Leider ist das mit den Screenreadern und dem Doppelpunkt ein Mythos, der sich noch immer hält. Der Blinden- und Sehbehindertenverband spricht sich explizit dagegen aus und häufig wird mittlerweile auch von anderen Screenreadernutzer*innen (bspw. Autismus-Verbänden) auch angemerkt, dass die Pause, die vom Screenreader anstelle des Doppelpunkts ausgegeben wird, zu lang sei und im Gegensatz zum Glottisschlag in der gesprochenen Sprache noch eher als Wort- bzw. Satzende aufgefasst wird. Das ganze Dilemma ist zum Beispiel hier relativ ausführlich erörtert.
Viele Grüße, JoyfulJay
Danke! Ich kann langsam echt nicht mehr hören, dass "der Doppelpunkt die beste Variante" sei.
Das zeigt, wie wenig sich Menschen tatsächlich für die Gleichstellung aller interessieren. Es wird irgendwas nachgeplappert, was irgendwer mal erzählt hat, aber die Menschen, die es betrifft, werden nicht gefragt. Die interessieren ganz selten. Hauptsache, man kann sich Inklusivität auf die Fahne schreiben und sich dabei gut fühlen. Das haben wir gerade mit der Aktualisierung unserer Schulwebsite durch. Fürchterlich.