Beiträge von Schmidt

    Leider ist das mit den Screenreadern und dem Doppelpunkt ein Mythos, der sich noch immer hält. Der Blinden- und Sehbehindertenverband spricht sich explizit dagegen aus und häufig wird mittlerweile auch von anderen Screenreadernutzer*innen (bspw. Autismus-Verbänden) auch angemerkt, dass die Pause, die vom Screenreader anstelle des Doppelpunkts ausgegeben wird, zu lang sei und im Gegensatz zum Glottisschlag in der gesprochenen Sprache noch eher als Wort- bzw. Satzende aufgefasst wird. Das ganze Dilemma ist zum Beispiel hier relativ ausführlich erörtert.

    Viele Grüße, JoyfulJay

    Danke! Ich kann langsam echt nicht mehr hören, dass "der Doppelpunkt die beste Variante" sei.

    Das zeigt, wie wenig sich Menschen tatsächlich für die Gleichstellung aller interessieren. Es wird irgendwas nachgeplappert, was irgendwer mal erzählt hat, aber die Menschen, die es betrifft, werden nicht gefragt. Die interessieren ganz selten. Hauptsache, man kann sich Inklusivität auf die Fahne schreiben und sich dabei gut fühlen. Das haben wir gerade mit der Aktualisierung unserer Schulwebsite durch. Fürchterlich.

    Nach der UN-Kinderrechtskonvention (1989):

    In anderen Worten: Die UN-Kinderrechtskonvention definiert alle Menschen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres als Kinder. Für jene gelten nicht nur die Menschen-, sondern auch die Kinderrechte.

    Dann sieht das deutsche Recht, das zwischen Kindern und Jugendlichen unterscheidet, das anders.

    Dass auch Jugendliche eines besonderen Schutzes bedürfen, sieht der Gesetzgeber natürlich auch so.

    Als Zwischenstufe zwischen Kind und Erwachsener ist "Jugendlicher" auch soziologisch eine sinnvolle Kategorie.

    Und ja, manche Teenager sind Kinder. Nämlich diejenigen, die 13 und 14, also noch nicht 15, sind.

    lera1

    Es gibt noch andere Gründe. Wer z.b. noch Eltern hat, die regelmäßig anrufen, der hat in der Regel auch Festnetz. Das würde für die ziemlich teuer.

    Hm? Wo ist da der Zusammenhang?

    "Festnetz" gibt es so gut wie nicht mehr. Außer ur-alt Verträgen ist das mittlerweile alles VoIP.

    Wie haben kein "Festnetz", nur eine "lokale" VoIP Nummer. Die ist auf unseren Smartphones eingerichtet. Wenn jemand diese Nummer anruft, läuft das Gespräch, wenn wir daheim sind, zum "Festnetz"-Tarif (ist aber de facto kein "Festnetz").

    Wir selbst telefonieren auf alle Nummern innerhalb Deutschlands via Smartphone "kostenlos" (wird mit einer relativ günstigen Flatrate bezahlt).

    Das müssen wir meinen Schwiegereltern auch ca. einmal pro Woche erklären. Bei jedem Anruf fragen die ob sie zurückrufen sollen, weil es ja so teuer sei, vom Handy anzurufen bzw. fragen, ob sie jetzt auf "dem Handy oder dem Festnetz" anrufen.

    Hm, vielleicht war das bei euch anders, aber meine Eltern hatten auch zu meiner Schulzeit (sowohl in der Grundschule, als auch in der "Orientierungsstufe", die es in NDS damals in der 5./6. Klasse gab und ebenfalls ab der 7. Klasse im Gymnasium) schon die privaten Telefonnummern meiner Klassenlehrer*innen und haben auch ab und zu mit ihnen telefoniert. Und ich kann mich erinnern, dass ich in meiner Oberstufenzeit - als ich bereits volljährig war - mehrmals mit meinem Tutor telefoniert habe.

    Ich bin übrigens zwischen 1978 und 1991 zur Schule gegangen.

    Meine Mutter hatte auch die Privatnummern meiner Lehrer. Ich gebe meine Privatnummer heute ganz sicher nicht heraus.

