Spannend wird es in den nächsten Jahren. Wenn es so weiter geht, wird man irgendwann einfach nicht mehr genug Lehrkräfte für Mathematik usw. haben. Da hat sich die Frage nach der zweiten Fremdsprache sowieso erledigt. Dafür hat man oft genug Lehrkräfte.
Beiträge von Tom123
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Davon mal abgesehen: Gerade durch die zugenommene Globalisierung kommen die Menschen heute leichter in Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen als früher. Warum sollen dann also Fremdsprachen vor 50 Jahren wichtiger gewesen sein als jetzt?
Da hilft es aber nur sehr wenig, wenn ich zusätzlich zu Englisch und Deutsch auch noch Französisch kenne. Bei 8 Mrd. Menschen auf der Erde. Bei wie vielen bringt mir Französisch gegenüber Deutsch und Englisch wirklich einen Mehrwert? Also dein Argument könnte ich verstehen, wenn wir nun alle Mandarin oder arabisch lernen sollen.
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Das betrifft dann an den Gymnasien aber sicherlich Mangelfächer, oder? ...
a) Natürlich unterschreiben.
b) Sicherlich eher Mangelfächer. Nehmen wir einfach an Gymnasium A schreibt eine Stelle Mathematik / Physik aus. Dazu noch 5 andere Stellen. Am Ende findet sich keiner für die Stelle und die anderen Stellen werden ggf. auch nicht alle vergeben. Dann gibt es sicherlich die Möglichkeit die Stelle zurückzuziehen und es immer Sommer noch mal zu versuchen. Aber momentan ist die Not wohl schon so groß, dass man davon ausgehen muss, dass man auch Sommer niemanden findet. Also wird die Stelle an irgendeine andere Kombination vergeben und man versucht im Sommer erneut die Fächer auszuschreiben. Parallel versucht man intern Lösungen zu finden. Nach dem Motto: Du hast doch XY studiert dann kannst du auch Z unterrichten. Das ist natürlich auch nur Hörensagen aber wenn wir nun mal in bestimmten Fächern nicht genug Bewerber haben, muss man damit doch irgendwie umgehen. An den Grundschulen sind wir inzwischen so weit, dass offene Stelle gar nicht mehr besetzt werden können, weil es schlicht gar keine Bewerber gibt. Den Luxus Fachwünsche zu haben, haben wir gar nicht mehr.
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Also geht's um Informatik? Deutsches Recht wird nicht der Wettbewerbsvorteil sein, an den du denkst. Abgesehen davon, dass Informatik auch einstündig schon oft genug fachfremd unterrichtet wird, also Lehrkräfte fehlen, ist es auch nur gemutmaßt, dass SuS damit besser in die Uni starten würden. Aber vielleicht hast du dazu mehr Informationen aus erfolgreicheren Ländern.
Es geht doch nicht nur um Information. Junge Menschen leben heute eine ganz anderen Welt als vor 50 Jahren. Schule hat aber immer noch in vielen Bereichen die gleichen Schwerpunkte wie vor 50 Jahren. Ja, damals war es vielleicht sinnvoll einen Schwerpunkt auf Sprachen zu setzen. Aber heute gibt es dafür kaum noch Argumente. Die Naturwissenschaften oder gesellschaftliche Themen wie Klimawandel haben heute eine viel größere Bedeutung. Statt Vokabeln zu lernen für eine Sprache, die man wahrscheinlich nie nutzt, sollte man sich damit beschäftigen, wie man beispielsweise mit dem Klimawandel umgeht. Oder in den Naturwissenschaften mit neuen regenerativen Energien. Natürlich seht so etwas auch schon überall im Lehrplan. Allerdings bringt es wenig, die Lehrpläne zu erweitern ohne die Stunden dafür einzuplanen. Dazu sollten auch Methoden geübt werden. Projektarbeit etc.. Auch das kostet Unterrichtszeit. Demokratieverständnis. Klassenrat, Entscheidungsfindung, Konfliktlösung, Umgang mit Rassismus, alles Dinge, die wichtig sind und Zeit kosten. Förder- und Forderunterricht. Es gibt so viele Dinge, die für unsere heutige Gesellschaft viel wichtiger sind als eine zweite Fremdsprache.
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Muss es nicht. In welchem dieser Bundesländer muss ein Kind Französisch lernen?
Als Lehrkraft sollte dir klar sein, dass man das verallgemeinern kann. Es hilft den Kind in Hessen auch nicht, wenn es Spanisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch oder Latein lernen kann.
