Erstmal ganz wertfrei: Dass den Kommunen durch die Unterbringung von Asylbewerbern gerade hoch Kosten entstehen, lässt sich doch nicht leugnen. Hier wurde in den letzten zwei Jahren in diverse neue Unterkünfte investiert, die Kinder bekommen einen Kindergartenplatz etc. Das Geld dafür fällt nicht vom Himmel, die Grundsteuern werden ständig erhöht (und wartet erst mal die Beträge nach der Reform ab!), viele Kommunen sind in oder kurz vor der Haushaltssicherung.
Das ist doch braunes Gesocks. Schrecklich das man das inzwischen in fast jedem Thread finden. Wir haben gerade das Thema bei uns in der Presse. Daher kann ich da sogar mit Zahlen dienen. Wir werden dieses oder nächstes Jahr 5 Mio Euro für Flüchtlinge ausgeben, die nicht von Bundesmitteln gedeckt sind. Das ganze bei einem Etat von rund 500 Mio Euro. Rahmenbedingung Landkreis mit 2 größeren Städten und 200.000 EW. Wie viele Kindergärten etc. bauen wir denn mit 5 Mio? Ja, wir könnten einen Kindergarten bauen oder eine Schule sanieren. Wahrscheinlich würde das Geld sowieso irgendwo anders für ausgegeben. Eine Mutter von einem Flüchtlingskind, dass ich vor 2 Jahren neu bekommen hatte, ist nun die Arzthelferin bei meinem Arzt. Er hat lange nach Personal gesucht. Die wären natürlich auch alle nicht da und müssten ersetzt werden.
Dazu kommt, dass die 5 Mio sich auf alle Flüchtlinge bezieht. Also auch die, die wir als in Ordnung empfinden. Die meisten davon kommen aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan. Sind das auch Wohlstandsflüchtlinge?
Und wenn wir die akzeptablen Flüchtlinge abziehen. Was bleibt dann noch über? Vielleicht 1 Mio.?
Ich weiß natürlich auch, dass die Flüchtlinge uns in der Summe viel Geld kosten. Aber alles Geld, das sicherlich nicht in Bildung geflossen wäre. Wie hatten jahrelang genug Geld. Da ist auch kein Geld in Bildung, Schwimmbäder und was auch immer geflossen.