Beiträge von Tom123

    Wenn Blitze kein Problem sind, wie erklärt man sich dann, dass jedes Jahr 10 Menschen durch Blitzschläge in Deutschland sterben? Die Aussage ist doch bescheuert. Ich hab doch gerade geschrieben, dass der Aerosolweg offensichtlich existiert, aber er ist nicht der primäre Übertragungsweg, sonst wären wir schon alle krank...

    Lies doch mal die Quelle. Einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet sagt, dass er vermutet, dass Aerosole und Tröpfcheninfektion den gleichen Anteil haben. Woher nimmst du das wissen, dass das nicht stimmt?

    Wie gesagt:

    Die Faktenlage ist sehr vage, die Annahme einer leichten Weiterverbreitung durch einfaches Ausatmen scheitert daran, dass es Krankheiten gibt, für die dieses gilt, die haben dann aber um Dimensionen höhere Werte für R0.

    D.h. Herr Dr. Drosten hat einfach keine Ahnung, wenn er darin eine Gefahr sieht?

    Das Problem sind die Aerosole, die beim Sprechen freigesetzt werden. Das ist eine Form von Tröpfcheninfektion, nur halt mit relativ kleinen Tröpfchen.

    Dann nenne uns doch endlich mal dafür eine Quelle. Bei Drosten hört es sich nicht so an, dass nur das Sprechen ein Problem ist. Aber ich lerne ja gerne dazu.

    Korinna Hennig
    Durchs Atmen schon?


    Christian Drosten
    Einfach durchs Ausatmen, aber auch durch Sprechen und Husten. Es ist ein Spektrum von Größen bei diesen Flüssigkeitströpfchen, die das ausmachen.

    Auch wenn einige hier mantra-artig anderes wiederholen: wissenschaftlicher Erkenntnisstand ist nach wie vor, dass das größte Übertragungsrisiko beim einem längeren Gespräch im Abstand kleiner 1,5 Meter besteht.

    "Und jetzt gibt es Erkenntnisse, zum Beispiel über Übertragung per Aerosol in einem Restaurant in China. ... Es gibt auch eine Stellungnahme der Amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, die sagt: So ist es nun mal. Diese Infektion hat eine bedeutende Aerosol-Übertragungskomponente. ... Es ist so nach meiner Einschätzung, nicht nur nach dieser Studie, sondern nach dem, was ich summiere, auch an dem, was ich sehe: Wie viel Aerosol entsteht in Ausscheidungsstudien? Wenn ich das alles zusammenfasse, dann ist mein Bauchgefühl: Fast die Hälfte der Übertragung ist Aerosol, fast die andere Hälfte der Übertragung ist Tröpfchen und vielleicht zehn Prozent der Übertragung ist Schmierinfektion oder Kontaktinfektion. Wenn man sagt, irgendetwas klebt an den Händen. Und demgegenüber muss man Alltagsempfehlungen stellen. ... Wenn die Leute dicht an dicht in einem Raum sitzen, halte ich das auch für gefährlich. ... Man kann da auch gute kreative Lösungen

    finden. Ich hatte das schon mal für Schulen angesprochen: Das Fenster aufmachen und ins Fenster einen großen Ventilator stellen, der die Luft nach draußen
    befördert, sodass drinnen ein dezenter Luftstrom entsteht."

    Podcast Drosten.

    Magst du uns die Quelle nennen, dass längere Gespräche mit weniger als 1,50 m die größte Infektionsquelle sind?

    Ich kann mich erinnern, dass Drosten schon früh von den Fall aus München berichtet hat, wo zwei Leute in der Kantine Rücken an Rück saßen und einer nach den Salz gefragt hat. Dabei haben sie sich angesteckt.

    Ich kann verstehen, dass es frustrierend für dich ist, dass dein Zusammenbruch der Zivilisation immer noch nicht eingetreten ist, aber sich in Traumwelten zu flüchten ist wirklich keine Lösung.