    Das liegt allerdings nicht an den Schülern, sondern an den Eltern. Die wissen offenbar nicht mehr, wie man die Zeit anderer Menschen respektiert. Ich habe an meiner ersten Schule, die ich dann glücklicherweise wieder verlassen konnte, den Fehler gemacht, die Nummer herauszugeben. Eltern rufen wegen jedem Scheiß an. Ich wurde angerufen, weil der Hans-Egon* die Hausaufgaben nicht mitbekommen hat oder weil die Lisa eine 3 im Vokabeltest geschrieben hat. Eine Mutter hat mich regelmäßig angerufen, um über ihr Kind zu sprechen und ein Vater meinte mich um Mitternacht anrufen zu müssen (um eine vollkommen nebensächliche Kleinigkeit "zu klären"). Kollegen haben ähnliches berichet. Die Schulleitung meinte, das sei halt so und auch ein Einwirken auf die Eltern hat nicht gefruchtet.

    Jetzt habe ich ein "dienstliches" Handy mit Sprechzeiten und für Klassenfahrten. An meiner aktuellen Schule ist es allerdings auch nicht so schlimm, wie an der vorhergehenden.

    * Die Namen sind frei erfunden

    Das ist nicht "auf einmal" schlimm, das fand und finde ich schon immer schlimm, wenn jemand längerfristig erkrankt. Auch wenn diese KuK (wie auch SuS) nicht an Corona erkrankt sind. Du findest das deinem Post nach wohl nicht wirklich schlimm? Tja, das zeugt dann nicht gerade von Empathiefähigkeit deinerseits, finde ich.

    In der Regel sind die Kollegen zeitnah wieder da und gesund. Warum soll ich mich daran abarbeiten, dass Menschen, mit denen ich arbeite krank werden und wieder genesen? Das ist doch absurd. Empathie empfinde ich für Menschen, die ernsthaft und über einen langen Zeitraum erkrankt sind. Oder für mir nahestehenden Menschen, oder für alte Menschen im Altenheim, die nicht besucht werden dürfen oder für unserer alte Nachbarin, bei der gar nichts mehr geht, wenn sie krank wird (und der wir dann natürlich helfen).

    Ich wollte damit nur sagen, dass auch junge Leute heftiger erkranken können an corona.

    Aber vermutlich weißt du, was ich damit sagen wollte.

    Deshalb verstehe ich deine Frage nicht.

    Wie weiter?

    Ich habe wirklich nicht verstanden, was du mit dem Beitrag sagen willst. Natürlich können auch junge Menschen schwer erkranken oder länger ausfallen. Gelegentlich sterben auch junge Leute an Covid. Auch drei- und vierfach Geimpften kann das passieren. Das Risiko ist bei jungen und Geimpften geringer, aber niemals null.

    Doch. Das tust du damit, indem du mögliche, sinnvolle und einfache Schutzmaßnahmen außer acht lässt.

    Forcieren wäre sich bewusst im selben Raum wie ein Hochinfektiöser aufhalten und sich von diesem ins Gesicht husten zu lassen.

    Einfach so zu leben, wie man das normalerweise tut und dabei das Risiko zu akzeptieren, sich anstecken zu können, ist nicht dasselbe, wie eine Infektion zu forcieren.

    Was soll die Frage? Wenn jemand drei Wochen krankgeschrieben ist, geht es ihm - in diesem Fall: ihr - ja wohl schlecht. Da viele Geimpfte nur einen (vermeintlich) milden Verlauf haben, sind sie oftmals nach max. zwei Wochen wieder fit. Das scheint ja bei der genannten Kollegin nicht der Fall zu sein (und war übrigens auch in meiner Abteilung bei einer Kollegin, die noch recht jung (Mitte 30) ist, so; sie war ebenfalls drei Wochen wegen Corona krankgeschrieben und es ging ihr richtig mies).

