Beiträge von Schmidt

    Ich bin gerade verwirrt. Wieso benötigt man für England mittlerweile ein Visum? Reisepass ja, aber ein Visum? Davon habe ich noch nie gehört und es gibt doch so viele andere Länder, die ebenfalls nicht der EU angehören, in die ich aber dennoch ohne Visum einreisen konnte.

    Aktueller Stand 191 Länder, in die man mit dem deutschen Pass visumsfrei einreisen kann.

    Mit dem türkischen Pass bspw. braucht man für UK ein Visum.

    Da hast du Recht. Ich danke für den aufschlussreichen Hinweis!

    Einzig "die Politiker", das mag ich nicht, das weißt du schon.

    Wer denn sonst? Wenn durch die Politik vermittelt wird, dass es total toll sei, wenn alle Elternteile arbeiten müssen und möglichst schnell nach der Geburt wieder arbeiten gehen sollen, während die Kinder abgegeben und effektiv von Fremden erzogen und sozialisiert werden, braucht man sich nicht wundern. Darauf ruhen sich Eltern ganz häufig einfach aus.

    wie hält man denn eine Tasche unordentlich?

    Oder geht es um eine Tasse?

    Mir wurde als Kind öfter mal angedroht, man würde mir den zweiten Arm wegnehmen, da ich ihn offenbar nicht bräuchte, wenn ich den Ranzen/später Rucksack nur über einer Schulter getragen habe. Vielleicht ist das damit gemeint.

    Oder es geht darum, keine verschimmelten Pausenbrote im Ranzen zu transportieren, Arbeitsblätter ordentlich zu transportieren und nicht in den Ranzen zu stopfen, immer alles notwendige für den Tag dabei zu haben usw. :pirat:

    Mich nervt diese Tendenz vieler Gymnasien sich der Inklusion zu entziehen echt an.

    Dafür bin ich nicht ausgebildet.

    Bei Kindern mit körperlichen Einschränkungen habe ich kein Problem. Auf körperliche Beeinträchtigungen kann ich Rücksicht nehmen und den Unterricht so gestalten, dass die Einschränkung unproblematisch ist. Wir haben eigentlich in jedem Schuljahr mehrere Kinder, die im Rollstuhl sitzen, nur ein Bein haben, extrem schlecht sehen, kleinwüchsig sind, schlecht hören oder sogar taub sind, oder irgendeine andere körperliche Beeinträchtigung haben. Selbst mit tauben Kindern komme ich im Unterricht klar (und habe mittlerweile sogar die Basics der Gebärdensprache ganz in Ordnung drauf; in der Regel ist bei diesen Kindern aber eine Hilfskraft/Dolmetscher dabei).

    Was ich mit einem geistig eingeschränkten Kind im Unterricht anfangen soll, weiß ich nicht. Es klingt vielleicht hart, aber wenn ich Interesse daran gehabt hätte, mich beruflich mit geistig eingeschränkten Kindern zu befassen, hätte ich Förderschullehramt studiert. Glücklicherweise "entzieht" sich meine Schule bisher in dieser Hinsicht erfolgreich der Inklusion.

    Mit einer 2,5 wartet man eben ein paar Jahre bis zur Planstelle. Ich kennen niemanden, der nicht irgendwann eine Planstelle bekommen hat. Selbst mit Geschichte/PoWi.

    In Hessen sind schon 14 Punkte (insgesamt 280/300 Punkten) in jeder examensrelevanten Prüfung "nur noch" eine 1,3. Ich war in meinem Durchgang beim ersten Examen mit einer Gesamtnote von 1,5 unter den Top 5% aller Examenskandidaten.

    Offenbar läuft da bei euch einiges schief, wenn 15 Punkte/1.0er so inflationär vergeben werden. Mit einer besonderen Leistung hängt das sicher nicht zusammen.

    Nicht wirklich, wenn man weiß, wie viele Absolventinnen und Absolventen von Gymnasialseminaren mit 1,0 abschließen- in beiden Staatsexamina.

    Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine 1,0 im ersten Examen hat. Weder in meinem eigenen Examensdurchgang, noch bei Kommilitonen, Freunden, Kollegen, im Referendariat oder sonst irgendwo.

    Wieviele schließen denn das erste Examen im Gymnasiallehramt mit einer 1,0 ab? Wieviele das zweite?

    Dass man für sehr gute Einstellungschancen am Gymnasium zwei 1,0er Examen bräuchte, ist übrigens genauso unsinnig, wie die Annahme, man bräuchte fürs Medizin Studium ein 1,0er Abi.

    Bürgeramt, Ärzte, Handwerker, Geschäft xyz "Haben Sie seltenen Artikel a, den Sie nicht dauerhaft im Sortiment führen aktuell vorrätig, damit ich diesen abholen kommen kann oder ist dieser erst zu einem späteren Termin wieder verfügbar?", Friseurtermin vereinbaren, Cafés/ Restaurants wegen Reservierungen, Museen mit guten Ausstellungen und schlechten Websites, um zu erfahren, ob man für die spezielle Gruppenführung einen Gutschein zum Verschenken bekommen kann (auf dessen Einlösung ich mich bereits freue, da es eines unserer Lieblingsmuseen in der Großfamilie ist), KuK anrufen in dringenden Fragen, Eltern meiner SuS anrufen bei Bedarf, Jugendamt/Jugendstaatsanwaltschaft/schulpsychologische Beratungsstelle/... anrufen bei Bedarf,...

