Seit zwei Wochen haben die Kitas wieder auf, und die Schließungen sind seitdem deutlich nach oben gegangen: Wegen Verdachts- und Infektionsfällen mussten allein in München bis zum 2. Juli bereits in 13 Einrichtungen Gruppen wieder schließen (man schließt nicht die ganze Kita, sondern nur die betroffenen Gruppen).
Der Artikel ist so schlecht, dass er kaum lesbar ist. In München müssen nicht "immer mehr Kitas wegen Corona-Infektionsfällen" schließen, sondern einzelne Gruppen wegen des Verdachts (!) auf eine Corona-Infektion. Es gibt in München rund 1400 Kitas. Dass in nicht mal 1% davon (unter der Annahme, dass alle wieder offen haben) einzelne Gruppen vorübergehend geschlossen werden, ist kein Grund zur Sorge, sondern ein Zeichen dafür, dass das System bisher funktioniert. Für das Infektionsgeschehen sehe ich in den paar Verdachtsfällen noch keine nennenswerte Bedeutung. Im Gegensatz zu Gottendiensten.
Wenn wir am Ende bei im Schnitt 1,5 Verdachtsfällen pro Kita sind, ist alles gut. Das entspricht dann ungefähr den polizeilich untersuchten Drogenverstößen an Münchener Schulen (350 Schulen, 464 Verstöße in 2016; habe keine neueren Zahlen gefunden).