Beiträge von state_of_Trance

    Die Möglichkeiten der Sanktionierung hängen wie immer vom Bundesland ab, aber ein erster Schritt kann es sein, jedem SuS für jede Stunde eine SoMi-Note aka mündliche Note zu geben. Für unentschuldigte Stunden ist das dann eine 6.

    Mir ist klar, dass es gemacht wird, aber Fehlzeiten, auch unentschuldigte, sind kein Grund eine 6 einzutragen (zumindest in NRW). Das würde dir bei jedem Widerspruch sofort um die Ohren fliegen.

    immer vorausgesetzt, dass unsere Arbeitsergebnisse auch akzeptabel sind.

    Tatsächlich habe ich es noch nie beobachtet, dass die Kolleg*innen, die schnell und effizient Arbeiten schlechtere Arbeitsergebnisse liefern würden. Fast gegenteilig, oft erlebe ich die Ergebnisse derer, die alles x-fach planen als mäßig gut bis minimal besser aber keinesfalls die viele Extrazeit wert.

    Die Kolleg*innen, die minderleisten sind nach meiner Erfahrung nicht die schnell arbeitenden, sondern die überlasteten. Die im Berg ihrer Belastungen (ob real oder hausgemacht) den Überblick verlieren.

    Ich habe mir schon fest vorgenommen, dass falls eine solche Erfassung kommt, ich natürlich auch aufschreiben werde, dass ich täglich stundenlang Unterricht plane. Verarschen lass ich mich nicht von der Erfassung. Ich möchte belohnt werden für schnelle und effiziente Arbeit. Das jetzige System lässt das zu.

    Bei Dir gabs ja schon mehrere Beiträge, bei denen auffiel, dass an der Schule viele Dinge nicht ganz glücklich laufen. Wenn ich nur lese, dass eine simple HBF-Konferenz so lange an Vorbereitung erfordert....Ich rate Dir daher nochmal, Dich vielleicht mal an einer anderen Schule umzusehen.

    Dem kann ich nur zustimmen. Haubsi postet hier in einer gewissen Regelmäßigkeit irrwitziges Zeug, was so nicht stattfinden sollte und sie entsprechend auch belastet.

    Mein Mathekollege pflegt immer zu sagen, dass Mathe gerade deshalb ja eigentlich eine Geisteswissenschaft sei. :D

    Die Mathematik ist tatsächlich weder das eine noch das andere. Man kann sie nicht den klassischen Geisteswissenschaften zuordnen, eine Naturwissenschaft ist sie aber auch ganz eindeutig nicht, da sie völlig unabhängig von der Natur existiert. Sie ist nur zufällig gut dazu geeignet, die Natur zu beschreiben, das ist aber nicht ihr Selbstzweck.

    Ich hab für Englisch Mittelstufe bei der Korrektur meist so 20 Minuten gebraucht. Wenn jemand irgendwo 8 Minuten veranschlagen würde, würde ich das vermutlich schaffen - dann halt ohne Positivkorrektur und Kommentar - und auch so machen. Motzt jemand, kann man ja auf die 8 Minuten verweisen.

    Du weißt so gut wie ich, dass die meisten Lehrkräfte dann aber trotzdem einfach weiter 20 Minuten korrigieren würden und die Zeit gar nicht aufschreiben.

    Es gab in Geschichte (Philosophie und Theologie hatte ich auch jeweils zwei Veranstaltungen) auch anspruchsvolle Dozenten, aber der durchschnittliche Student wusste relativ zeitig wo man seinen Schein für erste Sitzung/letzte Sitzung/Hausarbeit bekommen hat und in welchen Quellenlektürekursen wöchentlich kurze Tests zu den zu lesenden Quellen geschrieben wurden und man nach dreimal unter dem Schnitt den Schein nicht bekommen hat.

    Fairerweise wussten auch die Lehramtsstudenten im Fach Mathe recht zügig, bei welchem Dozenten die Vorlesungen am ehesten noch schaffbar sind. :D

    Mal ganz plump gesagt: Na und?

    Ja, natürlich wird man nicht gern schief angesehen, aber bei dir klingt es so, als seist du wirklich am Ende. Da sind ein paar schiefe Blicke deine geringste Sorge. Lass dich krankschreiben, auch für mehr als eine Woche, und schau, dass du dich wieder aufstellst.

    Ich war jetzt an den drei Schultagen zwischen den Osterferien und dem ersten Mai krank. Was meinst du, was da wohl gequatscht wurde, zumal ich eher selten fehle. Aber das ist halt so, sollen sie doch reden, mir gings kacke, da geh ich nicht zur Schule und schicke selbstverständlich auch nichts.

    Und Quebecs Problem ist ja keine akute Krankheit, sondern ein dauerhaft zu hohes Pensum, ganz besonders privat.

    Reif-Gehalt verdoppeln, ja bitte. Vielleicht könnte man einfach nicht verbeamten und E13 zahlen wie beim Quereinstieg. Wie man das mit der Unterrichtsverpflichtung macht, muss man schauen.

    Das Studium sollte nicht reduziert werden, Kris24 hat die Gründe genannt. Eine Fachlehrkraft sollte sich auch auf universitärem Niveau mit den Inhalten beschäftigt haben. Ich möchte den Beruf nicht entakademisieren. Anreize schaffen, ja, aber nicht entakademisieren.

    Valerianus leider sind die "guten Schüler" die man in ein paar Minuten korrigiert hat die Ausnahme. Zum "Glück" habe ich aber auch viele von denen, wo gar nichts geht. Die mittelmäßigen ziehen es dann psychologisch einfach runter.

    Danke aber, dass du das nochmal darstellst mit dem Studium, mir glaubt das ja nie jemand.

    Und volle Zustimmung zum letzten Teil. Es schmerzt einfach, wie wenig das, was wir gezwungenermaßen üben müssen, auf ein entsprechendes Studium vorbereitet.

    Besonders enttäuschend ist die Haltung mancher Schülerinnen und Schüler: Wenn die Inhalte im Matheunterricht nicht sofort klappen, gelte ich als „schlechter Lehrer“, der nicht erklären kann. Umgekehrt heißt es „Er erklärt nichts“, wenn ich Wissen aus Jahrgangsstufe 9 und 10 voraussetze, ohne alles noch einmal von Grund auf zu wiederholen.

    Als Fachkollege sag ich dir, dass du das einfach ignorieren musst. Gerade in Mathe werden dir immer wieder Schüler vorwerfen du bist zu schnell und was weiß ich (in der Regel ist man eigentlich quälend langsam, das merken die meisten Schüler halt nicht). Das Gute ist: Wenn du erstmal ein paar Jahre unterrichtet hast, hast du ein besseres Gespür dafür, was eigentlich ein "normales" Tempo und ein "normaler" Anspruch ist. Aber bitte nimm das niemals persönlich. Ganz besonders bei Lehrerwechseln ist man immer erst einmal "der böse". :D

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