Beiträge von Schmidt

    Mein Mann kocht meistens, aber das ist ja der schöne Teil.

    Ihr scheint ein massives Kommunikationsproblem zu haben. Statt dich diffus darüber zu beklagen, dass "Männer" sich nicht beteiligen, solltest du mit deinem Mann sprechen. Daraus brauchst du kein gesamtgesellschaftliches Problem konstruieren. Die Aufgabenverteilung mündiger Erwachsener, können diese Erwachsenen nur miteinander klären. Mit jemandem, der so ganz andere Vorstellungen von der Aufgsbenverteilung in der Familie hat, darf man sich dann eben nicht fortpflanzen.

    Doch, hier wollen ja Menschen mehr von den Verdiensten und Arbeitsbedingungen "draußen" wissen als ich. Bzw. glauben das. Und da ständig zu schreiben: "Nee, das stimmt so nicht" und "nee, das glauben wir dir nicht", was ist das Anderes als Bashing?

    Du bist nicht im Gefängnis, was soll der "draußen" Spruch? Und ja, einige hier haben bereits mehr oder weniger lange außerhalb der Schule gearbeitet. Da hast du nicht die einzig wahre Perspektive gepachtet. Und stell dir vor: auch als Lehrer hat man nicht nur andere Lehrer im Freundes- und Bekanntenkreis.

    Ganz ehrlich: wenn du dich auch im Ref so benommen hast wie hier, wundert es mich überhaupt nicht, dass du einen schweren Stand bei deinen Kollegen hattest/hast. Entspann dich und rede vielleicht mal mit Menschen, außerhalb deiner Blase. Das hilft bei einer realistischeren Perspektive.

    Da steht nichts Neues. Nichts davon ändert etwas daran, dass du ausgebeutet wurdest (von einem Chef, der sicher nicht auf seine Gewinne verzichtet hat) und gegen Arbeitsrecht verstoßen hast.

    Abhängig davon, wie alt die SuS sind, ist das mit den Überstunden so oder so schwierig.

    Zumal ein guter Ausbildungsbetrieb dafür sorgt, dass die Azubis gerade keine Überstunden machen.

    Dass 80 Stunden pro Woche für 2000 Euro netto (ich komme kaum aus dem Kopfschütteln raus, wie man sich das auch noch schön reden kann) nicht dasselbe sind, wie ein paar Überstunden, wenn es punktuell mal notwendig ist, brauche ich dir sicher nicht erklären.

    Wie die „Beziehung“ aus der anderen Richtung wahrgenommen wird, sieht man, wenn man die jungen Menschen jubeln hört, wenn sie erfahren, dass (vermutlich wegen Krankheit einer Kollegin) Unterricht ausfällt.

    Hä? Natürlich freuen sich SuS, wenn der Unterricht ausfällt. Und natürlich machen sich SuS Sorgen um ihre Lehrer (mit denen sie eine Beziehung aufgebaut haben), wenn die wegen Krankheit längerfristig ausfallen. Dass das nicht deren Lebensmittelpunkt wird und ihnen keine schlaflosen Nächte ist ok. Die SuS sind auch nicht mein Lebensmittelpunkt und machen mir auch keine schlaflosen Nächte.

    Ich komme auch aus der Praxis und habe vor dem Lehramt (das ich noch mal grundständig studiert habe), Informatik fertig studiert und einige Jahre gearbeitet.

    Das, was du beschreibst, kannst du dir schön reden, sicher. Das ändert nur nichts daran, dass du dich hast ausbeuten lassen. Dein Chef bzw. der Inhaber der Agentur hat sich die Taschen voll gemacht und ausgenutzt, dass er genug Dumme findet, die für ihn 13 Stunden am Tag schuften und damit Arbeitsrecht brechen. Dass viele andere genauso dumm sind, ist keine Begründung dafür, das selbst so weiter zu machen.

    Einer meiner besten Freunde ist Graphikdesigner (mit Diplom Studium) und verdient in der Agentur, in der er arbeitet mehr als du verdient hast. Bei 36 Wochenstunden (punktuell mehr, das kann er aber immer abfeiern).

    Ea gibt für gebildete Menschen (in diesem Fall heißt das, mit Ausbildung oder Studium) immer Alternativen zu dieser Art arbeitsrechtswidrigen Ausbeutung.

    Dass du hier nicht zugeben willst, dumm gewesen zu sein, ist in Ordnung. Aber bitte erzähl deinen SuS nicht so einen Unsinn, wie du ihn hier im Bezug auf Arbeit erzählst.

    Äh, was? Beziehung? Welcher Art soll die sein? Mir begegnen jeden Tag etwa hundert verschiedene junge Menschen. Ich kriege mit Mühe und Not deren Namen zusammen. Ich kann die überhaupt nur als Individuen wahrnehmen, wenn sie mir gegenübersitzen. Wenn ich nicht da bin, habe ich zu denen keine weitere Beziehung als die Call-Center-Mitarbeiterin zu den Kundinnen, mit denen sie gerade nicht spricht.