    Naja, warst du nicht immer der Meinung, dass die Infektionen durch Aerosole Panikmache sind? Gefühlt warst du derjenige, der alles als Panikmache abtat. Wir können ja mal vergleichen, wer von euch beiden die höhere Trefferrate hatte.

    nix "Einzelfall".

    Es gibt genügend Leute, für die diese Masken eine Zumutung bis unmöglich sind, die gründe sind sehr unterschiedlich.

    ...echt... Obrigkeishörigkeit ohne Nachzudenken sollte einen eigentlich als Lehrkörper disqualifizieren.

    Naja, beim Einkaufen etc. sieht man ja auch nur sehr wenige Leute ohne Masken. Und egal ob jetzt Einzelfall oder nicht. Es spricht doch nichts dagegen, dass die Leute, die es können dann eine Maske tragen?

    Drosten hatte vorgeschlagen, die Fenster zu öffnen und eine Ventilator in die Fenster zu stellen, der die Luft nach außen bläst.

    Zu den Erkrankungen bei Kindern: Das kam glaube ich als erstes sogar aus London. Ist halt problematisch in Bezug zu Schulöffnungen und Kindergärten, wenn es sich bestätigt. Ist politisch vielleicht nicht unbedingt gewollt. Auf der anderen Seite gibt es ja auch immer mal wieder Studien, dass Kinder das Virus nicht übertragen. Das hört man natürlich viel lieber. Die Übertragung durch Aerosole wurde ja auch oft als Panikmache abgetan. Inzwischen scheint es eine genauso große Rolle wie die Tröpfcheninfektion zu spielen. Mal gucken, was man in ein paar Wochen weiß.

    Insbesondere wenn man die Berichte aus New York ansieht und es vielleicht doch mehr Gefahren für Kinder gibt als man angenommen hat.

    +++ 09:48 Zusammenhang mit Covid-19 befürchtet - 82 Kinder in New York mit mysteriöser Krankheit +++

    ntv Ticker

    Dazu kommt noch die Diskussion um die Übertragung durch Aerosole. Da sollte man sich auch mal mehr Gedanken machen. Ggf. könnte man ja zu mindestens bei den älteren auch überlegen, im Unterricht Masken zu tragen.

    Das glaubst aber auch nur Du. Weisst Du, was ich ganz persönlich tun würde, wenn mein Schulträger so dermassen verpennt sich in der gegebenen Zeit ein vernünftiges Schutzkonzept auszudenken? ...

    Ich bin auch durchaus dazu bereit oder beschwere mich. Aber man muss ja auch mal realistisch sein. Unsere Kommune ist durchaus bemüht. Aber letztlich hatten die auch nur begrenzt Zeit. Lieferzeiten, Handwerker bestellen, Zeit des Betriebshofes. Die Kommune hat durchaus Plexiglasscheiben bestellt aber diese haben eine relativ lange Lieferzeit und müssen auch noch eingebaut werden. Jetzt kannst du dich entscheiden, ob die Kommunen zu spät reagiert oder das Land zu spät informiert hat. Letztlich landen wir bei dem was ich geschrieben haben, die Schulöffnungen kamen zu früh. Noch 1-2 Wochen hätten wir gebraucht um "den neuen Präsenzunterricht" vorzubereiten.

    Dann gräbt jemand eine Studie aus, in der nachgewiesen wurde, dass Händewaschen nichts gegen Viren ausrichtet:lach2:

    Wieso machst du dir eigentlich so'n Kopp, was deine Vorgesetzten entscheiden, machst du das sonst auch? Und wie oft hast du dich schon für mehr Waschbecken eingesetzt? Das überlässt man doch sonst auch anderen. Oder man streitet sich halt rum mit der Obrigkeit. Aber gerade jetzt, wo niemand weiß, was richtig ist, da soll ich Revolte machen? Oder was genau möchtest du erreichen, wen von was überzeugen? Das ist mir irgendwie noch nicht klar geworden.

