Beiträge von Tom123

    Es kommt darauf an. Außerdem ging es ursprünglich um Kinder.

    Wie soll das denn bei Kindern funktionieren? Wenn die Kinder erst zur dritten Stunde haben, stehen sie erst um 9:00 Uhr auf. Ok, das ist logisch. Aber Du bist doch dann als Lehrkraft sowieso schon in der Schule? Das wäre doch ein großer Zufall, wenn ihr regelmäßig gleichzeitig später Schule habt.

    Alle, die hier verwirrt sind: Ihr steht echt, wenn ihr gesund seid 3 Stunden früher auf, um zu checken, ob ihr wirklich gesund seid? Das verwirrt mich allerdings auch.

    Quatsch, aber wenn ich spät Schule habe, schlafe ich nicht bis 1h vorher. In 99% der Fälle merke ich schon vorher, dass ich krank werde. Dann stelle ich mir tatsächlich einen Wecker und sage frühzeitig Bescheid. Oder schreibe nachts schon eine Nachricht, dass ich nicht komme. Aber wenn es Menschen gibt, wo das (regelmäßig) ein Problem ist und sie sich daher erst um 9:00 Uhr krankmelden können, würde ich durchaus sagen, dass sie dann Pech haben.

    Also wir müssen da dann doch auch etwas hartnäckiger sein, als nur einmal anzurufen. Ansonsten bekommen wir keinen Ersatz.

    Vielleicht klappt das bei euch in NDS besser.

    Es gibt sicherlich solche und solche Dezernenten. Andererseits muss man auch anerkennen, dass auch die Dezernenten das grundlegende Problem nicht lösen können.

    Hab ich doch schon gesagt: weitere Maßnahmen einleiten. Amtsarzt etc.

    er soll doch keinem neuen Kollegen zaubern, sondern erstmal schauen, was mit dem ist, der bereits da ist. Es muss doch geschaut werden, warum er nur die Hälfte seiner Arbeitszeit schafft.

    Dafür reicht ein Anruf. Aber ich bezog mich auf die Aussage, dass man ihn immer wieder nerven muss bist etwas passiert. Das ist Schwachsinn. Beispiel: Dezernet fragt Lehrkraft: Warum bist Du so oft krank? Lehrkraft weist darauf hin, dass er akute Erkrankung XY hat und voraussichtlich in 1-2 Jahren wieder voll dienstfähig ist. Dann brauche ich als SL nicht jede Woche wieder beim Dezernenten anrufen und mich beschweren.

    Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass unsere Kinder und Jugendlichen davon profitiert haben, dass sie die allermeiste Zeit irgendwie "normal" in der Schule waren und auch deswegen die Veränderungen zwischen PISA 2018 und PISA 2022 marginal sind. Der deutsche "Absturz" in dem Zeitraum ist schon beeindruckend.

    Irgendwo wurden dazu schon Zahlen veröffentlicht. Da gibt es anscheinend keinen Zusammenhang. Ländern mit vielen Schließtagen haben sich teilweise nur wenig verschlechtert. Andere haben wenig Schließtage aber eine größere Verschlechterung.

    Wenn man sich die Zahlen mal ansieht, sie man auch nur, dass sich der Trend fortsetzt. Angesichts von Flüchtlingskrise und parallel Lehrermangel auch keine große Überraschung für mich.

    Unsere SL regelt sowas immer kurz und schmerzlos. Sie sagt der Sekretärin, dass sie einen Termin vereinbaren soll, dann wird der Kollege gebeten, drei Termine anzubieten, zu denen er kann, aus denen sie dann einen auswählt.

    Im Gespräch wird er dann zusammengefaltet und gefragt, was er denkt, was die SL denn so den ganzen Tag tut, mit Beispielen. (Im Sommer: Am See sitzen, im Winter: Auf der Couch sitzen).