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Das würde ich im Bereich der berufsbildenden Schulen und Gymnasien anzweifeln.
Also für Gymnasien kann ich dir sagen, dass wir inzwischen Gymnasien haben mit Stellen, die sie nicht besetzen können. In der Regel muss dann die nächste Person genommen werden, die überhaupt gymnasiales Lehramt studiert hat. Letztlich ist es auch im Interesse der Schule ihre Stelle überhaupt besetzen zu können. Bei den berufsbildenden Schulen mag das noch anders sein.
Ich weiß ja nicht, was du so in der Schule machst,
mein Studium war es wert für diesen Beruf grundlegend und gut ausgebildet zu sein, die meisten Inhalte waren relevant, einiges wichtiger für den fachwissenschaftlichen Hintergrund, anderes wichtiger als Grundlage für Didaktik, Methodik,
die Praxis war mit Sicherheit mehr als 1%, dieses Gefühl kam nur in der Einführungswoche des Ref auf, in der statt Schule 4 Seminartage lagen.
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Das würde ich alles unterscheiden. Das Problem ist aber, dass sich Uni auch mit Praktika noch deutlich vom Lehreralltag unterscheidet. Vielleicht ist es sinnvoller irgendwann auf eine einphasige Lehrerausbildung zurückzukommen / zu wechseln aber momentan liegt es einfach am System, dass eine Anzahl x am Ende des Studium feststellt, dass man doch nicht für den Beruf geeignet ist.
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Wäre Blaustein tarifbeschäftigt, könnte er als Rentner sämtliche Kleinkunstbühnen dieser Welt als Pispers Nachahmer beglücken und brächte keine Konsequenzen zu fürchten.
Auch als Angestellter könnte auf dich Schadenersatzansprüche zukommen, wenn Du als Rentner Betriebsgeheimnisse ausplauderst. Letztlich kannst Du dich als pensionierter Lehrer relativ frei äußern, wenn Du keine Interna veröffentlichst.
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Der Thread ist ein hübsches Beispiel dafür, wie der Beamtenstatus allzu oft aus Menschen Lehrer macht?
Und er liefert viele Gründe dafür, dass es lohnt, über eine Abschaffung dieses Status nachzudenken...
Wenn Du Angestellter bei Amazon bist, darfst Du auch nicht einfach über dein Arbeitgeber herziehen ohne berufliche Konsequenzen fürchten zu müssen.
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Okay, die Gegenüberstellung ist deutlich. Trotzdem bleibt die Frage, was Schule leisten soll, ob Überbetonung nicht nach wie vor schlicht richtig ist.
Ich finde, wer aus der Schule kommt, soll sich vor allem vernünftig ausdrücken können, sich schwierigere Texte erschließen können, wissen, wie man mit Medien umgehen sollte, Grundlagen in zwei oder drei Fremdsprachen haben, Grundlagen erworben haben, wie man sich Wissen aneignet und son bisschen Schwerpunkte für sich entdeckt haben, was einen beruflich interessieren könnte.
Die meisten Sachen betreffen alle Fächer und insbesondere auch Deutsch. Einzig und alleine Grundlagen in zwei oder drei Fremdsprachen haben, bezieht sich doch auf die zweite Fremdsprache. Was mir da aber fehlt, ist das warum. Klar früher habe ich Französisch gelernt, weil ich sonst (eventuell) keine Möglichkeit der Kommunikation mit einem Franzosen hatte. Das ist aber vorbei. Die Verbreitung von Englisch ist immer größer geworden und durch die Technik werde ich im Zukunft besser als die meisten Menschen mit 2. Fremdsprache kommunizieren können. Was bleibt also wirklich? Ich tatsächlich in dieser ganzen Diskussion noch kein Argument gehört, warum man zwingend eine 2. Fremdsprache lernen muss. Wenn ich im Saarland sitze und Französisch lernen möchte, ist das sicherlich sinnvoll. Aber warum muss das Kind in Brandburg es? Oder in Sachsen-Anhalt? Thüringen, Hessen, Bremen alle ohne Außengrenzen. Und in Ostfriesland ist es sicherlich sinnvoll niederländisch zu lernen, aber in Göttingen?
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Wenn man bedenkt, dass man in den 5 Jahren Studium ja etliche Praktika hatte und inzwischen überall in NDS verpflichtend auch ein Praxissemester mit UB, dann ist der Zeitpunkt im Ref schon sehr spät.