    Bürgeramt: online

    Ärzte: online

    Handwerker: online, nur im Notfall Telefon

    Geschäft: online (ja, auch beim stationären Handel in meiner Stadt)

    Friseur: ohne Termin oder online

    Cafes/Restaurants: online oder ohne ReservieruLng

    Museen: online

    KuK: so dringend kann die Frage kaum sein, dass es nicht warten kann, bis man sich in der Schule wieder sieht; wenn doch: Messenger; wenn KuK sich weigern, leider tatsächlich Telefon

    Eltern: überwiegend Messenger, ganz gelegentlich tatsächlich Telefon

    Jugendamt etc.: die sind tatsächlich besser per Telefon erreichbar; damit habe ich aber eher wenig zu tun.

    Ich versteh das Teilzeitproblem nicht. Das ist doch landesweit halbwegs gut berechenbar. Stellen dürfen halt nicht von der Kopfzahl her, sondern müssen von den Stundenanteilen her berechnet werden. So ist das bei uns in NRW auch.

    Wenn du einen Bedarf für 240 Stunden Deutsch hast, hast du bspw. 10 Planstellen für je 24 Stunden Deutsch. Wenn von den 10 Lehrern auf den 10 Planstellen 5 in 50% Teilzeit gehen, hast du auf einmal nur noch 180 Stunden Deutsch abgedeckt. Die restliche. 60 Stunden musst du irgendwie anders abdecken, in der Regel mit Angestellten. Du musst also irgendwoher mehr Leute bekommen, weil einige Lehrer in Teilzeit sind. Neue Planstellen kann es für die Stunden nicht geben, weil die 5 Teilzeit Lehrer jederzeit wieder auf Vollzeit gehen können.

    (Die Zahlen sind natürlich frei erfunden und dienen nur der Illustration.)

    Vielleicht liegt es aber auch an der Mentalität von Leuten aus der Technik. Uns ist das Aussehen, Geschlecht und Herkunft ziemlich egal. Wichtig ist was man kann. Alle Frauen in meinen Klassen sind automatisch in die Klassengemeinschaft integriert, da brauche ich gar nix machen.

    Danke!

    Das kann ich so nicht genug unterstreichen.

    Super anekdotische Evidenz:
    weit mehr als Hälfte der männlichen Grundschulleute in meiner Sprechstunde sind naive Träumer, die glauben, dass die Welt ihnen aufgrund ihres Penisses offen steht. Das erklären sie nicht nur im Beratungsgespräch "Ich studiere Grundschullehramt, man braucht Männer, da ist es nicht so schlimm, wenn meine Abschlussnote nicht so gut ist", sondern auch in ihren Bewerbungsunterlagen "Nehmen Sie mich, ich bin ein Mann und jede*r weiß, dass dies eine Bereicherung für Grundschulen ist" (interessanterweise weiß ich nicht, ob es tatsächlich in den Ländern auch der Fall ist). Erfahrung im Studium haben sie oft nicht, weil "das FSJ reicht".

    Komischerweise hat mir noch nie eine weibliche Kandidatin mit dem Fach Physik oder Informatik Ähnliches erzählt...

    (Aber ich habe auch immer wieder männliche Goldstücke, die nach dem FSJ durchgehend im Ganztag arbeiten, sich engagieren und tolle Noten haben...)

    Wenn man Menschen an allen Ecken und Enden etwas einredet, dann glauben sie es eben selbst irgendwann und verhalten sich auch so. Das trifft auf viele Aspekte des menschlichen Lebens zu.

    Bereits im "abstract" steht: " When female managers, rather than male, deliver this feedback, the
    negative effects double in magnitude. Having a critical female manager does not affect effort provision but it does lower workers’ interest in working for the firm in the future."

    Du hat behauptet, dass Frauen in Führungspositionen weniger akzeptiert werden. Damit hat die Studie nach wie vor nichts zu tun.

    Was das Feedback angeht: Die Kommunikationserwartung gegenüber Frauen ist eine andere. Da spielen Genderstereotypen eine Rolle. Von Frauen wird oft erwartet, dass sie negatives Feedback anders rüberbringen, als Männer. Deshalb kann es zu negativen Reaktionen führen, wenn Frauen sich genauso verhalten, wie Männer. Die Erkenntnis ist alt. Die stand schon vor 10 Jahren in Ratgebern für weibliche Führungskräfte. Das ist etwas, woran jeder einzelne selbst arbeiten kann (ale Empfänger von Feedback und als Feedbackgeber), aber das hat doch nichts damit zu tun, dass Frauen in Führungspositionen nicht akzeptiert werden.