    Samu liest du eigentlich meine Beiträge auch? Ich habe geschrieben, dass bei uns die Schulöffnungen zu früh kommen, da die Schulträger sich nicht darauf vorbereitet konnten/haben ...

    Wollsocken hat geschrieben, dass sie ja 8 Wochen Zeit gehabt hätten.

    Ich habe versucht ihr zu erklären, dass wir a) keine 8 Wochen Zeit hatten und b) die Schulträger nicht so schnell reagieren konnten.

    Ob es nun Desinfektionsmittel, Waschbecken, fehlende Räume oder was auch immer ist, ist doch vollkommen egal. Letztlich fehlte Zeit, es vernünftig umzusetzen.

    Ich höre auch den Podcast. Was meinst du denn mit den verschiedenen Möglichkeiten, das weiter zu erforschen bzw. wie lange dauert das?

    Er hatte darauf verwiesen, dass man in den Ländern ohne Schulschließungen Untersuchungen machen könnte er nicht versteht, warum das noch nicht passiert ist. Er hatte auch darauf hingewiesen, dass die Wissenschaft durch die Politik unter Druck steht, Ergebnisse zu Schulöffnungen zu liefern. Er hatte irgendwie von einer australischen? Studie berichtet, die nur ein Zwischenergebnis hat und daraus schon Folgerung für Schulöffnungen gemacht wurden, obwohl die Studie noch nicht fertig ist und noch nicht beurteilt. Bin jetzt aber auch wenig motiviert alte Skripte zu lesen ...

    Wenn ich mich recht entsinne, hat er auch erwähnt, dass das kein normaler Unterrichtsalltag sein wird: nicht alle Klassen sind auf einmal da usw. Es ist jetzt nicht so, dass mit den geplanten Unterrichtsbeginn in sämtlichen Jahrgangsstufen alle Schleusen geöffnet werden.

    Ja, die Frage ist halt auch was wir hier unter Schulöffnungen verstehen. Ich hatte das ja mal am Beispiel Dänemark geschrieben. Man schreibt das die "Schulöffnungen" in Dänemark erfolgreich sind, vergisst aber dass das ganz weit von normalen Unterricht entfernt ist. Ggf. ist ja auch die Notbetreuung eine Art Schulöffnung. Ich hatte es am Anfang so verstanden, dass man in Nds. die nächsten Jahrgänge alle 14 Tage unter Beachtung der Infektionszahlen startet. Inzwischen sieht es aber eher danach aus, dass man den Plan schneller umsetzen möchte. Der Druck wächst. Zu mindestens bei uns ist der Schulträger damit teilweise überfordert. Grundaussage: Wir warten auf Anweisungen der Landesregierung. Wenn wir beispielsweise sagen, dass wir bis nächste Woche mehr Handwaschbecken brauchen, was sollen sie denn machen?

    Natürlich hat Drosten auch eine persönliche Meinung zu diesem Thema und natürlich weist er auch jedes mal darauf hin, wenn er genau diese kundtut.

    Naja, es mag seine persönliche Meinung sein. Aber ich zitiere mal Wikipedia: Science zählt ihn zu den „weltweit führenden Experten im Hinblick auf Coronaviren“. Da hat für mich seine persönliche Meinung schon ein anderes Gewicht als die persönliche Meinung mancher Forumsmitglieder hier. Drosten spricht deutlich davon, dass Schulöffnungen riskant sind und ein Experiment. Letztlich versteht er Schulöffnungen nur unter den Aspekt der Güterabwägung. Da verstehe ich nicht, dass manche hier so tun, als ob Schulöffnungen unproblematisch sind. Als ob Drosten zu blöd ist, die Studien, die sie gefunden haben, zu googeln. Und nein, damit bist du nicht persönlich gemeint. Es ist ganz allgemein auf manche Nutzer oder auch nur zu manchen Beiträgen.

    Bitte ... Geh und hör den Drosten-Podcast noch mal an. Ich glaube allmählich, Du hast nicht eine einzige Folge davon jemals gehört.