Ich finde das gut und das ist sicherlich auch der richtige Weg und wird einen positiven Effekt haben allerdings lassen sich die Praktika auch nur eingeschränkt mit dem echten Lehrerleben vergleichen. Man ist oft in den netten Klassen und hat total viel Unterstützung. Dann steht meist auch das Umsetzen des in der Uni Gelernten im Vordergrund. Teilweise werden dann irgendwelche Sternstunden gemacht, die die Kinder begeistern. Dass es im Unterrichtsalltag nachher mit Inklusion, ES, Sprachproblemen etc. eine ganz andere Belastung ist, wird da nicht so klar. Die Praktika sind wichtig aber haben aus meiner Sicht immer etwas von Laborbedingungen. Geht auch nicht anders.
Klar, ungeeingete Personen gab es zu meiner Zeit auch, aber es waren Einzelfälle. Und ja, es gab bessere und schlechtere Leistungen und bei schlechterer Bewertung ist man eher unzufrieden und sucht Auswege, Anhaltspunkte, damit man sich verbessern kann, oder vielleicht auch Ausreden, wenn es auswegslos erscheint.
Abbrüche, die durch Lebensplanung, Krankheiten oder anderes nachvollziehbar sind, hat es schon immer gegeben, kenne ich von früher auch,
aber daran entzündet sich ja die Kritik an den Seminaren nicht, sofern es nicht um Flexibilität und Teilzeit-Möglichkeiten in besonderen Lebenssituationen geht.
In der Abbrecherquote findet man beides. Personen, die ihr Ref nicht schaffen, weil sie nicht die Fähigkeiten haben und Personen, die ihr Ref nicht schaffen, weil die äußeren Umstände nicht passen.
Man muss auch sehen, dass heute jeder der sein Ref schafft, auch ein Jobangebot bekommt. Durch den Lehrermangel wird es in den nächsten Jahren keine wirkliche Auswahl mehr geben. Und die können auch bis zur Pensionierung im System bleiben ohne wirklich noch mal geprüft zu werden. Jetzt wäre natürlich spannend, wie das in anderen Berufsfeldern ist. Wie viele Prozent der Mathematikstudenten, Medizinstudenten, Biologen etc. findet auch einen Job in seinem Bereich.
Im meinem PS-Seminar waren 20 Personen. In den Fachseminaren deutlich weniger. Wenn ich nun davon ausgehe, dass von den 20 Personen nur eine ungeeignet ist, hätte ich schon 5% Durchfallquote.
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Wie hast du denn deins geschafft?
Ziemlich gut, ich denke auch, dass ich ein gute Lehrkraft bin. Aber was lässt dich daran zweifeln?
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Die Pensionierung bedeutet nur, dass man nicht mehr arbeiten muss. Blaustein bleibt ja Beamter, somit gelten die bisherigen Regelungen auch für ihn weiter.
Nach der Pensionierung wird es aber schwierig werden Interna preis zu geben oder den Eindruck zu erwecken, dass man als Amtsperson handelt. Sofern ich nicht gerade über meine alte Wirkungsstätte berichte, sollte eine übliche Meinungsäußerungen dann immer unproblematisch sein. Das gilt natürlich nicht für Straftaten oder Aussagen vom linken oder rechten Rand der Gesellschaft.
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Wer im Ref ankommt, hat das Studium geschafft.
... Kennt nicht so gut wie jeder aus eigener Erfahrung oder von Erzählungen schwierige Verhältnisse in Ausbildungsseminaren?
Die Strukturen sind in den BL unterschiedlich, aber immer wieder hört man von Seminarleitungen, die überzogene Anforderungen stellen.
Auch ist die Bewertung intransparent … während man es gerade in der Schule transparent gestalten soll.
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Du hast sicherlich mit vielen deine Kritikpunkte recht. Wobei ich es immer sinnvoll fand, dass die Anwärter sich Ziele für sich formulieren sollten. Bei uns wird das auch mit dem Seminarleiter gemacht. Aber vor allem wissen wir doch alle, dass es Menschen gibt, die zwar ihr Studium schaffen aber als Lehrkräfte völlig ungeeignet sind. Letztlich sind die Ansprüche an einem Studium doch andere als nachher als Lehrkraft. Und gerade heutzutage, wo jeder mit Abschluss sofort genommen wird, ist es auch Aufgabe der Seminare zu filtern. Es ist für mich überhaupt nicht so, dass man nur weil man das Studium geschafft hat als Lehrkraft geeignet ist. Ich finde sogar 10% Abbrecherquote eher gering. Es gibt immer eine Zahl von Anwärtern, die aus anderen Gründen abbrechen. Familiäre, persönliche, andere Interessen, gesundheitliche was auch immer. Wir hatten eine sehr gute Anwärterin, die sicherlich auch eine tolle Lehrerin geworden wäre, aber ihr Mann hatte sich kurz vorher selbstständig gemacht und sie hatte schon immer in der Firma etwas mitgearbeitet. Irgendwann war für sie klar, dass sie dort ihre Zukunft sieht. Am Ende ist die Abbrecherquote doch eher gering. Alleine wenn ich überlege, wie oft man irgendwelche Lehrkräfte kennen lernt, wo man sich fragt, wie sie ihr Studium geschafft haben.