    Wow. Soviel emotionale Distanz habe nicht mal ich. Und mir wird schon öfter mal vorgeworfen, vollkommen unempathisch zu sein.

    Ich verdiene als angestellter Lehrer deutlich mehr, weil mir (völlig zu Recht) mehr als 10 Jahre Berufserfahrung anerkannt wurden. Was ich den SuS in der Mediengestaltung und zum Thema Werbung und Marketing erzählen kann, kann so keiner der "normalen" Lehrer: Ich erzähle nicht davon, wie Werbung theoretisch gut ist, sondern wie ich praktisch Kampagnen erfolgreich gestaltet habe.

    Ich habe ca. 2000 Euro netto verdient ja.

    Im TV-H (Hessen), Stufe 6, sind das ca. 3200 - 3400 Euro netto in Lohnsteuerklasse I bzw. IV.

    Zitat

    Willkommen in der Wirklichkeit. Und davon, in einer mittelständischen Werbeagentur zu arbeiten, die nicht in einer Grossstadt ist und nicht "Jung von Matt" heisst. Und jetzt verdiene ich das Doppelte.

    Du meinst in der Dummheit? Sorry, das soll keine persönliche Beleidigung sein; ich kenne dich nicht. Aber etwas anderes fällt mir dazu nicht ein, wen man sieben Tage die Woche, täglich > 11 Stunden arbeitet und dafür 1.700 Euro (oder 2.000 Euro, eine deiner Aussagen stimmt nicht) nachhause bringt, dann ist das dumm. So einen Vertrag unterschreibt kein vernunftbegabter Mensch oder ist nach zwei Wochen wieder weg. Mindestlohn für 80 Stunden sind rund 3.000 Euro netto (regulär 1.500 Euro).

    Zitat

    Somit habe ich allein finanziell alles richtig gemacht. Auch ohne Verbeamtung. Was mich aber trotzdem ärgert, weil man mir ca. 1 Jahr keine Planstelle gegeben hat und jetzt ist es zu spät.

    Andere warten 10 Jahre auf eine Planstelle.

    Zitat

    Ich fand es übrigens trotzdem toll auch für so wenig Kohle in der Werbung zu arbeiten. Nur Teilzeit isses eben nicht gut realisierbar. Da ist jetzt der Deal besser. Aber er zeigt, wie krass unterbezahlt wird - gerade im Marketing. Aber das ist sicher ein anderes Thema. Aber doch sicher auch mal interessant für den einen oder anderen zu lesen.

    Nö. Das zeigt, wie selbstausbeutungsbereit viele Menschen sind. Warum sollte dein ehemaliger Chef mehr zahlen, wenn es genug Dumme gibt, die knapp über Mindestlohn für zwei arbeiten? Das ist nicht überall so, auch nicht im Marketing oder in der Kreativbranche.

    Vor allem für Schüler ist das ein gutes abschreckendes Beispiel, was man sich als Arbeitnehmer nicht gefallen lassen sollte.

    Kommt drauf an, ob (a) ich die Eltern eingeladen habe oder (b) die Eltern mich sprechen möchten. Wenn (a) rede ich nicht lange um den heißen Brei und sage den Eltern, warum sie da sind. Wenn (b), dürfen die Eltern direkt loslegen. Wenn (a) und (b), dann dürfen die Eltern anfangen. In allen Varianten ergibt sich in der Regel ein Gespräch.

    Für jedes Gespräch gibt es einen 15 Minuten Slot. Das reicht in der Regel. Wenn wir uns einig sind, dass noch mehr Gesprächszeit nötig ist, machen wir einen neuen Termin. Das kommt extrem selten vor.

    Anlasslose Gespräche führe ich aus Prinzip nicht.

    Was Konferenzen kleinerer Teams angeht, organisieren wir uns häufig hybrid oder komplett online. Wenn's in Präsenz geplant ist, schalten wir ggf. jemand, der Probleme mit dem Kommen hat, dann eben dazu. Das tut in der Regel dem Austausch keinen so großen Abbruch, dass das Ziel der Konferenz nicht erreicht werden könnte.

    Bsp. aus der Realität: Die komplett beschwerdefrei Kollegin, die aber corona-positiv ist, nimmt online an einer Teamsitzung teil.

    Ist bei uns mittlereile auch so. Das ist ein positiver Effekt der Pandemie. Was vorher angeblich noch absolut unmöglich war, hat sich als sehr praktisch und sinnvoll herausgestellt. Auch Kollegen, die an Konferenz-/Besprechungstagen keinen Unterricht haben, müssen so nicht extra anreisen.

    Gemeint war ein junger Mann ohne Lebenserfahrung, ohne Krankheiten oder andere nennenswerte Probleme, der allein aus diesem Umstand heraus meint, andere persönlich angreifen zu müssen.