    Ich frage mich, was ihr alles mit euch machen lasst. Solange ich krankgeschrieben bin, gibt es gar keinen Termin. Und wenn es bei euch schon bekannt ist, wie der SL so tickt, würde ich mich nicht ohne Unterstützung auf so ein Gespräch einlassen. Da sollte man sich als Kollegium zusammentun und deutlich Stellung beziehen. Und wenn das Kollegium so was nicht mitmacht, ist ein Versetzungsantrag sicherlich eine gute Idee.

    Soll er auch nicht. S. o.: er soll weitere Maßnahmen einleiten.

    Ok, welche Maßnahmen? Stand der Dinge ist bei uns, dass wir in der Summe der Schulen deutlich unterversorgt sind. Ausgeschriebene Stelle werden teilweise nicht besetzt, da es keine Bewerber gibt. Feuerwehrlehrkräfte gibt es auch nicht genug. Abordnungen aus dem Sek 1+2 Bereich nebst Unterrichtsausfall haben wir natürlich auch schon genug. Was soll er noch machen?

    Informiert würde ich nicht unbedingt sagen. Aber bei Facebook, Twitter usw. bekommt man die Beiträge automatisch mit, wenn man sich da ein paar durchliest. Twitter denkt wohl, dass ich die AfD mag, weil ich deren Beiträge lesen. Grundsätzlich ist es natürlich immer die Frage, wie es die schweigende Mehrheit sieht. Aber viele Sachen sind auch öffentlich. Beispielsweise hat der offiziell aufgelöste rechte "Flügel" bei den Vorstandswahlen die meisten Plätze bekommen.

    Wie, auf solche Sachen? Wenn eine seiner Schulen den Unterrichtsbetrieb nicht aufrecht erhalten kann, ist das sein Job, das zu lösen!

    Im Zweifel teile ich ihm mit, dass Klassen ins Homeschooling müssen, da nicht genug Lehrkräfte vorhanden sind. War bei uns in der Region in den letzten Wochen an mehreren Schulen der Fall. Aber auch da gilt: Er kann es auch nicht ändern.

    Wie, auf solche Sachen? Wenn eine seiner Schulen den Unterrichtsbetrieb nicht aufrecht erhalten kann, ist das sein Job, das zu lösen!

    Ganz ernsthaft: das wäre mir sowas von egal, wie er das findet. Die SL ist dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. So schlecht, wie der Dienstherr Schulen mit Personal ausstattet, fallen Kollegen ins Gewicht, die nicht voll einsatzfähig sind. Von der Fürsorgepflicht der SL ggü dem Kollegen red ich jetzt mal gar nicht.

    Wenn ich ihm heute melde, dass Kollege A langfristig ausfällt, brauchen ich ihn nächste Woche nicht noch mal anrufen und das gleiche melden. Dann sagt er mir zurecht, dass er das bereits weiß und sich meldet, wenn sich etwas ergibt. Ich kann natürlich nach drei Wochen das dritte Mal anrufen aber dann ist der Ton wahrscheinlich nicht mehr so freundlich. Es hilft auch nichts. Er macht seinen Job und kann auch keine Lehrkräfte herzaubern. Die Dezernenten können genauso wenig etwas für den Lehrermangel wie Lehrkräfte oder Schulleitungen. Wenn ich natürlich den Eindruck habe, dass das untergegangen ist oder ein Rückmeldung ausbleibt, melde ich mich irgendwann mal. Aber Telefonterror hilft niemanden weiter.

    Nach "Öffentlichem Rundfunk" abschaffen klang das nicht... du sprachst vom "politischen System".

    Höcke ist ein Fascho, aber weder die Mehrheit der Afd-Wähler, noch die Mehrheit der Afd-Mitglieder möchte meiner Einschätzung nach die parlamentarische Demokratie abschaffen.

    Ich halte das für eine hysterische Eskalation, die dem Diskurs eher schadet.

    Der öffentliche Rundfunk und freie Medien allgemein ist (noch) ein wichtiger Bestandteil unseres politischen Systems. Wenn AfD-Politiker von der Abschaffung sprechen oder unliebsamen Medien und Reportern mit Konsequenzen drohen, sobald sie an der Macht sind, ist das brandgefährlich.

