Ein Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze hat in den meisten Fällen nichts mit wohlhabenden Menschen zu tun.
Wohlhabend ist nicht dasselbe, wie reich.
Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2022 bei 58.050 €, das sind in Lohnsteuerklasse I, ohne Kinder und gesetzlich versichert rund 2.900 € netto pro Monat.
Laut IW Köln, haben nur 17% der Haushalte ein (pro Kopf) höheres Einkommen, 83% ein (pro Kopf) niedrigeres Einkommen. Natürlich ist man mit 2.900 € pro Monat nicht reich. Auch als Alleinverdiener für zwei Erwachsene und Kind kann man da noch nicht von einem wohlhabende Haushalt sprechen; aber generell ist der Wohlstand mit so einem Einkommen schon recht hoch.
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user…lung/index.html
Von den rund 23 Millionen Vollzeitbeschäftigten in Deutschland, verdienen nur ca. 1,5 Millionen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze.
Lehrer sind in Hessen mit E12 nach 6 Jahren (Stufe 4) bei einem Einkommen jenseits der 2.900 € netto. Ich weiß, niemand will es hören, aber auch Lehrer gehören in Deutschland generell zu den wohlhabenden Menschen.
Ein Lehrerpaar, bei dem einer Vollzeit in E12 arbeitet, und der andere 50% in E11, kommt in Stufe 4 in Hessen auf ein Monatsnetto von 4.600 €. Mit einem Kind verdienen nur 25% der Haushalte pro Kopf mehr, ohne Kinder nur 15%. Bei Beamten Lehrern bleibt noch mehr übrig.
(Jaja, ich weiß, es gibt auch Lehrer, die weniger als E12 verdienen, die gehören dann vielleicht nicht dazu.)