Es gibt kaum Berufe, bei denen man sich im Vorfeld bestens über diese Modalitäten informieren kann - so man denn möchte.
Ich denke, dass sich die wenigstens bei der Berufswahl darüber informieren, ob Kinderzuschläge etc. angemessen sind. Man informiert sich über den eigenen Verdienst. Alles andere interessiert einen Berufseinsteiger kaum. Zumal es auch schwierig einzuschätzen, was sich in den Jahr(zehnten) politisch ändert.
Ich habe kaum Alternativen. Wenn ich Lehrkraft werden möchte, muss ich mit dem Besoldungssystem leben.
Andererseits sollte auch das Land ein Interesse daran haben, dass die Besoldung als fair empfunden wird und vor allem, dass sich bestimmte Funktionsstellen auch finanziell "lohnen". Ich lehne Familienzuschläge etc. nicht ab, aber man hat da manchmal das Gefühl, dass die Verhältnisse nicht mehr stimmen. Das führ natürlich auch dazu, dass der Job vor allem für Menschen attraktiv ist, die eine große Familie gründen wollen. Ob das nun so sinnvoll ist, ist die Frage. Am Ende ist es auch bei den nicht verbeamteten Lehrern so. Die verdienen auch nicht schlecht. Aber der Unterschied zu Beamten sorgt für Frust. Und Frust sorgt -egal ob gut begründet oder nicht- für schlechtere Leistungen. Die Bereitschaft zur Mehrarbeit oder auch besonderes Engagement ist sicherlich bei Kollegen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden nicht so hoch.