    Noch zwei weitere interessante findings Ergebnisse der Studie

    - Die meisten Teilnehmer hatten schon weibliche Vorgesetzte und schätzen deren Arbeit nicht weniger effektiv ein, als die ihrer männlichen Vorgesetzten (S. 31)

    - Jüngere Arbeitnehmern haben ähnliche Erwartungen an männliche und weibliche Vorgesetzte und reagieren daher auch auf Feedback ähnlich (S. 31)

    Nein. Scheinbar liest du aber etwas völlig anderes aus den "findings" als ich. Dort steht doch eindeutig, dass die Kriitk bzw. das Feedback weniger akzeptiert wird, wenn sie von weiblichen Führungskräften geäußert wird als von männlichen. Der Rest, den du schreibst, ist deine Interpretation.

    Wo genau steht das? Bitte mit Zitat aus der Studie.

    "Bartos et al. (2016) point out that negative stereotypes may result in people allocating less

    attention to certain groups. It has long been proposed that female leaders may face such

    attention discrimination, e.g. they are more likely to be ignored when trying to influence

    people (Carli, 2001). [...]

    In the presence of attention discrimination, workers would proceed faster to the next task

    if feedback comes from a female supervisor. I instead find the opposite: on a sample mean of

    11 seconds, workers spend 0.84 seconds (0.13 s.d., p-value: 0.007) longer on the feedback of

    female supervisors (Table 8, col. 1). The difference is not driven by outliers (see distribution

    Figure A1). There are no significant differences by worker gender (col. 2), feedback content

    (col. 3) or the interaction of the two (col. 4, 5)." (S. 25)

    Das Wort "accept" kommt in der Studie gar nicht vor. Vielleicht meinst du mit "akzeptieren" etwas anderes als ich?

    Womit wir wieder beim "problematischen" Sprachgebrauch wären. "Stets" bedeutet doch "jedes Mal", "grundsätzlich" ebenso "ohne Ausnahme" (https://www.duden.de/rechtschreibung/grundsaetzlich). Deine Erklärung, dass es doch "auch mal ein Vater das Sorgerecht alleine zugesprochen bekommt" widerspricht also sehr wohl deiner vorherigen Aussage.

    Kinder aus armen Familien haben aufgrund ihrer finanziellen Ausstattung auch grundsätzlich/stets/immer einen Nachteil gegenüber Kindern aus wohlhabenderen Familien. Der Nachteil geht nicht weg, nur, weil andere Aspekte stärker durchschlagen. Vielleicht verstehst du jetzt, was die Aussage bedeutet?

    Komisch, gerade konnte ich den Artikel noch lesen, aber jetzt ist es auch mir nur noch mit Abo möglich. Hier nochmal eine andere Quelle über eine US-Studie zum selben Thema: https://www.fitbook.de/mind-body/schm…-ernst-genommen

    Wir reden über Deutschland, nicht über die USA. Die USA sind an vielen Stellen noch rückständig und Gleichberechtigung ist dort stellenweise ein Fremdwort. Ein Land, in dem es in den meisten Staaten nicht mal verpflichtenden Mutterschutz oder wenigstens eine verpflichtende bezahlte Freistellung nach der Geburt gibt, möchte ich ungerne mit Deutschland verglichen sehen.

    Unabhängig davon hat die Studie wieder die Schwäche, dass man Menschen befragt und es um individuelle Bewertung von Schmerzen geht. Was für den einen eine 4 ist, ist für den anderen schon eine 8 (von 10). Und an den Gesichtsausdrücken von Menschen erkennen, wie stark ihre Schmerzen sind, ist so oder so unmöglich.

    Zum Beispiel diese Studie, die zeigt, dass Frauen in Führungspositonen weniger akzeptiert werden als Männer: https://docs.iza.org/dp12611.pdf (Nein, ich habe mir nicht die komplette Studie zu Gemüte geführt, aber darüber in einem Online-Artikel gelesen!)

    Hast du vielleicht die falsche Studie verlinkt? In dieser Studie geht es um den Einfluss von negativem Feedback auf Mitarbeiter. Negatives Feedback von weiblichen Chefs hat laut dieser Studie einen stärkeren negativen Einfluss auf die Mitarbeiter, als dasselbe Feedback von männlichen Chefs. Das liegt vermutlich an den unterschiedlichen Kommunikationserwartungen die Männer und Frauen (!) an Männer und Frauen haben.

    Die Studie findet gerade keine Evidenz dafür, dass Frauen weniger Ernst genommen werden, als Männer. Dagegen liegt Evidenz vor, dass sich Mitarbeiter mit Feedback von weiblichen Vorgesetzten länger beschäftigen als mit dem von Männern.

    Ja, hier spielen Geschlechterstereotype eine Rolle, es wird aber keine Diskriminierung (im negativen Sinne; dass es einen Unteschied gibt ist natürlich rein wörtlich auch eine Diskriminierung) von Frauen nachgewiesen.

    Du Schmidt siehst also wenig bis keine Diskrimierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, verstehe ich das richtig? Wenn sich also Frauen diskriminiert fühlen, liegt es nicht am Geschlecht sondern an individuellen Persönlichkeitsmerkmalen?

    Wo habe ich das geschrieben? Kann es sein, dass du nur die Hälfte der Diskussion gelesen hast?

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