Beiträge von Schmidt

    Ich denke mal schon dass es sowas wie einen "Lockdown-Koller" gibt. Die Leute hocken daheim und können nicht mal was am Haus/Wohnung etc. machen, weil beispielsweise die Baumärkte zu sind.

    Lesen, Spielen, etwas neues lernen, Serien oder Filme gucken, Entspannen, Zeit mit dem Partner verbringen, Sport machen etc. pp. Ich war selten so entspannt und produktiv, wie im letzten Jahr. In den letzten zwei Semestern habe ich, da es keine sinnfreie Anwesenheitspflicht gab und alles digital abgelaufen ist, etwas mehr als zwei volle Semester Veranstaltungen abgearbeitet (70 CP), mehrere Playstation Spiele durchgespielt, diverse Gesellschaftsspiele die schon länger daheim rumstehen mit meiner Frau und Freunden ausführlich gespielt, einen Haufen Filme, Serien und Bücher, die ich/wir schon lange endlich sehen/lesen wollte(n) können, hatte Zeit täglich Piano zu üben und zwei neue nebenberufliche Projekte soweit zum Laufen gebracht, dass sie mittlerweile Gewinn abwerfen. Alles dank weggefallener Fahrtzeiten, Stundenplanlücken und unnötiger Aufenthalte in der Schule sowie quasi komplett weggefallenen Stress durch nervige Kollegen, sinnlose Endlosdiskussionen in Lehrerzimmer und Konferenzen (die gibt es immer noch, aber am Rechner kann ich nebenbei arbeiten) und Lärm. Dass alle Abgaben und Materialien digital sind hat den positiven Effekt, dass Korrekturen/Bewertungen deutlich schneller gehen und ich Material besser wiederverwenden kann.

    Dass Menschen einen Koller kriegen, weil sie nichts zu tun haben, ist eher ein generelles Problem. Man muss schon mit sich selbst klar kommen, wenn man nicht mehr ständig unter Leute kommt um sich abzulenken. Die wenigsten Menschen werden wegen des Lockdowns depressiv; diese Leute hatten schon vorher entsprechende Tendenzen, diese sind dann nur "durchgebrochen", weil es keine externe Ablenkung mehr gibt. Und dass der Lockdown häusliche Gewalt verstärkt, halte ich auch für ein Gerücht. Wenn es in einem Haushalt häusliche Gewalt gibt, dann ist daran nicht der Lockdown schuld, sondern die Person, die häusliche Gewalt ausübt. Das macht diese Person aber auch, wenn es keinen Lockdown gibt. Ein Lockdown macht die Probleme nur sichtbar, er verursacht sie nicht.

    Hier sind die Blumenläden und Gartenfachmärkte ganz normal geöffnet, es darf sich eben nur eine beschränkte Anzahl von Kunden im Geschäft aufhalten.

    Gartenfachmärkte (welche gibt es da eigentlich, ich kenne nur die angeschlossenen Gartenabteilungen der Baumärkte) sind geöffnet, Baumärkte aber zu? Merkwürdige Regelung. Wer sich das nur ausgedacht hat...

    Dein Friseur riet dir dazu? Hätte er nicht eher ein wirtschaftliches Interesse daran, deine Haare in regelmäßigen Abständen zu färben?

    Manche Menschen sind ehrlich und beraten gut. Gut beraten heißt nicht, aus dem Kunden möglichst viel Geld heraus zu quetschen, sondern dem Kunden das zu raten, was am besten passt. Unter welchem Stein lebst du eigentlich?

    Ich wieß auch in der Vergangenheit auf Kinder mit entsprechendem familiären Hintergrund hin. Daher finde ich es immer schade, wenn ich dann von manchen Usern hier lese: "Also meine Schüler finden es momentan gut so und wollen gar nicht in die Präsenz zurück." :/ .

    Verständnis sollte das Ziel sein, ist aber bei direkter Betroffenheit schwierig. Mit dem Hintergrund sehe ich die Spaltung während der Trump-Präsidentschaft und Brexit-Thematik mit anderen Augen, da ich in beiden Fällen Außenstehender war, während ich jetzt von den coronaspezifischen Entscheidungen im Rahmen der Coronapolitik direkt betroffen bin und ich mich schon eher der Gruppe derjenigen zuordnen würde, die unter der Situation leiden.

    Wo ist der Zusammenhang?

    Von anderen Studien wissen wir, dass längst nicht jede Schädigung überhaupt Symptome zeitigt, so dass das strukturell eher noch unterschätzt wird:

    Nach acht, neun Monaten Erfahrung mit diesem neuen Krankheitsbild wissen wir: 60 bis 70 Prozent der Covid-Patienten, die stationär behandelt wurden, haben mit Folgeproblemen zu tun. Bei denjenigen, die wegen der Infektion nicht ins Krankenhaus mussten, sind etwa 20 Prozent betroffen.