    Wo wurdest du angegriffen? Dass du unter neuem Usernamen zurück bist, scheint zu stimmen?

    Bist du sicher, dass du überhaupt gemeint warst? "mit hunderten Beiträgen" impliziert mehrere hundert Beiträge; du bist jetzt bei 188; das sind nicht mehrere hundert.

    Ich weiß weder, wer du bist, noch, was bei dir gerade los ist. Aber es hilft sicher, wenn du überemotionale Beiträge erstmal einen Tag liegen lässt, bevor du entscheidest, ob du sie absendest oder nicht.

    Siehst Du, das hatte ich mir gedacht und ich würde es mir hier wünschen. In Deutschland musst Du als Arzt darauf achten, dass du genügend Patienten die Stunde durchschleust. Im Regelfall hast Du in der Hausarztoraxis 5 Minuten.

    Mein Hausarzt nimmt sich immer die nötige Zeit. Wenn es nur darum geht, dass man durch ist und einfach eine Woche Ruhe braucht (kommt bei mir bisher nicht vor, kenne aber entsprechende Menschen persönlich), dann ist oft nicht mal ein Gespräch mit dem Arzt notwendig. Wozu auch? Wenn sich solche Krankschreibungen häufen, dann nehmen sich die Ärzte (Gemeinschaftspraxis) auch Zeit, unterhalten sich länger mit dem Patienten, klären ab, ob nicht bspw. psychologische Probleme vorhanden sind usw. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass sich, bei mir, meiner Frau (auch nicht, als wir noch gesetzlich versichert waren), ihren Eltern (die gesetzlich versichert sind) oder unseren gesetzlich versicherten Freunden, die zur selben Praxis gehen, zu wenig Zeit genommen wurde. Das ist immer eine gute Abwägung. Meistens reichen fünf Minuten vollkommen. Man muss nicht für jeden Quatsch eine viertel Stunde mit den Ärzten sprechen.

    Ein Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze hat in den meisten Fällen nichts mit wohlhabenden Menschen zu tun.

    Wohlhabend ist nicht dasselbe, wie reich.

    Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2022 bei 58.050 €, das sind in Lohnsteuerklasse I, ohne Kinder und gesetzlich versichert rund 2.900 € netto pro Monat.

    Laut IW Köln, haben nur 17% der Haushalte ein (pro Kopf) höheres Einkommen, 83% ein (pro Kopf) niedrigeres Einkommen. Natürlich ist man mit 2.900 € pro Monat nicht reich. Auch als Alleinverdiener für zwei Erwachsene und Kind kann man da noch nicht von einem wohlhabende Haushalt sprechen; aber generell ist der Wohlstand mit so einem Einkommen schon recht hoch.

    https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user…lung/index.html

    Von den rund 23 Millionen Vollzeitbeschäftigten in Deutschland, verdienen nur ca. 1,5 Millionen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze.

    Lehrer sind in Hessen mit E12 nach 6 Jahren (Stufe 4) bei einem Einkommen jenseits der 2.900 € netto. Ich weiß, niemand will es hören, aber auch Lehrer gehören in Deutschland generell zu den wohlhabenden Menschen.

    Ein Lehrerpaar, bei dem einer Vollzeit in E12 arbeitet, und der andere 50% in E11, kommt in Stufe 4 in Hessen auf ein Monatsnetto von 4.600 €. Mit einem Kind verdienen nur 25% der Haushalte pro Kopf mehr, ohne Kinder nur 15%. Bei Beamten Lehrern bleibt noch mehr übrig.

    (Jaja, ich weiß, es gibt auch Lehrer, die weniger als E12 verdienen, die gehören dann vielleicht nicht dazu.)

    Nicht ohne Grund ist der Wechsel von der PKV in die GKV so schwierig. Gezielt in jüngeren Jahren in die PKV zu wechseln, mit dem Ziel, sobald diese teurer wird, wieder in die GKV zu wechseln, getreu dem Motto "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren" halte ich für asozial. Bitte entscheide dich für ein Modell und dann bleib dabei.

    Assozial ist das System, in dem sich wohlhabende Menschen aus der Solidargemeinschaft nehmen können, indem sie in die PKV gehen.

    Individuell ist das aber nur vernünftig. Warum sollte man auf die nun mal existierenden Vorteile verzichten? Am System ändert sich dadurch nichts.

    yestoerty: wenn dir die Stadt bekannt ist, verrätst du sie mir bitte per PN? Ich suche mich dumm und dämlich, wobei ich befürchte, dass es wieder ‚nur‘ kaufmännisch sein könnte :-/

    Schau mal hier

    https://www.auslandsschulwesen.de/SharedDocs/Dow…s.html?nn=52714

    Spanien fängt auf Seite 197 an. Da sind auch Schulen (zwei oder drei Stück) mit beruflichen Abschlüssen dabei. Die sind aber tatsächlich alle kaufmännisch.

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