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In der Stellungnahme vom Seminar aus dem Ausgangspost wird erwähnt, dass es einen Personalrat/ähnliche Instanzen gäbe aber das ist auch nur ein schlechter Witz. Bei uns bestand der "Personalrat" aus anderen Referendaren die selbst Ängste hatten, den Mund aufzumachen. Außerhalb einer gesicherten Anonymität hätte dort nie irgendjemand etwas gesagt.
Wir hatten auch von Anfang an die Kontaktdaten vom Bezirkspersonalrat. Der saß direkt in Osnabrück bei der Schulbehörde. Wenn deine Aussagen richtig sind, sollte man das spätestens nach der Übernahme ins Beamtenverhältnis anprangern.
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Das Phänomen, was du beschreibst, gibt es, aber durchaus in alle Richtungen. Im Grunde kann man dem nur gerecht werden, wenn (und das wurde ja im Thread immer mal wieder angedeutet) das deutsche Schulsystem zu einem Kurssystem ausgebaut wird, indem jeder Kurse nach seinen Stärken wählt. Da würde jemand, der mathematisch seine Schwächen hat, womöglich nur den Grund- oder Einführungskurs wählen, und in Französisch zusätzlich noch Fortgeschrittenen- und Erweiterungskurse. Das wäre eine Möglichkeit, würde aber wieder zu der Frage führen, ob man eher mehr Individualisierung oder mehr Gemeinschaft in der Schule möchte. Und natürlich, ob man gesamtgesellschaft eher auf Spezialisierung oder breite Allgemeinbildung setzt.
Nicht unbedingt. Du setzt voraus, dass französisch zur Allgemeinbildung gehört. Gerade das würde ich doch sehr bestreiten. Wenn man der Statistik glaubt, geben 3% der Franzosen an, gut Deutsch zu sprechen. In Deutschland geben 2008 auch nur 18% an französisch gut zu sprechen. Ende 2005 geben nur 27% der Deutschen an mindestens 2 Fremdsprachen so gut zu beherrschen, dass sie sich darin unterhalten können. Da kann man doch nicht mehr von einer Allgemeinbildung reden.
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Nein, das ist nicht die Frage. "Das ist nicht mehr zeitgemäß." ist als Begründung in der selben Kategorie wie "Das haben wir schon immer so gemacht."
Das passt schon. Im Unterrichtsentwurf schreibt man auch in der didaktischen Begründung, warum man ein Thema macht. Da kann man auch nicht hinschreiben "Das war schon immer so.". Letztlich muss es doch eine Begründung geben, warum wir einen Inhalt machen und nicht eine Begründung warum wir ihn nicht machen sollen. Wenn sich ein Inhalt nicht begründen lässt, fehlt ihm doch die Legitimation. Die durchaus richtigen Argumente, die es vor ein paar Jahren bzw. eher Jahrzehnten dafür gab, dass man eine zweite Fremdsprache lernt, sind heute doch den Einsatz moderner Technik weggefallen. Gleichzeitig hat sicherlich auch sicherlich auch die Verbreitung von Englisch als Weltsprache auch durch den Zerfall der Sowjetunion zugenommen. Es gibt nur noch wenig Argumente, warum man zusätzlich zu Englisch Französisch lernen sollte. Da könnte ich schon eher verstehen, wenn man Chinesisch, Arabisch oder auch Russisch lehrt. Da hat man dann tatsächlich den Zugang zu einer fremden Kultur etc..
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Und wieso ist das nur am Gymnasium wichtig? Das wäre für alle SuS wichtig, unabhängig von der Schulart. Das ist nicht die Antwort auf die Frage von Caro07.