    Alles was du schreibst, ist doch kein Widerspruch zu meiner Aussage. Du meinst man muss die Schule öffnen, um zu testen was passiert. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Drosten hat doch deutlich gesagt, welche verschiedenen Möglichkeiten man hätte, dass weiter zu erforschen ohne uns als Versuchskaninchen zu gebrauchen. Kann es sein, dass du da vielleicht nicht ganz zugehört hast?

    Man könnte übrigens auch einfach jeweils 14 Tage warten, bis man den nächsten Jahrgang losschickt.

    Zu den ganzen anderen Themen:

    Es mag ja sein, dass das alles in der Schweiz viel besser läuft. Du kannst aber schlecht die Schweiz mit 9? Mio Einwohner mit Deutschland vergleichen. Das hilft uns in Deutschland leider nicht weiter.

    Wir hatten auch keine 8 Wochen Zeit alles zu organisieren. Wir wissen selbst jetzt wo die Schulen wieder öffnen, viele Dinge nicht. Es gibt Schule ohne ausreichendes Lehrpersonal, da zu viele in den Risikogruppen stecken. Es ist nicht klar, wie die Notbetreuung ohne Räume und ohne Personal stattfinden soll. Bestellung von Material ist Aufgabe der Schulträger bei uns. Teilweise haben die Geld oder wollen kein Geld ausgeben. Teilweise brauchen die länger. Teilweise sind die Lieferzeiten auch einfach utopisch. Aber wie gesagt es bringt auch nichts darüber zu diskutieren. Du solltest einfach Bedenken, dass es Deutschland sehr unterschiedlich aussieht und selbst das Vorgehen in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich ist.

    Zum Beispiel in 2-3 Wochen? Wenn man mehr über die Ausbreitung des Virus durch Kinder weiß? Wenn man weiß, wie sich die bisherigen Öffnungen auwirken?

    Wenn die Schulträger Zeit haben, Schulen entsprechend auszustatten? Wenn Schulen Zeit genug haben Konzepte zu entwickeln, Eltern informieren etc.? Wenn ausreichend Desinfektionsmittel, Masken etc. in den Schulen vorhanden sind?

    Die Schulöffnungen kamen mindestens 1 Woche zu früh. Bei uns kamen jetzt nach 1 Woche Schulöffnung Plexiglasscheiben für die Klassen an, die letzte Woche gestartet sind. Das Land hat noch kein Konzept, wie es damit umgeht, dass teilweise nicht genug Lehrer vorhanden sind. Und vor allem soll für die Hälfte, die gerade keinen Unterricht hat, weiterhin eine Notbetreuung angeboten werden. Problem ist, wer macht das, wenn alle Klassen wieder da sind? Und vor allem wo? Viele Grundschulen haben keine leeren Räume über.

    Es ging doch gar nicht um dich, sondern das Wollsocken die Regeln in D als Panikmache abtut.

    Statt dessen sollte man überlegen, wie man trotz der Regeln Schule gestalten kann. Welche Rituale / Unterrichtsformen sind möglich. Das wäre eigentlich viel spannender.

    Wollsocken: Es geht nicht darum, dass man nicht diskutieren kann. Aber wenn dir der TÜV sagt, dass deine Bremsen defekt sind, wirst du wohl kaum sagen, dass das alles Panikmache ist. Eine nun wirklich breite Mehrheit der Experten in Deutschland hält die Abstandsregelungen für sinnvoll. Das Rki fordert täglich auf sich daran zu halten. Und jetzt kommst du und sagst alles Panikmache? Sorry, geht gar nicht.

    Stimmt. Es weiss niemand. Aber gut dass wir seit Wochen über nichts anderes diskutieren und nicht gerade wenige hier felsenfest davon überzeugt sind, dass Kinder und Schulen in jedem Fall schlimm sind.

    ... und genauso einige felsenfest davon überzeugt sind, dass Kinder und Schulen auf jeden Fall unproblematisch ist.

    Ich glaube einigen würde es gut tun, etwas zu relativieren.

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