Beiträge von Schmidt

    Wenn ich Vergleiche anstelle mit anderen Berufen wo das zweite Staatsexamen verlangt wird wie beim Juristen sieht es sicher nochmal anders aus.

    Wenn du Einstiegsgehälter meinst erwähnen zu müssen, solltest du lieber auf die Aufstiegsmöglichkeiten eingehen, mit Mitte 50 zieht dir dann die freie Wirtschaft leider davon

    Lustig, wie hier wieder so getan wird, als sei jeder Lehrer ein krasser High Performer, der ganz selbstverständlich mit einem Anglistik Master die Karriereleiter rauffällt. "Die freie Wirtschaft" zieht nicht davon. Ein kleiner Teil hoch motivierter und gut ausgebildetet Angesteller verdient mehr als ein Lehrer im Beamtenverhältnis. Die allermeisten studierten Arbeitnehmer verdienen auch mit 50 Jahren weniger, als ein Lehrer.

    Bei Juristen hängen die Einkommensmöglichkeiten erheblich vom Rechtsgebiet und auch vom Examensergebnis ab. Mit dem Gehalt von Großkanzleien kann das Lehrergehalt nicht mithalten. Mit dem Gehalt, das sich ein kleiner selbstständiger Anwalt auszahlen kann bzw. dem Gehalt einer kleinen bis (je nach Region) mittleren Kanzlei im Sozialrecht hingegen schon.

    Und der eigentliche Punkt: wenn man etwas anderes arbeiten will, dann bitte sehr. Ich bin gerne Lehrer; das habe ich mir ausgesucht. Ich müsste nicht als Lehrer arbeiten, mache ich aber, weil mir das Gesamtpaket gut gefällt. Inklusive dem Gehalt, das vollkommen in Ordnung (und sicher) ist.

    Liebe Leute, wieso glaubt ihr uns nicht, dass wir das schon selbst einschätzen können, was die richtigen Regeln an unsrer Schulart sind?

    Gesamtschulen, also die Schulform, an der Miss Othmar nach eigener Aussage arbeitet, sind näher am Gymnasium, als Förderschulen, um die es bei dir geht.

    Ohne Smartphones klappt es bei euch ja offenbar auch nicht. Das deckt sich mit meiner Einschätzung: es ist für das Miteinander, Mobbing und Beleidigungsverhalte vollkommen egal, ob die SuS Smartphones benutzen dürfen oder nicht.

    Schmidt : Hat irgend jemand hier behauptet, Mobbing sei allein durch Handyverbot zu verhindern? Nein.

    Nein, aber dass es dadurch erheblich reduziert wurde. Diese Ansicht ist falsch. Es hat sich nur aus dem Sichtfeld verschoben.

    Das ist so wie mit Eltern, die meinen, ihr Kind tränke keinen Alkohol, weil sie es ja verboten und das auch noch nie gesehen hätten. Ich finde es immer wieder interessant, wie unglaublich naiv manche Menschen sind.

    Ok, ihr wisst es einfach besser.

    Mir ist nicht ganz klar, was du mit "es" meinst.

    Ich war selbst, bevor es Handys gab, ein Kind, und nicht das einzige, das gemobbt wurde. An einer sogenannten "mobbingfreien Schule". Wir waren damit sogar in der örtlichen Tageszeitung, weil so progressiv. Kinder, die mobben, finden ihren Weg. Ganz ohne Smartphones. Dass sich soviele Lehrer ernsthaft einbilden, an ihrer Schule gebe es kein Mobbing, zeigt eine erhebliche Realitätsverweigerung. Es gibt Schulen, die das Problem anerkennen, Mechanismen haben um Mobbing entgegenzuwirken, die ansprechbare und problembewusste Lehrer haben. Und selbst an solchen Schulen rutschen Mobbingfälle durch. Die zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie nicht blauäugig behaupten, das Problem durch ein Handyverbot zu beseitigen.

    Und weil man in der Schulpause sein Smartphone nicht verwenden darf, behebt dieses Problem? Delusional

    Natürlich besteht das Problem weiterhin. Man hat nur den bequemen Weg gewählt, das Problem aus dem eigenen Sichtfeld zu entfernen, statt am Grundproblem zu arbeiten. Aus den Augen, aus dem Sinn.

    Jetzt kann man prima berichten, das Mobbing Problem beseitigt zu haben. 👍

    Aber mit ein wenig Husten geht man oft noch zur Arbeit. Dazu ist auch für die Kollegen und Schüler gut zu wissen, wenn ich positiv bin. Am Ende ist man durchaus noch ansteckend, wenn die Symptome weg sind. Da sollte man lieber zu Hause bleiben.

    Und wenn du kein Covid, sondern eine der anderen ansteckenden Krankheiten hast, die bei anfälligen Menschen ernsthafte Verläufe haben können?

    Wir in Klasse 5-10 auch. Und Lehrkräfte, die während des Unterrichts/der Pausenaufsicht ihr Handy nutzen, gehen auch nicht. Ausnahmen sind möglich, wenn SuS bei einer Lehrkraft vor der Nutzung einen plausiblen Grund angeben oder LuL erklären, dass sie kurz aufs Handy schauen müssen. Und wir setzen das auch durch.

    Ihr seid ganz schön übergriffig.

    Aber klar, man muss als Lehrer ja überall perfekt sein.

    Nein, muss man nicht. Auch im Ref nicht. Es gibt ein paar grobe Schnitzer, die man sich nicht leisten darf und es gibt auch zuviele Fehler, die gehäuft dazu führen, dass man nicht besteht, perfekt muss man aber auf keinen Fall sein. Fehler zu machen ist normal und kommt selbst bei den besten Referendaren und Lehrern vor. Wichtig ist es, die eigenen Fehler zu reflektieren und aus ihnen zu lernen.

