Wenn ich Vergleiche anstelle mit anderen Berufen wo das zweite Staatsexamen verlangt wird wie beim Juristen sieht es sicher nochmal anders aus.
Wenn du Einstiegsgehälter meinst erwähnen zu müssen, solltest du lieber auf die Aufstiegsmöglichkeiten eingehen, mit Mitte 50 zieht dir dann die freie Wirtschaft leider davon
Lustig, wie hier wieder so getan wird, als sei jeder Lehrer ein krasser High Performer, der ganz selbstverständlich mit einem Anglistik Master die Karriereleiter rauffällt. "Die freie Wirtschaft" zieht nicht davon. Ein kleiner Teil hoch motivierter und gut ausgebildetet Angesteller verdient mehr als ein Lehrer im Beamtenverhältnis. Die allermeisten studierten Arbeitnehmer verdienen auch mit 50 Jahren weniger, als ein Lehrer.
Bei Juristen hängen die Einkommensmöglichkeiten erheblich vom Rechtsgebiet und auch vom Examensergebnis ab. Mit dem Gehalt von Großkanzleien kann das Lehrergehalt nicht mithalten. Mit dem Gehalt, das sich ein kleiner selbstständiger Anwalt auszahlen kann bzw. dem Gehalt einer kleinen bis (je nach Region) mittleren Kanzlei im Sozialrecht hingegen schon.
Und der eigentliche Punkt: wenn man etwas anderes arbeiten will, dann bitte sehr. Ich bin gerne Lehrer; das habe ich mir ausgesucht. Ich müsste nicht als Lehrer arbeiten, mache ich aber, weil mir das Gesamtpaket gut gefällt. Inklusive dem Gehalt, das vollkommen in Ordnung (und sicher) ist.