Ich schieße nicht gegen andere Lehrkräfte.
Du erwartest, dass sich andere Lehrer zu überarbeiten haben, weil du es auch tust. Komische Forderung
Zitat
Aber ich bin entstetzt von der Vorstellung eines Schulsystems, in dem jeder, der anders ist, separiert gehört.
Hm? Jeder einzelne meiner Schüler ist anders als der nächste. Wir beschulen bereits seit Langem alle möglichen Schüler, mit sehr diversen Einschränkungen, persönkichen Hintergründen usw. usf. Die Unterstellung, es werde jeder ausgesondert der "anders sei" ist um ehrlich zu sein reichlich dreist.
Wir haben nun mal ein mehrgliedriges Schulsystem. In diesem Schulsystem werden Schüler, die kognitiv dazu in der Lage sind, das Abitur zu erreichen, an Gymnasien beschult. Wer dazu kognitiv nicht in der Lage ist, wird an einer anderen Schulform beschult. Das ist bei GE/LE/EE Schülern genausowenig diskriminierend oder menschenfeindlich, wie bei allen anderen Schülern.
Es macht auch keinen Menschen schlechter oder weniger wertvoll, dass er das Abitur nicht ereichen kann.
Zitat
Mir ist zuwider, dass man sich selbst ein Gedankenschloss erbaut, nachdem man nur spezielle Schülerschaft in seinem Unterricht willkommen heißen möchte, alle anderen haben zu gehen und darum solle sich irgendwer kümmern.
Ich finde auch erstaunlich, dass man für sich selbst den Anspruch hat, sein Arbeitsfeld sich selbst auszusuchen und vorgeben zu können, anderen dies aber nicht zugesteht.
Jeder, der das Abitur erreichen kann und will, ist am Gymnasium willkommen, unabhängig von Behinderungen oder Herkunft. Mir erschließt sich nicht, was daran schlecht ist. Gymnasien führen zum Abitur, Realschulen zum Realschulabschluss Hauptschulen zum Hauptschulabschluss, Gesamtschulen in der Regel zu verschiedenen Abschlüssen.
Wem genau wird nicht zugestanden, sich das Arbeitsfeld, entsprechend der eigenen kognitiven Fähigkeiten, Interessen und der Ausbildung, auszusuchen?
Zitat
Wenn wir das Schulsystem als Ganzes betrachten, dann gibt es eben nicht die eine privilegierte Schulform, sondern viele verschiedene, die nur bestehen können, wenn alle gut ausgestattet sind.
Ja, richtig. Wer hier behauptet denn, dass eine Schulform gegenüber anderen privilegiert sei?
Zitat
Die Aufgabe, FöS-Kinder zu beschulen, ist ja nicht weg, nur weil man die Kinder der Schule verweist.
Warum so negativ? Für Schüler, die das Abitur (noch) nicht erreichen können, ist das Gymnasium die falsche Schule. Niemand wird der Schule verwiesen, sondern an eine Schulform versetzt, die der aktuellen kognitiven Leistungsfähigkeit- und bereitschaft eher entspricht. Gesamtschulen sind grundsätzlich eine gute Option für solche Schüler. Das ist grundsätzlich nur etwas Negatives, wenn man der Meinung ist, dass Gymnasien mehr Wert seien, als andere Schulformen. Es ist ja gerade keine Benachteiligung, nicht an einem Gymnasium beschult zu werden.
Wünschenswert wären bspw. verschiedene Schulformen, die sich Gebäude teilen. Dann gehen solche Schüler einfach nur in andere Klassenräume, statt komplett die Schule wechseln zu müssen.
Zitat
Dazu gehört auch: Wenn man Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gesellschaft besser integrieren will, als gesonderte Schulen und Arbeitsstätten zu haben, wird man sich der Aufgabe annehmen müssen, wie bei allen anderen Kindern auch.
Nein, das muss man nicht. Schüler, die keinen Schulabschluss erreichen, werden in der Regel auch keinem regulären Job nachgehen können. Das ist schade, aber so ist die Arbeitswelt. Ab und zu gibt es Ausnahmen für Berufe, die formal keinen Schulabschluss voraussetzen (z.B. Gärtner). Bei den meisten Berufen scheitert es aber schon daran, dass schon formal mindestens ein Hauptachulabschluss vorausgesetzt wird.
Es geht hier übrigens nicht generell um "Menschen mit Beeinträchtigungen". Es scheint so, als sei dir das mit deiner Emotionalität entgangen.