    Ich nehme an, das bezieht sich auf einzelne ostdeutsche Bürgermeister- und Kreistagswahlen, oder? Ansonsten fehlte der AfD bislang überhaupt das Potential, sich bei irgendeiner Wahl realistische Siegeswahrscheinlichkeiten ausmalen zu können.

    Da ist es besonders aufgetreten. Aber die Vorstellung, dass der AfD illegal Stimmen geklaut werden und die Wahlen von denen da oben manipuliert werden findet man inzwischen überall. Auch rund um die Bayernwahl gab es Verschwörungstheorien, dass man Frau Weidel ausschalten wollte, damit die AfD nicht zu gut abschneidet. Solche Spinner gab es natürlich schon immer. Aber scheinen in der AfD einfach extrem viele zu sein, die solche Theorien teilen. Das sind keine Einzelfälle mehr.

    Aber so wie es bei den Lehrern von der Schulart abhing, war es bei den Eltern sicher vom Alter der Kinder abhängig, wie anstrengend eine solche Zeit ist.

    Es hängt auch von den Kindern, von den Eltern und vor allem von der Erziehung der Kinder ab. Dabei muss man das gar nicht werten. Aber es gibt Kinder/Familien, wo der Alltag durch die Eltern durchgeplant ist. Da gibt es mehr Probleme, wenn Angebote wegfallen. Andere Kinder kennen es nicht so und sind es gewohnt, sich selbst beschäftigen. Ich wundere mich immer wieder, wenn wir mit dem Verein unterwegs sind oder auch im Bekanntenkreis wie wenig manche Kinder sich selber beschäftigen/organisieren können. Das kannst Du im Freizeitpark sein und die Kinder fragen, was sie jetzt machen können. Wir sind oft in Jugendherbergen, wo es in der Regel viele Freizeitmöglichkeiten gibt. Manche Kinder sind sofort weg und spielen etwas. Andere stehen nach 10 Minuten bei dir, weil Ihnen langweilig ist. Meiner Erfahrung nach hat das auch nur begrenzt etwas mit dem Alter zu tun.

    Die "Zeit" berichtet, dass Gymnasien die Schulform sind, für die sich die Ergebnisse am deutlichsten verschlechtert haben.

    Wundert mich nicht. Bei uns geht inzwischen auch jeder zum Gymnasium. Da brauchen wir auch keine Dreigliedrigkeit mehr.

    Zumindest in Berlin gab es dieses Jahr nachweisbar und von seriösen Quellen belegte Fälle von doppelt verschickten Briefwahlmaterialien und Briefwahlstimmen, die bei der Erstzählung übersehen wurden und nachträglich ausgewertet werden mussten.

    Hier müssen wir also unterscheiden zwischen tatsächlichen Vorfällen bei Briefwahlen, diffusen Befürchtungen und bewusster Medien- oder Wählermanipulation.

    In Berlin war das eine Katastrophe. Aber da ging es nicht um gezielte Wahlfälschungen sondern um Unfähigkeiten in der Organisation. Der Vorwurf der AfD ist, dass sie eigentlich viel mehr Stimmen haben / gewonnen haben, aber ihn a la Trump der Sieger geklaut wurde.

    Bei uns auch. Man muss den Dezernenten eben jede Woche bezüglich dieses Sachverhalts anrufen. Irgendwann tut sich was. Ich hab gelernt: Hartnäckigkeit zahlt sich oft aus!

    Das würde ich bei unseren Dezernenten nicht raten... Er reagiert auf solche Sachen sehr allergisch. Allerdings macht er seinen Job auch gut. Wenn er nichts sagt, gibt es auch nichts zu besprechen.

    Ich denke, dass der Hauptaspekt die veränderte Schülerschaft ist. Gefühlt werden die Kinder jedes Jahr schlechter und wir haben jedes Jahr mehr "Problemkinder".