    Kollegen sind doch immer mal wegen allem möglichen länger krank geschrieben. Einen "jungen" Kollegen hat es vor vier Jahren mal mit einer Grippe so hart erwischt, dass er 4,5 Wochen krank geschrieben war. Manche Kollegen sind wegen eines einfachen grippalen Infekts zwei Wochen krank geschrieben. Warum ist es auf einmal so dramatisch, wenn Kollegen krank sind? Natürlich kann man auch geimpft schwer erkranken (wobei ein paar Wochen flach liegen nicht "schwer erkranken" ist) und sterben. Wie kommt irgendjemand auf die Idee, dass das nicht möglich sei?

    Der Meister berechtigt zum Studium an einer deutschen Hochschule und ist m.W. gleichgestellt mit der Allgemeinen Hochschulreife (man korrigiere mich, falls das nicht korrekt ist).

    Das ist falsch. Im DQR ist der Meister mit dem Bachelor gleichgestellt.

    ich wollte fragen, ob die Umbenennung der Meister und Fachwirte irgendetwas an der Qualifizierung für das Berufsschullehramt ändert? Insbesondere in Berlin?

    Konkret frage ich, weil ich dann mit dem Beginn meines Rechtsfachwirtes entsprechend warten würde, bis die Prüfungsordnung angepasst ist.

    Nein, da ändert sich nichts. Du hast nach wie vor kein abgeschlossenes Studium.

    Weitere Informationen gibt es hier

    https://www.berlin.de/sen/bildung/fa…e/quereinstieg/

    Ich bin erst 11 Jahre im Dienst und musste mein Material wegen neuer Prüfungsformate ein mal komplett neu machen. Plus Änderungen im Lehrplan, aktuelle Ereignisse, veraltete Texte,...

    Wer glaubt, dass man ein Mal Material macht und dann immer nutzt hat auch noch nie Geschwister oder Freunde unterrichtet.

    Ich mache eigentlich nur Sachen in Englisch neu. In Informatik und insbesondere in Physik kann das eigentlich alles so bleiben, da kommt kaum was Neues dazu. Die Mathe-Kollegen benutzen ihr Material auch schon seit zig Jahren. Es kommt schon arg auf die Fächer an.

    Info ist (außer in Niedersachsen) in der Sek 1 nirgendwo Pflichtfach, und es wird normalerweise erst ab Jahrgangsstufe 7 angeboten.

    In Bayern ist Informatik in der Sek I an Gymnasien Pflichtfach.

    Zitat

    Kann mir schwer vorstellen, dass man nur für die Sek 1 einen Zertifikatskurs machen kann. Auch die Sinnhaftigkeit eines Sek 1-Studiums dieses Fachs sollte dahingehend hinterfragt werden - wobei davon auszugehen ist, dass es in Zukunft eher mehr als weniger wird und es wahrscheinlich in mehreren Bundesländern Pflichtfach in der Sek 1 werden wird. Aktuell kann ich mir schwer vorstellen, dass es eine Ausschreibung gibt, wo Info nur für Sek 1 verlangt wird.

    In Hessen kann man auch Informatik L2 studieren. Das ist sinnvoll, weil nur, wenn Lehrer da sind, auch Unterricht angeboten werden kann.

    Bin eh gespannt auf die Folgekosten der Sparmaßnahme.

    Mit dem bürokratischen Overhead sehe ich da nicht viel Ersparnis. Aber wer weiß. Irgenwer wird das schon durchgerechnet haben.

    Ich persönlich fand es (auf eine ironische Weise) unterhaltsam, dass das Ende von kostenlosen Tests zu Beginn als neue "Maßnahme für den Herbst" verkauft worden ist. Erst im Nachgang hat man dann verkündet, dass die Kosten auf die Dauer einfach zu hoch seien.

    Den ersten Teil habe ich gar nicht mitbekommen. Oh man. ^^°

    "Anlasslose Tests können dazu beigetragen, die Statistik verfälscht wird." (Aus der Covid-Test FAQ des Bundesministreriums für Gesundheit)

    Äh, ja. Argument auf Trump Niveau. Wenn wir nicht testen, gibts auch keine Infizierten. :aufgepasst:

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