligten, der hier wiederholt als "Jammern auf hohem Niveau" verunglimpft wurde. Als ob Einzelerfahrungen und seelischer Schmerz aufrechenbar wären.

    Jammern auf hohem Niveau bedeutet, dass die Einschränkungen bei uns relativ gering waren und auch viele Dinge zeitlich begrenzt waren. In Italien oder Spanien war der Lockdown deutlich härter und länger. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Frage. Das bedeutet nicht, dass es einzelne Fälle gibt, die besonders hart betroffen waren.

    Wir wissen doch inzwischen, dass der Zwanzigjährige keinen Intensivplatz braucht. Die Dramatik vom März ist der wiederholten Bewertung und Einordnung gewichen. Und für den, der seine sterbende Mutter nicht besuchen konnte war der Lockdown verdammt inhuman.

    Das ist einfach nicht richtig. Es gibt auch genug Beispiele, wo jüngere Menschen massive Probleme bekommen haben. Es betrifft sie nur seltener und insbesondere versterben sie nur äußert selten. Trotzdem gibt es genug Fälle von jungen, durchtrainierten Menschen. Dazu wissen wir nicht, welche Spätfolgen auch bei jüngeren auftreten. Einige Berichte sind da nicht wirklich schön. Passend zum Thema:

    https://rp-online.de/panorama/coron…on_aid-52157617

    Bei der sterbende Mutter musst du auch die Gründe betrachten. Es ging ja nicht darum, dass die Mutter nicht besucht werden durfte. Es ging darum zu verhindern, dass die Infektion in Altenheime und Krankenhäuser eingeschleppt wird. Also die Frage ist nicht, ob du dich dabei ansteckst, sondern ob du das Virus im Pflegeheim oder Krankenhaus oder Hospiz verteilst. Und genau da sind die Risikopatient.

    Aber es wurde ja auch relativ früh in diesem Bereich gelockert und versucht, Möglichkeiten zu finden.

    Du mischst halt selbst die Verhältnismäßigkeiten. "Meckern, dass man seine Daten irgendwo lassen müsse" ist ein bissel naiv nach zwei Diktaturen in unserem Land. Und für manche war es eben tatsächlich dramatisch, keine Gottesdienste abhalten zu können, auch wenn das rationaleren Typen albern oder hysterisch vorkommen mag. Masken zu tragen ist hingegen ein anderes Kaliber und natürlich kein Problem, ich glaube auch nicht, dass darin jemand die dramatische Grundrechtseinschränkung sieht.

    Meine Mutter findet die Masken schrecklich. Dafür hat sie kein Problem mit den Kontaktdaten.

    Grundsätzlich finde ich alles nur einen geringen Eingriff in die Grundrechte. Das mit den Daten und den Bezug zum dritten Reiche verstehe ich nicht. Ich lasse meine Daten beim Gastwirt, wenn ich dort essen gehe möchte. Nicht beim Staat. Wenn ich das nicht möchte, koche ich selber... Auch bei Gottesdiensten wirst du ja nicht in deiner Religionsfreiheit begrenzt. Du kannst trotzdem deine Religion (fast) frei wählen und ausüben. Es fehlen natürlich größere Gottesdienste aber trotzdem kann ich Christ, Moslem oder was auch immer sein. Es ist halt nur nicht so schön. Aber ich habe trotzdem noch meine Religionsfreiheit. Das ist alles klagen auf extrem hohen Niveau.

    Grundrechte werden nicht angeblich beschränkt, sondern wurden oder werden tatsächlich beschränkt:

    Grundrechte werden und wurden schon immer eingeschränkt. Ich würde auch gerne mal mit 100 durch die Stadt fahren...

    "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt."

    Ohne die Eingriffe des Staates gefährdest du die Gesundheit der anderen. Daher muss man abwägen, ob der Eingriff in deine Freiheit oder die Gefahrenabwehr wichtiger wiegen. Und wenn ich mir manche Argumente ansehe, da kann ich das nicht ernst nehmen. Wo ist das Problem eine Maske zu tragen? Wo ist ein ernsthafter Eingriff in die Religionsfreiheit? Wir hatten hier noch nicht mal einen richtigen Lockdown. Da hatten die Menschen in Spanien oder Italien ganz andere Probleme. Und dann meckern die Menschen hier, dass sie ihre Daten irgendwo lassen müssen oder sich nur mit 10 Menschen treffen dürfen. Und dann gleich mir der Grundrechtskeule. Nein, es ist ein Zeichen von Demokratie, dass wir Rechte einschränken und andere Rechte zu stärken. Und es hat gezeigt, dass im Krisenfall unsere (Bundes)Regierung entgegen vieler Erwartungen schnell reagieren kann.

    Das erinnert mich an die Diskussion damals mit Dänemark. Da hörte man auch überall in Dänemark sind die Schulen offen. Also wäre es auch für Deutschland kein Problem. Aber auch damals war es so, dass es in Dänemark ganz viele Einschränkungen und halbe Klassen gab.

    In Niedersachsen ist übrigens zum Schuljahresbeginn eine Maskenpflicht für Bereiche, wo sich Schüler klassenübergreifend begegnen, vorgesehen.

    Meine Drittklässler machen das ganz gut. Allerdings haben die es schon in der ersten und zweiten gelernt und da hatte ich sie nicht. Mir ist es aber aufgefallen, als es um Rechenwege bei der Addition geht, wie gut die Kinder diskutieren konnten. Ob das ganze nun so toll ist, weiß ich aber nicht. Ich finde, dass das oft viel Aufwand für wenig Ertrag ist.

    Hm, das hört sich jetzt aber weniger nach einem Problem des Konzeptes und der Möglichkeiten an, sondern eher nach einem internen Problem in der Schule.

    In gewissen Maße hast du Recht. Allerdings ist es auch von Rahmenbedingungen schwierig. Wir haben schon normal keine freien Räume und keine Fachräume. Eine Klasse ist im Container. Für die Notbetreuung steht nur die kleine Turnhalle zur Verfügung.

    Wir haben immer nur 2 Klassen auf dem Schulhof, der ist durch eine Markierung geteilt, so dass sich die beiden Klassen nicht mischen. Allerdings ist gefühlt ständig jemand in der Pause und es ist nicht gerade leise bei den geöffneten Fenstern.

    Grundsätzlich haben wir das System bei uns auch. 2 Klassen sind immer draußen bei weiteren 2 gibt es 5 Minuten Überlappung, wenn die einen reingehen und die anderen rausgehen. Bei uns fehlt es oft an Vorgaben und Disziplin. Dann ist mal keine Pausenaufsicht da und die Kinder bleiben einfach draußen. Dann kommt auf einmal die Notbetreuung zur gleiche Zeit in die Pause. Und durch diese Kleinigkeiten, gibt es damit immer wieder Probleme. Wir haben allerdings auch grundsätzlich wenig Platz. Klassen im Container usw..

    Macht aber nur Sinn, wenn nur eine oder zu mindestens weniger Lehrkräfte pro Klasse unterrichten. Wenn man nach der normalen Stundentafel unterrichten möchte, ist das Ganze weniger sinnvoll.

    Insbesondere ist es bei uns in der GS jetzt schon fast unmöglich, dass Klassen auf dem Schulhof Abstand halten. Wenn alle Kinder wieder da sind und wir wahrscheinlich auch keine versetzten Pausen etc. haben, wird es unmöglich. Da bringt auch der MSN zwischen Lehrern nichts mehr.

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