    Aber ich finde auch die Abkehr vom reinen Ausrechnen im Mathematikunterricht der Grundschule sinnvoll...

    Ja klar. Kann er machen. Hier scheint ja auch die SL nicht die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Muss man sich natürlich auch leisten können, so als Schule. Wir könnten es nicht.

    Ich wäre mir da gar nicht sicher. Bei uns läuft das alles über den Dezernenten. Der Schulleiter gibt nur die reinen Zahlen weiter. Wir sind allerdings auch eine Grundschule. Animari scheint ja eine Sek1-Schule zu meinen.

    Mit dem Rundfunk hast du Recht. Magst du ausführen, was du mit angeblicher Wahlmanipulation meinst? Beziehst du dich hier auf die Position der Partei ggü. Briefwahlen oder den damaligen Pannen bei der Wahl in Berlin?

    Briefwahlen, ich glaube in Berlin hat auch die AfD nicht von Wahlmanipulation gesprochen. Grundsätzlich scheint die Afd die Vorwürfe auch nicht nur auf die Briefwahl zu beschränken. Grundsätzlich gibt es in diesen Kreisen immer wieder den Vorwurf, dass bei Wahlen manipuliert wird. Ich halte das für extrem Gefährlich für die Demokratie.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-af…en-4765450.html

    Das halte ich für etwas überzogen. Höcke hat da Ambitionen ja, doch dass der Großteil der Afd den Führerstaat oder die Monarchie fordert, glaube ich nicht.

    Welche Änderungsabsichten vermutest du dort?

    Ich rede weder von Führerstaat noch Monarchie. Aber die AfD kommuniziert doch ihre Kritik offen. Ich denke, dass der erste Schritt die Abschaffung des öffentlichen Rundfunks wäre. Dann wünscht sie sich Einschränkungen der Pressefreiheit und möchte negative Berichte über sie/politische Parteien einschränken. Ähnliches gilt für Schulen. Dann der ganze Kram rund um angebliche Wahlmanipulationen usw.. Höcke ist auch nicht irgendwer. Immerhin gilt er als heimlicher Chef der AfD.

    Als Schulleiter würde ich in diesem Fall eine Attestpflicht ab dem 1. Tag verlangen.

    Dürfen das Schulleiter bei euch? Bei uns entscheidet das die Schulbehörde. In der Regel auch erst nach einem Besuch des Amtsarztes. Die Problematik ist wohl, dass nur hohe Fehlzeiten kein Grund sein dürfen. Wenn die Lehrkraft beispielsweise unter einer chronischen Krankheit leidet, darf man sie bei uns deswegen nicht schlechter stellen.

    Das kann sein, aber auch mit einer chronischen Erkrankung ist es auf Dauer nicht tragbar, das muss ein Arbeitgeber nicht dauerhaft tolerieren und da wäre auch eine Kündigung möglich. Bei Fehlzeiten von mehr als sechs Wochen im Jahr liegt eine negative Prognose vor.

    Bei Beamten ist das vermutlich ähnlich.

    Kündigung wegen Krankheit bei Beamten???? Eher nicht. Wenn wird er vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Sechs Wochen pro Jahr glaube ich auch nicht. Die Prognosen bezieht sich auf die Zukunft. Wenn ich nun sechs Wochen nach einer OP krank bin, ist die Prognose in der Regel gut. Ich habe mal gehört, dass die Frage ist, ob sich der Zustand innerhalb von 2 Jahren bessern wird.

    Wenn aber jemand aus gesundheitlichen Gründen keine Vollzeitstelle schafft, darf das nicht zu Lasten der Schule gehen. Dann muss man eben seine BU bemühen oder mit geringerem Verdienst leben. Kein Arbeitgeber (auch keiner des ÖD) ist ein Wohlfahrtsverein.

    Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer. Am Ende schenkt uns das Land auch nichts. Dass der Kollege versucht eine Dienstunfähigkeit möglichst zu vermeiden, ist sein gutes Recht. Irgendwann wird es halt nicht mehr klappen.

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