Ich gestehe, die Diskussion hier hat mich seit gestern ein wenig ins Grübeln gebracht. Aktuell könnte ich mir tatsächlich vorstellen, mit meiner Frau jeweils eine 2/3-Stelle zu machen.
Das ist nicht der Punkt. Dass ihr alles so aufteilt, wie ihr das macht, ist mMn vollkommen in Ordnung.
Es geht darum, dass die Aufteilung kein Naturgesetzt ist, weil Frauen qua Geschlecht weniger verdienen müssen als Männer, mehr Care Arbeit/Haushalt übernehmen müssen und nach dem Kinder-in-die-Welt-Setzen so oder so zuhause bleiben.
Töchter müssen lernen, dass sie sich durch ihr Geschlecht nicht einschränken lassen müssen. Es gibt kein Gesetz, dass Mädchen/Frauen dazu zwingt, schlechter (aus)gebildet oder weniger erfolgreich zu sein, als Jungen/Männer.
Natürlich müssen auch Söhne lernen, dass Hausarbeit keine "Frauenarbeit" ist. Und auch, dass es nicht "unmännlich" ist, wenn die Partnerin erfolgreicher ist. Oder, dass Väter ihre eigenen Kinder nicht "babysitten".
Mädchen wenigstens implizit zu vermitteln, dass sie darauf achten müssen, nicht zu erfolgreich zu werden, um einen Mann abzukriegen und Jungen darauf vorzubereiten, dass sie mal eine Frau heiraten werden, die finanziell ausgehalten werden muss und sich im Gegenzug um die Kinder kümmert, ist befremdlich.