Ich habe mal ein interessantes Zitat herausgezogen:
Gerade in großstädtischen Einzugsgebieten ist es zwar der Fall, dass das Christentum in den Klassenräumen nicht (mehr) die mehrheitliche Glaubensrichtung ist, aber Deutschland ist ja doch primär durch das Christentum beeinflusst - wurde ja auch ein paar Seiten vorher erklärt. Da frage ich mich, ob es wirklich notwendig ist, einen Religionsunterricht durchzuführen, der die Weltreligionen gleichberechtigt berücksichtigt. Bisher war es ja so, dass das Christentum die dominante Glaubensrichtung im Religionsunterricht war und von diesem Standpunkt aus Exkurse in andere Richtungen gemacht wurden. Da wäre die Frage, ob in Deutschland sozialisierte Kinder vertiefte Kenntnisse in jüdischer oder islamischer Theologie benötigen. Ich würde hier mal den Vergleich mit den Fächern Geschichte und Deutsch wagen, in denen primär deutsche Geschichte und deutsche Literatur gelehrt werden. Wie sähe die Situation aus, wenn man dazu übergehen würde, Weltgeschichte und -literatur zu unterrichten?
Mit freundlichen Grüßen
Selbstverständlich benötigt ein mündiger Mensch Kenntnisse über verschiedene Glaubensrichtungen und Weltgeschichte. Die Welt hört nicht an der deutschen Grenze auf. Wenn das Christentum so knorke ist, wird es ja kein Problem sein, wenn Kinder verstehen, welche Weltbilder andere Religionen lehren und warum es gar nicht so toll ist, wenn Religion und Politik miteinander verwoben sind und religiöser Glaube einen Einfluss auf die Wissenschaft oder andere relevante Bereiche des Lebens (insbesonderer anderer Menschen) hat.