    Seit wann kann Elternzeit abgelehnt werden? (ist eine ernsthafte Frage, das wusste ich nicht (falls es überhaupt stimmt!))

    https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/…gen/elternzeit/

    Stimmt nicht. Elternzeit kann nicht abgelehnt werden. Je nach Größe des AG und der bisherigen Beschäftigungszeit besteht sogsrein Anspruch auf Teilzeitarbeit in der Elternzeit.


    Mein Mann kann leider zur Zeit keine Elternzeit machen, hat sein Arbeitgeber abgelehnt, wegen Mangel an Mitarbeiter.

    Das ist auch nicht das grundlegende Problem.

    Das ist durchaus ein Problem. Wenn alles an dir hängt, dann ist der Druck und der Stress größer, du kannst dich schlechter konzentrieren und die Wahrscheinlichkeit dafür, dass du scheiterst, steigt.

    Zitat

    Das weiß ich nicht so genau. Man hat ja keine Prüfungseinsicht, was genau alles nicht so toll war. In beiden Prüfungen wollte mich immer eine Person bestehen lassen, die anderen nicht. Also mach ich auch wohl viele Dinge auch offensichtlich nicht richtig

    Du machst gleichzeitig aber genug Dinge richtig, um Menschen davon zu überzeugen, dass du das als Lehrerin hinbekommst. Leg dir mal etwas Selbstbewusstsein zu (ich weis, leichter gesagt, als getan).

    Dass niemand mit dir über deine Prüfungen gesprochen hat, ist merkwürdig. Bei uns wurde jeder UB im Anschluss besprochen. Die Notizen, die man sich dabei gemacht hat, waren für die weiteren Prüfungen sehr wertvoll. Aber das lässt sich jetzt nicht ändern.

    Schaffbar ist das auf jeden Fall. Du brauchst nur einen freien Kopf, Konzentration und gute Planung.

    Weißt du, ich versuche komplett ohne Beleidigungen und Herabsetzung durchs Leben zu kommen.

    Du hast hier im Forum Menschen mehrfach Sexismus unterstellt, wenn sie nicht deiner Ansicht waren. Das empfinde ich durchaus als Beleidigung.

    Die von dir zitierten Ausdrücke von s3g4 sehe ich hingegen nicht als Beleidigungen. Dass er Aussagen als "Schwachsinn" bezeichnet, ist vielleicht nicht die feine englische Art, aber sie beleidigt keine Person. Das ist vergleichbar mit deinen regelmäßigen Einlassungen, die zur Diskussion nichts beitragen. Auch "macht ihr mal" ist keine Beleidigung, sondern lediglich eine Art, die Diskussion für sich zu beenden, wenn man das Gefühl hat, dass dabei nichts mehr rumkommt.

    Ja, nutzen wir.

    Wir haben zwar auch Dienst-Notebooks bekommen, aber die sind fürs Klassenbuch absolut unpraktisch. Wenn man in der 1. Stunde mit dem Notebook den Beamer betreibt und alle paar Minuten ein verspäteter Schüler eintrudelt, willst du dann alle 3 Minuten aus der Präsentation raus, um die Anwesenheit der Nachzügler zu erfassen, oder legst du dein privates Smartphone daneben, läßt die Präsentation laufen und machst damit die Erfassung?

    Gleiches gilt für die 3., 5. und 7. Stunde, wenn da die Schüler eigenmächtig die Pausen verlängern.

    Blatt Papier, darauf die Namen notieren. Nach der Stunde in ca. 1 Minute nachtragen. Fertig.

    Alternativ Alt + Tab und ins Klassenbuch eintragen. Alt + Tab wieder zurück zu Präsentation. Zu sehen, wer da ist und wer nicht, ist zudem kein Datenschutzproblem. Mein privates Smartphone ist privat. Damit wäre das Datenschutzproblem tatsächlich vorhanden.

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum sich manche Kollegen bei einfachen Tätigkeiten so anstellen.

    Die Familie fährt. Wenn die Familie nicht bleibt... Schwierig.

    Würde ich auch nicht wollen, dass mich ständig jemand irgendwo hinfahren muss.

    Meine Schwiegereltern sind Mitte/Ende 70, die sind viel unterwegs, von denen kann aber nur noch einer Auto fahren. Wenn das wegfällt, haben die ein Problem. Die drei Kinder leben zwar alle maximal 30 Autominuten entfernt, die arbeiten aber alle, sind also den halben Tag nicht verfügbar. Ausflüge, Arztbesuche, Einkaufen etc. wird dann zum Problem, wenn fußläufig außer einem Bäcker nichts verfügbar ist (und die Leute auch gar nicht mehr viel am Stück laugen können).

    Stelle ich mir als schwer vor, die Arbeitszeit abzugrenzen und zu tracken. Sonntags bei der langweiligen Serie meiner Frau noch einmal eben die Schülerberichte lesen, die Schulmail zwischen den Privatmails zu bearbeiten, den Terminkalender abzugleichen usw.

    Sowas mache ich nicht. Ich arbeite (zuhause) an meinem Schreibtisch, nicht auf der Couch oder im Bett.

    Grundsätzlich möchte ich dir nicht widersprechen. Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Jedes Mal, wenn das Thema in den Nachrichten ist, hilft es. Auch wenn ich fossi zustimmen muss. Es hilft nicht bei jedem.

    Auch hier: wie genau? Das sind immer die selben Allgemeinplätze.

    Aber ich sehe schon, es ist auch hier wie beinden meisten anderen Themen: jemand hält eine Aktivität für sinnfrei, deshalb wird sofort die passende Schublade aufgemacht. Von dir hätte ich eigentlich mehr erwartet. Schade.

Werbung