    Das Spektrum der Symptome ist breit. Wirklich stark betroffen und deutlich in der Lebensqualität eingeschränkt sind 20 bis 30 Prozent der einst stationären Patienten und etwa zehn Prozent derer, die einen vergleichsweise leichten Verlauf hatten.

    https://www.focus.de/gesundheit/new…d_12932937.html

    Ich finde auch Interviews mit Ärzten, die behaupten, Covid gäbe es gar nicht und Bill Gates sei ein Echsenmensch.

    Eine belastbare Studie, die deine Theorie bestätigt, bist du noch schuldig. Und jetzt pack bitte nicht wieder dieselben Quellen wie vor ein paar Monaten aus. Dass diese deine Aussagen nicht stützen, habe ich damals schon erklärt.

    Kultusminister Lorz hat heute mitgeteilt, dass wahrscheinlich der angekündigte Wechselunterricht in den Klassen 1-6 noch einmal verschoben wird aufgrund der Mutationen.

    Quelle wäre gut. Diese Verlautbarung habe ich bisher noch an keiner Stelle gehört oder gelesen.

    Deine Ansicht teile ich hier, Schmidt, wobei ich sie für nicht mehrheitsfähig halte. Die meisten Leute, inklusive der Politik, wollen leider alles auf Standby halten, ehe Corona weg ist, ob das realistisch ist oder nicht.

    Mit "irgendwann" meine ich offensichtlich nicht übermorgen, sondern einen Zeitpunkt in der Zukunft, an dem genug Leute geimpft sind, um schwere Verläufe soweit wie möglich zu vermeiden.

    Ganz so optimistisch sehe ich es tatsächlich (noch) nicht. Sollte es mit der Herdenimmunität nicht klappen, wird es einfach Leute geben, die sich gar nicht impfen lassen können und gerade für die wird eine Covid-Erkrankung potentiell gefährlich. Die Daten, die in der Schweiz zur Sterblichkeit erhoben wurden, halte ich für sehr verlässlich weil sie einfach mal aus einem funktionierenden Gesundheitssystem kommen und dazu aus einem Land, das zwischenzeitlich sehr stark betroffen war. Ein Faktor 3 bei der Sterblichkeit gegenüber einer starken Grippewelle (verglichen wurde mit der Saison 2017/18) ist schon eher unangenehm. Wobei es zum Glück auch bei weitem nicht das ist, was zu Beginn der Pandemie noch angenommen wurde. Aber es besteht ja noch Hoffnung, dass auch die Therapiemöglichkeiten der Erkrankung besser werden, nur das ist eben eine längerfristige Entwicklung als das Impfen.

    Stimmt. Ich formuliere es anders: wir werden uns daran gewöhnen (müssen).

    Dass Therapiemöglichkeiten besser werden, glaube bzw. hoffe ich auch.

    In der Grippewelle 2017/2018 sind in Deutschland ca. 25.000 Menschen an der Grippe gestorben. Faktor drei wären jährlich 75.000 Tote. Das ist für eine Gesellschaft verkraftbar. Ich weiß, das klingt makaber, vielleicht auch ekelhaft; es ist scheiße und mir wäre es auch lieber, wenn es kein Covid und kein Krebs gäbe, aber es ist realistisch.

    Was ist wenn eine Grippe in der Bevölkerung zirkuliert, die bei jedem Durchgang bei einem Drittel der Erkrankten leichte Herzvernarbungen, Gefäßentzündung, Mikrothrombosen und daraus resultierende Organschäden hinterlässt?

    Das halte ich für maßlos übertrieben.

    Zumal es einfach keine Alternative dazu gibt, irgendwann wieder normal weiterzuleben (inklusive Großveranstaltungen, Partys und Großdemos). Dann eben mit einer weiteren Krankheit, die das Potential hat, Menschen zu töten.

    Im Endeffekt war es das mit unserer Impfstrategie, die Leute sollten beten, dass der Effizienzverlust bei MRNA-Wirkstoffen icht der Rede wert oder schnell ausgeglichen werden kann. Einigen ist glaube ich nach wie vor nicht ganz klar, was uns bevorsteht.

    Was uns bevorsteht ist ein endemisch Werden der Corona Viren. Dass es eine Herdenimmunität geben wird, die zu einer weitgehenden Ausrottung führt, halte ich mittlerweile für sehr unwahrscheinlich. Die mRNA Impfstoffe sind sehr vielversprechend. Ich gehe davon aus, dass die (ernsthaften) Erkrankungen damit, auch bei diversen Mutationen, im Zaum gehalten werden können.

    Wenn ein hoher Impfstand erreicht ist, werden die Covid Viren unser Leben nicht mehr einschränken, als die saisonale Influenza. Gelegentlich werden schwere Verläufe dabei sein, es werden weiterhin Menschen daran sterben oder Folgeschäden davon tragen. Im Großen und Ganzen wird uns das aber nicht weiter beeinflussen. So, wie auch jetzt schon bei der saisonalen Grippe.