Selbstverständlich ist es nicht nur für das Gymnasium wichtig. Aber das ist bei anderen Themen doch genauso. Du hast doch viele Themen parallel an beiden Schulformen. Natürlich müsste man auch an den anderen Schulen Stoffpläne überarbeiten. Aber trotzdem können die diese Themen gerade auch vertiefend am Gymnasium behandelt werden. Auch mit Blick auf ein zukünftiges Studium. Andererseits ist das Gymnasium in Nds. auch immer mehr eine Schule für alle. Die Übergänge zum Gymnasium kratzen an der 50%-Marke, während Hauptschulen kaum noch gewählt werden. Das scheint auch deutschlandweit ähnlich zu sein. Auch ein Argument dafür, dass wir Gymnasiasten eine breite Ausbildung geben.
Aber am Ende ist auch nicht die Frage, welche Alternativen man nimmt. Die Frage ist doch andersrum, ob eine zweite Fremdsprache als Pflichtfach noch zeitgemäß ist. Wenn nicht kann man sie auch streichen und die freiwerdenden Lehrerstunden zur Bekämpfung des aktuellen Lehrermangels verwenden.
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Nicht zu vergessen: Wir reden hier nur vom gymnasialen Weg. Alle anderen Schulen des mittleren Bildungsweges haben nur eine Fremdsprache als Pflicht. Welches andere Fach am Gymnasium schlagen denn die Befürworter einer Fremdsprache stattdessen vor?
Da gibt es viele Ideen. Neue Medien oder KIs beispielsweise. Aber ich denke auch, dass viele wichtige Inhalte der anderen Fächer zu kurz kommen. Persönlich wäre ich auch für mehr gesellschaftliche Themen. Fake-News, Populismus, Flüchtlinge, Gesundheitssystem, Klimaerwärmung ... Das sind alles Themen, die uns in Zukunft beschäftigen werden. Darauf sollte Schule auch vorbereiten. Also den Hintergrund beleuchten. Die heutige Jugend wird sich mit ganz anderen Themen als die Schüler in den 50er, 60er Jahren beschäftigen müssen. Generell würde ich mir auch mehr Zeit wünschen. Ich denke, dass die Stoffpläne oft viel zu voll bzw. die Zeit zu wenig ist. Hier gibt es auch ganz viel an Methodenlernen das zu kurz kommt.
Am Ende wird sicherlich jedes Fach Aspekte haben, die wichtig sind. Am Ende müsste man sich sicherlich hinsetzen und einmal alle Stoffpläne überarbeiten...
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Du doch auch, Schmidt, man braucht keines der Fächer und vieles langweilt Schüler. Schaffen wir Schule wie bekannt halt ab. Und das meine ich nicht trotzig, es gibt, wie ebenfalls schon genannt, Schulen, in denen Kinder alles freiwillig belegen können. Wird dann mit unserem System der Abschlüsse schwer, aber sich da könnte man sich was überlegen, Aufnahmeprüfungen oder so.
Es redet doch keiner von einer Schule, wo man alles freiwillig machen kann. Aber jedes Fach und jeder Inhalte sollte von Zeit zu Zeit geprüft werden. Da sich das Leben in den letzten 50 Jahren immens geändert hat, muss sich doch heute Fragen, ob es noch sinnvoll ist verpflichtend zwei Fremdsprachen zu lernen. Das war sicherlich in den 50er Jahren anders als heute. Genauso müssen natürlich auch die Inhalte aller anderen Fächer regelmäßig geprüft werden. Neue kommen hinzu, alte gehen oder werden gekürzt. Die Welt steht halt nicht still.
Die Begründung für eine Sprache einer anderen Sprachfamilie ist der Einblick ins System, weil entsprechend Strukturen verstanden und in einer zusätzlichen, später erlernten, leichter verstanden werden. Je mehr Sprachen man kann, desto schneller erlernt man weitere, das ist halt so.
D.h. deine Begründung für eine zweite Fremdsprache ist, dass ich später noch eine dritte oder vierte Sprache besser lernen kann? Aber auf wie viele Menschen trifft es zu? Ist es für unsere Gesellschaft wichtig, dass möglichst viele Menschen mehrere Fremdsprachen können? Und vor allem wäre es nicht viel sinnvoller chinesisch oder arabisch statt französisch und spanisch zu lernen?
Einiges von deinen Argumenten sind durchaus richtig. Aber irgendwie ist kein Argument dabei, warum nun alle eine zweite Fremdsprachen lernen müssen.
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Wir brauchen uns auch gar keine Gedanken dazu machen welche Temperatur es war. Die Richtung ist doch eindeutig. Wir werden in den nächsten Jahren immer mehr Hitzetage haben. Irgendwann wird man reagieren müssen...
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