    Dass Astra Zeneca ein Griff nutzlos ist, sehe ich allerdings auch so.

    Ohne jetzt auf die genaue Größe der Schule einzugehen, ja, es wären im Zweifelsfall entsprechende Kapazitäten vorhanden.

    Mein lieber Troll, das glaubst du ganz sicher nicht mal selbst.

    Zitat

    Was die Schüler bei Wiederholung lernen sollen? Das hängt natürlich von der Jahrgangsstufe ab. Ich würde mal pauschal sagen: die Inhalte der Bildungsstandards für die jeweilige Jahrgangsstufen.

    :autsch:

    Es geht doch um die Kinder, die bedingt durch die Coronasituation erhebliche Defizite haben. Diejenigen, die tatsächlich all das gut können, sind davon natürlich nicht betroffen. Das habe ich aber auch vorher angesprochen.

    Nein. Du unterstellst allen Kindern, grundsätzlich ein erhebliches, unaufholbares Defizit zu haben und stellst die Kinder, die, unter Umständen mit etwas zusätzlicher Hilfe, auch in der nächsten Klasse klar kämen, als Einzelfälle dar.

    Grundsätzliches Vorrücken mit der Option, konsequenzlos zu wiederholen ist deutlich sinnvoller.

    Du hast Kathies Frage übrigens nicht beantwortet. Was genau sollen die SuS bei Wiederholung lernen? Und ergänzend (wurde auch schon gefragt): wo sollen die ganzen SuS hin? Ich bezweifle, dass bspw. deine Grundschule Kapazitäten hat, zusätzlich zum regulären Betrieb noch einen fast vollständigen weiteren Jahrgang zu beschulen. Die finanziellen und personellen Mittel, die dazu nötig wären, sind sinnvoller in Förderung nach Bedarf für die regulär vorgerückten Schüler angelegt.

    Du verstehst ernsthaft nicht, was ich meinte?

    Oh, das wird jetzt interessant:

    Schlag doch mal vor, wie dieses wiederholte erste Schuljahr mit der Klasse aussehen soll. Sie kennen alle Buchstaben, können schreiben und lesen. Also was sind dann die Inhalte?

    Inhalte der zweiten Klasse? Nee, das kommt ja ein Jahr später dran

    Leg los, ich bin gespannt auf deine Ideen! Was tun die jetzigen Erstklässler alle nächstes Jahr wieder in der ersten Klasse?

    Die machen natürlich das, was sie in der ersten Klasse schon gemacht haben, nochmal.

    Wir haben eine Familie mit Erstklässler im engeren Bekanntenkreis. Der Junge hat keine Lust darauf, nächstes Jahr nochmal Äpfel einzukreisen und Buchstaben zu lernen, die er schon kann.

    Tom123 , wieso darfst du eigentlich Religion unterrichten? Ich nehm dir ehrlich gesagt nichts von dem ab, was du erzählst. Du hast never ever Theologie studiert. Und deine wohlversteckten islamfeindlichen Äußerungen erinnern mich daran, dass du dich schon mal in einem Thread als rechtsaußen disqualifiziert hast. Leider weiß ich gerade nicht mehr, welcher das war. Es fällt mir aber sicher wieder ein.

    Eine gewisse Homophobie zeichnet sich da auch ab, wenn er Homosexualität als "Lebensstil" bezeichnet.

    So habe ich den katholischen Religionsunterricht an einer katholischen Privatschule erfahren und so wird er da immer noch erteilt.

    Manchmal glaube ich, dass die Kritiker am (katholischen) Religionsunterricht überhaupt nicht wissen, was da passiert.

    Aber zurück zum Thema.

    Vielleicht sind katholische Privatschulen da anders. Ein Freund war auf einer katholischen Jungenschule, an der auch vernünftiger Unterricht erteilt wurde.

    Der katholische Unterricht an den staatlichen Schulen, an denen ich bisher tätig war und die mir bekannten Lehrer, die katholische Religion unterrichten, machen das vollkommen anders. Das sind nicht alle Plattenspieler, aber der Unterricht ist trotzdem sehr dogmatisch.

    Manchmal glaube ich, dass eine eigene Schülererfahrung etwas wenig ist. ;)

    Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Religionsunterricht. Wie schon mal gesagt, ist Glaube ansich nichts verwerfliches und Religionen prägen und prägen die Welt. Insofern halte ich das Hamburger (?) System eines gemeinschaftlichen Unterrichts aller Religionen/Ethik für sinnvoll. Religion kann man ja nicht weg diskutieren, aber dogmatisches Festhalten an einer ganz bestimmten Mythologie ist im Sinne der Bildung auch falsch.

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